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BERNDORF. Was für eine Übung! Annähernd 100 Jugendfeuerwehrleute aus ganz Twistetal und aus Korbach haben bei einem angenommenen Unglück auf dem Gelände der Firma Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren ihr Können unter Beweis gestellt. Die künftigen Brandschützer haben Vermisste und Verletzte gerettet, Gefahrgut aufgefangen und mehrere Brände gelöscht.

Das Szenario der jährlichen Twistetaler Jugendfeuerwehr-Großübung glich einer wahren Kettenreaktion: Auf dem Gelände des Berndorfer Unternehmens waren ein Auto und ein mit Ammoniak beladener Lkw zusammengestoßen, wodurch Gefahrgut auslief. Durch die Kollision war der Autofahrer schwer verletzte in seinem Kleintransporter eingeklemmt. Der Lkw-Fahrer war zwar unverletzt geblieben, wurde aber bei dem Versuch, die Leckage in dem Ammoniakbehälter zu schließen, unter dem Gebinde eingeklemmt. Das gerammte Auto fing Feuer, das auf eine angrenzenden Halle übergriff und eine starke Rauchentwicklung sowie mehrere Detonationen auslöste. Dort hielten sich mehrere Mitarbeiter auf, die als vermisst galten. Nicht zuletzt waren auf dem Dach der Halle mehrere Dachdecker "gefangen", weil die am Gebäude angelehnte Leiter der Handwerker zuvor bei dem Unfall zerstört worden war.

Sämtliche Twistetaler Jugendwehren waren in die Großübung eingebunden, Verstärkung kam aus Korbach mit dem Gerätewagen-Umweltschutz und mehreren Jugendlichen. Eingewiesen von Gemeindejugendwart Thomas Wittenburg und dem Berndorfer Wehrführer Marc Wäscher, übernahmen die Jugendlichen rasch zahlreiche Aufgaben: Sie mussten die verletzten und vermissten Personen finden und retten - auch vom Gebäudedach -, eine Wasserversorgung aufbauen, die Brände löschen und sich um das ausgetretene Gefahrgut kümmern. Dieser Teil war der Schwerpunkt der Übung und bedeutete den größten Material- und Personaleinsatz.

Ausgestattet mit Einweg-Maleranzügen, mit denen Vollschutzanzüge simuliert wurden, gingen die Jugendlichen ans Werk: Einige der Jungen und Mädchen fingen am Lkw die auslaufende Flüssigkeit auf und dichteten den Ammoniak-Behälter ab, andere bauten bereits große Sammelbecken auf oder sperrten die Gefahrenzone weiträumig ab, wieder andere nahmen Messgeräte zur Hand oder dichteten die Kanaleinläufe ab. Schlussendlich durchliefen die Jugendlichen, die mit "Schutzanzügen" im Einsatz waren, eine realistische Dekontamination. Nach gut anderthalb Stunden hatten die Teilnehmer der Übung am Freitagabend das Unglück mit all seinen Facetten abgearbeitet. Dabei hatten die jungen Leute bewiesen, dass sie - teils noch unter Anleitung ihrer Betreuer - vielfältige Aufgaben weitgehend selbständig und versiert bewältigen können.

Zahlreiche erwachsene Feuerwehrleute aus den verschiedenen Wehren, Gemeindebrandinspektor Volker Bangert, Beoabchter der Kreisjugendfeuerwehr und nicht zuletzt viele Eltern waren Zuschauer. Möglich geworden war diese Großübung durch die Unterstützung der Firma Wilke und ihres Inhabers Klaus Rohloff, der das Gelände und die Gebäude zur Verfügung gestellt hatte. Nach dem Aufräumen und Verladen der genutzten Ausrüstung gab es für alle Teilnehmer Getränke und Würstchen - und ein großes Lob für die gezeigten Leistungen. (pfa)  

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Publiziert in Feuerwehr

BREDELAR. Vier Mitarbeiter eines Industrieunternehmens haben am Donnerstag Dämpfe einer gefährlichen Flüssigkeit eingeatmet und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Aus einer Maschine war Feuerwehrangaben zufolge eine größere Menge des Gefahrgutes ausgelaufen. Dies löste einen mehrstündigen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst aus.

Zeitweise waren bis zu 75 Feuerwehrleute mit rund 15 Fahrzeugen auf dem Betriebsgelände an den Straßen Am Meilenstein/Sauerlandstraße im Einsatz, hinzu kamen Rettungsdienst und Polizei. Wie Ralph Pohle, stellvertretender Pressesprecher der Feuerwehr Marsberg, gegenüber 112-magazin.de berichtete, war aus noch unbekannten Gründen aus einer Maschine eine Flüssigkeit ausgelaufen, die zum Betrieb benötigt wird. Die Maschine fasst laut Pohle 3000 Liter der Flüssigkeit, die die Feuerwehr als Gefahrgut einstuft. Welche Menge genau auslief, war zunächst unklar. Ein Teil sei in eine für solche Fälle vorgesehene Auffangwanne geflossen, ein gewisser Teil aber auch auf den Boden geflossen, sagte Pohle.

Nachdem vier Mitarbeiter die von der Flüssigkeit ausgehenden Dämpfe eingeatmet hatten und dadurch verletzt wurden, ging die Feuerwehr unter Atemschutz und teils in speziellen Chemikalienschutzanzügen (CSA) vor. Die auf den Boden gelangte Flüssigkeit habe man mit speziellem Bindemittel abgestreut und aufgenommen, hieß es. Was mit der in die Auffangwanne gelangten Flüssigkeit passieren sollte, war am Nachmittag noch unklar. Möglicherweise könne der Stoff wieder in die Maschine zurückgeführt werden, sagte Pohle.

Der Einsatz unter Vollschutz war sehr personalintensiv, so dass Feuerwehren aus Marsberg und Westheim - sie bilden gemeinsam einen ABC-Zug -, Bredelar, Giershagen und Beringhausen sowie aus der Gerätewagen Gefahrgut aus Brilon angefordert wurden. Später rückte auch der Messzug des Hochsauerlandkreises an, der sich aus Mitgliedern der Wehren in Winterberg, Schmallenberg und Eslohe bildet.

Nach dem Einsatz in Schutzanzügen mussten die Feuerwehrleute zu einem eigens eingerichteten Dekon-Platz gehen, um dort die Schutzbekleidung zu reinigen. Einsatzleiter am Donnerstag war Matthias Mönnighoff. (pfa)

Weitere Informationen zu dem Einsatz folgen!

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Publiziert in HSK Feuerwehr

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