Fleißige Arbeitnehmer arbeiten illegal - Zoll prüft Vergehen

Freitag, 01. März 2019 10:44 geschrieben von  Migration
Illegal beschäftigte Arbeiter riefen in Elgershausen Polizei und Zoll auf den Plan Illegal beschäftigte Arbeiter riefen in Elgershausen Polizei und Zoll auf den Plan Symbolfoto: Zoll/Archiv

SCHAUENBURG. Fleißige Arbeiter haben am Mittwochanbend zu später Stunde die Aufmerksamkeit von Anwohnern im Stadtteil Elgershausen auf sich gezogen.

Eine Passantin bemerkte am späten Mittwochabend im Schauenburger Stadtteil Elgershausen, dass zwei Einbrecher auf einer Baustelle am Werk waren, die in dem dortigen Gebäude möglicherweise etwas klauen wollten. Eine daraufhin verständigte Polizeistreife stellte bei Eintreffen fest , dass es sich dabei nicht um Diebe, sondern um illegale Handwerker handelte.

Wie die eingesetzten Beamten des Polizeireviers Süd-West berichten, konnten sie gegen 23 Uhr in der Baustelle insgesamt fünf ukrainische Männer antreffen. Offensichtlich wollten sie aber nichts klauen, sondern waren zu später Stunde noch fleißig am Arbeiten, aber vermutlich illegal. Da keiner der Männer deutsch sprach und es sich nach ersten Erkenntnissen um illegal in Deutschland aufenthältliche Ukrainer im Alter zwischen 20 bis 30 Jahren handelte, nahmen sie die fünf Männer vorläufig fest.

Anschließend wurden sie ins Polizeigewahrsam gebracht, bis sie an die zuständige Behörde, in diesem Fall der Zoll, übergeben werden konnten. Gegen die Männer wird nun wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz ermittelt und gegen den Bauherren ein Strafverfahren wegen "Schwarzarbeit" eingeleitet.

Schwarzarbeit kann teuer werden

Durch Schwarzarbeit werden in erster Linie Steuern und Sozialleistungen hinterzogen. Für die Verfolgung von Schwarzarbeit ist in Deutschland allein der Zoll zuständig. Die Strafen für Schwarzarbeit reichen von Bußgeldern von maximal 500.000 Euro bis hin zu Freiheitsstrafen von maximal 10 Jahren. (ots/r)

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Zuletzt bearbeitet am Freitag, 01. März 2019 11:09

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