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WALDECK-FRANKENBERG. Bei der Polizei im Landkreis Waldeck-Frankenberg sind in den letzten Tagen mehrere Fälle eingegangen, bei denen überwiegend ältere Menschen Opfer von Diebstählen in Supermärkten wurden. 

Das Vorgehen der Ladendiebe ähnelt sich in den meisten Fällen: Die Täter nutzen entweder die Arglosigkeit der Opfer aus, die ihre Handtasche mit Geldbörse achtlos im Einkaufswagen liegen lassen, oder sie lenken ihre Opfer ab, indem sie diese in ein Gespräch verwickeln. Diesen Moment nutzt in der regel ein zweiter Täter, um die Beute blitzschnell aus der Tasche oder der Kleidung zu stehlen.

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei folgende allgemeinen Tipps zum Thema "Taschendiebstähle":

-Die Handtasche gehört nicht unbeaufsichtigt in den Einkaufswagen

-Vorsicht im Supermarkt, wenn Fremde nach einer bestimmten Ware fragen. 

-Führen Sie an Bargeld oder Zahlungskarten nur das Notwendigste mit sich.

-Achten Sie bei einem Menschengedränge und in unübersichtlichen Situationen noch stärker auf Ihre Wertsachen.

-Halten Sie Ihre Handtasche stets geschlossen und lassen diese nie unbeaufsichtigt.

-Führen Sie Bargeld und Zahlungskarten am Körper verteilt mit sich, möglichst in Gürteltaschen oder Brustbeuteln.

-Tragen Sie Hand- oder Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper.

-Melden Sie den Diebstahl sofort der Polizei über den Notruf 110.

Zahlungskarte verloren oder gestohlen? Dann sperren Sie diese am besten sofort unter der zentralen Notruf-Nummer 116 116. 

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BAD AROLSEN. Volltrunken hinter dem Lenkrad eines Audi A6 hat am Sonntagmorgen ein 27 Jahre alter Mann aus Bad Arolsen gesessen - die Polizei zog den Führerschein des Fahrers ein und ordnete eine Blutentnahme an.

Auch während der Coronakrise stellen die Beamten der vier Polizeistationen in Waldeck-Frankenberg die Verkehrssicherheit auf ihre Tagesordnung. Im Innenstadtbereich überprüfte die Polizei Bad Arolsen gegen 1.30 Uhr im Rahmen einer gesonderten Verkehrskontrolle Autofahrer und ihre Fahrereigenschaften. Dabei fiel den Ordnungshütern starker Alkoholgeruch aus einem Audi A6 auf. 

Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Promillewert, der deutlich über der Marke der absoluten Fahruntüchtigkeit (über 1.1 ‰) lag. Im Nachgang absolvierte der 27-Jährige eine Blutentnahme, sein Führerschein wurde sichergestellt.

Die Polizei weist nochmals daraufhin, dass trotz der Coronakrise Verkehrskontrollen durchgeführt werden. Hauptaugenmerk legen die Beamten neben der Kontrolle der Reifen auch auf die Überprüfung der Kraftfahrzeugpapiere und den Konsum von Alkohol oder Betäubungsmittel. 

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KORBACH. Erneut musste die Korbacher Feuerwehr ihr Können unter Beweis stellen - etwa 50 Feuerwehrkräfte aus der Kreisstadt und der Betreuungszug des DRK wurden am Montag um 1.35 Uhr alarmiert mit der Maßgabe, Menschen aus einem Mehrfamilienhaus zu retten und ein Feuer in der Arolser Landstraße zu löschen.  

Über die Leitstelle Waldeck-Frankenberg ging um 1.35 Uhr die Meldung ein, dass starker Qualm aus der Diamond Shisha Lounge in der Arolser Landstraße ausströmt. Daraufhin wurde die Kernstadtwehr mit Drehleiter zur Hausnummer 4 beordert. Rund 50 Einsatzkräfte unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Carsten Vahland gingen sofort zum Löschangriff über. Sie verschafften sich Zugang zum Gebäude und drangen mit mehreren Trupps unter Atemschutz ins Erdgeschoss ein. Zu diesem Zeitpunkt stand die Shisha-Bar bereits in Vollbrand.  

Parallel dazu wurde der Fokus auf die im Obergeschoss eingeschlossenen Bewohner gelegt. 13 Personen wurden aus dem 1. und 2. Obergeschoss gerettet und evakuiert. Nach Angaben der Polizei ist ein enormer Gebäudeschaden entstanden - durch das schnelle und gut koordinierte Handeln der Feuerwehreinheiten konnte der Schaden auf das gastronomische Etablissement beschränkt werden.

