Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Dirk Gernand

Samstag, 06 August 2022 09:32

THW Korbach unterstützt Feuerwehr in Sachsen

KORBACH. Zur Unterstützung der Feuerwehr in Bad Schandau rückten am heutigen Samstag zwei ehrenamtliche Helfer des THW mit einem Lkw in Richtung Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge aus.

Vorangegangen war eine Anfrage der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schandau an das THW nach einem Faltbehälter für Löschwasser im Umfang von 24.000 Liter. Schnell war klar, dass solch ein Faltbehälter beim Ortsverband Korbach liegt und ins 452 Kilometer entfernte Einsatzgebiet in der Sächsischen Schweiz transportiert werden kann. Um 9 Uhr begann die Verlegung des Faltbehälters mit einem Lkw unter der Leitung von Dirk Gernand.

Hintergrund

In dem Waldbrandgebiet im Nationalpark Sächsische Schweiz stehen etwa  600 Männer und Frauen für die Brandbekämpfung im Einsatz. Das Feuer an der tschechischen Grenze hat eine Ausdehnung von 150 Hektar. Neben Bodenkräften sind auch 12 Hubschrauber im Einsatz. Das THW Korbach leistet mit dem Faltbehälter einen wichtigen Beitrag zur Waldbrandbekämpfung.

-Anzeige-

Publiziert in THW

VIERMÜNDEN. Seit 13 Uhr ist die Bahnstrecke zwischen Korbach und Frankenberg komplett gesperrt. Grund für die Sperrung ist ein Verkehrsunfall, bei dem ein Zug mit einem landwirtschaftlichen Gerät kollidierte.

Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei sind an der Unfallstelle. Ebenso Mitarbeiter der Kurhessenbahn. Voraussichtlich muss die Bahnstrecke für mehrere Stunden gesperrt bleiben. Die Fahrgäste sind nach derzeitigem Kenntnisstand unverletzt. Ebenfalls in den Einsatz berufen wurde das THW Korbach mit dem Fachberater Dirk Gernand.

Weitere Informationen erhalten Sie hier (Klicken)

Publiziert in Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Erneut hat das THW Korbach in einem engagierten Einsatz die Verbindungswege der Kurhessenbahn zwischen Korbach und Brilon-Wald und zwischen Frankenberg und Korbach für den Schienenverkehr freigeräumt.

Die Strecke Frankenberg - Marburg ist noch nicht frei, dort hat sich eine mächtige Buche im Burgwald über die Gleise gelegt und versperrt den Weg. Mittlerweile hat die Kurhessenbahn zwei Forstunternehmen damit beauftragt, die Buche aus dem Gleisbett zu schneiden und zu entsorgen. Wie Einsatzleiter Dirk Gernand  auf Nachfrage mitteilte, waren drei Trupps mit 13 THW-Mitarbeitern im Einsatz.

Begonnen hatte der Einsatz um 7 Uhr am heutigen Samstagmorgen. Auf Sicht wurden die drei Strecken mit Triebwagen erkundet und die Aufträge an die Einsatzkräfte verteilt. Insgesamt mussten drei Kronen und 12 teilweise sehr starke Bäume zersägt und von den Gleisen genommen werden. Einsatzleiter Gernand konnte um 11 Uhr der Kurhessenbahn melden, dass die beiden Strecken wieder befahrbar sind. 

Nach bestätigten Meldungen soll die Strecke Frankenberg-Marburg im Laufe des Tages frei sein.

Publiziert in THW
Freitag, 18 Februar 2022 13:41

THW räumt den Weg frei

WALDECK-FRANKENBERG. Erneut hat die Ortsgruppe des Technischen Hilfswerks Korbach dafür gesorgt, dass der Schienenverkehr im Landkreis Waldeck-Frankenberg am Donnerstag wieder Fahrt aufnehmen konnte.

