Schwerer Unfall zwischen Banfe und Fischelbach - Pkw prallt frontal gegen Baum

Mittwoch, 12. Oktober 2022 22:02 geschrieben von  Matthias Böhl
Die junge Frau wurde nach dem schweren Unfall mit dem Rettungshubschrauber "Christoph Gießen" in eine Klinik geflogen. Die junge Frau wurde nach dem schweren Unfall mit dem Rettungshubschrauber "Christoph Gießen" in eine Klinik geflogen. Fotos: Matthias Böhl, Justin Schneider

FISCHELBACH. Zu einem schweren Verkehrsunfall mussten die Rettungskräfte und die Feuerwehr am Mittwochabend auf die L718 zwischen Banfe und Fischelbach ausrücken. Auch der Rettungshubschrauber „Christoph Gießen“ war im Einsatz. Eine 18 jährige Frau wurde schwer verletzt.

Wie die Polizei vor Ort berichtete, war die junge Frau aus bislang unklarer Ursache aus Richtung Fischelbach unterwegs und in Richtung Banfe gewesen und ist dabei in einer leichten Linkskurve frontal gegen einen Baum geprallt. Dabei war der Aufprall so heftig, dass der Motor aus dem VW gerissen wurde und auf der Straße liegen blieb. Der Wagen selbst kam in einer Wiese unterhalb der Straße total zerstört zum Stillstand. Die junge Frau wurde bei dem Unfall schwer verletzt, aber nicht eingeklemmt, wie es den Einsatzkräften zunächst gemeldet worden war. Dennoch hatte die Feuerwehr aus Bad Laasphe und dem Banfetal hydraulisches Rettungsgerät einsetzen müssen: „Wie haben in enger Absprache mit dem Rettungsdienst eine patientenorientierte Rettung durchgeführt und die junge Frau schonend aus dem Auto befreit“, erklärte der Leiter der Feuerwehr, Dirk Höbener, vor Ort. Im Gegensatz zur „schnellen Rettung“, oder zur „Sofortrettung“ hat der Patient im Falle einer orientierten Rettung etwas mehr Zeit und es kann das Hauptaugenmerk auf die besonders schonende Rettung gelegt werden. Das bedingt, dass die Patienten nicht lebensgefährlich verletzt sein dürfen und die Zeit es erlaubt, eine Rettung entsprechend schonend durchzuführen, um die Wirbelsäule zu schützen. Ist der Patient instabil oder lebensgefährlich verletzt, oder brennt das Fahrzeug, verbietet sich diese Rettung, um das Leben des Patienten überhaupt noch retten zu können. Der spezielle Schutz der Wirbelsäule wird in so einem Fall zugunsten des reinen Überlebens vernachlässigt.

Im Rettungswagen der DRK Rettungswache Bad Laasphe  wurde die Patientin vom Rettungsdienst, dem Bad Laaspher Notarzt und der Hubschrauberbesatzung versorgt. Anschließend wurde die junge Frau mit der Schleifkorbtrage und der Vakuummatratze mit Hilfe der Feuerwehr zum Hubschrauber getragen, der in der Wiese unmittelbar an der Unfallstelle gelandet war.

Die Straße blieb für die Rettungs- und Bergungsarbeiten voll gesperrt. 

Zuletzt bearbeitet am Mittwoch, 12. Oktober 2022 22:11

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