Ebenfalls im Einsatz war die Polizei, sowie der Betreuungszug des DRK. Die Brandermittler der Kripo haben die Untersuchungen zur Brandursache aufgenommen. Beziffert wird der Schaden auf mindestens 150.000 Euro. Verletzt wurde niemand. (112-magazin)

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BURGWALD. Tödliche Verletzungen hat sich ein 31 Jahre alter Mann aus Frankenberg bei einem Alleinunfall am Freitag zugezogen. 

Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilt, befuhr der Frankenberger gegen 17.25 Uhr die Landesstraße 3076 von Frankenberg in Richtung Willersdorf. Vermutlich führte überhöhte Geschwindigkeit dazu, dass der Fahrer des BMW in Höhe Bottendorf, in einer Linkskurve die Kontrolle verloren hatte. Das Fahrzeug kam nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich mehrmals und blieb quer zur Fahrtrichtung auf den vier Rädern stehen. 

Während der Überschläge muss der 31-Jährige  aus dem Fahrzeug geschleudert worden sei, er kam neben dem BMW zum Liegen. Polizei, Notarzt, und eine RTW-Besatzung waren vor Ort, das Leben des Mannes konnte aber nicht gerettet werden. Gegen 18.45 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Bottendorf alarmiert, die Kameraden unterstützten den Abschleppdienst und säuberten die Straße. 

Zwischen 17.40 Uhr und 19.05 Uhr war die Strecke für den Verkehr voll gesperrt. Die weiteren Ermittlungen zur Unfallursache werden durch die zuständige Polizeistation Frankenberg geführt. Zeugen melden sich bitte unter der Rufnummer 06451/72030.  (112-magazin.de)

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LÖHLBACH/FRANKENAU. Ein Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 253 zwischen Löhlbach und Dainrode hielt am Mittwochnachmittag die Beamten der Polizeistation Frankenberg auf Trab - im Nachhinein kamen Dinge ans Licht, die für einen Mann aus Bad Wildungen teuer werden könnten.

Nach derzeitigem Kenntnisstand befuhr der Fahrer (51) eines Renault Twingo die Landesstraße 3085 von Frankenau kommend in Richtung Bundesstraße, um nach links in Richtung Löhlbach abzubiegen. Dabei übersah der Frankenauer um 12.45 Uhr einen Motorradfahrer (26), der mit seiner Honda auf der Bundesstraße 253 von Dainrode in Richtung Bad Wildungen unterwegs war. 

Im Einmündungsbereich nahm der 51-Jährige dem Biker die Vorfahrt, sodass dieser nicht mehr bremsen konnte und auf das Heck des weißen Twingo prallte. Durch die Wucht wurde der Bad Wildunger über den Twingo geschleudert und kam auf der Fahrbahn zum Liegen. Dabei zog sich der 26-Jährige schwere Verletzungen zu. Mit einem RTW wurde der Motorradfahrer ins Krankenhaus nach Frankenberg gebracht. Der Sachschaden am Twingo wird auf 5000 Euro geschätzt.

Doch damit nicht genug: Das Motorrad kam nach dem Aufprall nach links von der Fahrbahn ab und stieß gegen einen entgegenkommenden weißen Truck der Marke Mercedes-Benz. Der Fahrer (36) aus dem Schwalm-Eder-Kreis wurde nicht verletzt, am Mercedes selbst entstand Sachschaden von 1500 Euro.

Bei der Unfallaufnahme mussten die Beamten feststellen, dass die Honda mit gefälschten Kennzeichen ausgestattet war. Auch fehlte dem 26-jährigen Bad Wildunger eine gültige Fahrerlaubnis zum Führen des Motorrads. Auf ca. 500 Euro wird der wirtschaftliche Totalschaden an der Honda geschätzt. Das Motorrad wurde abgeschleppt, die verunreinigte Straße von Mitarbeitern der Straßenmeisterei gesäubert. 

Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen musste die B 253 in dem Streckenabschnitt gesperrt werden.  (112-magazin.de) 

Link: Unfallstandort am 9. September 2020 auf der Bundesstraße 253.

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WALDECK. Vermutlich führte nicht angepasste Geschwindigkeit zu einem Alleinunfall auf der Landesstraße 3200 zwischen den Waldecker Ortsteilen Nieder-Werbe und Sachsenhausen. Multiple Verletzungen, die sich der Motorradfahrer beim Sturz zugezogen hat, waren so schwerwiegend, dass ein Rettungshubschrauber angefordert werden musste.

