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VÖHL. Erhebliche Kopfverletzungen durch einen Sturz in felsigem Gelände zog sich ein Wanderer am Dienstag im Bereich des nördlichen Naturparks Kellerwald zu. Der Feriengast aus Herne war mit seiner Familie im Bereich der Hünselburg, nördlich des Edersees in der Nähe von Basdorf unterwegs. Im felsigen Gelände kam er rückwärts zu Fall und verletzte sich dabei erheblich am Kopf. Bedingt durch Medikamente kam es zu einer starken Blutung. Zufällig vorbei kommende Passanten, darunter eine Krankenschwester, leisteten umgehend gekonnt Erste Hilfe.

Nach Absetzen des Notrufes war relativ schnell klar, das die Einsatzstelle mit normalen Rettungsmitteln nicht erreichbar sein wird. Hierauf alarmierte die Rettungsleitstelle, neben dem Rettungswagen aus Herzhausen, auch die Bergwachten aus Bad Wildungen und Willingen. 

Da die Koordinaten der Einsatzstelle schon von Beginn an bekannt waren, konnte die Einsatzstelle zügig lokalisiert werden. Aufgrund von Einsätzen aus der Vergangenheit war bekannt, dass die Einsatzstelle weitab von befahrbaren Wegen liegt. Hierauf entschloss sich der Einsatzleiter der Bergwacht umgehend einen Hubschrauber mit Winde nachzualarmieren. Nachdem ein Bundespolizei-Hubschrauber aus Fuldatal nicht zur Verfügung stand, wurde der Helikopter der Landespolizei Hessen aus Egelsbach noch auf der Anfahrt angefordert.

Gemeinsam trafen sich alle Einsatzkräfte am Sportplatz in Basdorf. Von dort entschied man sich, parallel zum Helikopter, einen Trupp Einsatzkräfte zu Fuß zu Einsatzstelle zu entsenden. Von Vorteil war hier die zufällige Anwesenheit des Wehrführers der Basdorfer Feuerwehr, der mit seiner Ortskenntnis die Einsatzkräfte möglichst dicht mit dem Einsatzfahrzeug an die Einsatzstelle navigieren konnte. 

Der nach etwa 35 Minuten eintreffende Polizeihelikopter nahm, mit noch laufenden Rotoren, sofort zwei Bergwacht-Luftretter an Bord und hob unmittelbar wieder zur Einsatzstelle ab. Beide Teams, auf dem Boden und aus der Luft trafen unmittelbar nacheinander an der Einsatzstelle ein. Der Bewuchs ließ ein Winchen an der Einsatzstelle zu, somit konnte der Patient zügig versorgt werden und seine Blutung adäquat zum Stehen gebracht werden.

Der Wanderer wurde nun unter Wärmeerhalt und Infusionstherapie in einem Luftrettungsbergesack gelagert und von einem Bergwacht-Luftretter aus seiner misslichen Lage gewincht. Am Zwischenlandeplatz in Basdorf wurde der Verletzte dann an den wartenden Promedica-Rettungswagen übergeben und von diesem zügig in das Korbacher Krankenhaus verbracht.

Die oft geübten Verfahren in der Luftrettung haben sich erneut bewährt und führten zu einem reibungslosen Einsatzablauf. In einem angemessenen Zeitfenster konnte der Verletzte aus seiner schwierigen Lage in sehr unwegsamen Gelände gerettet werden, wir wünschen ihm an dieser Stelle eine zügige Genesung, die Angehörigen des Patienten wurden anschließend noch zu ihrem Feriendomizil verbracht.  Neun Bergretter aus Willingen und Bad Wildungen sowie der Polizeihubschrauber aus Egelsbach waren drei Stunden im Einsatz.

Publiziert in Retter
Donnerstag, 20 September 2012 16:25

Hubschrauberstaffel übt am Ettelsberg

WILLINGEN. Spannende Flugaktionen, aber auch Fluglärm gibt es in der nächsten Woche am Willinger Ettelsberg: Die Hubschrauberstaffel der hessischen Bereitschaftspolizei kündigt von Montag bis Freitag Trainingsflüge mit ihrem Helikopter vom Typ EC 145 an.

Die Piloten werden dort im Windeneinsatz geschult. Dazu arbeiten sie mit Mitgliedern der Bergwacht zusammen. Das Windentraining soll dazu dienen, die Sicherheit der Piloten bei Rettungsflügen zu erhöhen, teilte die Hubschrauberstaffel im südhessischen Egelsbach mit.

Die Besatzungen trainieren in verschiedenen Bereichen des Ettelsbergs Berge- und Absetzübungen. Die Staffel kommt mit einem Hubschrauber nach Willingen. Die Beamten bitten bereits im Vorfeld um Verständnis für den Fluglärm, der mit den Trainingsflügen verbunden ist. Die Maschine wird von der Mittagszeit bis zur Dämmerung im Einsatz sein, kündigte die Staffel an.

Publiziert in Polizei

BRINGHAUSEN. Eine gestürzte und verletzte Radfahrerin ist mit einem Hubschrauber aus dem Nationalpark gerettet worden. Die 47 Jahre alte Mountainbikerin aus Gedern war am Sonntagnachmittag zwischen dem Peterskopf und dem Sauermilchplatz auf dem Urwaldsteig mit ihrem Fahrrad gestürzt und offenbar am Rücken verletzt worden. Der Freund der Frau setzte den Notruf ab, Notarzt und Rettungswagenbesatzung sowie Mitglieder der Wildunger Bergwacht rückten an den Edersee aus.

Da die Unfallstelle mit den Fahrzeugen der Retter nicht zu erreichen waren und ein Transport der Verletzten zu Fuß aufgrund der Verletzungen nicht möglich war, forderten die bodengebundenen Einsatzkräfte Hilfe aus der Luft an. Die Bundespolizei startete gegen 16 Uhr mit einem Transporthubschrauber vom Typ EC 155. An Bord befanden sich neben dem Piloten, dem Co-Piloten und dem Winden-Operator auch drei Berufsfeuerwehrleute aus Kassel. Während des Anflugs an den Edersee brachten die Retter die Verletzte zu einer Stelle, über der der Helikopter in der Luft "stehen" und die Frau gefahrlos hinaufseilen kann.

In der Banfe landete die Maschine zunächst für ein sogenanntes Briefing - die Vorbesprechung für den anstehenden Windeneinsatz. Dort stieg der Technische Leiter der Bergwacht Hessen, Gerd Windhausen aus Bad Wildungen, in die Maschine. Gemeinsam mit einem Berufsfeuerwehrmann seilte sich Windhausen zu der Frau ab - im Gepäck hatte er einen sogenannten Luftrettungsbergesack. Mit diesem wurde die 47-Jährige schließlich nach oben und in den Helikopter gezogen.

Die Maschine landete wenig später an der Fünfseenblickstraße oberhalb von Bringhausen auf einem Feld. Dort wurde die Frau in den bereitstehenden Rettungswagen umgeladen und in ein Wildunger Krankenhaus gebracht. Die Besatzung des EC 155 flog kurze Zeit später zurück zur Fliegerstaffel der Bundespolizei nach Fuldatal.

Der Einsatz, übrigens die erste Luftrettung der Bergwacht in ganz Hessen, sei hervorragend gelaufen, lobte Windhausen später im Gespräch mit 112-magazin.de. Die gestürzte Radfahrerin sei sehr froh über die professionelle Rettung gewesen.

Publiziert in Retter

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