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Samstag, 22 September 2012 09:42

Jagd in Schweden - Teil 6

ORE/ÖSTERSUND/HAMMARSTRAND. Am nächsten Tag verlegen  wir von Ore aus Richtung Östersund, tanken die PKw´s noch einmal voll und fahren die letzten 120 Km nach Hammarstrand, einem Wintersportgebiet mit reichlich Elchen und Bären. In der " Jägarvillar " treffen wir auf  Helmut Anspach mit seiner Tochter und zwei weiteren Jagdbegleitern. Alle vom Wunsch beseelt, einen Elch zu strecken. Ich verheimliche meinen Elchabschuss vom gestrigen Tag um unnötige Spannungen zu vermeiden. Allerdings stellen sich die Vier aus dem Ort Ochtendung im Kreis MYK ( nun weiss ich auch was das Kennzeichen bedeutet )  als taffe Leute heraus, wir freunden uns in den kommenden Tagen recht gut an. Die deutschen haben die Jagdreise auf der " Jagd  und Hund " bei einem Jagdreisevermittler gebucht . Die Lagebesprechung findet direkt um 18:00 Uhr in der Kantine statt, uns wird mitgeteilt, was wir schießen dürfen. Frei sind nichtführende Bären, Elchbulle, Kuh und Kalb . Das Kalb muss unbedingt vor der Kuh erlegt werden, also, so wie in Deutschland bei Reh und Rotwild  auch. Am nächsten Morgen ist um 4:30 wecken, ich schlafe mit Tobjörene und " Diesel " in einem Zimmer und wir schälen uns  aus den Decken um pünktlich das Früstück in der Kantine einzunehmen. Um 06:00 Uhr ist Treffen und Abfahrt in das rund 7000 Ha große private Forstrevier. Dort werden wir angestellt, Luftlinie sind die Stände oder Plätze ca. 500- 800 Meter auseinander. Helmut Anspach kommt eine Elchkuh, die er nicht beschiesst, weil er nicht sicher ist ob das Kalb noch folgt. Ein finnischer Hundeführer nimmt ihm die Arbeit ab und erlegt das kalblose Muttertier. Um 12:00 ist Halbzeit, wir finden uns in einem Jagdcamp zusammen, ich zähle mit Hundeführern 17 Personen. Hmmm... denke ich mir, für 7000 ha, das ist nicht viel, auch die vier  Hunde scheinen mir für die Größe des Reviers nicht genug. Aber, so denke ich mir, die Schweden werden wissen, was sie tun...

In den folgenden Tagen ist einfach der Wurm drin, keine Elche, zu heißes Wetter für Hund und Hundeführer, die sich anstrengen aber so gut wie nichts auf die Läufe bekommen. Die Fährten der Elche sind deutlich zu erkennen, allerdings wissen wir nicht, wo sie stehen. Auch Bären werden gefährtet, sogar Birkwild ist zu beobachten. Der Erfolg  stellt sich aber nicht ein und so kommt der Befehl von den Brüdern Bengtsson, mich in ein benachbartes Revier zu schieben um einen starken Bären zu strecken. Auf dem Rückweg von Hammarstrand rufe ich Helmut noch einmal an um nach dem Jagdverlauf des heutigen Tages zu fragen, die Antwort setzt der erfolglosen Elchjagd noch eins drauf: " Bei der Fahrt in das Revier ist ein Elchbulle angefahren worden, der letzte seiner Art,  wir suchen nach " Oh Gott denke ich, schlimmer kann`s eigentlich nicht kommen. Ich wünsche den vieren aber Waidmannsheil und hoffe, dass zumindest einer meiner Landsmänner zum Schuss kommt. Wie sich später herausstellt, ist das nicht der Fall.

Am Abend halten wir in einem kleinen Bergdorf, dessen Name ich nicht kenne, hier verabschiedet sich Tobjoerne und  " Diesel "  von mir. Die beiden müssen zu PerAnders um an eineranderen Elchjagd teil zu nehmen. Ich bedanke mich bei den beiden und lasse mir von Tobjoerne noch die Telefonnummer geben, wir bleiben in Kontakt, so verschpricht er mir. Ich werde einem neuen Jagdführer anvertraut. Allerdings ist der neue Jagdführer eine Frau...