Gegen 16.15 Uhr ging bei der Leitstelle Waldeck-Frankenberg der Anruf eines Verkehrsteilnehmers ein. Dieser schilderte einen Verkehrsunfall auf der Strecke zwischen Nieder-Werbe und Sachsenhausen. Polizei, Rettungskräfte und der Notarzt waren in wenigen Minute vor Ort, die Polizei sicherte die Unfallstelle ab, sperrte die Straße und nahm den Unfallhergang, sowie die Personalien des 47-jährigen Mannes aus Niestetal auf. 

Dieser war nach Angaben von Zeugen zu schnell mit seiner Kawasaki in eine Linkskurve gefahren, hatte die Kontrolle über seine Maschine verloren und war schwer gestürzt. Ersthelfer bemühten sich um den verletzen Mann bis zum Eintreffen des Notarztes. Kopfverletzungen, die Fraktur eines Armes und weitere Blessuren veranlassten den Notarzt einen Rettungshubschrauber anzufordern. 

Dieser landete Minuten später an der Unfallstelle und brachte den 47-Jährigen ins Klinikum nach Kassel. Für die Zeit der Rettungsarbeiten musste die Landesstraße gesperrt werden. Lebensgefahr besteht nach Angaben der Ärzte nicht. (112-magazin.de)

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WALDECK-FRANKENBERG. Das hessische Umweltministerium hat ab dem 6. August, Alarmstufe A, für die Forstverwaltung in Hessen ausgelöst. Die Aussicht auf ein Anhalten der Wetterlage ohne größere landesweite Niederschläge macht diesen vorsorgenden Schritt erforderlich.

Ein vorübergehender Rückgang der Temperaturen und lokale, geringe Niederschläge am Wochenende und zu Wochenbeginn haben zu keiner Entspannung der Waldbrandgefahr geführt. Weite Teile Hessens sind seit Wochen ohne ergiebige Niederschläge geblieben. Der gesamte Juli brachte für Hessen nur rund 1/3 der durchschnittlichen Niederschläge. Bedingt durch das Andauern der trockenen Witterung verschärft sich die Waldbrandgefahr in ganz Hessen.

Das Ministerium bittet alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit. Im Wald ist das Rauchen grundsätzlich nicht gestattet. Außerhalb der ausgewiesenen Grillstellen darf kein Feuer entfacht werden. Auf den Grillplätzen sollte darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht und dass das Feuer beim Verlassen des Grillplatzes richtig gelöscht wird. Für die im Einzelfall erforderliche Schließung von Grillstellen in besonders brandgefährdeten Waldgebieten bzw. Waldrandbereichen wird bereits jetzt um Verständnis gebeten.

Bereits bestehende Einschränkungen sind unbedingt einzuhalten. Im Ausnahmefall ist auch die vorübergehende Sperrung von Waldwegen und Waldflächen nicht ausgeschlossen. Eine Waldbrandgefahr geht ebenfalls von liegen gelassenen Flaschen und Glasscherben, aber insbesondere auch entlang von Straßen durch achtlos aus dem Fenster geworfenen Zigarettenkippen aus. Alle Waldbesucher werden zudem gebeten, die Zufahrtswege in die Wälder nicht mit Fahrzeugen zu blockieren. Pkws dürfen nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Die Fahrzeuge sollten nicht über trockenem Bodenbewuchs stehen. Mit dem Ausrufen der zweithöchsten Alarmstufe wird u.a. sichergestellt, dass die besonders gefährdeten Waldbereiche verstärkt überwacht werden. Die Forstverwaltung stellt zudem die technische Einsatzbereitschaft sicher und intensiviert den Kontakt zu den örtlichen Brandschutzdienststellen. Wer einen Waldbrand bemerkt, wird gebeten, unverzüglich die Feuerwehr (Notruf 112) zu informieren. Zusätzlich werden die gefährdeten Gebiete durch Luftbeobachtungen der Polizeifliegerstaffel  verstärkt. 




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FRANKENAU. Ein Scheunenbrand in der Feldgemarkung Frankenau (Landkreis Waldeck-Frankenberg) rief am Montagmorgen gegen 1.50 Uhr die Wehren der Stadt Frankenau auf den Plan - außerdem unterstützen die Feuerwehren aus Frankenberg und Bad Wildungen mit ihren Tankern die Löscharbeiten an der Landesstraße 3332 zwischen Frankenau und Frebershausen.

