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WINTERBERG. Rettungswagen, Polizeiwagen, Feuerwehrlöschzug und Rettungshubschrauber – sie alle sind am Sonntagabend ausgerückt, um einem Menschen zu helfen.

In einer Wohnung in der Nähe des Bikeparks war der Patient und wurde vom Rettungsdienst versorgt. Nur wenige Meter entfernt eine riesige Staubwolke. Hier, auf dem Großraumparkplatz hat der Pilot der Bundespolizei Fliegerstaffel Fuldatal seinen „Christoph 7“, den Kasseler Rettungshubschrauber gelandet. Die Kameraden des Löschzuges Winterberg übernehmen mit dem Einsatzleitwagen den Transport der Hubschrauberbesatzung zum eigentlichen Notfallort. Während die Mediziner dort den Patienten versorgen und für den Transport vorbereiten, helfen die Feuerwehrleute beim Lagern in der Wohnung und können gemeinsam mit dem Hausmeister den in der Wohnung befindlichen Aufzug verlängern, um den Patienten mit der Trage transportieren zu können.

Ein weiterer Teil der Feuerwehr macht mit dem Schnellangriff des Hilfeleistungslöschfahrzeugs den geschotterten Parkplatz nass, auf dem der Hubschrauber steht. Damit wird ein erneutes Aufwirbeln von Staub verhindert, was bei der Landung die ganze Straße in eine einzige Wolke gehüllt hatte.

Dann kommt auch schon der Rettungswagen und die Kameraden der Feuerwehr helfen den Medizinern, den Patienten in den Rettungshubschrauber einzuladen. Danach sperren sie den Parkplatz für den Startvorgang des Hubschraubers ab.

Bereits nach kurzer Zeit war der Einsatz wieder beendet. Mit dem guten Gefühl, einem Menschen geholfen zu haben.

Publiziert in HSK Feuerwehr

WINTERBERG. Ein Mann aus Warstein ist heute nicht mehr von seiner Motorradtour nach Hause gekommen. Bei einem schlimmen Verkehrsunfall in Winterberg wurde der Senior getötet.

Lange, lange Zeit hatten die Rettungskräfte um sein Leben gekämpft. Unermüdlich. Mitten auf der Straße bei sengender Hitze. Bis zum Schluss nicht aufgegeben, alles versucht. Manchmal aber, da ist die Gewalt eines Unfalles stärker als das, was unser menschlicher Körper aushalten kann. Da gewinnt einfach der Tod den Kampf um den Menschen.

So wie heute, bei dem 73-jährigen Mann aus Warstein. Die Gewalteinwirkung des Unfalles muss enorm gewesen sein. Ohne, dass ich vorher mit einem Polizeibeamten gesprochen hatte, konnte ich das beim Eintreffen am Winterberger Ortseingang bereits sehen. Eine lange Bremsspur zeugt von einem heftigen Aufprall. Ein Pkw aus Moers steht mitten in der Kreuzung. Daneben liegt ein Mensch, an dem all die Rettungskräfte arbeiten. Sehen kann ich das nicht. Aber erahnen. Denn einige Helfer halten Tücher hoch, um dem Unfallopfer einen geschützten Raum zu geben. Nicht, weil sich hier Menschen als Umstehende nicht benehmen würden. Im Gegenteil. Die Passanten, Familien und Kinder, die vielen Radfahrer und Wanderer sind sehr diszipliniert. „Nur geradeaus schauen“, sagt ein Vater zu seinen beiden kleinen Jungs, als sie an der Unfallstelle vorbei laufen. Dass die Menschen dort vorbeilaufen, oder viele es sehen, lässt sich nicht vermeiden. Die Unfallstelle befindet sich zwischen zwei großen Parkplätzen und einem Abenteuerspielplatz. Noch dazu an einer Fußgängerampel und einer Hauptzufahrtsstraße von Neuastenberg nach Winterberg.

Ich gehe zu einem Polizeibeamten. Vom Sehen kennen wir uns bereits. „Ich mache zunächst noch keine Fotos. Ich sehe, was los ist“, sage ich ihm. Der Hubschrauberpilot sieht mich. Ein kurzes Lächeln. Er hält eines der Sichtschutztücher. Er sieht anders aus, als sonst. Betroffener. Ruhiger.

Ich gehe zum Hubschrauber, der ein paar Meter weiter weg auf der Straße steht. Mittlerweile weiß ich auch, dass es ein Motorradfahrer war, der dort in den Unfall verwickelt wurde. Sehen konnte und wollte ich das bis dahin nicht. Nach einiger Zeit kommt die Hubschrauberbesatzung zurück. „Scheiß Nummer...“, sagt einer zu mir und füllt sein Protokoll aus. Jetzt arbeitet niemand mehr. Die Helfer stehen hinter dem Tuch und besprechen sich mit der Polizei. Kurze Zeit später startet der Pilot seinen Hubschrauber, den er direkt auf der Hauptverkehrsstraße gelandet hatte, um schnellstmöglich Notfallsanitäter und Notarzt zum Patienten bringen zu können. Am Straßenrand steht das Motorrad eines Parkbesuchers. Er hat von dem Einsatz gar nichts mitbekommen. „Machst Du das mal eben?“, ruft mir ein Polizist zu. Ich fasse das Motorrad mit einer Hand fest, damit es beim Downwash des Hubschrauberstarts nicht umfällt. Mit der anderen Hand fotografiere ich den Hubschrauber beim Startvorgang.

