Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Rettungsdienst

OBERDIETEN. Ein verheerender Verkehrsunfall hat am Morgen ein Todesopfer gefordert, fünf weitere Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt.

Die Bundesstraße 253 war trocken am Morgen, die Sicht war gut. Wie es zu dem folgenschweren Zusammemstoß kam, dazu ermitteln aktuell noch die Polizei und ein Gutachter, sowie die Staatsanwaltschaft. Es gebe unterschiedliche Schilderungen, was genau geschehen sei, erklärte die Polizei in einer Pressemitteilung.

Beim Eintreffen an der Einsatzstelle hat die Feuerwehr eine Absperrung vorgenommen und den Durchgangsverkehr bereits in Niederdieten umgeleitet. „Die Presse darf durch“, höre ich einen Feuerwehrmann sagen. Vorsichtig taste ich mich weiter. Auf keinen Fall möchte ich Rettungsfahrzeuge sperren. Von weitem kann ich die Einsatzstelle bereits erkennen. Die Bundesstraße 253 die die Ortschaften Niederdieten und Oberdieten in Richtung Dillenburg miteinander verbindet, ist an dieser Stelle breit ausgebaut. Heu auf der Straße deutet daraufhin, dass der Rettungshubschrauber vor kurzem wieder abgeflogen ist. „Er hat den 36-jährigen Benz-Fahrer mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Gießener Uniklinik geflogen“, erfahre ich später.

Vor Ort treffe ich einen anderen Pressevertreter. Einen, den ich recht gut kenne, früher hat er auch für unser 112-Magazin gearbeitet, ist dann aber umgezogen. Wir werden von einem netten Feuerwehrmann, Pressesprecher Lars Schäfer, betreut. Er erklärt uns in ersten Zügen, wie das weitere Vorgehen sein wird. „Wir brauchen noch ein bisschen. Dann dürft Ihr auch gleich fotografieren“, erklärt er uns. Die Absprachen laufen blind. Stören wollen wir auf gar keinen Fall. Hinter dem Flatterband stehen ein schwarzer Benz, ein grauer Polo und ein schwarzer Audi. Etwas weiter ein Sattelzug. Und die Feuerwehr. Mit 25 Einsatzkräften waren die Einheiten aus Oberdieten und Niederdieten am Morgen ausgerückt. Viele Polizeibeamten nehmen die Unfallstelle in Augenschein, beraten sich. Der Rettungsdienst ist zum Großteil wieder abgerückt. Der Mercedes und der Polo scheinen kollidiert zu sein. Dazu braucht man kein Fachmann sein. Vorher, so heißt es später in der Pressemitteilung, habe eines der beiden Fahrzeuge den Sattelzug überholt, der in Richtung Oberdieten fuhr und von einem 43-jährigen Litauer gesteuert wurde. Dann sei es zur Kollission mit dem entgegenkommenden Pkw gekommen und eines der beiden Fahrzeuge sei noch in den Lkw eingeschlagen. Welches, das war auch bei Verfassen der Pressemitteilung immer noch unklar. Über dem Polo liegt eine Wolldecke, was das Schlimmste befürchten lässt. Fotos zu machen verbietet sich in dieser Situation. Dazu braucht es keine Ansprache. Nur wenige Augenblicke später bekommen wir die traurige Bestätigung. „In dem Polo befindet sich eine verstorbene Person“, erklärt uns ein Feuerwehrmann. „Scheiße“, fährt es uns über die Lippen. Ganz automatisch. Auch, wen man „nur“ als Berichterstatter vor Ort ist, berührt einen so ein Schicksal. Auch, wenn das in der Öffentlichkeit schon einmal anders gesehen wird. Wir warten auf das weitere Vorgehen. Ein Gutachter muss erst Fotos von der Einsatzstelle machen, damit im Nachhinein keine Fragen zur Klärung offen bleiben. Mit Kamera und Drohne arbeitet der Profi. Mit Messrad und Maßband. Er muss der Polizei und der Staatsanwaltschaft später helfen, den Hergang dieser Tragödie zu klären. Er hat nur diese eine Chance, Fotos von der Unfallstelle zu machen. Wenn die Feuerwehr die verstorbene Frau aus dem Polo geborgen hat, wird der Wagen anders aussehen, als direkt nach dem Aufprall. Dann können Einschlagstellen, Spuren oder Prellmarken unter Umständen nicht mehr richtig interpretiert werden.

