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Donnerstag, 16 Juni 2022 09:56

Kirmesbesuch im Edertal endet mit Überschlag

EDERTAL. Übermäßiger Alkoholgenuss ist am Donnerstagmorgen einem 25 Jahre alten Mann aus dem Schwalm-Eder-Kreis zum Verhängnis geworden.

Gegen 2.30 Uhr hörten Anwohner in der Kleinerner Straße in Giflitz einen lauten Schlag und das Schleifen von Metall auf dem Asphalt. Bei der Überprüfung der Ursache sahen die Bewohner einen blauen VW-Golf auf dem Dach in Höhe der Hausnummer 3 liegen. Umgehend leiteten die Zeugen eine Rettung ein, riefen die Leitstelle an und schilderten den Fall.

Zügig konnte der 25-Jährige aus dem Fahrzeug befreit werden. Rettungsdienst und Polizei trafen ebenfalls ein. Leichtverletzt absolvierte der Mann aus Wabern einen freiwilligen Atemalkoholtest, weil Verdachtsmomente einer Trunkenheitsfahrt nicht auszuschließen sind. Danach ging die Fahrt ins Bad Wildunger Krankenhaus, wo bei dem Fahrer eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Polizeikräfte nahmen den Schaden auf und rekonstruierten den Unfallhergang. Demnach befuhr der 25-Jährige mit seinem VW die Kleinerner Straße in Richtung Bad Wildungen, das Fahrzeug kam nach rechts von der Fahrbahn ab, stieß gegen Zaun einer Metallbaufirma und wurde an einem Metallträger abgeleitet - danach überschlug sich der Golf und blieb auf dem Dach liegen.

An dem Volkswagen entstand Sachschaden von 20.000 Euro. Wie hoch der Sachschaden am Maschendrahtzaun ist, darüber liegen noch keine Informationen vor. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden, der Führerschein des Mannes wurde einbehalten.

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BAD WILDUNGEN. Obwohl die Polizei immer wieder darauf hinweist, bei Alkoholkonsum das Fahrzeug stehenzulassen, gingen den Beamten erneut "Trunkenbolde" ins Netz.

Allein in den letzten Wochen musste die Polizei im Landkreis Waldeck-Frankenberg mehrmals ausrücken, um Führerscheine zu beschlagnahmen, Unfälle aufzunehmen, Blutentnahmen anzuordnen und Sachschäden zu bewerten. So auch am frühen Freitagmorgen. Im Rahmen einer Streifenfahrt hielt die Polizei den Fahrer eines MINI auf der Bundesstraße 485 an. Der Fahrer, ein 35-Jähriger aus dem Raum Fritzlar, war gegen 2 Uhr von Edertal-Giflitz in Richtung Altwildungen unterwegs gewesen. In Höhe der Mülldeponie setzten sich die Beamten mit ihrem Streifenwagen vor den Cooper und schalteten das Haltzeichen ein.

Bei der Überprüfung des Fahrers drang starker Alkoholgeruch aus dem Innenraum des MINI, sodass die Beamten einen Atemalkoholtest durchführen wollten. Dies verweigerte der 35-Jährige. Daraufhin waren die Beamten gezwungen, den Fahrer, der deutliche Ausfallerscheinungen hatte, mit zur Blutentnahme ins Krankenhaus zu begleiten. Im Nachgang musste der Mann aus dem Schwalm-Eder-Kreis seinen Führerschein aushändigen. Eine entsprechende Anzeige wurde gefertigt.

Link: Taxi kracht in Leitplanke - Fahrer unter Alkoholeinfluss (10.06.2022)

Link: Betrunkener wird von Polizei angehalten - Führerschein weg (07.06.2022)

Link: 35-Jähriger kracht mit BMW im Felsenkeller in Leitplanken (06.06.2022)

Link: Sportlerheim Wega ramponiert - 10.000 Euro Gesamtschaden (06.06.2022)

Link: Alkoholunfall auf der B251 - Sechs Menschen verletzt (27.05.2022)

Link: Fiat landet im Wald - Personensuche erfolgreich (24.05.2022)

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Mittwoch, 08 Juni 2022 13:21

Pfingstmarkt: Polizei zieht Bilanz

FRANKENBERG. Aus polizeilicher Sicht verlief der Frankenberger Pfingstmarkt von Freitag (3. Juni) bis Dienstag (7. Juni) insgesamt relativ friedlich und ohne größere Vorkommnisse. Während tagsüber fast keine Straftaten zu verzeichnen waren, mussten die Polizisten jedoch abends und nachts mehrfach wegen Körperverletzungsdelikten und anderen Straftaten einschreiten.

