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EDERSEE. Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei Edersee, die Wehren aus Basdorf und Sachsenhausen, sowie Sprengmeister des Landeskriminalamtes Wiesbaden waren am Sonntag in heikler Mission unterwegs - die Einsatzleitung vor Ort hatte Hauptkommissar Hosse von der Korbacher Polizei.

Camper findet Granate

Nach Angaben der Polizei wurde am Samstag durch einen Camper eine Granate im Bereich Fürstental entdeckt und gegen 13.30 Uhr den Behörden gemeldet. Daraufhin wurden Spezialisten des LKA Wiesbaden hinzugerufen, die am selben Tag nach einer Expertise eine kontrollierte Sprengung der 84 Millimeter-Granate vor Ort favorisierten. Die Sprengung der sogenannten Vorfeldbeleuchtung erfolgte am Sonntag gegen 17 Uhr. Bei dieser Art Munition, die in Grenadiereinheiten als Ilum bekannt ist, wird der Zünder und die Entfernung am Kopf der Granate eingestellt. Verschossen wird diese Munition mit der "Dicken Berta", einer schweren Panzerfaust. Unterlässt der Ladeschütze diese Maßnahme, zündet die Granate nicht und schlägt funktionslos nach einigen hundert Metern im Erdboden ein. Wahrscheinlich war dies der Grund, weshalb die Granate als "Blindgänger" in unwegsamen Gelände am Rande des  Erdersees eingeschlagen war.

Lagebesprechung bei Basdorf

Zur Lagebesprechung versammelte der Einsatzleiter vor Ort gegen 12.45 Uhr den Gemeindebrandinspektor Andreas Przewdzing mit seinem stellvertreter Bernd Schäfer aus Waldeck, sowie den stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Marco Amert für die Gemeide Vöhl. Ebenfalls nahm Gerd Paulus von der Wasserschutzpolizei Waldeck an der Einweisung am Sportplatz bei Basdorf teil. Hier wurden anhand von Kartenmaterial die Einsatzorte festgelegt, die Frequenzen der Funkgeräte überprüft und die Aufgaben verteilt. Den Einsatzkräften der Wehren aus Sachsenhausen und Basdorf oblag die weiträumige Absperrung im Fürstental und der Banfe. Um 13.05 Uhr rückten insgesamt 17 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus, um das Gelände zu sichern. Dies stellte eine Herausfoderung dar, weil viele Radfahrer und Wanderer das gute Wetter ausnutzten und unterwegs waren. Polizeikräfte sperrten mit Pkws und Motorrädern die Zuwegungen auf der gegenüberliegenden Seite des Sees ab.

Keine Weltkriegsmunition

Da es sich um Munition aus Bundeswehrbeständen handelt, darf das Geschoss nicht vom Kampfmittelräumdienst gesprengt werden, sondern nur von Spezialkräften des Landeskriminalamtes, die mit einem Lkw gegen 14 Uhr eintrafen. Gegen 17 Uhr erfolgte die Sprengung kontrolliert, ohne Schäden anzurichten. Um 17.45 Uhr rückten die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr wieder ab. Ein Mitarbeiter von 112-magazin.de war zu diesem Zeitpunkt mit einer Propellermaschine am Edersee unterwegs und "schoss" aus luftiger Höhe einige Fotos vom Einsatzort. (112-magazin)

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Publiziert in Polizei
Sonntag, 19 August 2018 14:09

Zahlreiche Fische im Edersee verendet

WALDECK/EDERSEE. Durch unbekannte Täter wurde in der Waldecker Bucht am Steilufer zwischen Buchholz und Eschelbergspitze ein Netz im Edersee gestellt, in dem zahlreiche Fische qualvoll verendeten. Die Wasserschutzpolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Fischwilderei und Tierquälerei eingeleitet.

Wie Gerd Paulus von der Wasserschutzpolizei Edersee mitteilte, bemerkte am Sonntagmorgen ein Angler gegen 10 Uhr eine am Ufer mit einem Stein befestigte Leine, die er ein Stück einzog. Zum Vorschein kam ein Stellnetz mit zahlreichen gefangenen Fischen.

Der Angler verständigte die Wasserschutzpolizei; gemeinsam konnte das Netz eingeholt werden. Es handelte sich um ein ca. 25 x 1 Meter großes Kiemenstellnetz mit einer Maschenweite von 7 cm, in dem sich 25 Fische verfangen hatten. Bei den Fischen handelte es sich überwiegend um Zander, aber auch Brassen und Barsche wurden gefangen. Ein Teil der Fische lebte noch, der überwiegende Teil war jedoch schon verendet oder stand kurz davor. Die noch lebenden Fische wurden aus dem Netz geschnitten und zurückgesetzt.

Die Wasserschutzpolizei bittet unter der Telefonnummer 05623/5437 um sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat beitragen können. 

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