Nachdem Gutachter und Feuerwehr ihre Arbeiten abgeschlossen haben, werden wir von einem Polizeibeamten nach vorne gebeten, um die Unfallstelle zu fotografieren. Hier wird die Wucht des Zusammenstoßes deutlich. Weit verteilt liegen Trümmerteile und Gegenstände aus den beiden Wagen. Taschen, Schuhe, Rucksäcke, Ersatzbirnchen, Kopfstützen und viele nicht mehr erkennbare Teile oder Scherben. Der Mercedes Kombi ist in der Fahrerseite des Polo eingeschlagen, oder der Polo mit der Fahrerseite in der Front des Mercedes. Das lässt sich noch nicht klären. Und der Audi ? Ein Fahrzeug von zwei Unfallzeugen.

Zwei Feuerwehrleute stehen mit einem Schnellangriffsrohr am Rand. Sie stellen bereits seit über drei Stunden den Brandschutz sicher. Sie konnten nicht weg gehen dort. Zu keiner Zeit. Sie mussten alles mit ansehen und erleben. Die ganze Zeit. Genau so, wie alle anderen Menschen, die ehren- oder hauptamtlich an der Einsatzstelle gearbeitet haben. Da hatten wir es als Fotografen einfacher. Wir konnten uns umdrehen, zurückgehen. Wir wurden von den Polizeibeamten erst dann gerufen, als die schlimmsten Eindrücke nicht mehr zu erkennen waren. Die Einsatzkräfte hatten dieses Glück nicht, konnten nicht ausweichen, wurden nicht „behütet“, bis das Schlimmste vorbei war. Viele von ihnen müssen gleich noch zur Arbeit gehen, als wäre nichts gewesen.

Die Polizeibeamten vor Ort müssen sich um die Identifizierung der verstorbenen Frau kümmern – und ihrer Familie mitteilen, dass die Tochter nicht wieder nach Hause kommt. Die Frau war erst 20 Jahre alt, stammt aus dem Hinterland. Das wird die Polizei später mitteilen.

Im Mercedes befanden sich neben dem mutmaßlichen Fahrer, jener 36-jährige, der nach Gießen geflogen wurde, auch ein 40-jähriger Mann und eine 40-jährige Frau. Außerdem waren zwei Kinder im Alter von zwei und zwölf in dem Mercedes. Sie alle wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ebenfalls ins Krankenhaus kamen die zwei Unfallzeugen aus dem Audi, die unmittelbar hinter einem der Unfallwagen fuhren. Sie wurden zwar nicht körperlich verletzt, erlitten aber ein psychisches Trauma.

Nach Stunden der Arbeit war die Bundesstraße wieder für den Verkehr freigegeben.

Am Ende stehen die besten Wünsche für alle Unfallbeteiligten und deren Familien und Freunde. Ebenso eine neidlose Anerkennung für die hervorragenden Leistungen aller Einsatzkräfte vor Ort. Die Feuerwehren, die Rettungsdienste aus drei Landkreisen, die Luftrettung, die Polizeibeamten, den Gutachter, den Einsatzleiter, das Bestattungsunternehmen, den Leitenden Notarzt und den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst. Auch an die vielen Leute im Hintergrund. Die unterschiedlichen Disponenten der Leitstellen, die hier die richtigen Alarmierungsentscheidungen getroffen haben, die die Kliniken für die Verletzten organisiert haben und Ansprechpartner für die Einsatzkräfte waren.

Deshalb sehen wir ein Like unter unserem Artikel ausschließlich als Anerkennung für diese Menschen und als Respekt vor ihrer wertvollen Arbeit.

