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MARBURG-BIEDENKOPF. Ein mit Haftbefehl gesuchter 62 Jahre alter Mann leistete in Breidenbach am Dienstag, um kurz nach 14 Uhr, Widerstand bei seiner Festnahme.

Zivilstreifen der Kripo Marburg erkannten den Mann in seinem Lastwagen und hielten ihn an. Erst reagierte er überhaupt nicht auf die Weisungen der Kriminalbeamten, dann griff er sie an und beleidigte sie fortwährend. Letztendlich war außer der körperlichen Gewalt auch der mehrfache Einsatz von Pfefferspray notwendig, um die Festnahme durchzuführen. Der 62-Jährige und ein Polizeibeamter erlitten dabei leichte Verletzungen.

Pfefferspray, Messer und Nun-Chaku

Im Lastwagen fanden die Beamten ein großes Pfefferspray, mehrere Messer und einen selbst hergestellten Nun-Chaku. Auf den Mann aus dem Hinterland kommen damit weitere Verfahren u.a. wegen Beleidigung, tätlichen Angriffs auf die Polizei, Widerstand und Verstoß gegen das Waffengesetz zu.

Bitte keine Werbung

All das wäre gar nicht nötig gewesen. Zu dem Haftbefehl wäre es gar nicht gekommen, wenn der Mann die geforderte Geldstrafe, zu der er wegen Nötigung und Sachbeschädigung verurteilt worden war, schon vorher bezahlt hätte. Stattdessen hatte er behördliche Schreiben mit dem Hinweis "bitte keine Werbung" an den Absender zurückgeschickt. Die Aktionen während der Festnahme hätte er ebenfalls vermeiden können, denn genügend Geld hatte er bei sich. Ein Fenster herunterkurbeln und bezahlen wäre möglich gewesen.

Staat existiert nicht

Allerdings wollte er zunächst gerne mal sehen, wie weit der nicht existente Staat Bundesrepublik Deutschland und seine Angestellten gehen würden, sagte der Mann später. Es bleibt nun abzuwarten, wie er auf das Urteil nach den neuerlichen Anzeigen reagiert. (ots/r)

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Publiziert in MR Polizei

MARBURG. Am 20. Februar wurde ein erst wenige Wochen alter Säugling mit massiven inneren und äußeren Verletzungen in ein Marburger Krankenhaus eingeliefert. Heute wurde bekannt, dass das Mädchen am späten Nachmittag des 26. Februar seinen schweren Verletzungen erlag.

In diesem Zusammenhang ermittelte die Staatsanwaltschaft Marburg zusammen mit der Kriminalpolizei Marburg bereits seit Mittwoch, den 20. Februar, wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Im Zuge der ersten Ermittlungen wurde der 17-jährige Lebensgefährte der Kindsmutter festgenommen, bei dem es sich nicht um den Vater des Kindes handelt. Seit Freitag befindet sich der Beschuldigte aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Marburg beantragten und vom Amtsgericht Marburg erlassenen Haftbefehls in Untersuchungshaft.

Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte, der sich bereits in der Vergangenheit an der Betreuung des Säuglings beteiligt hatte, am 20.Februar in der von einem freien Träger zur Verfügung gestellten Wohnung der 18-jährigen Kindsmutter in Marburg auf verschiedene Weise gewalttätig auf den Säugling eingewirkt hat. Der Säugling erlitt dadurch unter anderem schwerste Kopfverletzungen. Trotz Verständigung von Rettungskräften durch die Kindsmutter und anschließender intensivmedizinischer Behandlung des Säuglings erlag dieser seinen schweren Kopfverletzungen.

Die weiteren Ermittlungen werden nunmehr wegen des Verdachts des Totschlags sowie der Misshandlung Schutzbefohlener geführt. Anhaltspunkte für strafrechtlich relevantes Verhalten seitens des freien Trägers oder des Jugendamtes, das die Kindsmutter unterstützte, haben sich im Zuge der Ermittlungen nicht ergeben. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang dauern derzeit an. In diesem Zusammenhang hat die Staatsanwaltschaft umfangreiche rechtsmedizinische Untersuchungen veranlasst. (ots/r)

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