Ebenfalls im Einsatz befanden sich die Wehren aus Löhlbach und Frebershausen, die Kameraden aus Altenlotheim, die Gemeinschaftsfeuerwehren aus  Ellershausen/Luisendorf und  Allendorf/Dainrode. Insgesamt waren 72 Feuerwehrleute im Einsatz, die vom Deutschen Roten Kreuz aus Frankenberg unterstützt wurden.

Nach Aussage von Einsatzleiter Manuel Kühn wurde das Feuer gegen 1.45 Uhr entdeckt. Die Scheune, in der das Feuer ausbrach, ist etwa 150 Meter von der Landesstraße entfernt. Schon bei der Anfahrt zur Einsatzstelle wurde die Alarmierungsstufe auf "F3" erhöht - als schwierig erwies sich die Versorgung mit ausreichend Löschwasser. So wurden die Tanker aus Frankenberg und Bad Wildungen angefordert, die im Pendelverkehr Wasser anlieferten. Eine Löschwasserversorgung von fast zwei Kilometer Länge über B-Schläuche zum nächsten Hydranten wurde parallel eingerichtet.

Um ein Übergreifen auf das angrenzende Waldstück zu verhindern wurde eine Riegelstellung aufgebaut. Allerdings konnte die in Vollbrand stehende Scheune nicht mehr gerettet werden. Sämtliche Maschinen wurden ein Raub der Flammen. Erste Schätzungen gehen von einem Sachschaden zwischen 100.000 und 150.000 Euro aus.  

Derzeit sind die Einsatzkräfte dabei, die in der Scheune gelagerten und in Brand geratenen Strohballen auseinander zu ziehen. Dies geschieht mit dem Bagger des Frankenauer Bauhofs. Vor Ort waren Beamte der Polizeistation Frankenberg, über die Entstehung des Feuers konnte aber noch nichts gesagt werden. Brandermittler der Kripo werden am Vormittag, nachdem die Löscharbeiten abgeschlossen sind, ihre Arbeit aufnehmen. Menschen wurden nicht verletzt.  (112-magazin)

Link: Einsatzstandort Scheuenbrand Frankenau am 29. Juni 2020.

Weitere Informationen und eine Fotostrecke folgen.

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Publiziert in Feuerwehr

WALDECK-FRANKENBERG. „Man versucht, alles Persönliche auszublenden. In dem Moment gilt nur der Einsatz. Wenn der Melder geht, musst Du halt funktionieren.“, Mark Hiller beantwortet mir meine Frage, wie er die Eindrücke bei dem Anschlag auf den Karnevalszug in Volkmarsen wahrgenommen hat. Dort war der 46-jährige zur Betreuung unverletzter Menschen eingesetzt. „Aber den Menschen, die dort ins Rathaus kamen, wo wir unseren Betreuungspunkt eingerichtet hatten, konnte man ansehen, dass etwas Schlimmes passiert war“, berichtet er weiter.

Mark Hiller ist OLRD des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Ehrenamtlich, neben seinen Diensten beim DRK Rettungsdienst, wo er im Hauptberuf arbeitet. Was heißt das eigentlich, OLRD? Und was macht ein OLRD? Das möchte ich von Mark Hiller wissen, deshalb treffen wir uns in seinem Wohnzimmer zu Hause im Medebacher Ortsteil Oberschledorn, nur wenige Meter vom hessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg entfernt.

