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WALDECK-FRANKENBERG. Wildunfälle im Landkreis Waldeck-Frankenberg nehmen zu. Das teilt Polizeisprecher Dirk Richter auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Wurden vom 1. Januar bis 31. Juli 2018 insgesamt  828 Wildunfälle bei den vier Polizeistationen registriert, so wuchs die Zahl der aufgenommenen Verkehrsunfälle, an denen Wild beteiligt war, im Vergleichszeitraum 2019 um 3,4 % auf 855 Unfälle an. Im Gesamtjahr 2019 liegt die Zahl der gemeldeten Wildunfälle im Landkreis bei 1497 angefahrenen Tieren.

Dunkelziffer unbekannt

Wie hoch die Dunkelziffer von angefahrenem Wild ist, das qualvoll in Straßengräben verendet, darüber können nur Vermutungen angestellt werden. Immer wieder wird von angefahrenen Wildtieren berichtet, die zwar von einem Pkw erfasst wurden aber "nichts haben", so ein Revierinhaber aus Willingen. Selbst leichte Kollisionen zwischen Wildtieren und Pkws können dazu führen, dass am Auto selbst keine Beschädigungen festzustellen sind, die angefahrenen Tiere, die ein angeborenes Fluchtverhalten haben, schleppen sich mit Knochenbrüchen oder inneren Verletzungen zur nächsten Deckung - dort sterben sie dann qualvoll.

Wildunfälle immer melden

Grundsätzlich sollten Wildunfälle immer der Polizei gemeldet werden. Die Beamten sichern die Unfallstelle bei Eintreffen ab, protokollieren für den Geschädigten den Unfallhergang und setzen bei verwundeten Tieren die Dienstwaffe ein. Ist bei einer Kollision kein Wild am Unfallort zu sehen, sollte über die Notrufnummer 110 die nächste Polizeidienststelle angerufen und der Unfall gemeldet werden. Sichern Sie die Unfallstelle mit Warnblinkanlage und Warndreieck ab, ziehen sie eine Warnweste an und schildern Sie den Beamten, in welche Richtung das Wild geflüchtet ist. Die versierten Beamten markieren dann den Unfallort und ziehen in der Regel einen Hundeführer mit seinem Hund hinzu, der angefahrenes Wild aufspüren kann. Im Nachgang wird der Jagdausübungberechtigte informiert, der das Wild entsorgt.

Gute Hunde gefragt

Um angefahrenes und verletztes Wild aufspüren zu können, werden in der Regel Nachsuchengespanne (Hundeführer plus Hund) herangezogen. Der "Schweißhund" als Spezialist muss der Fährte des verletzten Tieres am langen Riemen folgen und es stellen. Im Allgemeinen wird dem verletzten Tier vom Nachsuchenführer der Fangschuss angetragen. Wie aber verhält es sich mit angefahrenem Wild, dass kein Blut (Schweiß) verliert und scheinbar gesund von der Fahrbahn geflüchtet ist? Hier gibt es leider zu wenig ausgebildete Schweißhunde, die der imaginären Fährte folgen können. Dazu sagt ein Nachsuchenführer aus Diemelsee, dass die Arbeit auf der kalten Fährte nur von Hunden ausgearbeitet werden kann, die Fährtenschuhprüfungen absolviert haben. "Das ist sozusagen der Spezialist unter den Spezialisten", so der 58-Jährige der mit seiner Wachtelhündin bereits in Schweden im Ausbildungslager war und bislang 98 Prozent der Nachsuchen mit Erfolg abschließen konnte. "Die reine Schweißarbeit auf der roten Fährte nach einem Schuss während der Jagdausübung ist reine Formsache", so der Hundeführer - schwieriger wird es, wenn weder Schweiß noch Schnitthaar an der Unfallstelle zu sehen sind und der Hund mit viel Erfahrung und Finderwillen der Fährte des kranken Stückes folgen muss.    

Wild sofort entsorgen

Im Zuge der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist es unerlässlich, angefahrenes Wild innerhalb von wenigen Stunden zu entsorgen. Damit ist nicht gemeint, das tote Tier auf den nächsten Luderplatz im Jagdrevier zu legen um anderen Wildtieren oder Hunden eine zusätzliche  Nahrungsquelle anzubieten. Sinnvoll ist es, die Tiere im "abfallrechtlichen Sinn" von Beseitigungsunternehmen entsorgen zu lassen. Insbesondere soll damit eine Verschleppung von Krankheits- und Tierseuchenerregern verhindert werden. Darüber hinaus führen zusätzliche Futterangebote mit tierischem Eiweiß zu einer Vermehrung von Schwarzwild.