Wie Einsatzleiter Dirk Gernand mitteilte, wurde das THW um 10.30 Uhr für die Streckenabschnitte Korbach - Brilon-Wald, Korbach - Frankenberg und Frankenberg - Marburg alarmiert. Daraufhin setze der Einsatzleiter einen Trupp mit Fahrzeug in Richtung Frankenberg in Bewegung, zwei weitere Trupps bestiegen in Korbach einen Triebwagen.

Die Fahrt auf Sicht brachte schnell Gewissheit. Insgesamt wurden sieben Bäume von den Schienen geschnitten und drei Baumkronen von den Gleisen geholt. Zwischenzeitlich meldete der Einsatzleiter die Streckenabschnitte bei der Kurhessenbahn befahrbar. Um 16.30 Uhr endet der Einsatz des THW. Fahrzeuge wurden im Standort vollgetankt, Material und Gerät gesäubert und die Sägeketten für weitere Einsätze scharf gemacht. Verletzt wurde niemand.

-Anzeige-

Publiziert in THW

WALDECK-FRANKENBERG. Nachdem die Deutsche Bahn aufgrund des Sturmtiefs "Hendrik II" am Donnerstag den Bahnverkehr im Landkreis Waldeck-Frankenberg vorübergehend eingestellt hatte, rollen die Züge seit Freitagmorgen wieder wie gewohnt.

Nach Angaben des Einsatzleiters des THW Dirk Gernand hatte das Notfallmanagement der Bahn und die Leitstelle das THW Korbach und den Ortsverein Wolfhagen um Unterstützung zur Beseitigung von umgestürzten Bäumen und Astwerk auf den Strecken Korbach - Brilon, Korbach - Wolfhagen und Wolfhagen - Obervellmar gebeten. Mit mehreren Trupps begannen die Einsatzkräfte um 18 Uhr am Donnerstagabend ihre Kontrollfahrten. Während die Strecke Korbach - Brilon keine nennenswerten Sturmschäden zu melden hatte, sah es auf der Bahnlinie von Korbach in Richtung Wolfhagen gänzlich anders aus. Mehrere Bäume konnten dem Sturm scheinbar nicht standhalten und waren auf die Schienen gefallen. Mit Motorsägen und Akkuleuchten ausgerüstet, konnte die Strecke von Baum- und Astwerk befreit werden. Zur Absicherung der eigenen Kräfte wurde für jeden Trupp ein Sanitätsrucksack mitgeführt.

Die Meldung an die Leitstelle und das Notfallmanagement der Kurhessenbahn erfolgte am späten Donnerstagabend durch Dirk Gernand: "Strecke Korbach - Wolfhagen frei, Strecke Korbach - Brilon frei. Auch der THW Ortsverband Wolfhagen befand sich im Einsatz, diese Trupps kontrollierten die Bahngleise zwischen Wolfhagen und Obervellmar.

Die Bahnlinie von Korbach in Richtung Marburg wurde gegen 5 Uhr am Freitag abgefahren, auch hier konnte Entwarnung geben. Somit kann der Regelverkehr der Kurhessenbahn im Landkreis Waldeck-Frankenberg problemlos Fahrt aufnehmen.

-Anzeige-

 

Publiziert in THW
Dienstag, 12 Oktober 2021 14:27

THW und Feuerwehren üben für realen Zugunfall

WALDECK-FRANKENBERG. An fünf Tagen im September dieses Jahres konnten die Feuerwehren aus den Landkreisen Waldeck-Frankenberg ihr Wissen an einem umgestürzten Steuerwagen der Deutschen Bahn in Kassel vertiefen und sich dem Thema technische Hilfeleistung bei Bahnunfällen widmen.