„OLRD steht für Orginastorischer Leiter Rettungsdienst“, erzählt Mark mir. Er kommt dann zum Einsatz, wenn es einen Einsatz gibt, der so groß ist, dass er mit den normalen Mitteln des Rettungsdienstes nicht mehr abgearbeitet werden kann. Seine Aufgabe ist dann die Organisation und Koordinierung der medizinischen, rettungsdienstlichen Maßnahmen an so einem Großschadensort. „Das variiert von Gegend zu Gegend“, erklärt Mark Hiller. „Stell Dir vor, im Stadtzentrum von Frankfurt passiert ein Unfall mit fünf Verletzten. Da schnippt man einmal mit dem Finger und hat sechs, sieben Rettungswagen an der Einsatzstelle. Passiert dasselbe hier im ländlichen Bereich, sind alle umliegenden Rettungswachen mit einem Schlag leer“, gibt er zu bedenken. Daran liege es, dass die unterschiedlichen Landkreise auch bei unterschiedlichen Einsatzmeldungen einen OLRD mit zum Einsatzort schicken. „Fakt ist, wenn der OLRD mit alarmiert wird, ist immer ein größerer Einsatz im Gange“, macht Hiller deutlich. Der Einsatz in Volkmarsen, so erzählt er mir, sei sein bisher größter Einsatz in der OLRD-Zeit gewesen. Seit vier Jahren hat Mark dieses Amt inne und teilt es sich mit 17 weiteren Kollegen. „Der Dienst wechselt täglich. Jeder hat einen Funkmeldeempfänger und auch ein eigenes Funkgerät zu Hause“, berichtet er mir. Besonders gut gefällt dem sympathischen Oberschledorner dabei sein Funkrufname: „Der ist 08-15“, lacht er. Die 08 stehe dabei für den OLRD und die 15 sei seine Position bei der Durchnummerierung der 18 OLRD im Landkreis. „Es kann nur einen geben! Highländer gab es auch nur einmal“, sagt Mark und lacht. Er berichtet mir, dass er in der Wache oder von anderen Kollegen oft angesprochen werde und es Witzchen gebe, wenn am Funk wieder ein „08-15“ zu hören gewesen sei. Und dass es Highlander auch nur einmal gegeben habe, antwortet der Mann, der in seiner Freizeit Pyrotechnik betreibt, dann jedes Mal.

Die Einsätze erfolgen übrigens oftmals mit dem Privatwagen. „Zwar steht in Frankenberg ein Fahrzeug des DRK Rettungsdienstes zur Verfügung, das, wenn es nicht anderweitig benötigt wird, genutzt werden kann. Aber die Kollegen starten alle von zu Hause und je nachdem, wo wir hin müssen, ist Frankenberg manchmal ein Umweg“, schildert er. Da mache es Sinn, dass auch jeder ein eigenes Funkgerät für diesen Dienst habe. „Dazu mussten wir eigens ein Funkzeugnis ablegen, denn normal darfst Du ein solches Gerät gar nicht zu Hause haben“, erklärt er mir. Das Einsatzgebiet von Mark Hiller ist groß: „Der ganze Landkreis Waldeck-Frankenberg“, erklärt er mir. Aber es sei bei den Alarmierungen so, dass alle OLRD einen Melderalarm bekommen und wenn es zeitlich passe, dann würde auch ein Kollege, der eigentlich keinen Dienst hat, einen Einsatz übernehmen, wenn er schneller da sein könne. Aber nicht immer funktioniere dies, und dann sei der Weg auch schon mal etwas weiter. „Nach Volkmarsen zum Beispiel, fahre ich rund eine Stunde von hier“, rechnet er mir vor. Seit vier Jahren ist Mark Hiller als OLRD im Einsatz.

Mich interessiert, wie er mit den Eindrücken solch massiver Einsätze umgeht. Eigentlich ist es logisch und doch bin ich überrascht über das, was er mir erklärt: „In aller Regel bekomme ich vom Einsatzgeschehen und den Verletzten vor Ort selbst nicht viel mit. Ich sitze im Einsatzleitwagen und muss mich dort darum kümmern, dass die Verletzten in die entsprechenden Krankenhäuser gebracht werden können. Wenn es sich um eine größere Lage handelt, können OLRD auch als Abschnittsleiter eingesetzt werden, haben aber dort auch ausschließlich organisatorische Aufgaben“, schildert er mir seine Aufgaben am Einsatzort.

Dieser Umstand ist auch gleichzeitig die größte Herausforderung am OLRD Einsatz für Mark: „Es muss erst mal alles organisiert werden. Der Einsatz läuft ja schon eine Zeit lang, wenn ich dazu komme. Dann nehme ich mir den zuerst Eingetroffenen in den Schlepptau, der weiß ja schon eine Menge. Wir wollen als OLRD das Rad nicht neu erfinden“, erklärt Mark.

Ein Ziel stehe bei allen Einsätzen dieser Art an oberster Stelle: „Wir wollen die Roten finden und keine weiteren Roten, oder gar Todesfälle produzieren“, erklärt mir Mark und spielt damit auf eine Einteilung der vielen Verletzten an: Sie werden in so einem Massenanfall mit farblichen Karten gekennzeichnet. Die, die eine rote Karte bekommen, sind so verletzt, dass sie nur von einer umgehenden Erstversorgung und einem zügigen Transport ins Krankenhaus profitieren.

„Am besten ist es aber, wenn wir gar nicht erst raus müssen“, wünscht sich Mark. „Denn wenn wir nicht raus müssen, geht es den Menschen gut“.