Tote Tiere weitere Gefahrenquelle

Grundsätzlich gilt: Je früher tote Tiere von Fahrbahnrändern entsorgt werden, umso geringer ist das Risiko von Folgeunfällen. Deutlich wird das an einem Beispiel im Dezember 2019 zwischen Massenhausen und Bad Arolsen, als ein 38-Jähriger aus dem Hochsauerlandkreis an einem Freitag auf dem Weg zur Arbeit mit seinem Pkw zwei Frischlinge überfahren hatte. Der Unfall wurde von der Polizei aufgenommen, die beiden toten Wildschweine an den Straßengraben gelegt und der Ort mit einem roten Pfahl markiert. Wenige Stunden später versuchte ein Fuchs sich an den Kadavern zu laben, mit dem Ergebnis, das eine 66-Jährige mit ihrem VW den Räuber erfasste und ein Sachschaden an ihrem Pkw von 800 Euro entstanden war.

Weitere Informationen zum Verhalten bei Wildunfällen können Sie unter Bussgeldkatalog.org einsehen.

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Publiziert in Polizei
Dienstag, 01 Oktober 2019 15:33

Wildunfälle im Landkreis nehmen zu

WALDECK-FRANKENBERG. Wildunfälle im Landkreis Waldeck-Frankenberg nehmen zu. Das teilte Polizeisprecher Dirk Richter auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Wurden vom 1. Januar bis 31. Juli 2018 insgesamt  828 Wildunfälle bei den vier Polizeistationen registriert, so wuchs die Zahl der aufgenommenen Verkehrsunfälle, an denen Wild beteiligt war, im Vergleichszeitraum 2019 um 3,4 % auf 855 Unfälle an.

Wildschweine wechseln während und nach der Maisernte auch verstärkt über stark befahrene Straßen, um zu ihren Einständen zu gelangen. Das Futterangebot wird knapper, die Sauen legen während der Nahrungssuche im Herbst längere Wege zurück. Davon besonders betroffen sind die B 252, die B 253 und die B 251, sowie die Landes- und Kreisstraßen im Raum Lichtenfels. In vielen Lichtenfelser Jagdrevieren sind die Saubestände besonders hoch. Ein Jagdpächter berichtete, er haben bei einem Ansitz 70 Sauen in ein Maisfeld wechseln sehen. Besonders erschreckend ist, so der Jagdpächter, dass viele Bachen im Spätsommer nachgefrischt hätten und deshalb eine gezielte Bejagung nicht möglich sei. 

Wildschwein wird von Audi erfasst

So musste am Montagabend (30. September 2019) ein Mann aus Bergfreiheit seinen Audi stark beschädigt stehen lassen, weil er mit der Front seines Pkw ein Wildschwein auf der Bundesstraße 253 erfasst hatte. Der 19-Jährige war um 21.50 Uhr aus Richtung Kassel kommend auf der Bundesstraße unterwegs und wollte auf die B 485 in Richtung Bad Zwesten abbiegen. Trotz Vollbremsung konnte der junge Mann seinen Wagen nicht mehr rechtzeitig zum Halten bringen. An seinem Pkw entstand ein geschätzter Sachschaden von 5000 Euro. 

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Publiziert in Polizei

BAD BERLEBRUG. Revierjäger Markus Surwehme von der Wittgenstein Berleburgschen Rentkammer steht auf der B 480 am Bad Berleburger Ortsausgang. Dass er seinen Pickup mit Warnblinker am Fahrbahnrand abgestellt hat und auf die Fahrbahn tritt, interessiert die meisten Autofahrer kaum. Nicht nur mit den dort erlaubten 70 km/h, sondern augenscheinlich auch noch deutlich schneller fahren sie an Surwehme und seinem Wagen vorbei. Ohne abzubremsen, ohne achtsamer zu werden.

Markus bückt sich und hebt etwas vom Straßenrand auf, was er auf die Ladefläche des Waldautos legt. Ein Reh. Totgefahren am Straßenrand. Das 13. schon seit Januar. Nur auf dem Teilstück der B 480 von Bad Berleburg in Richtung Wemlighausen.

Gerade in den letzten Monaten haben sich die Wildunfälle überall gehäuft: „Wir fahren fast jeden Tag zu einem Unfall mit Wild raus“, resümiert Bernd Dickel, Leiter der Bad Berleburger Polizeiwache. „Wenn ich nach einem Wochenende wieder zum Dienst in die Wache komme, dann haben wir oftmals acht bis neun Wildunfälle gehabt“. Für ihn und seine Kollegen bleibt oft keine andere Möglichkeit mehr, als einem schwer verletzten Tier, was überfahren wurde, einen Gnadenschuss zu geben und es so von seinem Leiden zu erlösen.

Auch für Revierjäger Markus Surwehme gibt es in den allermeisten Fällen nur die Möglichkeit, ein noch lebendes, schwer verletztes Tier zu erlösen. Manchmal muss der Jäger dafür das verletzte Wildtier auch mit Jagdhündin „Ulla“ nachsuchen. „Letzte Woche musste hier im Hang nach einem weggelaufenen Tier gesucht werden, nachdem es angefahren wurde“, erinnert er sich und zeigt auf die Eichen, die in der Böschung in Richtung Reifelscheid stehen.