Publiziert in MR Feuerwehr

BAD WILDUNGEN. Mit schweren Verletzungen musste am Mittwochnachmittag ein Mann aus dem Landkreis Offenbach nach einem Alleinunfall in das Klinikum Kassel geflogen werden.

Ereignet hatte sich der Unfall gegen 14.50 Uhr, nachdem der 30-Jährige mit seinem Motorrad auf der B 485 von Braunau nach Bad Zwesten unterwegs war. Im Kurvenbereich der Landesstraße verlor der Biker die Kontrolle über seine Triumph und krachte mit der Maschine in die Leitplanke.

Ersthelfer kümmerten sich um den Schwerverletzten und setzten den Notruf über die 112 ab. Polizeikräfte aus Bad Wildungen sperrten die Straße, um ein zügiges An- und Abfahren der Rettungsdienste zu ermöglichen. Der am Unfallort eingesetzte Notarzt forderte Luftunterstützung an, sodass 15 Minuten später der Rettungshubschrauber Christoph 7 in der Nähe landen konnte. Nach der Erstversorgung wurde der Neu-Isenburger nach Kassel geflogen.

Auf etwa 200 Euro schätzen die Beamten den Sachschaden an der Leitplanke. Die Triumph musste mit wirtschaftlichem Totalschaden abgeschleppt werden. (112-magazin)

-Anzeige-


Publiziert in Polizei

BROMSKIRCHEN/SOMPLAR. Am Freitag kam es bei Ante-Holz zu einem tödlichen Arbeitsunfall - ein Mitarbeiter wurde von einem Holzstapel erdrückt.

Arbeitskollegen hatten den Mann unter einem Paket mit zugeschnittenem Holz endeckt und um 6.44 Uhr über den Notruf die Rettungsleitstelle alarmiert. Umgehend wurde ein Notarzt und eine RTW-Besatzung in das Holzwerk nach Somplar beordert. Bereits vor Eintreffen der Feuerwehr und der Retter hatten Mitarbeiter den verschütteten Mitarbeiter befreien können. 

Etwa 40 Minuten kämpften der Rettungsdienst und etwa 20 Kameraden der Feuerwehren Bromskirchen und Somplar um das Leben des Mannes - leider vergeblich. Die Einsatzleitung hatte Gemeindebrandinspektor Andreas Kautz übernommen.

Über die Identität des Verstorbenen liegen 112-magazin.de bislang keine Informationen vor. Die Kripo hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Auch das Amt für Arbeitssicherheit wird tätig werden.

Weitere Informationen folgen zu einem späteren Zeitpunkt!

-Anzeige-



Publiziert in Feuerwehr

ALLENDORF/BROMSKIRCHEN. Mit seinem Roller ist am Freitagmorgen ein 42-jähriger Mann aus Battenberg auf der Bundesstraße 236 gestürzt. Seine Verletzungen waren so schwer, dass der Notarzt einen Rettungshubschrauber anfordern musste.

Um 9.55 Uhr ging bei der Frankenberger Polizeiwache die Meldung ein, dass sich ein schwerer Unfall auf der Bundesstraße 236 bei Bromskirchen ereignet hat. Daraufhin wurden eine RTW-Besatzung, der Notarzt und zwei Polizeistreifen zur Unfallstelle unweit von Bromskirchen beordert.

Bei Eintreffen der Retter am Unfallort konnte der 42-Jährige zunächst stabilisiert und die Erstversorgung durchgeführt werden. Die Polizei regelte den Verkehr auf der B 236 bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers Christoph 90 aus Gießen. Dieser war etwa 700 Meter unterhalb der Unfallstelle in einem Wiesenstück an der Untermühle gelandet. Mit einem RTW wurde der 42-Jährige zum Wiesengrund gefahren und dort schonend in der RTH geschoben. Um 11.25 Uhr hob die Maschine mit dem schwerverletzten in Richtung Marburg ab.

