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KASSEL. Am Mittwochabend riefen mehrere Kunden eines Discounters in der Wolfhager Straße die Polizei wegen eines Angriffs auf eine Jugendliche auf einem Parkplatz. Bei Eintreffen der hinzugeeilten Polizeistreifen stellte sich heraus, dass eine 15-Jährige von ihrem 20-jährigen Freund geschlagen und getreten worden war. Gegen die anschließende Festnahme setzte sich der Tatverdächtige erheblich zur Wehr, eine Polizeibeamtin wurde hierbei am Knie verletzt. Der bereits hinreichend polizeibekannte 20-Jährige aus Kassel muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung verantworten. 

Wie die aufnehmenden Beamten der Kasseler Polizei berichten, kam es gegen 18.45 Uhr zu der Körperverletzung auf dem Discounterparkplatz. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war die 15-Jährige aus Kassel dort zuvor mit ihrem Freund in Streit geraten, in dessen Verlauf er sie geschlagen und gegen den Oberkörper getreten hatte, als sie bereits am Boden lag. Auch gegenüber den Polizisten verhielt sich der 20-Jährige hochaggressiv, indem er sich heftig gegen die Festnahme wehrte, die Polizisten mit Tritten attackierte und fortlaufend beleidigte.

Die verletzte Jugendliche und die Polizeibeamtin wurden durch Rettungswagen zur ambulanten Behandlung in Kasseler Krankenhäuser gebracht. Da der Tatverdächtige deutlich unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand, entnahm ihm ein Arzt auf dem Revier eine Blutprobe. Anschließend brachten die Beamten ihn zur Verhinderung weiterer Straftaten in eine Gewahrsamszelle des Polizeipräsidiums. Die Ermittlungen gegen ihn dauern an. (ots/r)

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WIESBADEN. Insgesamt rund 250 Polizistinnen und Polizisten der BAO FOKUS waren in der vergangenen Woche hessenweit im Einsatz zur Bekämpfung von sexueller Gewalt an Kindern. Bei Schwerpunktmaßnahmen wurden die Wohnungen von 52 Beschuldigten durchsucht, rund 1.247 Datenträger sichergestellt und 24 Vernehmungen durchgeführt.

Hinter jedem Foto steckt ein Opfer

Die BAO FOKUS (Besondere Organisationsstruktur gegen Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch von Kindern) hat im Oktober 2020 ihre Arbeit aufgenommen. Organisatorisch ist sie im hessischen Landeskriminalamt angesiedelt. Der dortige Führungsstab koordiniert landesweit die Einsätze und Ermittlungen. Die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BAO FOKUS arbeiten jedoch in einem der sieben hessischen Polizeipräsidien. So wie Sarah Schneider aus dem Polizeipräsidium Mittelhessen. Die Kriminaloberkommissarin ist im Rahmen der BAO FOKUS an Vorermittlungen und Durchsuchungen beteiligt, wertet aber auch sichergestellte Speichermedien aus, sichtet Fotos und Videos von Missbräuchen. Die 30-Jährige sagt: "Es ist zum Teil schlimm, was ich zu sehen bekomme." Sie versuche dennoch, jeden Fall neutral zu betrachten. "Was ich gedanklich immer im Hinterkopf behalte: Hinter jedem kinderpornografischen Bild steckt ein sexueller Missbrauch und damit auch ein Opfer".

Besitzer von verlorenem Handy in Untersuchungshaft

"Oftmals ermitteln wir aufgrund von konkreten Hinweisen", berichtet Sarah Schneider. In einem Fall etwa zeigte eine junge Frau ihren Vater an. Sie hatte auf seinem Smartphone kinderpornografische Fotos gefunden. In einem anderen Verfahren spielte wiederum Kommissar Zufall den Ermittlerinnen und Ermittlern in die Hände: Bei Mäharbeiten im Landkreis Gießen war auf einer Wiese ein Smartphone gefunden worden. Der Finder brachte es zur Polizeistation. Das Gerät sollte an den Besitzer zurückgegeben werden. Beim Auslesen des Handys wurde ein kinderpornografisches Video gefunden. "Es waren nicht irgendwelche Aufnahmen aus dem Internet, sondern man hat gesehen, dass das Video selbst hergestellt worden war", berichtet Sarah Schneider. Da der Besitzer des Handys der Polizei aus einem anderen Verfahren bekannt war, konnten Rückschlüsse auf das im Film zu sehende Kind gezogen werden. Im Rahmen weiterer Ermittlungen der BAO FOKUS wurde die Wohnung des Mannes durchsucht, wurden mehrere Datenträger sichergestellt und der Beschuldigte vorläufig festgenommen. Auf Anordnung des zuständigen Ermittlungsrichters befindet er sich aktuell in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Gießen hat bereits Anklage erhoben. Dem Beschuldigten werden schwerer sexueller Missbrauch von Kindern sowie die Herstellung von kinderpornografischen Schriften zur Last gelegt.