Nicht nur als OLRD in Waldeck-Frankenberg arbeitet der Rettungsdienstmitarbeiter ehrenamtlich. Auch in der Einsatzleitung des Hochsauerlandkreises, seinem Wohnort, hat er einen festen Platz. Das Engagement in zwei Landkreisen macht dem Familienvater sehr viel Spaß und hat natürlich auch einsatztaktische Vorteile: „Zum einen kann man sich austauschen und Weiterbildungslehrgänge gleich für zwei Landkreise besuchen. Zum anderen kann ich von meinem Wohnort sehr schnell im Upland sein, genau so schnell in Korbach und in Münden bin ich auch sehr schnell“, zeigt Mark auf.

Anschließend gehen wir zu seinem „Einsatzfahrzeug“, um noch ein Foto zu machen. Ganz unscheinbar, ein Fahrzeug, was Mark privat nutzt, kommt hier zum Einsatz. Nicht spektakulär. Auch seine gesamte Arbeit sieht Mark nicht als spektakulär an. Ich selbst bin nach dem Gespräch sehr beeindruckt, dass ein Helfer neben seinem Hauptberuf eine solch enorm verantwortungsvolle Aufgabe übernimmt, die so viele weit reichende Entscheidungen beinhaltet. Er wünscht sich einen ruhigen Tag, als ich mich von ihm verabschiede. Dass „08-15“ heute nicht mehr raus muss. „Fahr vorsichtig!“, ruft er mir gut gemeint und mit einem gleichzeitigen Augenzwinkern zu, bevor er wieder ins Haus geht. Und tatsächlich blieb es an diesem Tag ruhig für „08-15“.

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Mittwoch, 17 Juni 2020 17:51

Wetterwarnung für Waldeck-Frankenberg

WALDECK-FRANKENBERG. Vor möglichen starken Gewittern im Kreis Waldeck-Frankenberg warnt die Vorhersagezentrale beim Deutschen Wetterdienst (DWD).

Am späten Nachmittag ziehen von Süd-Westen her starke Gewitter mit Starkregen auf. Auch auf Sturmböen sollte man sich einstellen, vereinzelt kann es sogar zu Hagelschauern kommen.

In den Abendstunden verschlechtert sich die Lage und schwere Unwetter sind die Folge. Wir empfehlen, bei solchen Wetterbedingungen besonders vorsichtig zu fahren und im Zweifelsfall den Wagen stehenzulassen.

Der Deutsche Feuerwehrverband gibt sieben Sicherheitstipps:

  • Ein festes Gebäude ist der sicherste Platz bei einem Unwetter. Alternativ bietet auch ein geschlossenes Kraftfahrzeug Schutz.
  • Wenn Sie im Freien von einem schweren Gewitter überrascht werden, hocken Sie sich in eine Senke, einen Hohlweg, unter eine Stahlbetonbrücke oder einen Felsvorsprung. Im dichten Wald hocken Sie sich ebenfalls hin - mindestens drei Meter von Bäumen oder Astspitzen entfernt.
  • Meiden Sie einzeln stehende Bäume jeder Art, Masten, Metallzäune und andere Metallkonstruktionen.
  • Durch kräftigen Regen kann im Straßenverkehr die Sicht stark beeinträchtigt werden. Passen Sie Ihre Fahrweise entsprechend an - Achtung bei Aquaplaning! Warten Sie Unwetter mit Sturm und Hagel zunächst auf einem Parkplatz oder am Straßenrand auf einem baumfreien Abschnitt ab.
  • Straßen können durch das Wasser überflutet und zeitweise unpassierbar werden. Beachten Sie hier die entsprechenden Anweisungen.
  • In Gebäuden ohne Blitzschutzsystem an den Strom- und Versorgungsleitungen sollten Sie bei Gewitter auf Kontakt zu Metallleitungen, das Duschen und das Telefonieren mit einem Schnur-Apparat verzichten sowie die Stecker der Elektrogeräte herausziehen.
  • Melden Sie Unfälle und Brände sofort unter der europaweiten Notrufnummer 112. Bitte halten Sie die Notrufleitungen während eines Gewitters für Notfälle frei und melden Sie Schäden, von denen keine akute Gefahr ausgeht, erst nach Ende des Unwetters.

112-magazin.de veröffentlicht die aktuellen Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes für Waldeck-Frankenberg, sobald der DWD entsprechende Vorhersagen beziehungsweise amtliche Warnungen herausgibt.

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