Nach Abgaben der Polizei war der Battenberger mit seinem Roller Ausgangs einer leichten Linkskurve ohne Fremdeinwirkung gestürzt, als er auf dem Weg von Allendorf in Richtung Bromskirchen war. Die Ursache des Sturzes ist bislang unklar.  (112-magazin)

Link: Unfallstandort B 236 am 19. Juli 2019

Publiziert in Retter
Mittwoch, 10 Juli 2019 23:55

Vom Unfallwrack ins Feuerwehrauto

ESLOHE. Ich treffe Robin Feldmann. Wir kennen uns schon länger und treffen uns nicht zum ersten Mal. Diesmal aber hat unser Treffen einen ganz besonderen Hintergrund. Eigentlich ist es ein Wunder, dass Robin noch lebt. Heute genau vor sechs Jahren hatte er einen schweren Unfall. Damals war ich an der Einsatzstelle als Berichterstatter und Fotograf tätig.

Sein Auto war an einem Baum in mehrere Teile gerissen worden. Trotz mehrjähriger beruflicher Tätigkeit beim Rettungsdienst und jahrzehntelanger Einsatzfotografie in der Freizeit war ein solches Bild auch für mich Neuland. Nie zuvor hatte ich so etwas gesehen.

Bis zur Unkenntlichkeit war sein schwarzer Kleinwagen deformiert worden, der Motorblock lag mehrere Meter weiter. Mitten auf der Straße. Bei meinem Eintreffen lag Robin bereits im Rettungswagen. In aller Regel sehe ich die Beteiligten eines Unfalles bei meiner Tätigkeit für unser 112-Magazin nicht. Wir beginnen unsere Arbeit erst, wenn die Verletzten aus dem Auto befreit wurden und im Rettungswagen liegen. Nach dem Abtransport ins Krankenhaus habe ich in aller Regel keine Verbindung mehr mit den Opfern eines Verkehrsunfalls. Bei Robin war das anders. Denn wenige Wochen nach dem schweren Unfall schrieb mir ein junger Mann: „Guten Abend, ich hätte mal eine Frage...“. Das war Robin. Jener damals 22 Jahre alte Mann, der mit seinem Wagen zwischen Kückelheim und Eslohe gegen einen Baum geprallt war. Er wollte die Fotos von seinem Unfall haben, hatte im Netz zu „seinem“ Unfall recherchiert und war dabei auf das 112-Magazin gestoßen.

Sechs Jahre später trifft er sich mit mir, um mir diesen Teil seines Lebens zu erzählen und mir geduldig und nett auf meine Fragen dazu zu antworten. Er gibt mir die Chance, aus einer anderen Sichtweise über einen Unfall zu berichten. Er hat den Mut, mit mir über all das zu reden. Wie das war an diesem Morgen, seinem „zweiten Geburtstag“.

„Es war ein ganz normaler Morgen“, erzählt mir der sympathische junge Mann. Er wollte zur Arbeit fahren. Robin hatte Zimmermann gelernt, etwas Handwerkliches. Gegen kurz vor sechs Uhr fuhr er auch an diesem Donnerstag von seinem Wohnort Kückelheim in Richtung Eslohe. „Irgendwas hat am Radio nicht funktioniert und ich wollte es einstellen“, erinnert er sich. Das nächste, was Robin merkte, war ein gewaltiger Einschlag. Der massive Straßenbaum hatte seinen Golf wie eine Sardinendose aufgerollt und den Motor herausgerissen. „Es roch verbrannt und es war neblig von den Airbags“, erinnert sich Robin im Gespräch mit mir. „Danach war ich kurz weg und wurde wieder wach, als sich von rechts ein Auto näherte“. Ein Mann stieg aus und lief auf Robin zu, das Handy in der Hand. Der Ersthelfer telefonierte zu dieser Zeit bereits mit der Leitstelle. „Ich wollte den Sitz zurück fahren“, berichtet Robin. Doch das schaffte er nicht mehr. Robin war eingeklemmt worden, die Fahrerkabine war komplett zerstört. Der junge Mann konnte weder den Sitz zurück fahren, noch das Unfallwrack verlassen. Der Ersthelfer beruhigte Robin: „Junge, warte. Die Feuerwehr kommt jetzt. Die holen Dich raus“, hatte er ihm gesagt. Robin hatte einen Wunsch: „Ruf bitte meine Mutter an“, bat er den Ersthelfer. Erst wollte Robin das selbst machen, vom Unfallfahrzeug aus. Doch auch das ging nicht mehr. Der Ersthelfer rief dann auch Robins Mutter an.

