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Sonntag, 20 Januar 2013 15:01

Der letzte Auerhahn vom Dommel

DIEMELSEE-STORMBRUCH. In den Hochlagen der Gemeinde Diemelsee gab es vor einigen Jahrzehnten noch unberührte Hochheideflächen die aus der letzten Eiszeit entstanden und anders als in den Tälern, die mit Buchen, Eschen und Eichen bewaldet waren, herrschte in der Tundra am Dommelkopf und im Dommeltal bei Stormbruch emsiges Treiben zur Balz der Auerhähne.  Damals waren die Hänge am Dommel noch nicht mit Fichten-Monokulturen bepflanzt und boten dem Auerwild lichte Misch -und Nadelwälder mit dem nötigen Altholzbeständen und eine reiche Kraut -und Strauchschicht. Die unzähligen Quellen und Feuchtwiesen waren damals mit den für das Auerwild so wichtigen Magensteinen versehen. Der Fürst zu Waldeck und Pyrmont streckte noch im Jahr 1902 einen kapitalen Auerhahn. Zu Ehren des Fürsten von Waldeck und Pyrmont versammelte sich der Männergesangverein Stormbruch und brachte um Mitternacht dem Fürsten ein Ständchen. Der letzte seiner Art soll 1921 in der Gemarkung Stormbruch am Dommelturm erlegt worden sein. Wer der Erleger des letzten Auerhahns war, ist  hingegen nicht bekannt.

Quelle: Ulla Brocke

Publiziert in Archiv - Sammlung

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