Männer mit Schusswaffen lösen zwei Polizeieinsätze aus

Freitag, 18. August 2017 18:32 geschrieben von  Migration

KASSEL. Zwei Männer haben in Kassel mit täuschend echt aussehenden Spielzeugwaffen hantiert und damit Polizeieinsätze ausgelöst. Beide Männer, die unabhängig voneiander vorgegangen waren, wurden von der Polizei vorläufig festgenommen.

Zu dem ersten Einsatz war es am Donnerstag gegen 17.45 Uhr im Stadtteil Oberzwehren gekommen. Ein Passant hatte beobachtet, wie ein Unbekannter auf einem Spielplatz an der Kronenackerstraße eine Schusswaffe durchlud, die Pistole dann in seinen Hosenbund steckte und anschließend zwischen mehreren Häusern verschwand. Sofort war ein Großaufgebot der Kasseler Polizei angerückt und hatte die Fahndung nach dem zunächst Unbekannten aufgenommen. Die weiteren Ermittlungen führten schließlich zu einem 41-Jährigen aus Kassel, den Beamte des Polizeireviers Süd-West kurze Zeit später in seiner Wohnung festnahmen. Dort stellten sie auch eine Schreckschusswaffe sicher, bei der es sich um die von dem Zeugen beschrieben Waffe handeln dürfte. Da der 41-Jährige nicht im Besitz eines kleinen Waffenscheins ist, der zum Führen einer solchen Waffe erforderlich ist, leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein und stellten die Schreckschusswaffe sicher.

Pistole im Hosenbund am "Stern"
Gegen 20.30 Uhr ereilte die Kasseler Polizei über den Notruf 110 dann eine nahezu identische Mitteilung aus der Bevölkerung. Ein Passant hatte in der Unteren Königsstraße, Höhe Sternkreuzung, einen Mann beobachtet, der ebenfalls eine Schusswaffe im Hosenbund stecken hatte. Wiederum waren sofort mehrere Streifen der Kasseler Polizei vor Ort und hatte den vom Zeugen beschriebenen Mann bei der Fahndung in der Jägerstraße festgenommen. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei der von dem 42-Jährigen aus Kassel für jedermann sichtbar getragenen Waffe zwar um eine Softair-Waffe, die von einer scharfen Schusswaffe mit bloßem Auge nicht zu unterscheiden war. Auch diese Waffe stellten die Beamten sicher. Der 42-Jährige muss sich nun wegen des Führens einer sogenannten Anscheinswaffe verantworten.

Die Polizei weist in solchen Fällen immer wieder darauf hin, dass sich Personen, die derartige Anscheinswaffen tragen, selbst in große Gefahr bringen: In einem Polizeieinsatz können die Beamten nicht unterscheiden, ob es sich um eine echte oder eine Softair-Waffe handelt. Daher gehen die Beamten dann so vor, als hätten sie es mit einer Person mit "scharfer" Waffe zu tun. (ots/pfa)  

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Zuletzt bearbeitet am Freitag, 18. August 2017 18:52

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