Brand in Asylunterkunft: 19 Bewohner gerettet (aktualisiert)

Donnerstag, 08. Januar 2015 07:00 geschrieben von  Migration

WARBURG. Flammen sind in der Nacht zu Donnerstag aus Fenstern einer Asyl- und Notunterkunft in Warburg geschlagen. Das Gebäude wurde rechtzeitig evakuiert, einer der 19 Bewohner zog sich eine leichte Rauchvergiftung zu, die übrigen erlitten einen Schock. Für Feuerwehr und Rettungsdienst bedeutete der Brand einen Großeinsatz.

Eine Bewohnerin der Unterkunft der Stadt Warburg im Kuhlemühler Weg bemerkte gegen 2.50 Uhr eine starke Rauchentwicklung im Erdgeschoss des Gebäudes und informierte über Notruf die Polizei. Kurze Zeit später traf die Besatzung eines Streifenwagens ein, die Beamten sahen Flammen, die aus den Fenstern des Gebäudes schlugen.

Für die Feuerwehr lautete die Alarmierung zunächst "Unklare Rauchentwicklung". Beim Eintreffen des Löschzugs Warburg wurde unmittelbar eine höhere Alarmstufe vorgenommen. Die Meldung lautet ab jetzt: "Brennt Wohnung, Personen im Gebäude". Sofort wurden die Löschgruppen Daseburg und Herlinghausen nachalarmiert

Wenige Minuten später wurden die ersten Rettungen durchgeführt, nun war auch die genaue Anzahl der Bewohner bekannt, es handelte sich um 19 Betroffene. Einige von ihnen hielten sich noch im Gebäude auf. Auf Anforderung des Einsatzleiters wurden nun der Löschzug Scherfede sowie die Löschgruppen Calenberg, Ossendorf und Wormeln angefordert.

Leichte Rauchvergiftung, Schock
Die Feuerwehr führte die Menschenrettung über die Drehleiter, Steckleitern sowie direkte Ausstiegshilfe aus Fenstern durch. Rettungsdienst und weitere DRK-Kräfte nahmen sich der geretteten Personen an. Zur Betreuung stellte die in der Nachbarschaft ansässige Firma CWS Boco den Aufenthaltsraum zur Verfügung, so dass die betroffenen Personen an einem warmen, trocknen Ort während des Einsatzes untergebracht und versorgt werden konnten. Eine Person wurde am Einsatzort vom Notarzt mit einer Rauchgasvergiftung behandelt, eine Einweisung ins Krankenhaus war hier nicht erforderlich. Außer einem Schock waren die anderen 18 Personen unverletzt.

Nachdem alle Menschen gerettet worden waren und das Gebäude abgesucht war, begann die Feuerwehr mit der Brandbekämpfung sowie der taktischen Belüftung des Gebäudes. Der Brandherd beschränkte sich auf zwei Zimmer - ein Raum im Erdgeschoss und der direkt darüber liegende Raum im ersten Stock. Die Rauchausbreitung jedoch zog sich durch den gesamten Brandabschnitt.

Gegen 6 Uhr rückten die meisten Einheiten wieder ab und stellten die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wieder her. Der Einsatz dauerte aber mit Nachlösch- und Belüftungsarbeiten noch länger an.

Bei der Unterkunft handelt es sich nach Auskunft von Feuerwehrsprecher Christoph Fuest um ein Gebäude, das durch zwei Brandwände in drei sogenannte Brandabschnitte getrennt ist. Durch diese baulichen Voraussetzungen ist nun nur ein Brandabschnitt durch die Brand- und Rauchausbreitung nicht mehr bewohnbar. Die beiden anderen Gebäudeteile können nach Ende der Löscharbeiten sowie Kontrolle durch Feuerwehr und Ordnungsamt wieder bezogen werden. "Für fünf Personen muss jedoch eine Notunterkunft gefunden werden", erklärte der Feuerwehrsprecher am Morgen.

Brandursache und Schadenshöhe noch unklar
Die Ursache des Feuers und die Schadenshöhe waren am Morgen noch unbekannt. Es liegen derzeit keine Anhaltspunkte auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund vor. Die Ermittlungen dauern an. Die Kriminalpolizei nahm noch während der Löscharbeiten erste Untersuchungen auf.

16 Feuerwehrfahrzeuge, Notarzt, vier Rettungswagen
Im Einsatz waren der Löschzug Warburg mit sieben Fahrzeugen, der Löschzug Scherfede mit drei Fahrzeugen sowie die Löschgruppe Calenberg, Daseburg, Herlinghausen, Ossendorf und Wormeln mit insgesamt sechs Fahrzeugen. Insgesamt waren 77 Einsatzkräfte der verschiedenen Wehren vor Ort. Im Einsatz waren zudem das DRK, der Rettungsdienst mit dem Notarztwagen aus Warburg und den Rettungswagen aus Warburg, Peckelsheim, Brakel und Beverungen, ferner das Ordnungsamt der Hansestadt Warburg, ein Seelsorger, Mitarbeiter der Stadtwerke sowie Beamte von Schutz- und Kriminalpolizei.


Link:
Feuerwehr Warburg

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Zuletzt bearbeitet am Donnerstag, 08. Januar 2015 08:08

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