Fluchtrichtung eines verletzten Wildtieres genau merken

Deshalb sei es für ihn und auch die Polizei wichtig zu wissen, wo genau ein Wildtier von einem Auto getroffen wurde und dass man möglichst präzise sagen könne, in welche Richtung das verletzte Tier anschließend geflüchtet sei, erklärt er. Es geht dem engagierten Berufsjäger aber noch viel mehr darum, entsprechende Unfälle zu vermeiden und mit verschiedenen Maßnahmen vorzubeugen: „Es wäre sehr gut, hier gerade in der Dämmerungszeit langsam zu fahren. Hier sind die erlaubten 70 km/h dann auch noch zu schnell“, erklärt er. Wenn ein Wildtier im Scheinwerfer auftaucht, sei es wichtig, abzublenden. „Das Tier wird vom Fernlicht geblendet und kann gar nichts sehen und entsprechend adäquat wegrennen. Das Tier bleibt stehen“, erklärt er. Deshalb solle man abblenden, keinesfalls hupen und das Tempo verringern, ohne weiter hinten fahrende Autos zu gefährden. Am besten sei es, nach Möglichkeit anzuhalten und zu warten, bis die Tiere die Fahrbahn passiert haben.

Aber auch, wenn ein Reh über die Straße gelaufen ist, ist die unmittelbare Gefahr nicht vorbei: „Im Moment sind die Rehe noch in so genannten Sprüngen unterwegs. In Familienverbänden mit Kitzen und anderen Kitzen aus dem letzten Jahr, die wiederum ihren eigenen Nachwuchs dabei haben. Da kommen schnell sieben, oder acht Tiere zusammen, die alle über die Straße laufen. Oftmals nacheinander“, gibt der Fachmann zu bedenken.

Eicheln und mit Streusalz versetztes Gras üben Anziehungskraft aus

Er erklärt auch, warum die Rehe derzeit so oft an den Straßen und insbesondere der B 480 in Richtung Wemlighausen stehen: „ In den Höhen ist noch Schnee und die Tiere wollen zu den Wiesen in den Tälern, um Gras zu finden. Außerdem üben die Eicheln in der Böschung eine Anziehungskraft auf die Rehe aus. Da sieht man keinen Meter, der nicht umgegraben ist“, erklärt er. Dann sei es für die Rehe verlockend, auch Gras im Straßengraben zu fressen, das durch das ausgebrachte Streusalz einen besonderen Reiz ausübe. Außerdem, so der Fachmann weiter, seien Rehe so genannte Nahrungsselektierer. Das heisst, sie können nicht einfach auf der Wiese stehen und Gras fressen, sondern suchen ganz bestimmte Kräuter. Das verstärkt das Laufverhalten noch mehr.

Die Tiere mit Salzlecksteinen im Wald zu halten, mache keinen Sinn: „Da ist der Salzgehalt so konzentriert, dass sie dann Durst bekommen an den Schnee gehen und Durchfall bekommen, an dem sie eingehen können“, erklärt er. „Die Rehe wollen zu den Eicheln und den angrenzenden Wiesen und dann knallt es“, macht er deutlich. Auch das großzügige Abschießen in diesem Bereich mache wenig Sinn: „Das ist wie ein Vakuumeffekt. Es werden immer wieder viele neue Tiere nachziehen, weil es dort aktuell guten Lebensraum für das Wild gibt“, weiß Markus Surwehme.

Einen Antrag zur Anbringung von Leuchtreflektoren hat er bereits beim Landesbetrieb Straßen NRW gestellt und viele Reflektoren bereits bestellt. Ob das wirklich helfen wird, müsse man letztlich abwarten. Nur einen Rat, der Unfälle definitiv vermeidet, hat Markus Surwehme an die Autofahrer: „Langsam fahren, langsam fahren, langsam fahren! Der Tiere zuliebe“.      

 


  

Publiziert in SI Polizei
Donnerstag, 01 November 2018 11:13

Pilotprojekt zur Verhinderung von Wildunfällen

HOMBERG. Die Wildunfälle im Schwalm-Eder-Kreis steigen seit mehreren Jahren kontinuierlich an. Waren es im Jahr 2016 noch 1226 Wildunfälle, so  stiegen sie im Jahr 2017 auf 1491 Unfälle.

Hierbei kristallisierten sich besonders vier Streckenabschnitte als Unfallschwerpunkte heraus:

  • L 3224 zwischen Lengemannsau und Ostheim
  • B 487 zwischen Spangenberg und Schnellrode
  • L 3067 zwischen Ziegenhain und Allendorf/Landsburg
  • L 3383 zwischen Fritzlar-Geismar und Edertal-Wellen.

