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BAD AROLSEN/VOLKMARSEN. Am Montag, in der Zeit von 14.30 bis 22 Uhr führten Polizeibeamte aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg in Mengeringhausen und Volkmarsen Schwerpunktkontrollen mit dem Thema "Alkohol- und Drogen im Straßenverkehr" durch. An den Sonderkontrollen waren sachkundige Polizeibeamte aller vier Polizeistationen des Landkreises Waldeck-Frankenberg beteiligt.

Während die Polizisten bei den Kontrollen keine alkoholisierten Verkehrsteilnehmer feststellten und nur relativ wenig Verkehrsordnungswidrigkeiten ahnden mussten, war das Ergebnis bei drogenberauschten Autofahrern eher erschreckend: Insgesamt fünf Autofahrer standen unter Drogeneinfluss und stellten damit auch eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar.

Um 15.35 Uhr fiel der erste Autofahrer in Volkmarsen auf. Ein 19-Jähriger aus Breuna wurde angehalten und kontrolliert. Da sich bei der Kontrolle Hinweise auf Drogenkonsum ergaben, führten die Polizisten einen freiwilligen Drogenschnelltest durch. Dieser bestätigte den Verdacht, der Test reagierte auf THC. Da nun davon auszugehen war, dass der Autofahrer Cannabisprodukte konsumiert hatte, durchsuchten die Polizisten sein Auto. Dabei fanden sie eine geringe Menge Marihuana. Bei der Polizeistation Bad Arolsen führten die Beamten die weiteren polizeilichen Maßnahmen durch, unter anderem auch eine Blutentnahme. Danach konnte der 19-Jährige nach Hause, allerdings nicht mit seinem Auto: Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt. Gegen ihn leiteten die Polizisten Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Fahrens unter Drogeneinfluss ein.

Der zweite Autofahrer kam um 18.10 Uhr in die Kontrollstelle im Stadtgebiet von Volkmarsen. Auch bei dem 30-Jährigen aus Bad Arolsen reagierte ein Drogentest auf THC positiv.

Innerhalb von nur 50 Minuten kontrollierten die Polizisten in Mengeringhausen gleich drei unter Drogeneinfluss stehende Autofahrer:

Um 20.10 Uhr hielten sie einen 23-jährigen Korbacher an, gegen 20.30 Uhr einen 20-Jährigen aus Volkmarsen und um 21 Uhr traf es einen 35-Jährigen aus Kassel. Wie bei den vorher kontrollierten Autofahrern ergab sich bei allen drei der Verdacht auf Fahren unter Drogeneinfluss. Nachdem die Drogenvortests allesamt auf THC (Cannabisprodukte wie Haschisch oder Marihuana) positiv reagiert hatten, wurden Blutentnahmen durchgeführt. Anschließend durften die berauschten Autofahrer nicht weiterfahren.

Gegen alle Fahrer leitete die Polizei Ermittlungsverfahren wegen Fahrens unter Drogeneinfluss und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Entscheidend für die weitere Strafverfolgung und die Fahrerlaubnisse werden auch die Ergebnisse der Untersuchungen der Blutproben sein.

Die Polizei weist im Zusammenhang mit dem Kontrollergebnis nochmal auf Folgendes hin: Die Dauer der Wirkung von Alkohol und Drogen wird oft unterschätzt. Nach einer feuchtfröhlichen Feier ist man am nächsten Morgen häufig nicht fahrbereit. Es besteht die Gefahr von Restalkohol.

Auch nach der Einnahme von verbotenen Drogen darf man tagelang kein Fahrzeug führen. Diese Substanzen sind nachweisbar, wie auch die Sonderkontrollen vom Montag belegen: Einige Autofahrer gaben nach den Drogenvortests zu, dass sie einen oder mehrere Tage vorher Haschisch oder Marihuana konsumiert hatten.

Da die Polizei davon ausgeht, dass deutlich mehr Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen auf Waldeck-Frankenbergs Straßen unterwegs sind, als die, die bei den Verkehrsunfällen oder alltäglichen Kontrollen auffallen, wird es auch zukünftig im Landkreis weitere Sonderkontrollen zur Bekämpfung von Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr geben. (ost/r)

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Publiziert in Polizei

NIEDERZWEHREN. Direkt gegenüber der Bereitschaftspolizei ist eine betrunkene 25-Jährige am frühen Mittwochmorgen auf der Frankfurter Straße gegen ein geparktes Auto gekracht: Die Frau war mit über 1,8 Promille unterwegs.

Gegen halb vier Uhr morgens hörte ein Anwohner einen lauten Knall: Eine Frau aus dem Main-Kinzig-Kreis war auf ihrem Weg Richtung Autobahn gegen einen am rechten Fahrbanrand der Frankfurter Straße geparkten Wagen gefahren. Verletzt wurde die Fahrerin bei dem Zusammenstoß nicht, beide Fahrzeuge wurden aber stark beschädigt. Das Auto der junden Frau wurde abgeschleppt, die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf etwa 10.000 Euro.

Grund für den Unfall war ein hoher Promillespiegel: Ein Atemtest bestätigte den Verdacht der Beamten, dass die Fahrerin stark alkoholisiert hinterm Steuer gesessen hatte. Die Polizisten nahmen sie mit aufs Revier. Dort wurde ihr eine Blutprobe abgenommen, um den genauen Alkoholwert zu bestimmen. Den Führerschein kassierten die Polizisten vorerst ein. Die 25-Jährige muss sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.

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