Inzwischen waren bereits erste Rettungskräfte der Rettungswache Eslohe vor Ort und haben noch vor Eintreffen der Feuerwehr mit den Maßnahmen begonnen. Nur Minuten später trafen auch die freiwilligen Feuerwehrleute aus Eslohe ein. „Einer war immer bei mir. Der hat hinter mir gesessen. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst haben sehr ruhig mit mir gesprochen und alle Schritte angesagt“, ist Robin beeindruckt. „Ich habe mich zu jeder Zeit sicher gefühlt“.

Inzwischen sind auch seine Mutter und sein Bruder an der Einsatzstelle eingetroffen. „Mama war als Erstes da. Die war natürlich geschockt“, weiß Robin heute noch. Kurze Zeit später war auch Thomas vor Ort, sein Bruder.

Nach einer guten halben Stunde war Robin aus seinem Unfallwrack befreit worden und lag im Rettungswagen. Dort erfolgte dann die detaillierte Untersuchung. „Inzwischen hatte ich Medikamente bekommen und war etwas abgeschirmt“, erzählt er mir. Trotzdem bekommt er weiterhin mit, was um ihn herum geschieht. „Die hatten einen Rettungshubschrauber für mich angefordert. Es war aber so bewölkt und neblig und es war nicht klar, ob überhaupt ein Hubschrauber kommen kann“, erinnert sich Robin. „Ich habe mir auch Gedanken gemacht, wo der überhaupt landen kann, wenn er durchkommt“, erzählt Robin weiter. Während er sich diese Gedanken macht, hört er das Rotorengeräusch des Hubschraubers – Die Piloten der ADAC Luftrettung aus Münster haben es geschafft. Trotz Bewölkung und Nebel sind sie zur Unfallstelle durchgekommen, um Robin in ein Krankenhaus zu fliegen. „Das Tragen zum Hubschrauber habe ich etwas mitbekommen. Während des Fluges bin ich aber immer wieder eingeschlafen. Ich hatte ja Medikamente bekommen“, erklärt er mir. „Das ging auch bis in den Schockraum so. Da wurde dann nach der Untersuchung eine Schnittwunde an der rechten Hand versorgt“, erzählt er. „Mehr habe ich nicht gehabt“. Robin lächelt. Und dann berichtet er weiter: „Ich bin schon am nächsten Tag von der Intensivstation nach Hause entlassen worden“. Bereits vom Unfalltag an hatte Robin sich sehr für die Arbeit der Rettungskräfte an diesem Tag und die Auswirkungen des Unfalls interessiert. „Ich habe nachmittags schon gegoogelt und Eure Fotos gefunden“, lacht er.

Dann endet unser Gespräch. Jetzt muss noch ein Foto gemacht werden. Dazu zieht Robin sich um. Er zieht Feuerwehrkleidung an, nimmt seinen Helm und stellt sich vor dem Rüstwagen des Esloher Löschzuges zum Foto auf. Vor dem Wagen, der damals die notwendige Ausrüstung dabei hatte, um Robin aus dem völlig zerstörten Wrack zu befreien.

Logisch für den jungen Mann, dass er sich persönlich bei seinen Rettern bedanken wollte. „Dann bin ich zu einem Dienstabend der Feuerwehr gegangen und habe erst mal was in die Kasse getan“, lacht er. „Und dann hab ich mir den Dienstabend angeschaut und bin direkt hier hängen geblieben“. Heute ist Robin selbst Feuerwehrmann. Rückt aus, wenn andere Menschen in Not geraten sind, um ihnen zu helfen. Hilft den Kameraden, die ihn damals aus dem Auto gerettet haben. „Ich habe den Rettungsdienst als Erstes gefragt, ob der überhaupt noch lebt“, erinnert sich ein Feuerwehrkamerad von Robin, der unser Gespräch zufällig mitbekommt.