Nach einigen Minuten rückt die Feuerwehr an. Sie hat nun die traurige Aufgabe, die Fahrbahn zu reinigen und bei der Bergung der Unfallfahrzeuge behilflich zu sein. Die meisten Kameraden kenne ich. Sie lächeln mir zu. Ich schätze sie alle sehr. Und ziehe einmal mehr den Hut vor ihrer ehrenamtlichen Arbeit.

Ein Polizist kommt zu mir. Wir besprechen uns kurz. Er erklärt mir, dass der Bestatter bestellt wurde und die Fahrzeuge danach noch in der Ausgangsposition bleiben und dann fotografiert werden können. Ich stehe abseits, am Radweg. Ganz vorne, da möchte ich jetzt nicht sein. Einigen Passanten, die sich nicht auskennen und nach dem Weg fragen, kann ich in der Zwischenzeit helfen. Dann kommt der Bestatter an. „Hallo, Matthias“, höre ich ihn sagen. Ich bin verwundert und erkenne erst beim zweiten Hinsehen einen Feuerwehrmann, der bei einem Bestattungsunternehmen arbeitet. Wir reden kurz, bis Platz gemacht wurde und er mit seinem Kollegen zur Unfallstelle vorfahren kann. Ich verstehe nicht, wie Menschen so stark sein können, eine solche Aufgabe zu erfüllen. Ich könnte es nicht. Da bin ich mir sicher.

Der Bestatter rückt auch während dieser Gedanken bereits wieder ab. Ein Polizist winkt mich heran. „Jetzt können Fotos gemacht werden“, sagt er mir. Er bittet mich, die schlimmsten Spuren nicht zu fotografieren. Um den Passanten diesen Anblick zu ersparen, wird das Tuch weiterhin von Feuerwehrleuten hoch gehalten. Ich beschränke mich nur auf die beiden Unfallfahrzeuge und nicht auf die Spuren, die noch zurück geblieben sind. Das ist Ehrensache. Die Polizeibeamten wissen das und so darf ich auch ohne Begleitung die notwendigen Fotos machen.

Neben den Feuerwehrleuten, die zur Einsatzstelle angerückt sind, sind auch Notfallseelsorger da. Für die Leute, die auf dem Spielplatz waren, als der Unfall geschehen ist. Für die jungen Radfahrer, die sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen haben, als der Unfall geschehen ist. Vor allem aber für den 82-jährigen Pkw-Fahrer aus Moers, der nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte, als der Motorradfahrer vor ihm an der roten Ampel wartete.

„Der Motorradfahrer wurde getroffen und auf die Motorhaube des Pkw geschleudert. Das Motorrad wurde 24 Meter nach vorne geschleudert“, erklärt mir ein Polizeibeamter. Und weiter: „Schau Dir nur die Windschutzscheibe an. Da ist fast ein Loch drin“.

Kein guter Sonntag. Viele Menschen haben mitbekommen, welchen Eindrücken sich die Rettungskräfte ausgesetzt haben. Was sie geleistet und versucht haben.

Und einer von diesen vielen – den hat es so sehr beeindruckt, dass er zur Feuerwache in die Schulstraße gefahren ist und sich mit einem Geldgeschenk für die Arbeit der Feuerwehr bei den ehrenamtlichen Helfern bedankt hat. Eine nette Geste am Rande. Für die wirklichen Helden des Alltags.

Abschließend habe ich eine Bitte: Hier ist ein Mensch gestorben. Polizei und Staatsanwaltschaft sind mit der genauen Ermittlung des Unfallherganges betraut. Bitte, liebe Leser, seht von Spekulationen über Ursachen oder Fahrverhalten ab.

Ein Like im Artikel sehen wir wie immer als Respekt und Anerkennung für die Arbeit aller Einsatzkräfte vor Ort und hier vor allem für die jungen Ersthelfer und den netten Herrn, der die Feuerwehr besucht hat.

Publiziert in HSK Retter
Donnerstag, 22 August 2019 23:33

Schwerer Sturz mit Roller - Hubschrauber im Einsatz

BROMSKIRCHEN. Zur falschen Zeit am falschen Ort. So könnte man es nennen, was einem Mann auf seinem Motorroller am Donnerstagnachmittag gegen 16.00 Uhr geschehen ist. Und den Schilderungen der Unfallzeugen nach auch einen ziemlichen Leichtsinn – allerdings von einem anderen Verkehrsteilnehmer.