In der Unfallkommission, die sich aus Vertretern der Polizei, der Straßenverkehrsbehörden, der Straßenmeistereien und Hessen Mobil zusammensetzt, wurde in den vergangenen Jahren, trotz verschiedener Maßnahmen, wie z.B. Wildwarnreflektoren, Verkehrszeichen, Plakate der Verkehrswacht, etc., eine Steigerung der Wildunfallzahlen festgestellt. In einer kürzlich vorgestellten Studie der Gesamtwirtschaft der Unfallversicherer (GDV) wurde die Unwirksamkeit der Wildwarnreflektoren - egal welcher Farbe - nachgewiesen. Die Unfallkommission des Schwalm-Eder-Kreises hat sich zu einem relativ kostengünstigen Pilotprojekt entschieden, in dem die Verkehrsteilnehmer sensibilisiert und in ihrer Aufmerksamkeit und dem Fahrverhalten beeinflusst werden sollen.

An den vier genannten Wildunfallschwerpunkten wurden in beiden Fahrtrichtungen beidseitig Wildwechselschilder (Verkehrszeichen 142) durch die Straßenverkehrsbehörde des Kreises angeordnet und durch die Straßenmeistereien aufgestellt. Als Besonderheit wurden zusätzlich gelbe Blinklampen auf den Schildern montiert, die sich selbstständig bei Dunkelheit einschalten und die Verkehrsteilnehmer auf diesen Streckenabschnitten so zu mehr Aufmerksamkeit anregen sollen. Nach einem halben Jahr Erprobungsphase werden die Strecken auf ihre Unfallhäufigkeit neu untersucht.

Die Polizei bittet die Verkehrsteilnehmer, besonders in der dunklen Jahreszeit, vermehrt auf Wildwechsel zu achten und die Geschwindigkeit, so wie es die Straßenverkehrsordnung verlangt, den Straßen-, Sicht- und Witterungsverhältnissen, anzupassen. Besonders auf den oben genannten, gekennzeichneten Streckenabschnitten muss mit verstärktem Wildwechsel gerechnet werden. (ots/r)

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Publiziert in HR Polizei

PADERBORN. Neben vielen anderen Gefahren, auf die sich Verkehrsteilnehmer im Herbst durch die Veränderung der Witterung einstellen müssen, ereignen sich im November eines jeden Jahres statistisch belegt die meisten Wildunfälle.

Darauf weisen die Polizei und die Kreisjägerschaft Paderborn e. V. aktuell hin. Im Kreis Paderborn ist, bedingt durch die geografische Lage mit vielen Wald- und Feldgebieten, die Gefahr von Wildunfällen das ganze Jahr über sehr hoch, in den letzten Jahren ist die Zahl der Wildunfälle kontinuierlich angestiegen. Wurden 2014 noch 1099 derartige Unfälle registriert, waren es im Jahr 2017 schon 1323. Auch im Jahr 2018 hat die Polizei bis Oktober schon wieder fast 900 Wildunfälle bearbeitet. Legt man die Statistiken der letzten Jahre zugrunde, dürften bis Ende dieses Jahres noch über 300 dazu kommen.  

Der Herbst im Allgemeinen und hier insbesondere der Monat November ist die Zeit, in der es es zu den meisten Wildunfällen kommt (2014: 123 / 2015: 121 / 2016: 98 / 2017: 164). Drei bis vier Unglücke pro Tag sind dann im Kreisgebiet zu verzeichnen, im Wesentlichen auf unbeleuchteten Land- und Kreisstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften. "Die Gründe für den Anstieg der Wildunfälle im Herbst sind vielfältig", erklärt Berthold Antpöhler, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Paderborn. "Das stetig steigende Verkehrsaufkommen und oftmals überhöhte Geschwindigkeit sind sehr wahrscheinlich Gründe, warum es zu einem permanenten Anstieg von Wildunfällen gekommen ist. Aber auch die in den letzten Jahren veränderten Bedingungen in der Landwirtschaft und damit in der Landschaft lassen erkennen, dass hier Gründe für die steigenden Wildunfallzahlen zu finden sind. Die Zusammenlegung von Feldern zu großflächigen und jährlich wechselnden Kulturen bis an die Straßenränder, wie z.B. Mais-, Raps- und Senfflächen dienen den Wildtieren jährlich wechselnd als Rückzugs- oder Futterstelle. Dieser Umstand hat dazu geführt, dass die dämmerungsaktiven Tiere gerade morgens beziehungsweise abends ihre Standorte wechseln und dabei vermehrt Straßen überqueren müssen. Das heißt sie treffen bei ihren Wanderungen genau zu diesen Zeiten auf den Berufsverkehr, was wiederum das Unfallrisiko steigen lässt. Dazu kommen die Paarungszeiten einzelner Wildarten, wie Damwild oder Wildschweine, die in den kommenden Wochen besonders rastlos sein werden."  

