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Freitag, 19 Oktober 2012 11:09

"Hätte nachts schlimm enden können"

FRANKENAU. Das hätte schlimm enden können: Ein Boiler in einem Ferienhaus im Frankenauer Feriendorf ist am Freitagmorgen in Brand geraten. Die Bewohner aus den Niederlanden löschten selbst und verhinderten damit den Brand des Gebäudes - das kurioserweise die Hausnummer 112 hat.

Der stellvertretende Frankenauer Stadtbrandinspektor und Einsatzleiter Stefan Maurer zeigte sich an der Einsatzstelle gegenüber 112-magazin.de überzeugt, dass "ein solcher Brand nachts hätte wesentlich schlimmer enden können". Die Bewohner des Ferienhauses, zwei Erwachsene und zwei Teenager aus den Niederlanden, wurden gegen 9.40 Uhr glücklicherweise unmittelbar aufmerksam auf den Boilerbrand: Während die 44-jährige Frau unter der Dusche stand, fiel die Warmwasserversorgung aus. Gleichzeitig hörte ihr Mann ein Knacken, "so wie wenn jemand an die Tür klopft", sagte der 45-Jährige.

Während er den 19-jährigen Sohn und dessen 16 Jahre alte Freundin rief und mit einer Schüssel Wasser zu löschen begann, alarmierten Nachbarn die Feuerwehr. Noch während die Feuerwehren aus Frankenau, Allendorf (Hardtberg), Dainrode und Altenlotheim mit insgesamt rund 30 Einsatzkräften sowie die Besatzung eines Rettungswagens ausrückten, löschten die Niederländer den brennenden Boiler mit mehreren Eimern Wasser selbst. Schaden entstand bis auf den defekten Boiler nicht.

Feuerwehrleute schieberten die Wasserversorgung im Haus ab, weil nach dem Brand Wasser ungehindert aus der Leitung unter der Spüle in die Küche floss. Rettungskräfte untersuchten die vier Niederländer, die etwas Rauch eingeatmet hatten. "Es roch im Haus sehr nach verschmortem Plastik", sagte die 44-Jährige, die mit nassem Haar im Freien stand - schließlich hatte die Frau ihre Morgendusche unterbrechen müssen. Nachbarn boten den Kurzurlaubern an, dass sie bei ihnen wohnen und auch duschen können.

Keine Rauchmelder im Haus
Die Familie, die unversehrt blieb, verbringt eigenen Angaben seit Mittwoch ein paar Ferientage in dem gemieteten Domizil bei Frankenau. Die Gäste überlegen nun, ob sie bereits heute abreisen oder - wie ursprünglich geplant - bis Sonntag bleiben. Maurer beklagte, dass das Haus nicht mit Rauchmeldern versehen ist.

Publiziert in Feuerwehr

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