Der gelbe Motorroller lag noch auf der Bundesstraße, in einem an die Verbindung von Hallenberg nach Bromskirchen angrenzenden Grünstreifen. Sein Fahrer liegt wenige Meter weiter schwer verletzt im Rettungswagen. Die Besatzung des Frankenberger DRK Rettungswagens, sowie der Röddenauer Notarzt versorgen den schwer Verletzten.

Eine Polizeibeamtin vor Ort erklärt, der Mann sei in Richtung Bromskirchen gefahren. An dieser Stelle steigt die B 236 von Hallenberg kommend an. Und macht eine Linkskurve. In dieser Kurve war es geschehen. Die Männer, die an dem Unfall beteiligt waren, stehen noch betroffen an der Straße. Mit ihrem Transporter und dem zugehörigen Anhänger. Mit diesem Gespann hatte kurz zuvor einer der Männer versucht, den Roller zu überholen. Allerdings kam plötzlich Gegenverkehr – mit fatalen Folgen. „Das Gespann ist zu früh wieder eingeschert und der Wagen hat dann den Rollerfahrer zu Fall gebracht“, erklärt die Polizeibeamtin. Und dass gleich ein Hubschrauber kommen solle. Er soll den Rollerfahrer dann in die Marburger Uniklinik fliegen. Schnell, und vor allem schonend.

Ein älterer Mann spricht mich an der Einsatzstelle an. Er ist der Bruder des Verletzten. „Sie wollen mich nicht mehr zu ihm lassen. Das respektiere ich. Man kann die Leute nicht einfach ausschimpfen“, sagt er mir und erzählt, wie schlimm er es findet, dass es Menschen gibt, die den Rettungsdienst oder die Einsatzkräfte bei der Arbeit bedrohen oder beleidigen. „Die sollte man dann alle sofort einsperren“, ist er entschlossen. Ich bin zutiefst beeindruckt, wie nett der alte Herr ist, wie offen er redet, obwohl er eigentlich gerade ganz andere Sorgen hat und obwohl ich eindeutig als Pressefotograf zu erkennen bin. „Das finde ich gut. Den Bericht möchte ich gerne lesen“, verrät mir der Mann. Er hat Angst um seinen Bruder. Das merkt man sofort.

Während unserer Unterhaltung durchdringt das Knattern des anfliegenden Rettungshubschraubers unsere Stimmen. „Christoph Gießen“ dreht eine Runde, das Fahrwerk ist ausgefahren, die Türen gehen auf, damit die Besatzung einen Überblick hat und obwohl es ziemlich steil ist, landet der Pilot seine Maschine punktgenau auf dem geraden Stück eines engen Feldweges. „Was hier jetzt für ein Aufwand betrieben wird. Zum Glück gibt es das alles“, gesteht mir der Bruder des Verunfallten. Fast ein wenig verlegen wirkt er.

Im Rettungswagen erfolgt nun die Übergabe des Patienten an das Hubschrauberteam. Der Verkehr hat sich unterdessen in beide Richtungen weit zurück gestaut. Nach kurzer Zeit setzt sich der Rettungswagen in Bewegung und fährt in Richtung Hubschrauber. Während der Verletzte umgeladen wird, gehe ich außer Sichtweite und treffe auf zwei im Stau stehende Lkw-Fahrer. Rund vierzig Jahre ist der Mann, der neben mir steht, schon am Lkw-Steuer unterwegs. „Das ist schlimm und mir unverständlich. Immer diese Raserei“, ärgert er sich. Als ich ihm erzähle, wie es zu dem Unfall gekommen ist, schluckt der Mann. Dass es sich um einen älteren Herrn auf einem Motorroller handelte, das hätte er nicht gedacht. Und dass er derart unverschuldet in den Unfall geriet, wusste er auch nicht.

Der Bruder des Verletzten kommt wieder dazu. Dass sein Bruder erst vor kurzer Zeit aus dem Krankenhaus entlassen worden sei, nach einer Herzoperation, erzählt er uns. Er hat große Angst um ihn. Ich versichere dem Mann, dass sein Bruder bei den Rettungskräften in den besten Händen ist. Er tut mir richtig Leid. „Ja, dann auf Wiedersehen. Alles Gute“, verabschiedet sich der Mann, als ich in Richtung des startenden Hubschraubers gehe. Das sitzt. Oft schon bin ich an den Einsatzstellen unterschiedlichen Menschen „am Rande“ begegnet. Aber dass ein Angehöriger, der Sorge um seinen Bruder hat, noch so nette Worte findet, das ist mir selten passiert. Ich habe in dem Moment einen Kloß im Hals. Menschlich ist das. Von beiden Seiten.

Für seinen Bruder wird nun alles getan, die Arbeit vor Ort ist super gelaufen. Auch ich wünsche dem Mann alles Gute. Und seinem Bruder. Der nun wieder in der Uniklinik Marburg liegt.