Nicht nur als Feuerwehrmann ist Robin seit seinem Unfall aktiv. Auch in der First-Responder-Gruppe engagiert er sich, kommt also auch bei „normalen“ medizinischen Notfällen zum Einsatz, um Menschen schnelle Hilfe zu bringen und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.

Was denkt Robin eigentlich heute, wenn er an der Unfallstelle vorbei kommt? „Ah! Mein Baum“, wir lachen herzlich.

Dann nimmt Robin mich in seinem Auto mit. Einem Golf 6, wie damals. Er fährt mit mir in Richtung Kückelheim und zeigt mir noch einmal „seinen Baum“. „Hier. Der wars“, sagt er mir. Dann ist es kurz still und wir fahren am Baum vorbei. „Das ist für mich kein Problem. Ich fahre wieder ganz normal Auto“, versichert mir Robin. Als Zimmermann arbeitet er übrigens nicht mehr. Auch beruflich hilft er nun kranken und verletzten Menschen. Robin ist kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. „Das ist echt geil!“, freut er sich.

Dann stoppt er sein Auto, damit ich aussteigen kann. Er verabschiedet mich mit einem Lächeln und einem Handschlag. „Bis zum nächsten Einsatz“, sagt er zu mir. Ich fahre zurück nach Hause. Voller Anerkennung für so viel Mut, so offen mit mir über diesen schweren Unfall zu reden, mir zu gestatten diesen höchstpersönlichen Lebensabschnitt mit Text und Fotos öffentlich zu machen, so geduldig und freundlich meine Fragen zu beantworten. Und nicht zuletzt darüber, nun selbst als Feuerwehrmann, First-Responder, oder Krankenpfleger für in Not geratene Menschen einzustehen. Rund um die Uhr.

Publiziert in HSK Feuerwehr

ARFELD. Zu einem spektakulären Verkehrsunfall wurden am späten Samstagabend gegen 23.34 Uhr die Feuerwehren aus Arfeld und Bad Berleburg, sowie der Notarzt und der DRK Rettungsdienst aus Bad Berleburg und die Polizei alarmiert.

Auf der Stedenhofstraße, so stand es in der Alarmmeldung, sei es zu einem Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person gekommen. Als die ersten Einsatzkräfte nach wenigen Minuten eintrafen, konnten sie glücklicherweise schnell Entwarnung geben. Es war niemand mehr im Fahrzeug eingeklemmt. Die verletzte Fahrerin konnte ohne schweres Werkzeug schnell befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden.

Die Frau war mit ihrem VW Tiguan von einem Parkplatz in der Stedenhofstraße kommend unterwegs und bisher ohne erkennbaren Grund geradeaus gefahren, statt der Straße zu folgen. Dabei durchfuhr sie zunächst ein Gartenbeet und blieb dann vor einem Baum stehen, gegen den sie frontal prallte.

Nach der Erstversorgung vor Ort wurde sie in ein Krankenhaus gefahren. Die Feuerwehren klemmten die Batterie am Fahrzeug ab und leuchteten die Einsatzstelle aus. Die Frau wurde bei dem Unfall schwer verletzt.

Publiziert in SI Feuerwehr

VOLKMARSEN. Vorbildliche Arbeit haben am Samstagmittag nicht nur Polizei, Rettungskräfte und die Hubschrauberbesatzung bei einem Verkehrsunfall in Külte geleistet - auch die Ersthelfer wurden im Polizeibericht lobend für ihr Engagament und ihr Können gelobt.