Einen absolut sicheren Schutz zur Vermeidung von Wildunfällen gibt es nicht. Auch die blauen Wildwarnreflektoren, die seit einigen Jahren an den Leuchtpfosten einiger Teststrecken im Kreis Paderborn angebracht sind, haben nur partiell zu einem spürbaren Rückgang bei den Unfallzahlen geführt, jedoch nicht absolut. Daher gilt auch auf diesen Strecken besondere Vorsicht, um die Gefahr von Zusammenstößen mit Wildtieren zu minimieren und schwere Unfallfolgen zu vermeiden. Gerade in Wald- und Wiesengebieten und an den durch die bekannten Verkehrsschilder besonders gekennzeichneten Stellen wird es in den nächsten Wochen zu einem verstärkten Wildwechsel kommen. Daher appellieren sowohl Polizei als auch Kreisjägerschaft zu einer angepassten Fahrweise. Auf diesen Abschnitten Fuß vom Gas und die Fahrbahnränder aufmerksam beobachten! Besonders im Herbst und Winter schließen sich die Tiere zu großen Verbänden zusammen. Wenn der Autofahrer ein Tier am Straßenrand sieht, befinden sich meistens noch weitere in der Nähe des Straßenrandes in der Deckung des Waldes oder auf dem Feld. Daher sollte immer damit rechnen, dass mehrere Tiere die Straßen queren werden.

Wenn Tiere im Scheinwerferlicht auftauchen: Abbremsen, Abblenden und hupen! Wenn das nicht mehr rechtzeitig gelingt und es zu einer unvermeidbaren Kollision kommt, ist es wichtig, nicht auszuweichen! Halten Sie das Lenkrad fest, bleiben sie auf ihrem Fahrstreifen und bremsen Sie kontrolliert ab. Natürlich möchte keiner ein Tier verletzten, aber gehen Sie nicht das Risiko eines unkontrollierten und plötzlichen Ausweichmanövers ein. Dies endet für viele Verkehrsteilnehmer im Graben, vor einem Baum oder im Gegenverkehr mit zum Teil erheblichen Folgen für alle Beteiligten. Nach dem Zusammenstoß ist die Unfallstelle sofort durch das Einschalten des Warnblinklichts und das Aufstellen des Warndreiecks abzusichern. Gegebenenfalls Verletzte versorgen und die Rettungsdienste alarmieren.  

Ist ein Tier angefahren worden, darf es nicht mitgenommen werden. Nach einem Wildunfall ist der Verkehrsteilnehmer nach dem Landesjagdgesetz verpflichtet, den Unfall der Polizeidienststelle zu melden, die dann den Jagdausübungsberechtigten für diesen Straßenabschnitt informiert, denn dieser hat ein sogenanntes Aneignungsrecht an dem Wildtier! Ansonsten kann eine Strafanzeige wegen Wilderei erstattet und ein Bußgeld verhängt werden. Daher, auch um Schwierigkeiten bei der Regulierung durch die Versicherung auszuschließen, sollte man immer die Polizei informieren. Manchmal sind dem beteiligten Tier äußerlich keine Verletzungen anzusehen und es flüchtet von der Unfallstelle, obwohl es schwere innere Verletzungen erlitten hat. Um dem Tier unnötig langes Leiden zu ersparen, ist auch in diesen Fällen die Information an die Polizei wichtig, damit der zuständige Jagdausübungsberechtigte benachrichtigt werden und mit der Nachsuche beginnen kann. (ots/r)

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Publiziert in PB Polizei

BAD WILDUNGEN/HUNDSDORF. Ein Reh angefahren und sich aus dem Staub gemacht, hat ein bislang unbekannter Autofahrer am Freitag bei Hundsdorf.

Nach Polizeiangaben wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Reh am Ortsausgang von Hundsdorf angefahren. Der Pkw erwischte das Tier im Beckenbereich, so dass es nicht mehr flüchten konnte und verletzt auf der Fahrbahn zum Liegen kam. Ohne sich um das leidende Tier zu kümmern, setzte der Autofahrer seinen Weg fort. Eine junge Frau erreichte den Unfallort um Mitternacht und rief über ihr Handy die Beamten der Polizeistation Bad Wildungen um Hilfe.

Eine anschließende Kontaktaufnahme der Beamten zum Jagdausübungberechtigten scheiterte daran, dass der Jagdpächter telefonisch nicht zu erreichen war. Daraufhin musste das Tier von einem Polizisten mit der Dienstwaffe erlöst werden.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Wildunfälle grundsätzlich zu melden sind. Zum einen, um die Verkehrssicherheit auf den Straßen zu gewährleisten, da verletzte Tiere ein Verkehrshindernis darstellen, zum anderen, um den Tieren unnötiges Leid zu ersparen.

