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Freitag, 20 April 2012 22:55

Erst Mann geschlagen, dann Polizisten bespuckt

KASSEL. Aggressive Betrunkene haben an einer Bushaltestelle einen Mann geschlagen, rechtsradikale Parolen gerufen und schließlich hinzu gerufene Polizisten beleidigt und bespuckt. Der jüngere der beiden aggressiven Männer randalierte später auch noch in einem Rettungswagen.

Was Alkohol aus Menschen machen kann, zeigt einmal mehr das rowdyhafte Verhalten zweier aus dem Werra-Meißner-Kreis stammender Männer im Alter von 23 und 26 Jahren, die am Donnerstagabend um 18.30 Uhr am "Stern" im betrunkenem Zustand einige Straftaten verübt haben.

Den Berichten der Polizisten des Innenstadtreviers Mitte zufolge, waren die Beamten von Mitarbeitern des Ordnungsamtes zur Unterstützung an den "Stern" gerufen worden. Die Mitarbeiter hatten die beiden 23 und 26 Jahre alten Männer festgenommen, da sie an einer Bushaltestelle einen jungen Mann aus Kassel beleidigt und geschlagen hatten. Zuvor hatten sie nach Angaben der Zeugen rechtsradikale Parolen gegrölt.

Nicht nur gegen die Festnahme setzten sich die äußerst aggressiven und zur Gewalt neigenden Männer zur Wehr, auch bespuckten und beleidigten sie in Folge die eingesetzten Polizisten. Der 23-Jährige randalierte zudem noch in einem Rettungswagen, der ihn zur Versorgung seiner Wunden in ein Krankenhaus bringen wollte, indem er gegen Personen sowie Inventar trat. Die Verletzungen hatte er von dem Opfer an der Bushaltestelle erhalten, das sich gegen den Angriff der beiden Auswärtigen zur Wehr gesetzt hatte. Der Krankenwagentransport musste von Revierbeamten begleitet werden. Das Opfer der Körperverletzung wurde ebenfalls medizinisch versorgt.

Mit Unterstützung weiterer Streifenwagenbesatzungen des Innenstadtreviers wurde zunächst der 26-Jährige unter starkem Protest sowie heftigem Widerstand in das Gewahrsam eingeliefert. Ihm folgte ebenfalls unfreiwillig der 23-Jährige nach seiner ambulanten Behandlung im Krankenhaus. Im Gewahrsam ordneten die Beamten bei den stark alkoholisierten Krawallmachern eine Blutentnahme an.

Die beiden festgenommenen Männer sind bei der Polizei bereits hinreichend wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten in Erscheinung getreten. Gegen sie wurden mehrere Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollzugsbeamte sowie Beleidigungen vorgelegt. Zudem wurden Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Volksverhetzung eingeleitet.

Publiziert in KS Polizei

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