Nach Angaben der Polizei Bad Arolsen befuhr am 29. Juni ein Mann aus Warburg (30) mit seinem VW-Golf die Straße Am Freistuhl in Richtung Wiesenhöfe. Zeitgleich setzte ein Rollerfahrer (79) aus Volkmarsen seine Fahrt vom Stadtweg kommend in Richtung Volkmarsen fort. Er tastete sich mit dem Kleinkraftrad in den Kreuzungsbereich vor und wurde gegen 12.40 Uhr unmittelbar von dem Golf erfasst.

Der Aufprall war so stark, das der 79-Jährige mit seinem Roller auf die Straße geschleudert wurde. Dort blieb der Senior mit einer offenen Oberschenkelfraktur liegen, bis Ersthelfer am Unfallort ankamen, um sich fachkundig um den Verletzten zu kümmern. Auch der abgesetzte Notruf an die Rettungsleitstelle war detalliert; somit konnten Notarzt, Polizei und der Rettungshubschrauber zeitnah am Unfallort eintreffen.

Schwerverletzt  wurde der Senior ins Klinikum Kassel geflogen und operiert. Sowohl der Roller, als auch der Golf waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Unverletzt konnte der Golffahrer die Unfallstelle verlassen. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf insgesamt 4500 Euro, wobei der größte Teil auf den Golf (3500 Euro) angerechnet wurde. (112-magazin)

Link: Unfallstandort Külte am 29. Juni 2019

-Anzeige-



 

Publiziert in Polizei
Samstag, 29 Juni 2019 15:58

Von Sonne geblendet: Opel rammt Dacia

BAD WILDUNGEN/WENZIGERODE. Vermutlich führte die tief stehende Sonne am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr zu einem Verkehrsunfall zwischen Wenzigerode und Bad Wildungen.

Auf Nachfrage bei der Polizeistation Bad Wildungen hieß es, dass eine 57-jährige Frau aus Gilserberg mit ihrem Opel Mokka, die Kreisstraße 37 von Wenzigerode in Richtung Bad Wildungen gefahren sei.  Aus entgegengesetzter Richtung näherte sich zu diesem Zeitpunkt ein junger Mann (21) aus Bad Wildungen in seinem Dacia Sandero.

Die Dame verlangsamte die Geschwindigkeit und bog nach links in einen Feldweg ab ohne auf den vorfahrtsberechtigten Gegenverkehr zu achten, da sie von der Sonne geblendet wurde - es kam zum Zusammenstoß beider Pkws, die mit Totalschaden abgeschleppt werden mussten. Auf insgesamt 15.000 Euro wurde der Sachschaden an beiden Autos geschätzt.

Der 21-Jährige wurde leichtverletzt mit einem RTW in eine Bad Wildunger Klinik gebracht.  (112-magazin)

-Anzeige-


Publiziert in Polizei

HESBORN. Zu einem schweren Arbeitsunfall bei der Heuernte kam es auf einem Feld zwischen Liesen und Hesborn. Rettungsdienst, Notarzt, Feuerwehr, Polizei und Hubschrauber waren am Mittwochabend gegen 17.45 Uhr im Einsatz.

Wie die Polizei mitteilte, hat ein 45-jähriger Hesborner bei der Heuernte schwere Verletzungen erlitten und musste von der Feuerwehr befreit werden. Nach Angaben vor Ort war der Mann auf einem Ladewagen, der kleine Heuballen aufgeladen hatte. „Er wollte dann runterspringen und ist mit dem Arm im Gestänge hängen geblieben“, erklärten die Polizeibeamten.

Die Feuerwehren aus Hallenberg und Hesborn mussten das Gestänge des Ladewagens kaputt schneiden, um den Arm des Mannes befreien zu können. Außerdem, so hieß es vor Ort weiter, hätten sich Eisenstangen in den Arm des Mannes gebohrt.

Während der Rettung- und Bergungsarbeiten wurde der Verletzte durch das Team des RTW Medelon und des Notarzteinsatzfahrzeuges aus Winterberg medizinisch versorgt. Im Anschluss an die Erstversorgung wurde der Verletzte mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 7" aus Kassel, der direkt an der Unfallstelle landete, in eine Klinik geflogen. Lebensgefahr besteht glücklicherweise nicht.