Dunkelziffer ist hoch

Die hessische Polizei hat im vergangenen Jahr 904 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern und 72 Fälle von sexuellem Missbrauch von Jugendlichen erfasst. Hinzu kommen 1.692 Fälle des Besitzes, Erwerbs und der Verbreitung von Kinder-beziehungsweise Jugendpornografie. Die Dunkelziffer in diesem Deliktfeld ist hoch - die Taten ereignen sich häufig innerhalb der Familie oder im sozialen Nah-Raum eines Kindes. Nur ein Bruchteil kommt zu Anzeige. Die Polizei ist daher auf Hinweise aus der Bevölkerung, von Eltern, Lehrern, Erziehern, Nachbarn und anderen angewiesen.

Polizei nimmt Hinweise entgegen und vermittelt Beratungsangebote

Sie haben den Verdacht, dass ein Kind in Ihrem Umfeld von sexueller Gewalt betroffen ist? Sie wurden selbst Opfer von sexueller Gewalt? Wenden Sie sich an Ihre örtliche Polizeidienststelle - dort können Sie Anzeige erstatten. Die Polizei nimmt aber auch Hinweise entgegen und kann Ihnen Fachberatungsangebote in Ihrer Nähe nennen. (ots/r)

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KASSEL/WOLFHAGEN. Den richtigen Riecher hatte in der Nacht zum heutigen Dienstag eine Streife des Polizeireviers Nord, die einen Dacia Sandero in der Kasseler Gießbergstraße stoppte und kontrollierte: Es handelte sich um den Pkw, der am vergangenen Mittwoch in Vellmar gestohlen wurde und in der darauffolgenden Nacht bei einem Tankstelleneinbruch in Wolfhagen auffiel.

Den 30-jährigen Mann am Steuer des Wagens und den 36-jährigen Beifahrer aus Vellmar nahmen die Beamten daraufhin fest. Da gegen den wohnsitzlosen Fahrer ein Haftbefehl wegen eines Diebstahls mit Waffen vorlag, wird er nun eine viermonatige Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt verbüßen müssen. Aufgefallen war der Dacia der Streife gegen 3 Uhr wegen seiner rasanten Fahrweise auf der Holländischen Straße.

Die Polizisten folgten dem Pkw und hielten ihn schließlich in der Gießbergstraße an. Schnell stellten sie fest, dass es sich um den in Vellmar gestohlenen Dacia Sandero handelt. Darüber hinaus waren an dem Pkw Kennzeichen angebracht, die nach bisherigen Ermittlungen von einem geparkten Skoda in der Kasseler Heckerstraße entwendet wurden. Der Dacia wurde anschließend zur Spurensicherung sichergestellt und abgeschleppt.

Da der 30-Jährige den Wagen offenbar unter Drogeneinfluss gesteuert hatte, entnahm ein Arzt bei ihm eine Blutprobe. Darüber hinaus leiteten die Polizisten gegen ihn eine Anzeige wegen "Trunkenheit im Verkehr" ein. Den 36-jährigen Beifahrer entließen die Beamten nach den polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß. Inwiefern er und der 30-Jährige als Täter für den Tankstelleneinbruch in Wolfhagen infrage kommen, ist nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen, die von den Beamten des Kommissariats 21/22 der Kasseler Kripo geführt werden. (ots/r)

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TWISTETAL/BAD WILDUNGEN. Kaum zu glauben aber wahr - ein Pärchen aus Bad Wildungen war am Donnerstag mit ihrem Pkw im Landkreis Waldeck-Frankenberg unterwegs. Fahrer und Beifahrerin waren volltrunken, besaßen keinen Führerschein und hatten ein Baby dabei.

Nach ersten Informationen fiel gegen 18.55 Uhr einem anderen Verkehrsteilnehmer ein weißer VW Caddy auf, der mit etwa 50 km/h die Bundesstraße 252 von Bad Arolsen in Richtung Twiste befuhr, obwohl dort 100 km/h erlaubt sind. Im weiteren Verlauf erzeugte der Fahrer des Caddy Schlangenbewegungen, um anschließend mit erhöhter Geschwindigkeit in Richtung Höringhausen zu fahren. In Nieder-Waroldern bog das Fahrzeug dann in Richtung Dehringhausen ab. Nachdem der Zeuge, der sich hinter den Caddy gesetzt hatte, weitere Ausfallerscheinungen erkannte, rief er über sein Handy die Polizei in Korbach an.

