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Sonntag, 20 Januar 2013 15:01

Der letzte Auerhahn vom Dommel

DIEMELSEE-STORMBRUCH. In den Hochlagen der Gemeinde Diemelsee gab es vor einigen Jahrzehnten noch unberührte Hochheideflächen die aus der letzten Eiszeit entstanden und anders als in den Tälern, die mit Buchen, Eschen und Eichen bewaldet waren, herrschte in der Tundra am Dommelkopf und im Dommeltal bei Stormbruch emsiges Treiben zur Balz der Auerhähne.  Damals waren die Hänge am Dommel noch nicht mit Fichten-Monokulturen bepflanzt und boten dem Auerwild lichte Misch -und Nadelwälder mit dem nötigen Altholzbeständen und eine reiche Kraut -und Strauchschicht. Die unzähligen Quellen und Feuchtwiesen waren damals mit den für das Auerwild so wichtigen Magensteinen versehen. Der Fürst zu Waldeck und Pyrmont streckte noch im Jahr 1902 einen kapitalen Auerhahn. Zu Ehren des Fürsten von Waldeck und Pyrmont versammelte sich der Männergesangverein Stormbruch und brachte um Mitternacht dem Fürsten ein Ständchen. Der letzte seiner Art soll 1921 in der Gemarkung Stormbruch am Dommelturm erlegt worden sein. Wer der Erleger des letzten Auerhahns war, ist  hingegen nicht bekannt.

Quelle: Ulla Brocke

Publiziert in Archiv - Sammlung
Sonntag, 30 September 2012 17:06

Bontkirchen - Erfolgreiche Maisdrückjagd

 

MESSINGHAUSEN/HOPPECKE.  Die Einladung zur Maisdrückjagd wurde mir von Erich Glück per E-Mail gesendet. Kurz und bündig: Maisjagd bei Rufolf Kräling, Treffpunkt Parkplatz Bontkirchen, 10:00 Uhr. Bring deine Hunde mit.  Und so kam es, das ich pünktlich um  10:00 Uhr am Treffpunkt war. Jagdscheinkontrolle durch den Beständer und Jagdleiter Rudolf Kräling, kurze aber präzise Ansage mit  Sicherheitsbestimmungen  und schon sind wir auf dem Weg in´s Hoppeketal. Hier gehen die Sauen trotz Einzäunung extrem zu Schaden. Erich hat seinen Wachtel Fin und ich meine beiden Wachtelhündinnen Kira und Emma dabei, dazu kommt der DD Rüde von Stefan Völlmecke aus Recklinghausen. Die Terrier der Hundemeute gehen direkt durch das Maisfeld während wir eine Fichtendickung durchstöbern. Meine beiden Wachtelhündinnen haben direkten Kontakt mit der ersten Sau, ein 30 Kilo Frischling, der nach hinten durch die eigenen Reihen entweicht und - unbeschossen - sein Heil in der Flucht sucht. Zwei weitere  Sauen werden nach ca. 200 Metern hochgemacht - auch hier weiss kein Mensch wo die sich gedrückt haben - und verschwinden im Bachlauf der Hoppeke. Im Maisfeld, das die Terrier durchstöbern, ist keine Sau zu finden. Also, Hunde an den Riemen, kurze Erfrischung an den Autos und dann zum nächsten Maisschlag. Hier vereinigen sich die Terrier mit den Wachteln und nun geht die Post ab. Das kollektive Jagen der Hunde und das disziplinierte Verhalten der Treiber lassen die erste Sau schon nach wenigen Minuten das schützende Maisfeld verlassen. Ein Schuss, Treffer, Sau tot. Nun geht es weiter, ein Keiler rauscht an mir vorbei, ca. 60 Kilo schwer, die Hunde hinterher. Kreuz und quer geht die wilde Hatz durch den Maisschlag, Hunde Treiber und Sau zeigen nach ca. 1 Stunde die ersten Ermüdungserscheinungen. Immer wieder werden die Hunde geschlagen, Fin der Wachtelrüde von  Erich Glück schweisst  erheblich, die Wachtelhündin Emma erhält ebenfalls Schmisse, auch die tapferen Terrier leiden unter dem Druck des Keilers. Nun denke ich mir eine Strategie aus...Ich positioniere mich in einer Reihe des Maisschlages, die restlichen Treiber stehen links von mir, die Hunde stellen die Sau rechts von mir. Ich lege mich auf den Bauch, gehe mit der Mauser 8 x 68 S so in Stellung, dass ich durch die Reihe schießen kann ohne dahinter irgend jemanden zu verletzen.  Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Wechselt die Sau hinter mir durch, habe ich Pech gehabt. Kommt der Keiler vor mir durch ereilt ihn das Schicksal der Mauser 66 . Ich steche die Waffe ein und gehe in der ungefähren Höhe der Sau  in Schussposition. Ich habe nur eine Millisekunde um die Sau zu treffen. Und schon höre ich die Sau anwechseln, sehe das Gebräch in der 1,5 -fachen Vergrößerung und drücke ab. Schuss..Sau tot.  Die heraneilenden Hunde beuteln die tote Sau und nehmen diese so in Besitz. Der Treiberführer der Terrier kommt herbei und sagt dankbar:" Endlich ist der Keiler gestreckt, der hat unsere Hunde ganz schön geschlagen. Noch ein paar Minuten und es wäre noch schlimmer für die Hunde geworden ". Voller entsetzen sehen wir, das Fin der Wachtelrüde zusammen sinkt, er ist stark am Bluten, Erich nimmt ihn auf seine Arme und trägt den treuen Jagdgefährten zum Verarzten  aus dem Maisfeld. Die Terrier werden ebenfalls im Anschluss verarztet.