Der Einsatzleiter der Polizei, Erster Polizeihauptkommissar Jörg Petter, zog dann auch eine gemischte Bilanz. "Tagsüber verlief alles sehr friedlich, sodass es kaum polizeiliche Einsätze gab. Die Nächte von Samstag auf Sonntag und von Sonntag auf Montag waren aber geprägt von zahlreichen gewalttätigen Konfrontationen, Rangeleien und zum Teil auch Schlägereien unterhalb der Festbesucher in und rund um das Festzelt bzw. im Umfeld des Veranstaltungsgeländes. Fast alle Fälle waren auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen."

In vielen Fällen von verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen wurde die Polizei gerufen und musste schlichtend eingreifen. Die Anzahl der gemeldeten Schlägereien stieg im Vergleich zu den Jahren vor Corona deutlich an. In etwa zehn Fällen leiteten die Polizisten Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzungsdelikten ein. Insgesamt nahm die Polizei etwa ein Dutzend weitere Strafanzeigen auf, dabei handelte es sich um Sachbeschädigungen, Bedrohungen, Beleidigungen, einen Diebstahl und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Im innerstädtischen Bereich registrierte die Polizei ein sehr hohes Verkehrsaufkommen, was teilweise zu problematischen und verkehrswidrigen Parksituationen führte. Die Polizei ahndete die Ordnungswidrigkeiten, die Falschparker müssen nun mit Verwarnungen oder sogar Bußgeldern rechnen. Während der Pfingsttage verzeichnete die Polizei außerdem zahlreiche Hilfeleistungen, zum Beispiel bei elternlosen Kindern, Fundsachen und streitenden Personen. Obendrein erteilte sie auch einige Platzverweise gegen alkoholisierte und randalierende Personen.

Die Polizei ist sich sicher, dass sie mit ihrer ständigen, offenen Präsenz auf dem Festgelände, aber auch im Nahbereich einen wesentlichen Beitrag zu dem im Verhältnis zu der Vielzahl an Besuchern insgesamt relativ ruhigen Verlauf geleistet hat. Ihre Dienststärke hatte die Polizei Frankenberg erhöht und wurde zudem von Polizeibeamten aus den drei anderen Polizeistationen in Waldeck-Frankenberg verstärkt. Ebenfalls positiv bewertete Jörg Petter die Zusammenarbeit mit der Stadt Frankenberg und den anderen beteiligten Institutionen. (ots/r)

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BRILON-WALD. Zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren Schwerverletzten kam es in der Nacht zu heute auf der Korbacher Straße in Brilon-Wald.

Insgesamt sechs Menschen wurden verletzt, vier davon schwer. Ein vermutlich betrunkener Autofahrer aus dem Kreis Paderborn hat den Unfall verursacht und ein mit fünf Personen besetztes Fahrzeug von der Straße katapultiert.

Wie die Polizei mitteilte, war der 32-jährige Paderborner von Willingen in Richtung Brilon-Wald unterwegs und dabei vermutlich deutlich zu schnell gefahren. Einige Zeit vorher war ein 25-jähriger Winterberger mit seinem weißen Kleinwagen, in dem er noch vier Mitfahrer hatte, aus Richtung Elleringhausen/Feuereiche von der Landstraße 643 auf die B251 in Richtung Brilon-Wald eingebogen. Als er dort schon einige Zeit unterwegs war, fuhr der Paderborner unmittelbar nach der Einmündung nach Elleringhausen mit hoher Geschwindigkeit auf das vorausfahrende Fahrzeug des Winterbergers auf. Dabei war der Aufprall so heftig, dass der weiße Wagen sich überschlug und auf dem Dach am Randstreifen zum Liegen kam. Der Fahrer dieses Wagens wurde schwer verletzt, drei seiner vier Mitfahrer ebenfalls schwer, ein weiterer leicht. Der Unfallverursacher wurde ebenfalls leicht verletzt. Die vier Mitfahrer im weißen Fahrzeug des Winterbergers waren allesamt junge Menschen im Alter von 19 bis 26 Jahren aus dem Raum Winterberg, einer aus Bad Berleburg.

Die Feuerwehren aus Brilon und Hoppecke waren vor Ort im Einsatz, um die Einsatzstelle auf der Korbacher Straße auszuleuchten, den Brandschutz sicherzustellen und bei den Aufräumarbeiten behilflich zu sein. Erste Meldungen, nach denen Menschen eingeklemmt sein sollten, bestätigten sich zum Glück nicht.

Der schwarze Wagen des Paderborners drehte sich um 180 Grad und kam auf dem Randstreifen in Gegenrichtung zum Stehen. Vor Ort waren zwei Notärzte und mehrere Rettungswagen aus dem Kreis Soest, dem Hochsauerlandkreis und dem Landkreis-Waldeck Frankenberg im Einsatz. Die Polizei sperrte die Korbacher Straße im Bereich der Unfallstelle komplett, um die Beweise und Spuren vor Ort zu sichern und die Unfallstelle auszumessen. Bis spät in die Nacht waren die Beamten mit der Benachrichtigung der Angehörigen der Unfallopfer befasst.

Dem Paderborner Unfallverursacher wurde im Krankenhaus eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein wurde sichergestellt.

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WALDECK. Eine Verkehrsunfallflucht, die sich am Samstag, gegen 10.30 Uhr, zwischen Nieder-Werbe und Scheid ereignet hat, konnten die Beamten der Polizeistation Korbach erfolgreich klären.

Nach derzeitigem Kenntnisstand befuhren ein VW-Touran und ein Mercedes die Kreisstraße 22 zwischen Nieder-Werbe und Scheid in entgegengesetzter Richtung. Dort kam es zum Zusammenstoß der beiden linken Außenspiegel. Während der Fahrer (55) aus dem Hochsauerlandkreis seinen VW stoppte, um die Angelegenheit zu klären, gab der Waldecker(77) in seinem Mercedes Gas.

Etwa zwei Stunden später meldete sich der Medebacher bei der Polizei und erstatte Anzeige. Aufgrund des Kennzeichens konnte der Halter des Fahrzeugs schnell ermittelt werden. Bei Eintreffen der Polizei erkannten die Beamten den geparkten Mercedes, dessen Außenspiegel war so lädiert, dass der Schaden zum beschriebenen Unfall passte.

Zur Rede gestellt, gab der 77-Jährige an, dass der Unfallgegner zu weit auf seiner Seite gefahren sei, daher kam es zum Unfall. Auf die "Alkoholfahne" angesprochen gab der mutmaßliche Unfallverursacher zu Protokoll, erst nach dem Unfall Alkohol konsumiert zu haben. Mittels zweier durchgeführter Blutentnahmen soll dies geklärt werden. Insgesamt entstand Sachschaden von 650 Euro.

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Montag, 14 Februar 2022 09:38

Alkohol, Unfall - Krankenhaus

BAD AROLSEN. Mit seinem Motorroller ist am Sonntagmorgen ein 27-Jähriger aus Twiste gestürzt - sein Sozius hatte keinen Helm auf und musste mit leichten Verletzungen vom Rettungsdienst behandelt werden.

Nach gesicherten Informationen befuhr der 27-Jährige aus Twiste die "alte  Bundesstraße 252" von Mengeringhausen kommend, in Richtung Twiste. Die als "Promille-Notweg" bekannte Straße wurde dem Twistetaler gegen 5.45 Uhr zum Verhängnis. Mit seinem Motorroller der Marke Peugeot geriet das Duo auf der Landstraße in den Straßengraben.