Publiziert in Retter

HOPPECKE. Die Feuerwehr Brilon hat am Dienstagmorgen einen Arbeiter in einem Industriebetrieb in Hoppecke gerettet.

Dort war gegen 10.30 Uhr ein 33-jähriger Mann in einem Lager für Altbatterien bei Wartungsarbeiten mehrere Meter in die Tiefe gestürzt. Der 33-Jährige wurde zunächst vom Rettungsdienst stabilisiert und konnte dann mit einem so genannten Schleifkorb über die Drehleiter aus dem Gebäude gerettet werden.

Die technische Rettung gestaltete sich durch die enge und hohe Bauweise des Gebäudes schwierig, der Mann wurde umgehend und schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Zur Unfallursache liegen der Feuerwehr keine Angaben vor. Die Löschgruppe Hoppecke und der Löschzug Brilon waren mit 20 Einsatzkräfte bis 13 Uhr im Einsatz.

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Publiziert in HSK Feuerwehr

OBERDIETEN. Ein verheerender Verkehrsunfall hat am Morgen ein Todesopfer gefordert, fünf weitere Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt.

Die Bundesstraße 253 war trocken am Morgen, die Sicht war gut. Wie es zu dem folgenschweren Zusammemstoß kam, dazu ermitteln aktuell noch die Polizei und ein Gutachter, sowie die Staatsanwaltschaft. Es gebe unterschiedliche Schilderungen, was genau geschehen sei, erklärte die Polizei in einer Pressemitteilung.

Beim Eintreffen an der Einsatzstelle hat die Feuerwehr eine Absperrung vorgenommen und den Durchgangsverkehr bereits in Niederdieten umgeleitet. „Die Presse darf durch“, höre ich einen Feuerwehrmann sagen. Vorsichtig taste ich mich weiter. Auf keinen Fall möchte ich Rettungsfahrzeuge sperren. Von weitem kann ich die Einsatzstelle bereits erkennen. Die Bundesstraße 253 die die Ortschaften Niederdieten und Oberdieten in Richtung Dillenburg miteinander verbindet, ist an dieser Stelle breit ausgebaut. Heu auf der Straße deutet daraufhin, dass der Rettungshubschrauber vor kurzem wieder abgeflogen ist. „Er hat den 36-jährigen Benz-Fahrer mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Gießener Uniklinik geflogen“, erfahre ich später.

Vor Ort treffe ich einen anderen Pressevertreter. Einen, den ich recht gut kenne, früher hat er auch für unser 112-Magazin gearbeitet, ist dann aber umgezogen. Wir werden von einem netten Feuerwehrmann, Pressesprecher Lars Schäfer, betreut. Er erklärt uns in ersten Zügen, wie das weitere Vorgehen sein wird. „Wir brauchen noch ein bisschen. Dann dürft Ihr auch gleich fotografieren“, erklärt er uns. Die Absprachen laufen blind. Stören wollen wir auf gar keinen Fall. Hinter dem Flatterband stehen ein schwarzer Benz, ein grauer Polo und ein schwarzer Audi. Etwas weiter ein Sattelzug. Und die Feuerwehr. Mit 25 Einsatzkräften waren die Einheiten aus Oberdieten und Niederdieten am Morgen ausgerückt. Viele Polizeibeamten nehmen die Unfallstelle in Augenschein, beraten sich. Der Rettungsdienst ist zum Großteil wieder abgerückt. Der Mercedes und der Polo scheinen kollidiert zu sein. Dazu braucht man kein Fachmann sein. Vorher, so heißt es später in der Pressemitteilung, habe eines der beiden Fahrzeuge den Sattelzug überholt, der in Richtung Oberdieten fuhr und von einem 43-jährigen Litauer gesteuert wurde. Dann sei es zur Kollission mit dem entgegenkommenden Pkw gekommen und eines der beiden Fahrzeuge sei noch in den Lkw eingeschlagen. Welches, das war auch bei Verfassen der Pressemitteilung immer noch unklar. Über dem Polo liegt eine Wolldecke, was das Schlimmste befürchten lässt. Fotos zu machen verbietet sich in dieser Situation. Dazu braucht es keine Ansprache. Nur wenige Augenblicke später bekommen wir die traurige Bestätigung. „In dem Polo befindet sich eine verstorbene Person“, erklärt uns ein Feuerwehrmann. „Scheiße“, fährt es uns über die Lippen. Ganz automatisch. Auch, wen man „nur“ als Berichterstatter vor Ort ist, berührt einen so ein Schicksal. Auch, wenn das in der Öffentlichkeit schon einmal anders gesehen wird. Wir warten auf das weitere Vorgehen. Ein Gutachter muss erst Fotos von der Einsatzstelle machen, damit im Nachhinein keine Fragen zur Klärung offen bleiben. Mit Kamera und Drohne arbeitet der Profi. Mit Messrad und Maßband. Er muss der Polizei und der Staatsanwaltschaft später helfen, den Hergang dieser Tragödie zu klären. Er hat nur diese eine Chance, Fotos von der Unfallstelle zu machen. Wenn die Feuerwehr die verstorbene Frau aus dem Polo geborgen hat, wird der Wagen anders aussehen, als direkt nach dem Aufprall. Dann können Einschlagstellen, Spuren oder Prellmarken unter Umständen nicht mehr richtig interpretiert werden.