An drei Objekten der Kurhessenbahn im Rangierbahnhof Kassel haben etwa 250 Feuerwehrleute und 20 Einsatzkräfte des THW ihr Können unter Beweis gestellt und weitere interessante Details erfahren. Vorarbeiten hatten die Initiatoren Dirk Gernand vom THW Korbach und der Notfallmanager der Deutschen Bahn Markus Bähr bereits organisiert. Drei  Vt 628 der Kurhessenbahn sollten vor Ort verschrottet werden, daher hatten Gernand und Bähr die Gelegenheit genutzt um allen Feuerwehren im Zuständigkeitsbereich der Strecken in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder und Kassel die Möglichkeit zu geben, an den verschiedenen Objekten Unfallszenarien zu üben. 

Am Sonntag, 29. August begann das THW Korbach damit, einen der Steuerwagen vom Motorwagen zu trennen und 20 Meter vorzuziehen. Anschließend wurde der Steuerwagen angehoben und neben der Schiene auf Holzklötzen abgesetzt. Im weiteren Verlauf konnte der Steuerwagen mit Hebekissen und Seilwinden kontrolliert auf die Seite gelegt werden, um an den Folgetagen den Feuerwehren ein Unfallszenario zu bieten, an dem eine Personenrettung nach oben aus dem umgestürzten Fahrzeug geübt werden kann. Im weiteren Verlauf legte das THW weitere zwei Triebwagen auf die Seite.

Verletzte Person aus Zug retten

Jede Wehr hatte zweieinhalb Stunden Zeit die verschiedene Unfallszenarien durchzuspielen. An allen Tagen stand den Feuerwehren  Aufgleisleiter Dirk Gernand vom THW Korbach und Notfallmanager Markus Bähr für Fragen zur Verfügung und gaben den Einsatzkräften Informationen und Sicherheitshinweise während des Übungsverlaufs. In jeweils zwei Gruppen geteilt, machte sich die erste Gruppe mit dem umgestürzten Steuerwagen vertraut und versuchten eine verletzte Person aus dem Inneren des Zuges zu bergen. Dazu mussten sie sich erst einmal Zutritt zum Fahrzeug durch die jetzt oben liegende Tür verschaffen, anschließend in das Fahrzeug eindringen, die verletzte Person bergen und auf demselben Weg wie sie hineinkamen wieder aus dem Fahrzeug sicher hinausbringen. Was sich bei Actionfilmen immer mühelos darstellt, trieb den Einsatzkräften den Schweiß aus den Poren.

Eindringen in Schienenfahrzeuge

Die zweite Gruppe übte an den anderen Vt 628 das Eindringen in Schienenfahrzeuge. Sie versuchten die Türen und Fenster mit den verschiedensten Hilfsmitteln zu öffnen und sich Zugang mit schwerem Gerät durch die Außenhaut der Vt`s zu verschaffen. Es wurden dabei die verschiedensten Einsatzgeräte ausprobiert, um herauszufinden welches Gerät für welche Zwecke geeignet ist oder eben nicht. Unter anderem wies Gernand darauf hin, dass beim Einsatz eines Trennschleifers beim Zerschneiden von Fenstern Glasstaub entsteht, der von Einsatzkräften und zu rettenden Person zwar eingeatmet wird, dieser die Lungen aber nicht mehr verlässt. Es kann daher zu erheblichen Gesundheitsschäden kommen.

Die erworbenen Kenntnisse werden den Feuerwehren bei ihren nächsten Einsätzen helfen, das jeweils beste Einsatzgerät für den jeweiligen Einsatzfall auszuwählen. Zur Halbzeit tauschten die Gruppen die Unfallszenarien, sodass alle Beteiligten an beiden Stationen üben konnten. Insgesamt, so Dirk Gernand, waren drei Jahre Vorbereitungszeit und 100 Arbeitsstunden nötig, um diese Sonderübung umsetzten zu können.

Publiziert in THW
Montag, 17 Februar 2020 16:02

THW und Feuerwehren am Sonntag im Einsatz

WALDECK-FRANKENBERG. Sabine war gerade erst durch, da haben Ausläufer des Orkantiefs Victoria am Wochenende auch den Landkreis Waldeck-Frankenberg durchgeschüttelt. Die gute Nachricht zuerst: Es wurde niemand ernsthaft verletzt.