Eine Funkstreife konnte den Fahrer zwischen Dehringhausen und Freienhagen stoppen und der Sache auf den Grund gehen. Dabei stellte sich heraus, dass der Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Seine Partnerin, die auf dem Beifahrersitz saß, war völlig alkoholisiert, auch der Fahrer des Caddy hatte ebenfalls den Punkt der absoluten Fahruntüchtigkeit überschritten. Weil sich ein Baby im Auto befand, wurde das Jugendamt über den Vorfall informiert.

Nach erfolgter Festnahme mussten die beiden Bad Wildunger sich einer Blutentnahme im Krankenhaus unterziehen. Das Auto und die Fahrzeugschlüssel wurden sichergestellt. (112-magazin)

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MARSBERG. Am Dienstagabend wurde der Polizei ein Randalierer auf der Bahnhofstraße in Marsberg gemeldet. Mit blutverschmierten Armen schlug der Mann gegen 19.45 Uhr zunächst gegen  eine Haustür, um im Anschluss vor der Sparkasse einen 23-jährigen Marsberger zu attackieren. Dieser blieb bei dem Angriff zwar unverletzt, erlitt aber einen Schock. Bei Eintreffen der Polizei zerschlug der Mann mit einem Wutausbruch einen Infokasten der Sparkasse.

Als sich die Beamten näherten, ergriff der Täter die Flucht. Schnell konnte der Randalierer von der Polizei eingeholt werden, es kam aber infolge der versuchten Festnahme zur heftigen Gegenwehr. Daraufhin setzten die Beamten Pfefferspray und Einsatzmehrzweckstöcke ein. Trotzdem konnte der Mann noch einige Meter flüchten - er warf sich auf die Motorhaube eines geparkten Autos und beschädigte das Fahrzeug. Anschließend konnte der 24-Jährige zu Boden gebracht gefesselt werden.

Um seine blutenden Wunden zu behandeln wurde der Warburger durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Mann unter dem Einfluss von Drogen stand, wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Nach der Versorgung seiner Wunden sowie dem Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Die beiden Polizeibeamten blieben bei dem Einsatz unverletzt. (ots/r)

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FRANKENBERG. Am Donnerstag (12. März) konnte die Polizei Frankenberg einen 35-jährigen Mann festnehmen, der an seinem Auto zwei verschiedene Kennzeichen angebracht hatte. Beide Kennzeichen waren gestohlen. Darüber hinaus besitzt der Mann aus Biedenkopf keinen Führerschein, führte aber einen verbotenen Schlagring mit.

Am Donnerstagmorgen meldete ein aufmerksamer Zeuge bei der Polizei, dass auf dem Parkplatz eines Frankenberger Baumarktes ein Renault steht, an dem vorne und hinten unterschiedliche Kennzeichen angebracht waren. Der Sachverhalt konnte durch die Polizisten bestätigt werden: Vorne befand sich ein FKB-Kennzeichen, hinten ein KB-Kennzeichen. Eine erste Überprüfung ergab, dass das vordere Kennzeichen bereits als gestohlen gemeldet wurde, während der Eigentümer des hinteren KB-Kennzeichens den Diebstahl noch nicht bemerkt hatte.

Die weiteren Ermittlungen der Polizei Frankenberg ergaben, dass der abgemeldete Renault einige Tage vorher an einen 35-jährigen Mann aus Biedenkopf verkauft worden war. Nachdem der namentlich zunächst nicht bekannte Käufer ermittelt werden konnte, fahndete die Polizei nach dem nun tatverdächtigen - Im Laufe des Tages konnte der Gesuchte bei seiner Freundin in Frankenberg festgenommen werden. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten einen verbotenen Schlagring, den sie sicherstellten. Später stellte sich heraus, dass der Mann nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis ist. Die gestohlenen Kennzeichen konnten nach der Beweisaufnahme an die Eigentümer ausgehändigt werden.