Übrigens: Viele Versicherungen verlangen mittlerweile einen schriftlichen Nachweis der zuständigen Polizeibehörde nach Wildunfällen, falls dieser fehlt, können die Versicherungen die Leistungen verweigern.

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Publiziert in Polizei
Freitag, 27 Oktober 2017 05:12

Wetterholz - Drückjagdsaison beginnt

BAD AROLSEN. Eine revierübergreifende Drückjagd wird am Samstag, 28. Oktober bei Neu-Berich, rund um das "Wetterholz" durchgeführt.

Die Jagdpächter weisen darauf hin, dass in der Zeit von 10 bis 14 Uhr vermehrt mit wechselndem Wild und Jagdhunden auf den Gemeinde- und Kreisstraßen zu rechnen ist. Im Besonderen ist die Bundesstraße 450 zwischen Bad Arolsen und Landau zu nennen, hier werden Fahrzeugführer gebeten, die Geschwindigkeit stark zu reduzieren, um Wildunfälle zu vermeiden.

Warnhinweise werden an Waldwegen und Straßen aufgestellt.

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Publiziert in Polizei

HESSEN/WALDECK-FRANKENBERG.. Die Entwicklung der letzten beiden Jahre der polizeilich aufgenommenen Wildunfälle lässt nichts Gutes erahnen, wir befinden uns im unfallträchtigsten Monat des Jahres. Aus diesem Grund weist die Polizei Hessen auf die akute Gefahr, in einen Wildunfall verwickelt zu werden hin.

Waren es in den Jahren 2013 und 2014 noch um die 16.000 Wildunfälle in Hessen, so stieg die Anzahl in den Jahren 2015 und 2016 auf rund 19.000 aufgenommener Wildunfälle an. Gründe hierfür dürfte der Anstieg der Wildpopulation, bedingt durch die milden Winter sein. In den Gefahrenmeldungen der einzelnen Verbände wird zwar immer auf die sogenannten Blatt- oder Brunftzeiten der Tiere zwischen September bis Januar und von Juli bis August mit der höchsten Gefährdung für Verkehrsteilnehmer hingewiesen, die statistischen Zahlen zeigen aber ein anderes Bild.

Der Mai hat sich hier bei uns in Hessen über die letzten Jahre als unfallträchtigster Monat gezeigt. So ereigneten sich bei 87.932 polizeilich aufgenommen Verkehrsunfällen in den Jahren von 2012 - 2016 alleine 8.631Verkehrsunfälle im Mai. Besonders achtsam sollten sich Kraftfahrer in den frühen Morgen- und späten Abendstunden verhalten. Insbesondere zwischen  Uhr und 7 Uhr sowie zwischen 21 Uhr und 23 Uhr. Die Polizei Hessen rät deshalb: Fahren Sie umsichtig, vorausschauend und mit angepasster Geschwindigkeit. Fahren Sie möglichst mit Fernlicht. Die Augen der Tiere reflektieren das Licht und Sie können die Tiere am Straßenrand leichter und frühzeitiger erkennen. Sollte es trotzdem zu einem Verkehrsunfall kommen, soverständigen Sie den zuständigen Jagdpächter, Jagdaufseher oder die Polizei und sichern Sie die Unfallstelle ab.

Wildunfälle in Waldeck-Frankenberg

Im Jahr 2016 wurden den vier Polizeistationen im Landkreis Waldeck-Frankenberg 1362 Wildunfälle gemeldet. Allein von Januar 2017 bis April 2017 gab es 382 Verkehrsunfälle, an denen Wild beteiligt war.


Hohe Wildstrecke durch Jäger

Die Unfallzahlen wären sicherlich deutlich höher, wenn die Jäger nicht regulierend in den Wildbestand eingegriffen hätten. So erlegten die Revierinhaber im Landkreis Waldeck-Frankenberg von April 2016 bis Februar 2017 exakt  475 Stück Rotwild, 30 Stück Damwild, 111 Muffel, 8863 Stück Rehwild, 5007 Stück Schwarzwild, 1789 Füchse und 261 Dachse.

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Publiziert in Polizei
Mittwoch, 28 September 2016 06:08

Nebel, Laub und Wild - Gefahren zur Herbstzeit

WALDECK-FRANKENBERG. Mit Beginn des Herbstes häuft sich deutschlandweit die Zahl der Verkehrsunfälle. Wie Pressesprecher Volker König gegenüber 112-magazin mitteilte, wurden allein von Januar bis Juli dieses Jahres 772 Wildunfälle von den Beamten der vier Polizeistationen im Landkreis Waldeck-Frankenberg registriert.