THW macht den Weg frei

Zunächst musste am Sonntagnachmittag gegen 16.53 Uhr das THW Korbach in Alarmbereitschaft versetzt werden, nachdem von einem Triebwagenführer, der von Brilon-Wald in Richtung Korbach unterwegs war, eine umgestürzte Tanne gemeldet wurde, die auf den Gleisen lag. Zwar konnte der Zug eine Kollision mit dem Stamm trotz Vollbremsung nicht mehr verhindern, die Beschädigungen am Triebwagen der Regionalbahn waren aber nicht so schwer, dass die Zugfahrt nach Korbach nicht hätte fortgesetzt werden können. 

Aufgleisleiter Dirk Gernand und weitere neun Einsatzkräfte waren um 17 Uhr mit dem ELW und dem Gerätekraftwagen 1 in Richtung Neerdar aufgebrochen, um die Situtation zu bereinigen. Bei Bahnkilometer 51,4 lag ein Baum über den Gleisen, der aus einem Hang herabgerutscht war. Mit Motorsägen wurde der Baum zerkleinert und von den Schienen gehoben - um 17.45 Uhr konnte Gernand der Leitstelle Waldeck-Frankenberg und der Kurhessenbahn "Gleise frei" melden.

Feuerwehr Bad Arolsen

Auch die Freiwillige Feuerwehr Bad Arolsen musste am Sonntagabend ausrücken, nachdem eine umgestürzte Fichte die Thielbachstraße versperrt hatte. Ein Verkehrsteilnehmer verständigte über den Notruf 112 die Leitstelle, sodass zehn Einsatzkräfte unter der Leitung von Stefan Richter um 22.30 Uhr tätig werden mussten. Die Räumaktion dauerte nur wenige Minuten.

Feuerwehr Bad Wildungen

Brennende Möbel auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses  in der Dr.-Born-Straße 19 lösten am Sonntag gegen 16.50 Uhr das Eingreifen von Feuerwehr, Rettungskräften und Polizei aus. Brandschützer der Kernstadt und aus Braunau rückten daraufhin aus. Die Bewohnerinnen hatten bei Eintreffen der rund 50 Einsatzkräfte das Haus bereits verlassen. Einsatzleiter Alexander Paul schickte einen Trupp unter Atemschutz mit einem C-Rohr vor, der das Feuer rasch löschte. Ein weiterer Trupp kontrollierte die anderen Wohnungen des Gebäudes. Mittels Lüftern wurde das Haus rauchfrei geblasen. Drei Personen mussten mit Atemwegsbeschwerden vom Rettungsdienst behandelt werden. Die Ursache des Brandes ist unklar.

Eine weitere Alarmfahrt um 19.13 Uhr endete für die Ehrenamtlichen in der Hufelandstraße. Ein Anwohner hatte Feuerschein in einem leerstehenden Gebäude gesehen und die Notrufnummer 112 gewählt. Ursächlich für den Feuerschein war eine brennende Kerze, die von den Einsatzkräften gelöscht wurde. (112-magazin)

-Anzeige-













Publiziert in THW

WALDECK-FRANKENBERG. Die Folgen des Sturmtiefs "Sabine" sind größtenteils behoben. An einigen Abschnitten konnte jedoch der Windwurf bislang nicht komplett entfernt werden. In diesen Waldbereichen ist wegen der weiterhin wiederkehrenden stürmischen Böen die Arbeit noch zu gefährlich. Des Weiteren ist der Boden durch den Regen extrem aufgeweicht. So können Bäume, die bereits angeschoben sind, leicht in Gänze umfallen.

Einige Abschnitte können wohl nicht vor Ende der Woche für den Verkehr freigegeben werden. Im  Landkreis Waldeck-Frankenberg sind derzeit folgende Straßenabschnitte aufgrund von Sturmschäden gesperrt:

  • L 3198 Helsen - Eilhausen
  • K 83 Rhoden - Denkelhof
  • K 40 bei Odershausen (Pärnerweg)
  • K 106 Bühle - Wolfhagen

THW in Einsatz

Anders sieht es bei den Bahnstrecken in Waldeck-Frankenberg aus. Hier hat das Technische Hilfswerk (THW Korbach und THW Frankenberg) ganze Arbeit geleistet. Nach Angaben von Einsatzleiter Dirk Gernand wurden fünf Bahnlinien ab Sonntag 17 Uhr von der Kurhessenbahn aus Sicherheitsgründen gesperrt. Nachdem Einsatzleiter Gernand Kontakt zur Regionalstelle aufgenommen hatte, wurde die Einsatzpläne für die Strecken Korbach - Wolfhagen, Korbach - Brilon, Korbach - Frankenberg, Frankenberg - Marburg und Marburg - Friedensdorf  geschrieben. 

Um 8 Uhr am Montag wurden die ersten Trupps auf Erkundungsfahrt geschickt und die Gleise von Ästen und Bäumen befreit. Seit 16 Uhr am Montag rollt der Schienenverkehr ohne weitere Behinderungen wieder. Insgesamt wurden 12 Bäume mit Motorsägen zerkleinert und aus dem Gefahrenbereich gezogen.

Sowohl der Ortsverband Frankenberg, als auch das THW Korbach standen teilweise 36 Stunden im Dauereinsatz, weil zuvor die Teilnahme am Weltcupspringen in Willingen zugesagt worden war. Aus dieser Teilnahme heraus wurden die Ehrenamtlichen gleich in den nächsten Einsatz zum Sturmtief "Sabine" beordert. Frühzeitig hatte die Leitung der Regionalbahn Kontakt mit dem THW aufgenommen, sodass 32 Ehrenamtliche mit viel Engagement dem Sturmtief trotzen konnten. (112-magazin)

-Anzeige-




Publiziert in THW

WALDECK-FRANKENBERG. Bislang wurden der Polizei Waldeck-Frankenberg keine durch die Auswirkungen des Sturmtiefs "Sabine" verletzten Menschen gemeldet.

Das Sturmtief führte allerdings seit Sonntagnachmittag (9. Februar) durch umgestürzte Bäume, verwehtes Astwerk, umgefallene Bauzäune, Plakatwände oder Mülltonnen zu Verkehrsbehinderungen und zu Sachschäden. Die Feuerwehren und Straßenmeistereien hatten die Lage im Griff und räumten umgefallene Bäume und Astwerk von den Straßen. Über größere Sachschäden liegen keine Meldungen vor. Derzeit gibt es im Landkreis noch zwei gesperrten Straßen: Die Landesstraße 3393 zwischen Willingen und Bontkirchen wird dezeit von Hessen-Mobil geräumt, der Perner-Weg bei Bad Wildungen ist ebenfalls durch umgefallene Bäume gesperrt. Die Polizei bittet die Verkehrsteilnehmer weiterhin um besondere Aufmerksamkeit und um die Beachtung von Rundfunkwarnmeldungen.

THW auf Erkundungsfahrt

Fünf Trupps hat das THW seit Sonntag im Einsatz. Vorsorglich hatte die Bahn sämtliche Zugfahrten im Landkreis Waldeck-Frankenberg abgesagt. Wie Zugführer Dirk Gernand vom THW Korbach mitteilt, mussten mehrere Trupps ausrücken und umgefallene Bäume von den Schienen ziehen. Derzeit (9.10 Uhr) werden Erkundungsfahrten mit Triebwagen durchgeführt, wann der Zugverkehr wieder rollen kann, steht noch nicht fest.    