Der Tatverdächtige konnte zwar nach den weiteren polizeilichen Maßnahmen die Polizeistation wieder verlassen, er muss sich aber demnächst wegen des Diebstahls der zwei Kennzeichen, Urkundenfälschung durch das Anbringen der falschen Kennzeichen an dem Renault, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten müssen. (ots/r)

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GIEßEN. Mit einer großangelegten Durchsuchungs- und Einsatzmaßnahme im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main sind am Mittwochmorgen 400 Einsatzkräfte von Zoll und Steuerfahndung erneut gegen organisierte Schwarzarbeit im Baugewerbe vorgegangen. Bei dem unter dem Decknamen GENIUS geführten Einsatz wurden zwei hauptbeschuldigte Bauunternehmer festgenommen.

Im Fokus der Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Gießen wegen Verdachtes auf Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen, Betrug und Steuerhinterziehung sowie Beihilfe dazu stehen insgesamt 32 Beschuldigte. Darunter neben den Betreibern von sogenannten "Servicefirmen" die Verantwortlichen von drei Baufirmen aus dem Main-Taunus-Kreis, die als mutmaßliche Haupttäter und Drahtzieher eines Konstruktes von Bau- und Scheinfirmen gelten.

Die Tätergruppierung soll über Jahre hinweg, Bauaufträge in Millionenhöhe ausgeführt haben und die Arbeitsstunden der eingesetzten Bauarbeiter in einem geringeren Umfang an die Sozialkassen gemeldet haben, als sie tatsächlich geleistet wurden. Für darüber hinaus (schwarz) geleisteten Stunden erhielten die ausschließlich über genehmigte Werkverträge aus den Balkanstaaten beschäftigten Arbeiter ihre Löhne bar auf den Baustellen ausgezahlt. Zur Verschleierung der Schwarzarbeit und zur Erwirtschaftung von Bargeld nutzten die Bauunternehmer zum Schein vermeintliche Nachunternehmer. Die erbrachten jedoch keinerlei Bauleistungen und hatten lediglich den Zweck Rechnungen zu erzeugen. Nach Begleichung dieser Scheinrechnungen wurde das Geld in bar an die Auftraggeber zurückgezahlt, die es dann zur Zahlung für die Schwarzlöhne verwendeten

Die Täter stehen im Verdacht, den Sozialkassen und den Steuerbehörden mit ihren kriminellen Machenschaften Abgaben in Millionenhöhe vorenthalten zu haben. „Wir gehen derzeit von einem Schaden von mehr als sechs Millionen Euro aus", so Michael Bender, Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen. Bei dem heutigen Einsatz vollstreckten Zöllner, Steuerfahnder des Finanzamtes Wetzlar und Beamte der Staatsanwaltschaft Frankfurt a.M. insgesamt 45 Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichtes Frankfurt/M. und durchsuchten Wohnungen, Geschäftsräume sowie Arbeiterunterkünfte in sechs Bundesländern. Von den Maßnahmen betroffen waren auch elf Scheinfirmen und Nachunternehmer.

Gegen zwei der Beschuldigten wurden zuvor vom Amtsgericht Frankfurt a.M. erlassene Haftbefehle vollstreckt. Die Männer im Alter von 52 und 58 Jahren wurden in Limburg vorläufig festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Bei den heutigen Durchsuchungen stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher, darunter auch Computer und Mobiltelefone, die durch Spezialkräfte des Zolls für IT-Forensik ausgewertet werden. Infolge der Maßnahmen wurden darüber hinaus Vermögenswerte in Höhe von 2,3 Millionen Euro gesichert.

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WALDECK-FRANKENBERG. Was sich Ende Januar als Schockmoment für zwei Lokführer darstellte, endete inzwischen in einem Ermittlungserfolg für die Bundespolizei in Kassel. Durch umfangreiche Ermittlungsarbeit überführten Bundespolizisten am 16. Februar einen 20-Jährigen aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und einen 22-Jährigen aus dem Hochsauerlandkreis (NRW). Maßgeblich an dem Erfolg beteiligt waren auch Zeugenaufrufe in der Presse.

Nach Angaben der Polizei sind die beiden Täter dringend verdächtig, in zwei Fällen, menschenähnliche Puppen auf den Gleisen deponiert zu haben. Die Lokführer auf den betroffenen Bahnstrecken glaubten jeweils, einen echten Menschen zu überfahren und leiteten daher eine Schnellbremsung ein. Die Bahnbediensteten erlitten beide einen Schock und mussten arbeitsunfähig abgelöst werden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Bundespolizeiinspektion Kassel führte daher Ermittlungen wegen des Verdachts eines gemeinschaftlich begangenen "Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr" durch.

Die erste Tat ereignete sich am 20. Januar im Bereich Marsberg und nur einen Tag später im Bereich Volkmarsen. "Solche Taten, bei denen die Gesundheit anderer Menschen gefährdet werden, sind keine Dummejungenstreiche, sondern gravierende Straftaten", sagte die Polizeidirektorin Sonja Koch-Schulte, Leiterin der Bundespolizeiinspektion Kassel

Wohnungsdurchsuchung bei Verdächtigen

Mehrere Bundespolizisten durchsuchten am 16. Februar im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kassel, u. a. die Wohnungen der beiden Männer. Dabei stellten die Beamten zahlreiches Beweismaterial sicher, unter anderem auch Gegenstände, die bei der Tatausführung verwendet wurden. Die Staatsanwaltschaft Kassel hat gegen beide Männer jeweils ein Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen dauern noch an. (ots/r)

Link: Unbekannte setzen lebensgroße Puppe ins Gleis (21.01.2021)

Link: Erneut lebensgroße Puppe auf Bahngleis gesetzt (22.01.2021)

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Montag, 15 Februar 2021 14:42

Diensthund "Juri" schnappt Einbrecher

KASSEL. In der Nacht von Freitag auf Samstag brach ein 37-jähriger Mann in eine Berufsschule in der Kasseler Sickingenstraße ein. Nachdem der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma die Polizei alarmiert hatte, stellten die hinzugeeilten Streifen des Polizeireviers Mitte den Einbrecher noch im Gebäude und nahmen ihn mithilfe des Diensthundes Juri fest. Der Tatverdächtige aus Hann. Münden muss sich nun wegen Einbruchdiebstahls verantworten.

Der Mitarbeiter der Sicherheitsfirma hatte gegen 1.45 Uhr in der Nacht die Polizei alarmiert, nachdem er eine eingeschlagene Scheibe entdeckt und Geräusche aus dem Schulgebäude gehört hatte. Auch bei Eintreffen der sofort hinzugeeilten Streifen war der Täter, den der Taschenlampenschein in dem dunklen Gebäude verriet, noch auf seinem Beutezug in den Räumen unterwegs. Wie sich später herausstellte, hatte er sich gewaltsam Zutritt zum Gebäude verschafft, wo er dann Wertfächer der Schüler aufbrach und mit einem Hebelwerkzeug einen Getränkeautomaten anging.

Offenbar hatte es der Einbrecher auf mehreren Tablets und Ladegeräte abgesehen, die er bereits zum Abtransport zurechtgelegt hatte. Bevor er damit flüchten konnte, stellten die Polizisten den 37-Jährigen auf frischer Tat in einem Unterrichtsraum. Bei der Festnahme des renitenten Einbrechers, bei dem unklar war, ob er möglicherweise bewaffnet ist, kam der 18 Monate alte Diensthund Juri zum Einsatz und schnappte den Einbrecher in den Oberarm. Dieser erlitt eine Bisswunde, die später auf dem Revier von einem Arzt versorgt wurde.

Nach den polizeilichen Maßnahmen entließen die Polizisten den 37-Jährigen wieder auf freien Fuß. Die weiteren Ermittlungen werden von den Beamten des Kommissariats 21/22 der Kasseler Kripo geführt. (ots/r)

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Dienstag, 09 Februar 2021 09:58

19-Jähriger leistet Widerstand auf der Wehrweide

FRANKENBERG. Am frühen Samstagmorgen nahm die Polizei Frankenberg einen 19-Jährigen fest, der ein Trafohaus mit Graffiti besprüht hatte. Bei seiner Festnahme leistete er Widerstand, zudem fanden die Polizisten noch eine kleine Menge Marihuana bei ihm. Sein Mittäter konnte unerkannt entkommen, die Polizei bittet um Hinweise.

Gegen 5.45 Uhr meldete ein Zeuge bei der Polizei Frankenberg, dass sich zwei Männer in verdächtiger Weise auf der Frankenberger Wehrweide aufhalten. Die sofort zum Einsatzort entsandten Streifen konnten im Dunkeln zwei Personen wahrnehmen, die sich an einem Trafohaus befanden und dort offensichtlich Graffiti aufgesprüht hatten. Beim Anblick der Polizisten flüchteten die beiden Tatverdächtigen. Ein 19-Jähriger konnte trotz heftiger Gegenwehr festgenommen werden, der zweite Tatverdächtige entkam unerkannt. Bei der Durchsuchung des 19-Jährigen fanden die Polizisten noch eine geringe Menge Marihuana. Gegen ihn wird nun wegen Sachbeschädigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

Die Polizei Frankenberg sucht weitere Zeugen. Hinweise, auch zu dem zweiten Täter, werden unter der Telefonnummer 06451/72030 entgegengenommen. (ots/r)

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