Der helmlose Mitfahrer (42) aus der Gemeinde Vöhl zog sich bei dem Sturz Schürfwunden zu, er klagte auch über Schwindelgefühle. Blau war aber nicht nur die Farbe des Motorrollers, wie die Beamten an der Unfallstelle feststellen mussten. Auch der Fahrer des Motorrollers hatte zuvor ordentlich "getankt", wie ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest zeigte. Weil die Promillezahl im Display einen deutlich zu hohen Wert anzeigte, folgte bei dem Fahrer noch eine Blutentnahme im Krankenhaus.

Link: Unfallstandort Landstraße am 13. Februar 2022.

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MARBURG. Die Polizei sperrte einen erheblich alkoholisierten 34 Jahre alten Mann in die Ausnüchterungszelle, nachdem er vom Balkon seiner Wohnung mit einer Schreckschusswaffe schoss und dabei nach ersten Hinweisen auf im Vorgarten spielende Kinder zielte.

Ein Kind erlitt im Verlauf des Geschehens auf durch noch nicht feststehende Umstände ein Rötung am Arm. Am Samstag, 5. Februar, um kurz nach 17 Uhr, meldeten Anwohner und Angehörige, dass ein Mann von einem Balkon aus mehrfach geschossen und dabei in Richtung der im Vorgarten spielenden Kinder gezielt habe. Durch die Befragungen und Ermittlungen identifizierte die Polizei den mutmaßlichen Schützen als Anwohner einer Wohnung in einem höher gelegenen Stockwerk eines Hauses in der Chemnitzer Straße.

Nach entsprechender Aufforderung der Polizei verließ der Mann seine Wohnung und ließ sich widerstandslos festnehmen. Der Alkotest des 34-Jährigen zeigte 1,98 Promille an, sodass die Polizei über die Staatsanwaltschaft und das Amtsgericht eine Blutprobe veranlasste. Das Gericht ordnete zudem die Ingewahrsamnahme bis zur Ausnüchterung an.

Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung stellte die Polizei eine Schreckschusswaffe mit ca. 100 Schuss Signal- und Knallmunition sicher und fand darüber hinaus eine Vielzahl leerer, also verschossener Patronenhülsen. Weder in dem Vorgarten noch in der unbeschädigten Kleidung der Kinder fand die Polizei Projektile. Die Ermittlungen, ob und in welcher Weise der 34-Jährige tatsächlich Projektile mit der Schreckschusswaffe verschossen hat, dauern an. Die Polizei war mit zahlreichen Streifen bis gegen 19.20 Uhr am Einsatzort. (ots/r)

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BAD WILDUNGEN. In Altwildungen hat sich am Samstag ein Unfall in der Rörigstraße ereignet - dabei wurden außer dem Tatfahrzeug, das Straßenschild, ein Zigarettenautomat und eine Hecke beschädigt.

Gegen 3 Uhr wurden die Beamten der Polizeistation Bad Wildungen in die Rörigstraße gerufen. Dort war eine bis dahin unbekannte Verkehrsteilnehmerin mit ihrem Pkw in einer starken Rechtskurve, etwa in Höhe der Einfahrt zum Hohlgraben, von der Fahrbahn abgekommen. Als Grund nahmen die Beamten nicht angepasste Geschwindigkeit an. Die versierten Beamten nahmen den Unfall auf und sicherten Spuren. Neben dem Straßenschild "Rörigstraße" wurde ein Automat der Zigarettenunion umgefahren und die Hecke einer Grundstückseinfahrt geplättet. Allein diese Schäden bezifferten die aufnehmenden Beamten auf 1000 Euro. 

Anhand der Spurenlage konnten die Polizisten das Tatfahrzeug annähernd bestimmen. Weißer Farbabrieb und Fragmente des Fahrzeugs deuteten auf eine Audi A3 hin. Noch während die Unfallanzeige geschrieben wurde, meldete sich ein Frau, die angab, dass ihr Fahrzeug, ein Audi A3, entwendet worden sei und zu einem späteren Zeitpunkt mit Beulen und Kratzern am alten Standort abgestellt wurde. Wer das Fahrzeug gestohlen habe, konnte die Anruferin nicht sagen. Die Polizei schätzt den Sachschaden am A3 auf etwa 5000 Euro.