Nachdem Gutachter und Feuerwehr ihre Arbeiten abgeschlossen haben, werden wir von einem Polizeibeamten nach vorne gebeten, um die Unfallstelle zu fotografieren. Hier wird die Wucht des Zusammenstoßes deutlich. Weit verteilt liegen Trümmerteile und Gegenstände aus den beiden Wagen. Taschen, Schuhe, Rucksäcke, Ersatzbirnchen, Kopfstützen und viele nicht mehr erkennbare Teile oder Scherben. Der Mercedes Kombi ist in der Fahrerseite des Polo eingeschlagen, oder der Polo mit der Fahrerseite in der Front des Mercedes. Das lässt sich noch nicht klären. Und der Audi ? Ein Fahrzeug von zwei Unfallzeugen.

Zwei Feuerwehrleute stehen mit einem Schnellangriffsrohr am Rand. Sie stellen bereits seit über drei Stunden den Brandschutz sicher. Sie konnten nicht weg gehen dort. Zu keiner Zeit. Sie mussten alles mit ansehen und erleben. Die ganze Zeit. Genau so, wie alle anderen Menschen, die ehren- oder hauptamtlich an der Einsatzstelle gearbeitet haben. Da hatten wir es als Fotografen einfacher. Wir konnten uns umdrehen, zurückgehen. Wir wurden von den Polizeibeamten erst dann gerufen, als die schlimmsten Eindrücke nicht mehr zu erkennen waren. Die Einsatzkräfte hatten dieses Glück nicht, konnten nicht ausweichen, wurden nicht „behütet“, bis das Schlimmste vorbei war. Viele von ihnen müssen gleich noch zur Arbeit gehen, als wäre nichts gewesen.

Die Polizeibeamten vor Ort müssen sich um die Identifizierung der verstorbenen Frau kümmern – und ihrer Familie mitteilen, dass die Tochter nicht wieder nach Hause kommt. Die Frau war erst 20 Jahre alt, stammt aus dem Hinterland. Das wird die Polizei später mitteilen.

Im Mercedes befanden sich neben dem mutmaßlichen Fahrer, jener 36-jährige, der nach Gießen geflogen wurde, auch ein 40-jähriger Mann und eine 40-jährige Frau. Außerdem waren zwei Kinder im Alter von zwei und zwölf in dem Mercedes. Sie alle wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ebenfalls ins Krankenhaus kamen die zwei Unfallzeugen aus dem Audi, die unmittelbar hinter einem der Unfallwagen fuhren. Sie wurden zwar nicht körperlich verletzt, erlitten aber ein psychisches Trauma.

Nach Stunden der Arbeit war die Bundesstraße wieder für den Verkehr freigegeben.

Am Ende stehen die besten Wünsche für alle Unfallbeteiligten und deren Familien und Freunde. Ebenso eine neidlose Anerkennung für die hervorragenden Leistungen aller Einsatzkräfte vor Ort. Die Feuerwehren, die Rettungsdienste aus drei Landkreisen, die Luftrettung, die Polizeibeamten, den Gutachter, den Einsatzleiter, das Bestattungsunternehmen, den Leitenden Notarzt und den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst. Auch an die vielen Leute im Hintergrund. Die unterschiedlichen Disponenten der Leitstellen, die hier die richtigen Alarmierungsentscheidungen getroffen haben, die die Kliniken für die Verletzten organisiert haben und Ansprechpartner für die Einsatzkräfte waren.

Deshalb sehen wir ein Like unter unserem Artikel ausschließlich als Anerkennung für diese Menschen und als Respekt vor ihrer wertvollen Arbeit.

Publiziert in MR Feuerwehr

BAD WILDUNGEN. Mit schweren Verletzungen musste am Mittwochnachmittag ein Mann aus dem Landkreis Offenbach nach einem Alleinunfall in das Klinikum Kassel geflogen werden.

Ereignet hatte sich der Unfall gegen 14.50 Uhr, nachdem der 30-Jährige mit seinem Motorrad auf der B 485 von Braunau nach Bad Zwesten unterwegs war. Im Kurvenbereich der Landesstraße verlor der Biker die Kontrolle über seine Triumph und krachte mit der Maschine in die Leitplanke.

Ersthelfer kümmerten sich um den Schwerverletzten und setzten den Notruf über die 112 ab. Polizeikräfte aus Bad Wildungen sperrten die Straße, um ein zügiges An- und Abfahren der Rettungsdienste zu ermöglichen. Der am Unfallort eingesetzte Notarzt forderte Luftunterstützung an, sodass 15 Minuten später der Rettungshubschrauber Christoph 7 in der Nähe landen konnte. Nach der Erstversorgung wurde der Neu-Isenburger nach Kassel geflogen.

Auf etwa 200 Euro schätzen die Beamten den Sachschaden an der Leitplanke. Die Triumph musste mit wirtschaftlichem Totalschaden abgeschleppt werden. (112-magazin)

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Publiziert in Polizei

BROMSKIRCHEN/SOMPLAR. Am Freitag kam es bei Ante-Holz zu einem tödlichen Arbeitsunfall - ein Mitarbeiter wurde von einem Holzstapel erdrückt.

Arbeitskollegen hatten den Mann unter einem Paket mit zugeschnittenem Holz endeckt und um 6.44 Uhr über den Notruf die Rettungsleitstelle alarmiert. Umgehend wurde ein Notarzt und eine RTW-Besatzung in das Holzwerk nach Somplar beordert. Bereits vor Eintreffen der Feuerwehr und der Retter hatten Mitarbeiter den verschütteten Mitarbeiter befreien können. 

Etwa 40 Minuten kämpften der Rettungsdienst und etwa 20 Kameraden der Feuerwehren Bromskirchen und Somplar um das Leben des Mannes - leider vergeblich. Die Einsatzleitung hatte Gemeindebrandinspektor Andreas Kautz übernommen.

Über die Identität des Verstorbenen liegen 112-magazin.de bislang keine Informationen vor. Die Kripo hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Auch das Amt für Arbeitssicherheit wird tätig werden.

Weitere Informationen folgen zu einem späteren Zeitpunkt!

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Publiziert in Feuerwehr

ALLENDORF/BROMSKIRCHEN. Mit seinem Roller ist am Freitagmorgen ein 42-jähriger Mann aus Battenberg auf der Bundesstraße 236 gestürzt. Seine Verletzungen waren so schwer, dass der Notarzt einen Rettungshubschrauber anfordern musste.

Um 9.55 Uhr ging bei der Frankenberger Polizeiwache die Meldung ein, dass sich ein schwerer Unfall auf der Bundesstraße 236 bei Bromskirchen ereignet hat. Daraufhin wurden eine RTW-Besatzung, der Notarzt und zwei Polizeistreifen zur Unfallstelle unweit von Bromskirchen beordert.

Bei Eintreffen der Retter am Unfallort konnte der 42-Jährige zunächst stabilisiert und die Erstversorgung durchgeführt werden. Die Polizei regelte den Verkehr auf der B 236 bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers Christoph 90 aus Gießen. Dieser war etwa 700 Meter unterhalb der Unfallstelle in einem Wiesenstück an der Untermühle gelandet. Mit einem RTW wurde der 42-Jährige zum Wiesengrund gefahren und dort schonend in der RTH geschoben. Um 11.25 Uhr hob die Maschine mit dem schwerverletzten in Richtung Marburg ab.

Nach Abgaben der Polizei war der Battenberger mit seinem Roller Ausgangs einer leichten Linkskurve ohne Fremdeinwirkung gestürzt, als er auf dem Weg von Allendorf in Richtung Bromskirchen war. Die Ursache des Sturzes ist bislang unklar.  (112-magazin)

Link: Unfallstandort B 236 am 19. Juli 2019

Publiziert in Retter
Mittwoch, 10 Juli 2019 23:55

Vom Unfallwrack ins Feuerwehrauto

ESLOHE. Ich treffe Robin Feldmann. Wir kennen uns schon länger und treffen uns nicht zum ersten Mal. Diesmal aber hat unser Treffen einen ganz besonderen Hintergrund. Eigentlich ist es ein Wunder, dass Robin noch lebt. Heute genau vor sechs Jahren hatte er einen schweren Unfall. Damals war ich an der Einsatzstelle als Berichterstatter und Fotograf tätig.

Sein Auto war an einem Baum in mehrere Teile gerissen worden. Trotz mehrjähriger beruflicher Tätigkeit beim Rettungsdienst und jahrzehntelanger Einsatzfotografie in der Freizeit war ein solches Bild auch für mich Neuland. Nie zuvor hatte ich so etwas gesehen.