Aber davon berichte ich im 7 Teil der Jagdreise nach Schweden.

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Donnerstag, 20 September 2012 16:26

Jagd in Schweden - Teil 5

ÖSTERSUND/ORE. Rund 300.000 Elche leben in Schweden und meine Hoffnung auf dieser Jagd einen Elch zu strecken wird an diesem Tag belohnt. Tobjörne fährt mit mir und dem Elchjund " Diesel " ca. 3 Kilometer am Ufer des Sees entlang und wir besteigen ein Hochplateau, welches in einem Hochwald aus Fichten, Kiefern und Birken endet. Hier ist ein breit ausgetretener Wechsel erkennbar. Auch einige Bärenfährten sind zu erkennen. Hier werde ich positioniert, anhand einer Karte werde ich über den gedachten Verlauf des Treibens eingewiesen. Tobjoerne und sein Hund " Diesel " werden  rund 400 Ha Wald durchlaufen und durchstöbern, in der Hoffnung, dass die Elche über diesen Wechsel auf das Plateau ausweichen werden. Ich richte mich in einem natürlichen Erdloch ein, verstau meinen Rucksack als Gewehrauflage und lege Tarnschal und das Zeiss Glas griffbereit neben mich. Die Zeit verinnt wie im Fluge, nach ca. 20 Minuten höre ich Hundegeläut und schon sind meine Nerven zum Zerreissen gespannt. Immer wieder ist " Diesel "  dem Elch auf den Fersen und nach weiteren 20 Minuten bringt mir dieser treue Jagdhelfer den ersehnten Elch auf dem Wechsel. Die Entfernung beträgt ca. 80 Meter, ich warte mit dem Anbacken, bis das Tier meine Höhe erreicht hat, sehe die ganze Breite des riesigen Elches  und halte vor. Der Schuss aus der Mauser lässt das Tier vorn einknicken, dann legt der Elch sich langsam auf die Seite und ist tot. " Diesel " ist nun auch am Stück, auf Tobjoerne, der ziemlich abgekämpft ist müssen wir noch einige Zeit warten. Dann allerdings ist die Freude um so größer und wir brechen gemeinsam den schweren Elch auf und bergen das Stück. Der Schuss hat genau in der Kammer des Elches gesessen, ich bin froh, dass ich im Schießkino des öfteren diese Übungen absolviert habe.

Teil 6 lesen Sie morgen wie gewohnt im Jagdtagebuch unter 112-magazin.de

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Mittwoch, 19 September 2012 18:59

Jagd in Schweden - Teil 4

KINNARED/ORE. Den Rest des Tages verbringe ich mit der Vorbereitung zur Fahrt in das ca. 1200 Kilometer entfernte Hammarstrand in der Provinz Jämtland direkt am Fluss Nissan. Zwischenstopp ist in Ore, 120 Kilometer von Hammarstrand entfernt. Hier liegt die neue Jagdhütte der Bengtssons. Ich fahre von Kinnared aus nach Drängsered um Euros gegen Kronen zu tauschen (Kurs 1:8), erwerbe in einem Outletstore günstig ein paar Muckboots und tanke den Jimny voll. Morgen in der Früh um vier holt mich Tobjörne, der Jagdführer, ab um die lange Reise zu beginnen. Es ist 3 Uhr, als der Wecker klingelt und ich verschlafen aus den Federn krieche. Schnell wird der Wasserkocher angeschmissen und ich erfreue mich des köstlichen Kaffees. Waffe, Rucksack usw. habe ich gestern schon gepackt. Tobjörne klingelt an der Tür und im Nu sind wir auf der Route Nr. 26 Richtung Norden unterwegs. Diese Route, mitten durch Schweden ist einmalig und mit nichts zu vergleichen. Einzigartig schön die Natur. Tobjörne hat seinen Elchhund "Diesel" dabei. Ich muss noch dreimal tanken. Ein Problem, mit dem, ich nicht gerechnet habe, sind die Tankstellen, die zu 80 % nur mit Karte bedient werden können. Aber auch hier hat Tobjörne wie immer einen Ausweg parat. Ich gebe ihm das Geld, er lässt mich auf seine Karte tanken. Die Fahrt endet nach 12 Stunden direkt an einem großen See. Die Jagdhütte ist wirklich ganz neu, die Inneneinrichtung mit moderner Küche ausgestattet, dazu fließendes Wasser und endlich die langersehnte Dusche. Morgen soll ich in diesem Gebiet noch einen Elch strecken, bevor wir ins 120 Kilometer entfernte Hammarstrand aufbrechen.