Eine Ursache hierfür ist, dass viele Verkehrsteilnehmer sich auf die nun gefährlicher werdenden Straßen- und Wetterverhältnisse noch nicht eingestellt haben. Fahrbahnoberflächen nehmen im Herbst ihre ganz "eigenen" Beschaffenheiten an, es tritt häufig Nebel auf und sinkende Temperaturen sorgen mitunter für überfrierende Nässe. Durch regennasse und oft zusätzlich mit Laub bedeckten Straßen oder dichter Nebel kommt es sehr schnell zu schweren Verkehrsunfällen. Aus diesem Grund "runter vom Gas" und Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug vergrößern. Zeitverzögerungen sollten im Herbst wie auch im Winter bei allen Fahrten mit einkalkuliert werden.

Einige Handgriffe an ihrem Fahrzeug sollten Sie bereits vor Herbstbeginn erledigt haben:

Beginnen die Temperaturen zu sinken, haben Sie durch Winterreifen einen erheblichen Haftungsvorteil auf nassen oder mit Raureif bedeckten Straßen. Es gibt keinen festen Zeitpunkt, wann Sommer- gegen Winterreifen getauscht werden sollten, jedoch hat sich die „O-bis-O-Regel" bewährt. Das heißt, von Oktober bis Ostern sollten Sie ihr Fahrzeug mit Winterreifen fahren. In jedem Fall ist es ratsam, lieber frühzeitig als zu spät auf die passende Fahrzeugbereifung umzusteigen.

Welche Profiltiefe sollten die Reifen besitzen ? Die gesetzlich vorgeschriebene Mindest-Profiltiefe für Reifen beträgt 1,6mm. Der ADAC empfiehlt allerdings, Reifen unter einer Profiltiefe von 4mm nicht mehr für den Wintereinsatz zu verwenden.

Lassen Sie die Lichtanlage (Abblendlicht, Fernlicht, Warnblinkanlage) und Scheibenwischerblätter ihres Fahrzeugs frühzeitig (z.B. mit dem Wechsel auf Winterreifen) auf ordnungsgemäße Funktion überprüfen. Abblendlicht auch tagsüber einschalten. So werden Sie von anderen Verkehrsteilnehmern besser erkannt. Oberstes Gebot: Sehen und gesehen werden. Auch eine funktionstüchtige Scheibenwischeranlage ist in der kalten und nassen Jahreszeit unerlässlich.

Legen Sie einen Schwamm oder ein Tuch bereit, um beschlagene Fahrzeugscheiben zu säubern.

Hier einige Tipps für eine möglichst unfallfreie Fahrt durch den Herbst:

  • Straßenverhältnisse: Passen Sie ihren Fahrstil an die herbstliche Wettersituation an. Abruptes Beschleunigen und Bremsen auf nassen oder laubbedeckten Straßen sollte vermieden werden. Halten Sie ausreichend Abstand zu ihrem Vordermann. Der Bremsweg verlängert sich bei Nässe und rutschigen Fahrbahnoberflächen. Die Faustregel „Abstand = ½ Tacho" gilt auf nassen, rutschigen oder glatten Straßen nicht mehr !
  • Aquaplaning: Durch starken Niederschlag können sich auf der Fahrbahn Wasserflächen bilden. Bei zu hoher Geschwindigkeit kann das Fahrzeug aufschwimmen (Wasserglätte). Verringern Sie auch in diesem Fall die Geschwindigkeit. Positiv wirkt sich hier eine gute Reifenprofiltiefe aus (>4mm).
  • Frost: Überfrierende Nässe ist insbesondere in Flussniederungen sowie auf Brücken und in Waldschneisen zu erwarten. Besondere Vorsicht ist an diesen Orten geboten. Achtung: Damit sich Frost bildet müssen die Temperaturen nicht zwingend unter Null grad fallen
  • Nebel: Bei Nebel stets bremsbereit sein, um bei unbeleuchteten Hindernissen, Radfahrern oder Fußgängern sofort reagieren zu können. Bremsen Sie auf keinen Fall abrupt vor einer Nebelbank. Dies kann zu einem Auffahrunfall führen! Passen Sie ihre Geschwindigkeit an und rechnen Sie mit weiteren schlecht sichtbaren Verkehrsteilnehmern wie Radfahrern oder Fußgängern. Finger weg von den Nebelschlussleuchten, solange die Sichtweite über 50 Meter liegt, sonst blendet das grelle Licht den nachfolgenden Verkehr und schafft neue Gefahren.

Sollte das vorausfahrende Fahrzeug mit Nebelschlussleuchte fahren, orientieren Sie sich auf keinen Fall an dieser. Ihr Vordermann sieht nicht besser als Sie – erhöhen Sie ihren Sicherheitsabstand, damit Bremsmanöver des vorausfahrenden Fahrzeuges rechtzeitig erkannt werden.

Das entlangtasten am Mittelstreifen kann fatale Folgen haben. Immer wieder ereignen sich hierdurch schwere Unfällen, weil Autofahrer im Gegenverkehr genau das gleiche tun und dann mit ihren Fahrzeugen auf dem Mittelstreifen zusammen prallen. Um dies zu verhindern sollte man sich am rechten Fahrbahnrand orientieren.

