Flott unterwegs: Wehr mit neuem TSF/W schon geblitzt

Sonntag, 06. November 2016 21:48 geschrieben von  Migration

SCHMITTLOTHEIM. Um die Sicherheit der Vöhler und ihrer Gäste weiter zu erhöhen, aber auch um den Feuerwehrleute ihre ehrenamtliche Arbeit zu erleichtern, hat die Gemeinde Vöhl ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank für die Feuerwehr Schmittlotheim sowie mehrere Ausrüstungsgegenstände für verschiedene Ortsteilwehren angeschafft. Die Gemeinde brachte 80.000 Euro auf, das Land Hessen steuerte 36.000 Euro bei.

Dieses Geld sei nicht für die Feuerwehren ausgegeben worden, verdeutlichte Bürgermeister Matthias Stappert bei der Übergabe am Freitagabend vor dem Gerätehaus in Schmittlotheim. Vielmehr dienten das angeschaffte Fahrzeug und die verschiedenen Geräte "allen Menschen in der Gemeinde."

Stappert dankte den insgesamt 260 Aktiven, die in 14 Ortsteilwehren ihren ehrenamtlichen Dienst versehen - bei Tag und Nacht und bei jedem Wetter seien die Freiwilligen einsatzbereit. Der Dienst in der Feuerwehr bedeute psychischen und physischen Stress - insbesondere in diesem Jahr, in dem es zu einer außergewöhnlich hohen Anzahl an Einsätze gekommen sei. Dennoch seien die Kameraden stets mit "Kopf, Herz und Hand" bei der Sache, wie Stappert unterstrich. Daher stelle die Gemeinde den Wehren die Ausrüstung gern zur Verfügung - trotz schlechter Kassenlage. Der Bürgermeister, der ausdrücklich für den Dienst dankte, wünschte den Feuerwehrleuten der Großgemeinde, dass sie immer heil und gesund von den Einsätzen zurückkommen mögen.

Starke Truppe
Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk zollte seinen Kameraden großen Respekt und sprach von einer "starken Truppe". Man decke ein breites Einsatzspektrum ab und diene Einheimischen und Gästen gleichermaßen. "Wir sind für alle da", sagte Schenk. Mit dem neuen TSF/W sei die Feuerwehr Schmittlotheim nun noch besser in der Lage, den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Das Fahrzeug verfüge über einen 750 Liter großen Wassertank für Brandeinsätze, einen Rüstsatz für technische Hilfeleistung und einen Lichtmasten, um Einsatzstellen auszuleuchten. Mit dem neuen Wagen seien die Schmittlotheimer Kameraden auf dem Weg zu Einsätzen "flott unterwegs", berichtete der Gemeindebrandinspektor - in der Ortsdurchfahrt von Herzhausen seien sie bereits geblitzt worden.

Seit der Abholung beim Umrüster im Juni habe das TSF/W auch schon einige Feuertaufen bei Bränden und Unfällen hinter sich. Für ihn sei es die erste Übergabe eines Neufahrzeugs in seiner Zeit als Gemeindebrandinspektor, sagte Schenk. Das bisherige, nunmehr 20 Jahre alte Fahrzeug der Schmittlotheimer Wehr geht im Zuge eines Ringtausches nach Dorfitter, das dortige nach Asel, deren Auto Kirchlotheim und das bisher dort stationierte nach Harbshausen.

Im Rahmen der offiziellen Übergabe am Freitagabend erhielten die Kameraden aus Dorfitter ein Elektroaggregat. Die Feuerwehr Herzhausen bekam endlich Ersatz für die gestohlene Rettungsschere - in diesem Zuge wurde ein komplett neuer Rüstsatz angeschafft. Nach Herzhausen ging zudem ein Elektrolüfter, ein weiterer strombetriebener Hochdrucklüfter steht künftig der Feuerwehr Vöhl zur Verfügung. Eines der Geräte verfügt über ein Lichtpaket und eine Vorrichtung, mit der Wassernebel erzeugt werden kann.

Ein finanzieller Kraftakt stehe der Gemeinde im Zuge der Umstellung auf Digitalfunk noch bevor, erklärte Schenk: So würden demnächst 156 digitale Funkmeldeempfänger für die Einsatzkräfte beschafft. Die Finanzierung der dann noch fehlenden 110 Pager zum Stückpreis sei derzeit noch nicht gesichert. "Spender können sich gern bei uns melden", sagte der ranghöchste Brandschützer der Großgemeinde.

Ortsteilwehren erhalten
In diesem Zusammenhang sagte Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, es schwierig, in einer Großgemeinde mit 15 Ortsteilen die notwendigen Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände vorzuhalten. Doch wenn es die Freiwilligen gebe, die den Brandschutz übernähmen, dann müsse die Gemeinde das Material stellen; im Umkehrschluss bedeute dies aber auch, dass die Feuerwehrleute ihren ehrenamtlichen Dienst zum Wohle der Bevölkerung tun müssten, wenn die Gemeinde das Material stelle. Biederbick sprach sich angesichts der Flächengröße der Gemeinde Vöhl dafür aus, sämtliche Ortsteilwehren zu erhalten. Er bat die Aktiven, Werbung für den Dienst in der Feuerwehr zu machen.

Für den Kreisfeuerwehrverband überbrachte dessen Vorsitzender Manfred Hankel Grüße und Glückwünsche. Mit der Übergabe des neuen Fahrzeugs und der anderen Ausrüstungsgegenstände seien die Kameraden technisch auf dem neuesten Stand. Vielleicht sei die Technik ein Anreiz für Außenstehende, sich für den freiwilligen Dienst in einer Wehr zu entscheiden und einzutreten. Den bereits Aktiven bescheinigte Hankel ein großes Engagement. Der Dank des Verbandsvorsitzenden richtete sich an die Gemeindegremien und den Bürgermeister, die stets ein offenes Ohr für die Belange der Wehren hätten.

"Fahrzeug sollte vermotten"
Kerstin Ziegler, Ortsvorsteherin von Schmittlotheim, dankte den gut ausgebildeten Feuerwehrleuten für ihren ehrenamtlichen Dienst. Dem neuen Fahrzeug wünschte Ziegler wenig ernste Einsätze. "Am liebsten wäre es mir, wenn das Fahrzeug vermotten würde", sagte die Ortsvorsteherin mit Blick auf die Folgen von Bränden oder Verkehrsunfällen für die Betroffenen. Erst vor einer Woche habe es einen schweren Verkehrsunfall auf der B 252 in der Nähe der Hessensteinkurve gegeben, blickte Kerstin Ziegler zurück. Die Kameraden seien umgehend in großer Stärke ausgerückt, obwohl es zuvor bereits zweimal Fehlalarm auf Burg Hessenstein gegeben habe, lobte die Ortsvorsteherin das große Engagement "ihrer" Brandschützer.

Der frühere Gemeindebrandinspektor Fritz Schenk bescheinigte den Brandschützern eine gute Arbeit. "Da habt Ihr Euch auch gute Ausrüstung verdient." Sein Sohn Bernd, aktueller Gemeindebrandinspektor, sagte zum Ende des offiziellen Teils voller Freude, dass die Wehren einen hohen Stellenwert in der Gemeinde hätten. "Die Bevölkerung steht hinter der Feuerwehr." (pfa)  

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Zuletzt bearbeitet am Sonntag, 06. November 2016 23:37

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