Davon berichte ich morgen ausführlich im 5 Teil der Jagdreise nach Schweden.

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Dienstag, 18 September 2012 17:14

Jagd in Schweden - Teil 3

DIEMELSEE/KINNARED. Per-Anders besucht mich noch spät am Abend und bringt den erfahrenen Jagd- und Hundeführer Torbjörne mit. Einige Schnäpse machen die Runde und mir wird für den Morgenansitz auf starke Muffelwidder ein 80 % Jagderfolg zugesagt. Die Nacht verbringe ich mit Träumen von Bärenjagd, der Elchjagd und den Hunden und wache um 6 Uhr in der Früh auf, um mir einen starken Kaffee zu brühen. Das Frühstück wird mit Elchschinken bereichert und gegen halb sieben steht Torbjörne vor der Tür, um mich in seinem Geländewagen abzuholen. Wir erreichen nach 40 Minuten ein riesiges Wald- und Feuchtgebiet mit steilen Hängen, durchzogen von sehr vielen Basaltbrocken, manche so groß wie ein Haus. Nach ca. 30 Minuten Fußmarsch erreichen wir einen Hochsitz, hier werde ich von Torbjörne eingewiesen. Eine Nachfrage zur Begrenzung der Trophäe wird verneint, ich darf erlegen, was ich möchte. Nebel ziehen von dem feuchten Untergrund gen Himmel und die Morgensonne wärmt mich auf dem Sitz, als ich gegen 8.30 Uhr mehrere Muffel am gegenüberliegenden Hang ausmache. Das Zeiss zeigt mir 4 starke Widder, die abwärts ziehen. Die Entfernung schätze ich auf 180 Meter. Zu meiner Freude kommt die Korona direkt auf mich zu. Als sich die Widder auf ca. 90 Meter meinem Sitz nähern, backe ich die Mauser an, steche ein und schicke das 16 Gramm KS-Geschoss im Kaliber 9,3 x 62 auf den Weg. Das erreicht die Kammer des Widders und lässt ihn auf der Stelle verenden. Nun schüttelt mich das Jagdfieber und erst nach 30 Minuten bin ich in der Lage mit Torbjörne zu telefonieren. Waidmannsheil...

Teil 4 folgt morgen!

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Dienstag, 18 September 2012 16:33

Jagd in Schweden - Teil 2

DIEMELSEE/KINNARED. Die Fahrt über die Öresundbrücke war allein schon ein Erlebnis, die Maut war schnell in Euro bezahlt und so fahre ich gegen 9 Uhr in Schweden ein. Hier zeigte mein Navi noch 430 Kilometer bis Kinnared im Süden Schwedens. Nach vier Tankfüllungen erreichte ich total übermüdet das Haus von Per-Anders Bengtsson und erhalte sogleich eine kulinarische Stärkung in Form von Kaffee und belegten Brötchen. Mir werden die Schlüssel für das Jagdhaus überreicht und schon bin ich auf dem Weg ins 15 Kilometer entfernte Kinnared. Zu meiner Überraschung ist nicht nur das Bett bezogen, nein, auch der Kühlschrank ist mit allerlei Köstlichkeiten wie Elchschinken und Elchwurst gefüllt. Total übermüdet falle ich in einen Tiefschlaf, aus dem mich ein Telefonanruf gegen 17 Uhr holt. Die Frau von Hakan Gry (eine norwegische Schönheit) teilt mir kurzum mit, dass sie um 18 Uhr mit dem Essen auf mich warte. Pünktlich treffe ich bei Gry ein, werde von ihm und den Hunden begrüßt, Schuhe aus und ab in den Gästesalon. Es gibt Elchmedallions mit Kartoffeln, Dipps und Salat. Einfach köstlich das Ganze und dazu noch die sympathische Erscheinung der gebürtigen Norwegerin. Wie tauschen uns über die Jagd, die Familie und Hunde aus. Gry verabschiedet mich herzlich an der Tür und bin auf dem Weg zurück in das Jagdhaus nach Kinnared... 