Bis zur Unkenntlichkeit war sein schwarzer Kleinwagen deformiert worden, der Motorblock lag mehrere Meter weiter. Mitten auf der Straße. Bei meinem Eintreffen lag Robin bereits im Rettungswagen. In aller Regel sehe ich die Beteiligten eines Unfalles bei meiner Tätigkeit für unser 112-Magazin nicht. Wir beginnen unsere Arbeit erst, wenn die Verletzten aus dem Auto befreit wurden und im Rettungswagen liegen. Nach dem Abtransport ins Krankenhaus habe ich in aller Regel keine Verbindung mehr mit den Opfern eines Verkehrsunfalls. Bei Robin war das anders. Denn wenige Wochen nach dem schweren Unfall schrieb mir ein junger Mann: „Guten Abend, ich hätte mal eine Frage...“. Das war Robin. Jener damals 22 Jahre alte Mann, der mit seinem Wagen zwischen Kückelheim und Eslohe gegen einen Baum geprallt war. Er wollte die Fotos von seinem Unfall haben, hatte im Netz zu „seinem“ Unfall recherchiert und war dabei auf das 112-Magazin gestoßen.

Sechs Jahre später trifft er sich mit mir, um mir diesen Teil seines Lebens zu erzählen und mir geduldig und nett auf meine Fragen dazu zu antworten. Er gibt mir die Chance, aus einer anderen Sichtweise über einen Unfall zu berichten. Er hat den Mut, mit mir über all das zu reden. Wie das war an diesem Morgen, seinem „zweiten Geburtstag“.

„Es war ein ganz normaler Morgen“, erzählt mir der sympathische junge Mann. Er wollte zur Arbeit fahren. Robin hatte Zimmermann gelernt, etwas Handwerkliches. Gegen kurz vor sechs Uhr fuhr er auch an diesem Donnerstag von seinem Wohnort Kückelheim in Richtung Eslohe. „Irgendwas hat am Radio nicht funktioniert und ich wollte es einstellen“, erinnert er sich. Das nächste, was Robin merkte, war ein gewaltiger Einschlag. Der massive Straßenbaum hatte seinen Golf wie eine Sardinendose aufgerollt und den Motor herausgerissen. „Es roch verbrannt und es war neblig von den Airbags“, erinnert sich Robin im Gespräch mit mir. „Danach war ich kurz weg und wurde wieder wach, als sich von rechts ein Auto näherte“. Ein Mann stieg aus und lief auf Robin zu, das Handy in der Hand. Der Ersthelfer telefonierte zu dieser Zeit bereits mit der Leitstelle. „Ich wollte den Sitz zurück fahren“, berichtet Robin. Doch das schaffte er nicht mehr. Robin war eingeklemmt worden, die Fahrerkabine war komplett zerstört. Der junge Mann konnte weder den Sitz zurück fahren, noch das Unfallwrack verlassen. Der Ersthelfer beruhigte Robin: „Junge, warte. Die Feuerwehr kommt jetzt. Die holen Dich raus“, hatte er ihm gesagt. Robin hatte einen Wunsch: „Ruf bitte meine Mutter an“, bat er den Ersthelfer. Erst wollte Robin das selbst machen, vom Unfallfahrzeug aus. Doch auch das ging nicht mehr. Der Ersthelfer rief dann auch Robins Mutter an.

Inzwischen waren bereits erste Rettungskräfte der Rettungswache Eslohe vor Ort und haben noch vor Eintreffen der Feuerwehr mit den Maßnahmen begonnen. Nur Minuten später trafen auch die freiwilligen Feuerwehrleute aus Eslohe ein. „Einer war immer bei mir. Der hat hinter mir gesessen. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst haben sehr ruhig mit mir gesprochen und alle Schritte angesagt“, ist Robin beeindruckt. „Ich habe mich zu jeder Zeit sicher gefühlt“.

Inzwischen sind auch seine Mutter und sein Bruder an der Einsatzstelle eingetroffen. „Mama war als Erstes da. Die war natürlich geschockt“, weiß Robin heute noch. Kurze Zeit später war auch Thomas vor Ort, sein Bruder.

Nach einer guten halben Stunde war Robin aus seinem Unfallwrack befreit worden und lag im Rettungswagen. Dort erfolgte dann die detaillierte Untersuchung. „Inzwischen hatte ich Medikamente bekommen und war etwas abgeschirmt“, erzählt er mir. Trotzdem bekommt er weiterhin mit, was um ihn herum geschieht. „Die hatten einen Rettungshubschrauber für mich angefordert. Es war aber so bewölkt und neblig und es war nicht klar, ob überhaupt ein Hubschrauber kommen kann“, erinnert sich Robin. „Ich habe mir auch Gedanken gemacht, wo der überhaupt landen kann, wenn er durchkommt“, erzählt Robin weiter. Während er sich diese Gedanken macht, hört er das Rotorengeräusch des Hubschraubers – Die Piloten der ADAC Luftrettung aus Münster haben es geschafft. Trotz Bewölkung und Nebel sind sie zur Unfallstelle durchgekommen, um Robin in ein Krankenhaus zu fliegen. „Das Tragen zum Hubschrauber habe ich etwas mitbekommen. Während des Fluges bin ich aber immer wieder eingeschlafen. Ich hatte ja Medikamente bekommen“, erklärt er mir. „Das ging auch bis in den Schockraum so. Da wurde dann nach der Untersuchung eine Schnittwunde an der rechten Hand versorgt“, erzählt er. „Mehr habe ich nicht gehabt“. Robin lächelt. Und dann berichtet er weiter: „Ich bin schon am nächsten Tag von der Intensivstation nach Hause entlassen worden“. Bereits vom Unfalltag an hatte Robin sich sehr für die Arbeit der Rettungskräfte an diesem Tag und die Auswirkungen des Unfalls interessiert. „Ich habe nachmittags schon gegoogelt und Eure Fotos gefunden“, lacht er.

