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Donnerstag, 07 Juni 2018 17:58

Säugling im Auto - Polizei schlägt Scheibe ein

PADERBORN. Die Polizei hat am Donnerstagmittag einen Säugling aus einem Auto befreit, der von seinen Eltern auf einem Parkplatz trotz der Hitze im Fahrzeug zurückgelassen worden war. Das Kind wurde mit einem Rettungswagen in ein Paderborner Krankenhaus gebracht.

Gegen 13.55 Uhr war die Polizei über den Vorfall informiert worden nachdem ein Zeuge das schreiende Baby in dem Auto bemerkt hatte. Der Pkw war in der prallen Hitze bei knapp 35 Grad im Schatten auf dem Parkplatz eines Möbelhauses an der Senefelder Straße abgestellt worden.

Trotz mehrfacher Durchsagen in dem Geschäft hatte sich niemand zu dem Auto begeben, um das vier Monate alte Kind zu befreien. Als eine Streifenwagenbesatzung rund fünf Minuten später an dem Auto eintraf, entschlossen sich die Beamten eine Seitenscheibe des Autos einzuschlagen, um das stark schwitzende Mädchen aus dem Auto zu holen. Sanitäter eines gleichzeitig angeforderten Rettungswagens behandelten den Säugling und brachten ihn für weitere Untersuchungenin ein Krankenhaus.

Kurz vor Eintreffen des Rettungswagens erschienen auch die Eltern an ihrem Auto. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Aussetzung und der Körperverletzung eingeleitet.  (ots/r)

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WALDECK-FRANKENBERG. Die erste Hitzewelle des Jahres hätte am Donnerstag fast das Leben eines Hundes gekostet. Eine Frau hatte ihren vierbeinigen Liebling bei weit über 30 Grad in ihrem Auto auf einem Pendlerparkplatz zurückgelassen (112-magazin berichtete darüber am 24.06.2016), eine aufmerksame Joggerin rief eine Polizeistreife zu Hilfe. Die Beamten schlugen die Seitenscheibe des Autos ein und retteten dem Hund das Leben.

Aufgrund unseres Artikels der auf Facebook heiß diskutiert wurde, stellte ein Leser folgende Frage: "Darf ich als Privatperson auch die Autoscheibe einschlagen um ein Tier retten zu können, oder muss erst die Polizei gerufen werden? Wenn ich die Scheibe einschlage, erwarten mich dann rechtliche Konsequenzen?" 

Hierzu haben wir einen Anwalt befragt. Im oben genannten Fall bestand ein entschuldigender Notstand, der die Joggerin dazu ermächtigt hätte die Scheibe einzuschlagen, weil das Leben des Hundes unmittelbar in Gefahr war. In solchen Situation rät der Anwalt aber zur Vorsicht. Ohne Zeugen oder dokumentierte Bild oder Videoaufnahmen besteht die Gefahr, dass Schadenersatzansprüche von der Autobesitzerin geltend gemacht werden können. Dann droht wegen Sachbeschädigung laut Gesetz eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe.

Ein Tierarzt aus Korbach bestätigte auf Nachfrage von 112-magazin.de, dass Hunde sehr hitzeempfindlich sind. Ein wesentlicher Grund dafür liegt an den wenigen Schweißdrüsen der Hunde. Deshalb regulieren Hunde die eigene Körpertemperatur durch Hecheln, dazu verbraucht der Hund sehr viel Energie und Wasser. Ab einer Körpertemperatur von 41 bis 43 Grad Celsius wird es für den Vierbeiner lebensgefährlich. Mit anderen Worten: Hunde gehören bei sommerlichen Temperaturen nicht unbeaufsichtigt in Autos. Oftmals reichen schon 10 Minuten in einem verschlossenen Pkw aus, um bei einem Hund einen Hitzeschlag auslösen zu können.

Im Zweifelsfall wählen sie daher die Notrufnummer 110 der Polizei und schildern kurz den Sachverhalt. Dann sind sie auf der sicheren Seite.

Link: 31 Grad Außentemperatur - Polizei rettet Hund aus Auto (24. Juni 2016)

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