Fazit: Mit zwei Schuss wurden zwei Sauen gestreckt, die Hunde haben gelitten aber keine tödlichen Verletzungen erhalten . Diszipliniert waren vor allem Karl Brocke, Stefan Völlmeke und Elmar Grüther, die den Keiler des öftern in der zweiten Maisreihe gesichtet aber nicht beschossen haben. Allerdings zeigt sich auch an diesem Beispiel wie bei Wildmeister Hilpich im Maisjagdseminar angesprochen: Wenige gute Schützen und eine gut aufeinander abgestimmte Hundemeute entscheiden über den Erfolg einer Maisjagd. Und zwar in den ersten 15 Minten...alles andere kostet Hunde ! Wir haben gestern gesehen, Hilpich hat Recht !!

Text: Klaus Rohde

 

 

Publiziert in Archiv - Sammlung
Samstag, 02 Juni 2012 13:26

DIEMELSEE - SAU TOT

DIEMELSEE. Der Anruf von Karl Brocke aus Stormbruch erreicht mich um 07:15 Uhr . Gestern Abend habe ich im " Finger " einen etwa 2 -jährigen Bock gestreckt und ich kam lange Zeit nicht zur Ruhe, da das Adrenalin noch Stunden nachher in mir wirkte. Erst gegen 04:00 Uhr am Morgen schlief ich ein...

Wie gesagt, der Anruf von Karl kam mir ungelegen, Karl hatte eine Sau in der Eschenseite  beschossen und benötigte meine Hilfe. Gesagt, getan, übermüdet gerade mal über die Zähne geputz nehme ich meine  Büchse ( Mauser 66 ) aus dem Waffenschrank, das Waidblatt, Schweißhalsung und Riemen  und meine beiden Hunde um zur Eschenseite zu fahren. Erst müssen die Hunde sich lösen, Hektik ist jetzt nicht angesagt, das überträgt sich sofort auf die Hunde. Am Anschuss angekommen zeigt mir Karl den Ort, wo er die Sau ( eine von dreien ) beschossen hat. Ich suche angestrengt nach Schweiss, Schnitthaar und Kugelriss, kann aber nichts finden. Damit dürfte feststehen, dass die Nachsuche nicht leicht wird. Also, die erfahrene Hündin KIRA muss ran.  Die kleine Hündin EMMA lasse ich besser im Auto, bei Schwarzwild weiss man nie, was so passieren kann. Schwarzwild ist angeschossen sehr agressiv.

Die erfahren Hündin bewindet den ( nicht vorhandenen ) Anschuss, bögelt sich aber gleich ein und verfolgt eine imaginäre Fährte ca. 50 Meter in einen Fichtenaltholz- Bestand. Ruhig und Zielstrebig geht es weiter durch Farne und Buchenaltholzreste ehemals  gefällter Baumriesen. Nach ca. 100 Meter- bis jetzt habe ich weder ein Wundbett noch Schweiss gesehen- kommen wir an eine alte Suhle, hier sind deutlich die Fährten der drei Sauen zu erkennen, 2 Sauen sind nach rechts , 1 Sau nach Links in die Buchenrauschen abgebogen. Welches ist die Kranke ? Nach rechts oder nach links....Die Hündin entscheidet sich für die einzelne nach Links verlaufende Fährte . Ich sehe immer noch keinen Schweiss, das dichte Laubwerk macht mir mit der Waffe so meine Schwierigkeiten . Die Hündin wartet aber immer wieder auf mich. Einer ehemalige Rückeschneise folgen wir ca. 20 Meter als die Hündin wieder in die Buchenrauchen eindringt. Nach weiteren 30 Metern bleibt die Hündin stochsteif stehen. Das ist für mich das Signal " Alter, da ist sie drin " Nun löse ich die Schweisshalsung, lade die Waffe durch und mit dem Kommando " voran " rauscht die Hündin in den urwaldähnlichen Baumbestand. Das Totverbellen meiner treuen Jagdgefährtin zeigt mir an: Sau Tot, wir sind am Ziel. Mein Schuss aus der 8x68 S lässt meinen Jagdfreund heraneilen. Ich überreiche ihm seinen Bruch, und gemeinsam brechen wir die Sau auf. Die Hündin erhält natürlich ihren Anteil an der Beute. Das Herz  gehört ihr...

Lieber Karl, Waidmannsheil zu deinem Schwein, du hast es dir verdient.

Text und Bild©: Klaus Rohde www.112-magazin.de

Publiziert in Archiv - Sammlung
Samstag, 19 Mai 2012 14:24

DIEMELSEE

STORMBRUCH. Karl Brocke hatte gestern Waidmansheil. von  der neu gebauten Kanzel hat er einen schwachen Bock gestreckt.

Publiziert in Archiv - Sammlung

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