Teil 3 erscheint in wenigen Stunden

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Dienstag, 18 September 2012 15:51

Jagd in Schweden - Teil 1

DIEMELSEE/KINNARED. Die Einladung zur Jagd in Schweden kam für mich überraschend. Hakan und Per-Anders Bengtsson besitzen einige Jagdreviere in Süd -und Nordschweden. Die drei Besten davon wurden mir samt Elchhund und Jagdführer zur Verfügung gestellt. Insgesamt standen rund 34.000 Ha zur Verfügung. Hier das Erlebte:  Am 30.08.2012 erhalte ich die Mail von Per-Anders Bengtsson aus der Kommune Hylte in Südschweden dass ich am Mittwoch, den 05.09.2012 in Kinnared im Jagdhaus erwartet werde. Nun hieß es sich sputen, ich wollte diesmal die M03 im Kaliber 9,3 x 62 führen und so fragte ich im Fachhandel in Bad Arolsen, ob die Munition vorrätig sei. Ist sie, sagte mir Marvin Lemke, und schon hatte ich 2 Packungen in der Tasche und schoss die Waffe im Revier an. Der Haltepunkt stimmte, die Treffpunktlage ebenfalls. Also, Jagdschein, Waffenbesitzkarte und EU-Waffenfeuerpass in den Jimny verstaut, dazu Jagdrucksack, Verpflegung, Mauser und Geld. In der Kürze der Zeit war ein Umtausch in schwedische Kronen nicht möglich als ich am Dienstag, 4.9.2012, gegen 22.00 Uhr die Fahrt vom Diemelsee nach Puttgarden zur Fähre antrat. Gegen 4.50 Uhr traf ich in Puttgarden ein und zu meiner Überraschung konnte ich gleich die Fähre nach Rödby in Dänemark befahren. Die 20-minütige Überfahrt (40 Minuten mit Ein- und Ausladen) ließ mich das Morgenrot Dänemarks erblicken...

Teil 2 folgt in wenigen Stunden

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Montag, 03 September 2012 08:32

Junger Elchbulle bei Berlin überfahren

RÜDERSDORF/POTSDAM. Ein junger Elchbulle ist auf der A10 bei Berlin beim Überqueren der Autobahn am Samstag getötet worden. Zuerst erfasste ein PKW den Elch, dieser wurde über die Fahrbahn geschleudert und von einem nachfolgenden LKW getötet. Ein Autofahrer wurde bei der Aktion leicht verletzt. Die Strecke zwischen  Rüdersdorf und Erkner wurde zeitweise voll gesperrt. Woher das  fast 600 Kilo schwere Tier kam, war zum Unfallzeitpunkt noch unklar, vermutlich ist der Elch vor der anstehenden Brunft aus Polen über die Oder gewandert. Die seit Jahrhunderten bekannten Wechsel haben auch heute noch  für die Elche ihre Bedeutungen. Die Schutzzäune an den Autobahnen  stellen für die großen Tiere kein Hindernis dar und werden mühelos überwunden. Zum Leidwesen der Autofahrer und der Elche. Wie Frau Martin vom Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde auf Anfrage von 112-magazin weiter mitteilte, wurde der Elch in den letzen 14 Tagen bereits 4 Mal unabhängig von einander gesichtet und gemeldet.

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