Wildwechsel:

Jetzt, wo die Tage kürzer werden, steigt die Gefahr von Wildunfällen stark an. Meist ist zu hohe Geschwindigkeit die Ursache. Zudem fallen Morgen – und Abenddämmerung mit den Hauptverkehrszeiten zusammen. Gerade zu dieser Zeit ist auch vermehrt Wild unterwegs. Daher: unbedingt die Warntafeln vor Wildwechsel beachten. Das Tempo reduzieren und in den Walddurchfahrten immer bremsbereit sein. Denken Sie auch daran, dass nach einem ersten Wildwechsel weitere Tiere folgen können („Nachzügler").

Durch seine Verbreitung sowie seinem Verhalten entsprechend ist das Rehwild mit großem Abstand am häufigsten an Wildunfällen beteiligt. Durch sein spontanes und rasches Flüchten mit möglichen Wendungen und erneutem Betreten der Fahrbahn ist das Verhalten von Rehen in Gefahrensituationen auf oder an Straßen nicht kalkulierbar.

Kaum jemanden ist bewusst, dass bei über 250 000 Wildunfällen in Deutschland, bei denen Sachschäden in Höhe von mehr als 125 Mio. Euro zu verzeichnen sind, 3400 Kraftfahrer verletzt und ca. 30 Menschen getötet werden. Dazu werden Wildschäden oft unterschätzt. So erreicht ein nur 17 Kilogramm schweres Stück Rehwild bei einer Kollision mit einem 100 Stundenkilometer schnellem Pkw ein Aufschlaggewicht von knapp einer Tonne !

Geschwindigkeit Gewicht / Wild Aufschlaggewicht

  • 50 km/h 17 Kilogramm schwerer Rehbock 425 kg
  • 70 km/h 17 Kilogramm schwerer Rehbock 850 kg
  • 50 km/h 80 Kilogramm schwerer Keiler 2000 kg
  • 70 km/h 80 Kilogramm schwerer Keiler 4000 kg

Fahren Sie nachts in bewaldeten Gebieten – wann immer möglich – mit Fernlicht. So wirken die Augen von Wildtieren wie Rückstrahler und sind besser zu erkennen. Taucht Wild im Schweinwerferlicht auf, sofort abblenden, bremsen und hupen. Lässt sich ein Zusammenprall nicht mehr vermeiden, Lenkrad gut festhalten, bremsen und geradeaus weiterfahren. Ausweichmanöver können schlimme Folgen haben, auch für andere Verkehrsteilnehmer !

Haben Sie ein Tier angefahren:

  • Sichern Sie unbedingt die Unfallstelle mit Hilfe der Warnblinkanlage und des Warndreiecks ab.
  • Tragen Sie unbedingt eine Warnweste und halten sich wenn möglich nicht auf der Fahrbahn auf.
  • Ziehen Sie das Tier wenn möglich an den Fahrbahnrand – verwenden Sie dazu aufgrund der Tollwutgefahr in jedem Fall Handschuhe.
  • Informieren Sie unbedingt die Polizei über den Unfall, bei Personenschäden ebenso den Rettungsdienst bzw. die Feuerwehr über den europaweiten Notruf 112.
  • Unerlaubtes entfernen vom Unfallort oder mitnehmen der Tierkadaver ist gesetzlich verboten.

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WILLINGEN-NEERDAR. Ein Jäger aus Neerdar hat mehrere Tonnen Zuckerrüben im Jagdrevier abgeladen und somit den Unmut der Landwirte auf sich gezogen. Wie der Leiter der unteren Jagdbehörde Helmut Möller auf Nachfrage von 112-magazin.de mitteilte, wird der Sache nachgegangen und die Tat zur Anzeige gebracht. Rund 16 Tonnen Zuckerrüben sollen sich an verschiedenen Stellen im Revier in Neerdar befinden. Wieso der Jäger sich über geltendes Recht hinweggesetzt hat, wird noch zu klären sein. Fakt ist aber, dass die Notzeitverordnung nach Angaben von Helmut Möller bei Temperaturen von 15 Grad plus nicht greifen und dass diese Ordnungswidrigkeit geahndet werden muss.

Seit Jahren wird immer wieder gegen das Fütterungsverbot in Jagdrevieren außerhalb der Notzeiten verstoßen. Als Folge übertriebener Fütterungen von Wildtieren steigt zum Beispiel die Population von Schwarzwild erheblich an. Die Folgen daraus sind vermehrt auftretende Wildunfälle mit Kraftfahrzeugen und Wildschäden an landwirtschaftlichen Kulturen.

Link: 112-magazin.de berichtete bereits am 3.11.2015 über steigende Wildunfälle im Kreisgebiet.

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