Diese Aussage nahmen die Polizisten zum Anlass, die Bad Wildungerin an der Halteradresse aufzusuchen. Zunächst wurde das Auto unter die Lupe genommen, schnell konnte ein Zusammenhang zwischen dem Audi und der Verkehrsunfallflucht in der Rörigstraße hergestellt werden. Während der Unterhaltung mit der Frau nahmen die Beamten strengen Alkoholgeruch in der Atemluft der Frau wahr - eine Blutentnahme wurde durchgeführt und der Führerschein der 31-Jährigen vorläufig sichergestellt.

Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang könnten durch Zeugenaussagen beschleunigt werden. Hinweise nimmt die Polizei in Bad Wildungen unter der Rufnummer 05621/90700 entgegen.

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KORBACH. Einem 60 Jahre alten Mann aus der Gemeinde Vöhl wurde die Trunkenheitsfahrt am heutigen Freitagmittag zum Verhängnis. Nach dem Kontrollverlust des Fahrers rammte der Mazda ein Geländer beim Herkules-Baumarkt.

Wie Zeugen an der Unfallstelle berichten konnten, war der Mann gegen 12.40 Uhr auf der Briloner Landstraße in Korbach stadtauswärts unterwegs und wollte nach links zum Baumarkt abbiegen. Dabei verschätzte sich der Fahrer, sein 6er Mazda kam nach links ab und landete in einem Geländer. Der Grund für den verschobenen Blickwinkel konnten die eintreffenden Beamten schnell feststellen - der Fahrer stand unter Alkoholeinwirkung.

Bei der anschließenden Überprüfung der Fahrerdaten kam dann noch hinzu, dass der 60-Jährige nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Den Führerschein des Mannes hatten die Beamten bereits im November eingezogen. Es folgten die Blutentnahme und eine Anzeige. Auf etwa 2000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt.

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KASSEL. Am gestrigen Mittwochnachmittag rief ein Tankstellenmitarbeiter gegen 17.50 Uhr die Polizei in die Holländische Straße in Kassel, da einem Kunden soeben das Auto gestohlen worden sei.

Der zum Ort des Geschehens entsandten Streife des Polizeireviers Nord schilderte der Kassierer, dass der Kunde zuvor Bier gekauft habe und wenige Augenblicke später wieder aufgeregt in den Verkaufsraum gestürmt war, da sein VW Golf weg sei. Bei der Befragung des vermeintlichen Diebstahlopfers nahmen die Beamten bereits starken Alkoholgeruch bei dem 43-Jährigen aus Kassel wahr. Die Ansicht der Videoaufzeichnung der Tankstelle erhärtete nun den Verdacht der Polizisten, dass in diesem Fall etwas überhaupt nicht stimmte: Bereits wenige Sekunden, nachdem der Golf mit dem 43-Jährigen am Steuer auf das Gelände gefahren und er ausgestiegen war, fuhr der VW davon. Zudem waren auf dem Video keinerlei Personen erkennbar, die sich von außen dem Fahrzeug angenähert hatten oder eingestiegen waren.

Wie die Beamten dann ermitteln konnten, hatte ein Bekannter des 43-Jährigen auf dem Beifahrersitz gesessen. Als der Fahrer in die Tankstelle ging, ließ er den Schlüssel im Zündschloss stecken. Diese Gelegenheit nutzte offenbar kurzerhand der 52-jährige Beifahrer, um mit dem Golf wegzufahren. Das Auto war den beiden Männern nach derzeitigem Ermittlungsstand von einer gemeinsamen Bekannten überlassen worden, weshalb gegenwärtig nicht von einem Diebstahl ausgegangen wird.

Ein Atemalkoholtest bei dem 43-Jährigen ergab 2,6 Promille, weshalb er sich auf dem Revier einer Blutprobe unterziehen musste. Einen Führerschein besitzt er, ebenso wie der 52 Jahre alte Mann aus Kassel, nicht. Gegen beide leiteten die Polizisten Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein. Der 43-Jährige muss sich darüber hinaus wegen "Trunkenheit im Verkehr" verantworten.

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Publiziert in KS Polizei
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