Publiziert in HSK Feuerwehr
Montag, 24 Juni 2019 14:26

Nach Aufprall auf Baum in Lebensgefahr

WERPE. Kurz nach acht Uhr. Auf der Landstraße zwischen den Schmallenberger Ortsteilen Werpe und Felbecke war es still am Montagmorgen. Kein Verkehr, keine Autogeräusche, keine Motorradfahrer. Die Straße war gesperrt worden und die gespenstische Ruhe vor Ort wird nur dezent von Stimmen durchbrochen. Es sind die Stimmen von Feuerwehrleuten, Polizeibeamten, Notfallsanitätern und Notärzten. Sie alle waren ausgerückt, um ein Leben zu retten. Ob sie es tatsächlich geschafft haben, das weiß man noch nicht. „Es besteht massivste Lebensgefahr“, schildert ein Polizeibeamter vor Ort. Möglicherweise auch, weil die Frau keinen Sicherheitsgurt angelegt hatte, wie die Polizei mitteilte.

Warum die 46 jährige Frau auf gerader Strecke gegen einen starken Straßenbaum geprallt ist, ist noch völlig unklar. „Die Frau kam aus Richtung Schmallenberg und ist gegen den Baum gefahren. Mehr wissen wir selbst noch nicht“, erklären die Polizeibeamten vor Ort.

Die Feuerwehren aus Berghausen, Bracht, Felbecke und Schmallenberg haben unter der Einsatzleitung von Jürgen Schneider die Patientin aus dem silbernen VW Passat befreit. „Erst war die Patientin für den Rettungsdienst noch ansprechbar, ist dann aber bewusstlos geworden“, erklärt Jürgen Schneider. Er und seine Leute mussten dann eine so genannte Crashrettung vornehmen. Dies ist ein schnellstmögliches Rettungsverfahren, was angewendet wird, wenn beim Patienten akute Lebensgefahr besteht und er „keine Zeit zu verlieren hat“. Die Ruhigstellung der Wirbelsäule, oder die schonende Rettung mit einem Rettungskorsett entfallen bei solch kritischen Patienten. Da geht es nur darum, den Verletzten so schnell wie möglich lebend aus dem Wrack zu retten.

Während der Rettungsmaßnahmen durch die Feuerwehr wurde die eingeklemmte Frau vom Retungsdienst und dem Notarzt aus Bad Fredeburg medizinisch versorgt. Außerdem war der in Siegen stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 25“ nach Werpe beordert worden. Im Anschluss an die Befreiung und die Erstversorgung flog der Hubschrauber die Schwestverletzte in eine Klinik. „Polytrauma“, sagte der Feuerwehreinsatzleiter vor Ort. Damit ist eine Kombination verschiedener Verletzungen gemeint, die entweder von ihrer Art her, oder in der Kombination Lebensgefahr bedeutet.

Am silbernen Passat ist der Tacho durch die Wucht des Aufpralls bei 80 km/h hängen geblieben. Durch dieses rasante Abbremstrauma kann die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit noch höher gewesen sein. Am Fahrzeug sieht man die Spuren des Aufpralls und der Rettung: Glassplitter liegen vor dem Baum, die Windschutzscheibe ist zerborsten, die gesamte Front verformt und eingedrückt. Die Tür am Fahrzeug wurde mit schwerem Gerät abgetrennt. Das Dach wurde eröffnet. „Zum Glück war die Patientin nicht noch im Fußraum eingeklemmt“, resümiert Jürgen Schneider kurz.

Nach der Einsatznachbesprechung direkt vor Ort fahren Feuerwehr und Rettungsdienst wieder zurück in ihre Standorte. Nachdem der Abschleppwagen da war, erinnern nur noch markierte Spuren auf der Straße und Prellmarken am Baum an den schweren Unfall. Sie sind die stummen Zeugen einer Tragödie auf der Landstraße.

Publiziert in HSK Feuerwehr

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige