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Donnerstag, 30 August 2018 14:22

Sprühdosen im Ofen heiß gemacht - Explosion

KORBACH. Eine ohrenbetäubende Explosion hat am Donnerstag gegen 12.25 Uhr die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Solinger Straße zum Hörer greifen lassen - eine Frau wählte mit zittrigen Fingern die Notrufnummer 110 und gab eine Detonation im Haus an.

Nach Angaben eines Ehepaares, das im "Waldhaus" eine Wohnung besitzt, sollen Farbdosen im Obergeschoss explodiert sein. Dabei wurde eine Ytongwand ins Treppenhaus (siehe Fotostrecke) gedrückt und der Rigips war in Schieflage geraten. Mehrere Beamte mit Streifenwagen waren vor Ort um sich ein Bild von der Lage zu machen. Auch Mitarbeiter des K 10 waren eingetroffen.

Die Feuerwehr Korbach war mit fünf Fahrzeugen und 23 Personen vor Ort. Alle Bewohner des Gebäudeteils hatten beispielhaft ihre Wohnungen verlassen und warten vor dem Gebäude auf die Rettungsmannschaften. Vorort war auch die Besatzung eines Rettungswagen und die Besatzung des Notarzteinsatzfahrzeuges. Einsatzleiter bei der Feuerwehr war Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt. Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick macht sich ebenfalls ein Bild von der Lage.  Beamte der Korbacher Polizei sperrten den Zugang zum Haus ab, um eine etwaige Gefahrenlage zu prüfen.

Nach Angaben von Pressesprecher Jörg Dämmer war es zu der Detonation gekommen, weil ein 23-jähriger drei Farbspraydosen, die vor Gebrauch auf 200 Grad erwärmt werden müssen, im Ofen vergessen wurden. Dadurch kam es zu einer Überhitzung mit anschließender Explosion. In der Wohnung hielten sich zum Ereigniszeitpunkt der Verursacher und zwei weitere männliche Personen auf. Das die drei Italiener unverletzt blieben, haben sie nur dem Umstand zu verdanken, dass sie sich zum Explosionszeitpunkt nicht in der Küche, sondern in einem Nachbarraum aufhielten. Außerdem standen das Küchenfenster und die Küchentür offen, sodass sich die Druckwelle verteilen konnte. Nichtsdestotrotz hat ein Teil der Druckwelle eine 11,5 Zentimeter starke Ytongwand gegenüber der Küche beschädigt.

Der Schaden wird auf 10.000 Euro geschätzt. Die Wohnung kann trotz der Beschädigungen weiter genutzt werden.  Anwesende Personen standen nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. (ots/r)

Publiziert in Polizei
Mittwoch, 18 Juli 2018 10:59

Feuer und Rauch - Schlossstraße gesperrt

BAD AROLSEN. Eine nicht abgestellte Herdplatte, auf der sich ein hölzernes Frühstücksbrett befand, löste am Mittwochmorgen Feueralarm in der Residenzstadt aus.

Akustische Rauchwarnmelder hatten um 9.13 Uhr in der Schlossstraße Alarm ausgelöst, nachdem ein Frühstücksbrett auf einer Herdplatte Feuer gefangen hatte. In dem Mehrfamilienhaus in der Schlossstraße sind insgesamt fünf Personen gemeldet. Ein 41-jähriger Bewohner einer Dachgeschosswohnung bemerkte daraufhin aufsteigenden Rauch aus einer Wohnung im Erdgeschoss. In seiner Aufregung wählte der Mieter die Notrufnummer 112 und gab über sein Handy fälschlicherweise den Brand in der Korbacher Straße 14 an. 

Daraufhin wurden die Wehren aus Bad Arolsen, Helsen und Mengeringhausen alarmiert, die unter der Leitung vom Michael Seebold ausrückten. Bei Eintreffen der Freiwilligen in der Korbacher Straße suchten die Wehren vergeblich nach dem Einsatzort  - aufgrund einer Nachalarmierung setzten die Wehren mit ihren Fahrzeugen in die Schlosstraße über. Unter Einsatz von Atemschutz drang ein Trupp in das Gebäude ein, öffnete die Tür zur Wohnung gewaltsam und löschte das Feuer kurzerhand ab. Die Wehr aus Mengeringhausen konnte die Alarmfahrt bereits abbrechen und in den Standort zurückkehren. 

Zeugen berichteten vor Ort, dass die Mieterin vor Verlassen ihrer Wohnung ein Holzbrett auf die heiße Herdplatte gelegt hatte. Insgesamt waren 30 Ehrenamtliche unter der Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Michael Seebold im Einsatz. Die Drehleiter der Arolser Wehr wurde zu Sicherungszwecken ausgefahren, kam aber nicht mehr aktiv zum Einsatz. Bevor der Einsatz um 10.30 Uhr beendet werden konnte, wurde mit einem Hochdrucklüfter der Qualm aus dem Gebäude und der Wohnung geblasen.

Während der Löscharbeiten sperrte die Polizei die Schlossstraße völlig ab. Neben einer RTW-Besatzung aus Bad Arolsen war auch ein NEF aus Wolfhagen vor Ort. Über die Schadenshöhe konnte die Polizei gegenüber 112-magazin.de noch keine Angaben machen. Verletzt wurde niemand. (112-magazin)

Link: Einsatzstandort Schlossstraße 14 in Bad Arolsen am 18. Juli 2018

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Publiziert in Feuerwehr

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