Dann endet unser Gespräch. Jetzt muss noch ein Foto gemacht werden. Dazu zieht Robin sich um. Er zieht Feuerwehrkleidung an, nimmt seinen Helm und stellt sich vor dem Rüstwagen des Esloher Löschzuges zum Foto auf. Vor dem Wagen, der damals die notwendige Ausrüstung dabei hatte, um Robin aus dem völlig zerstörten Wrack zu befreien.

Logisch für den jungen Mann, dass er sich persönlich bei seinen Rettern bedanken wollte. „Dann bin ich zu einem Dienstabend der Feuerwehr gegangen und habe erst mal was in die Kasse getan“, lacht er. „Und dann hab ich mir den Dienstabend angeschaut und bin direkt hier hängen geblieben“. Heute ist Robin selbst Feuerwehrmann. Rückt aus, wenn andere Menschen in Not geraten sind, um ihnen zu helfen. Hilft den Kameraden, die ihn damals aus dem Auto gerettet haben. „Ich habe den Rettungsdienst als Erstes gefragt, ob der überhaupt noch lebt“, erinnert sich ein Feuerwehrkamerad von Robin, der unser Gespräch zufällig mitbekommt.

Nicht nur als Feuerwehrmann ist Robin seit seinem Unfall aktiv. Auch in der First-Responder-Gruppe engagiert er sich, kommt also auch bei „normalen“ medizinischen Notfällen zum Einsatz, um Menschen schnelle Hilfe zu bringen und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.

Was denkt Robin eigentlich heute, wenn er an der Unfallstelle vorbei kommt? „Ah! Mein Baum“, wir lachen herzlich.

Dann nimmt Robin mich in seinem Auto mit. Einem Golf 6, wie damals. Er fährt mit mir in Richtung Kückelheim und zeigt mir noch einmal „seinen Baum“. „Hier. Der wars“, sagt er mir. Dann ist es kurz still und wir fahren am Baum vorbei. „Das ist für mich kein Problem. Ich fahre wieder ganz normal Auto“, versichert mir Robin. Als Zimmermann arbeitet er übrigens nicht mehr. Auch beruflich hilft er nun kranken und verletzten Menschen. Robin ist kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. „Das ist echt geil!“, freut er sich.

Dann stoppt er sein Auto, damit ich aussteigen kann. Er verabschiedet mich mit einem Lächeln und einem Handschlag. „Bis zum nächsten Einsatz“, sagt er zu mir. Ich fahre zurück nach Hause. Voller Anerkennung für so viel Mut, so offen mit mir über diesen schweren Unfall zu reden, mir zu gestatten diesen höchstpersönlichen Lebensabschnitt mit Text und Fotos öffentlich zu machen, so geduldig und freundlich meine Fragen zu beantworten. Und nicht zuletzt darüber, nun selbst als Feuerwehrmann, First-Responder, oder Krankenpfleger für in Not geratene Menschen einzustehen. Rund um die Uhr.

Publiziert in HSK Feuerwehr

ARFELD. Zu einem spektakulären Verkehrsunfall wurden am späten Samstagabend gegen 23.34 Uhr die Feuerwehren aus Arfeld und Bad Berleburg, sowie der Notarzt und der DRK Rettungsdienst aus Bad Berleburg und die Polizei alarmiert.

Auf der Stedenhofstraße, so stand es in der Alarmmeldung, sei es zu einem Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person gekommen. Als die ersten Einsatzkräfte nach wenigen Minuten eintrafen, konnten sie glücklicherweise schnell Entwarnung geben. Es war niemand mehr im Fahrzeug eingeklemmt. Die verletzte Fahrerin konnte ohne schweres Werkzeug schnell befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden.

Die Frau war mit ihrem VW Tiguan von einem Parkplatz in der Stedenhofstraße kommend unterwegs und bisher ohne erkennbaren Grund geradeaus gefahren, statt der Straße zu folgen. Dabei durchfuhr sie zunächst ein Gartenbeet und blieb dann vor einem Baum stehen, gegen den sie frontal prallte.

Nach der Erstversorgung vor Ort wurde sie in ein Krankenhaus gefahren. Die Feuerwehren klemmten die Batterie am Fahrzeug ab und leuchteten die Einsatzstelle aus. Die Frau wurde bei dem Unfall schwer verletzt.

Publiziert in SI Feuerwehr
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