-Anzeige-



Publiziert in Polizei

KORBACH. Als logistische Meisterleistung bezeichnet THW-Zugführer Dirk Gernand das Verbringen eines Zuges vom Güterbahnhof Korbach zum THW-Standort in der Briloner Landstraße. Von Freitag 17 Uhr bis Samstagmorgen 5 Uhr dauerte der Transport, der mit Absicherung der Polizei, Mitarbeitern der Bahn, einem Spezialtrasportunternehmen und 22 Einsatzkräften vom THW Ortsverband Korbach realisiert werden konnte.

Bis es soweit war, mussten die Einsatzkräfte allerdings hart schuften. Bereits vor fast zwei Jahren hatte Zugführer Dirk Gernand vom THW die Idee, einen ausrangierten, aber voll funktionsfähigen Triebwagen "umzubetten" und auf das Gelände des THW zu transportieren. Intensive Gespräche mit der Deutschen Bahn schlossen sich diesen Vorstellungen an. Zu beachten war auch der Transportweg mit dem "Sonderzug" auf einem Spezialtransporter vom Güterbahnhof über die Flechtdorfer Straße, weiter über die Straße Am Mühlwege und weiter über die Straße Im Alten Felde und schließlich über die Briloner Landstraße zum Bestimmungsort auf das THW-Gelände. Insbesondere der Conti-Kreisel stellte für den Transportführer eine Herausforderung dar.

Intensive Vorarbeiten

Zunächst wurde der Triebwagen am Freitag gegen 17 Uhr am Güterbahnhof getrennt und in zwei Abschnitten spiegelverkehrt verladen. Die Firma Brass stellte dafür den Verladeplatz zur Verfügung. Die Firma Universaltransport übernahm mit dem speziell für solche Vorhaben gebauten Tieflader den Transport. Zur Absicherung hatte sich der Leiter Verkehrsdienste Waldeck-Frankenberg Volker König, mit mehreren Streifenwagen positioniert und die Straßen abschnittsweise sperren lassen. Begleitet wurde der Zug von einem Notfallmanager der Deutschen Bahn. Bereits zwei Wochen vorher mussten im Standort des THW das Gleisbett, Schwellen und die Schienen verlegt werden. Dazu wurde der Untergrund ausgekoffert, etwa 300 Tonnen Gleisschotter aufgetragen, 83 Schwellen und 51 Meter Gleis verlegt.

Erst Rückwärts, dann vorwärts zum Ziel

Mit Fingerspitzengefühl und fahrerischem Können setzte der Fahrer den Auflieger vom Güterbahnhof durch den Kreisverkehr in die Flechtdorfer Straße zurück, um anschließend vorwärts seinen Weg über die vorgegebene Streckenführung zu manövrieren.

VT 628 (Serie 2) voll funktionsfähig

Der komplette Zug ist nach Angaben von Dirk Gernand voll funktionsfähig. Mittlerweile haben sich zum Üben am Objekt Bereitschaftspolizei, die Bundespolizei, Feuerwehren, andere Ortsvereine des THW und Notärzte zu Weiterbildungen angemeldet. Geübt werden können unter anderem Einsätze mit Spezialkräften bei Geiselnahmen, Weiterbildungen bei Aufgleisarbeiten  durch das THW oder Evakuierungs- und Rettungsmaßnahmen durch Feuerwehrkräfte. Der im Jahr 1986 gebaute Triebwagen hat nun einen neuen, sinnvollen Platz gefunden. Insgesamt 45,4 Meter lang ist der Zug, der 84 Sitzplätze anbietet und ein Gewicht von 63 Tonnen auf die Schiene bringt. Den Transport bezahlt haben die Mitglieder des Helfervereins des THW Korbach. Die Firma Fisseler unterstützte die Arbeiten, indem sie technisches Gerät zur Verfügung stellte. Ebenso setze sich der Chef der Kurhessenbahn für die Abgabe des Zuges an das THW ein. (112-magazin)

Publiziert in THW
Seite 1 von 2

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige