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Mittwoch, 21 Februar 2018 06:54

Bombe gefunden - 1000 Menschen evakuiert

MARBURG. Umfangreiche Evakuierungen und Verkehrsmaßnahmen waren am Dienstag in Marburg notwendig. Eine gegen 15 Uhr, bei Bauarbeiten in der Eisenstraße gefundene 50-Kilogramm-Weltkriegsbombe, musste nach Einschätzung der Experten des Kampfmittelräumdienstes umgehend noch am Fundort entschärft werden - auch Pendler aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg waren betroffen.

Die dafür notwendigen Vorbereitungen zur Entschärfung umfassen Evakuierungen und Verkehrsmaßnahmen. Von der Evakuierung waren alle Bewohner im Umkreis von 300 Metern rund um den Fundort betroffen. Nach ersten Schätzungen wohnen allein in den in erster Linie betroffenen Häusern in der Afföllerstraße und der Neuen Kasseler Straße zwischen der Zimmermannstraße und der Schlosserstraße mehr als 1000 Menschen. Die Polizei bat die Anwohner ihre Wohnungen zu verlassen und diejenigen, die noch nicht zu Hause sind, ihre Heimkehr bis nach der Entschärfung zu verzögern. Als Ausweichquartier stand das Gebäude der Afföllergemeinde in den Afföllerwiesen zur Verfügung.

Polizei und Feuerwehr gingen von Haus zu Haus, zusätzlich wurden Lautsprecherdurchsagen durchgeführt. Die Abfahrt von der Autobahn Richtung Norden war an der Anschlussstelle Marburg Bahnhof nicht möglich. Während der Entschärfung wurde der Verkehr auf der Autobahn wie auch der Schienenverkehr angehalten.

Bombe entschärft

Um 19.48 Uhr kam die endgültige Entwarnung durch die Experten des Kampfmittelräumdienstes. Die um 19.33 Uhr begonnene Entschärfung der um kurz vor 15 Uhr bei Bauarbeiten in der Eisenstrasse entdeckten 50 Kilo-Weltkriegsbombe war erfolgreich. Um 19.50 Uhr, hob die Polizei die Verkehrssperrungen wieder auf. Ab da rollte auch der seit 19.15 h eingestellte Zugverkehr wieder und die mehr als 1000 Bewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Marburger Stadtautobahn war für ca. 25 Minuten in beide Richtungen voll gesperrt. Der Verkehr staute sich in beide Richtungen zurück und es gab einen kleinen Auffahrunfall im Stau. Die Räumung funktionierte Dank der Mithilfe der Bewohner sicher, schnell und vor allem reibungslos. Insgesamtwaren rund 140 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, städtischem Fachbereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie vom Deutschen Roten Kreuz im Einsatz. /ots/r)

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Publiziert in Polizei

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