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GIRKHAUSEN. Mehr als glimpflich endete ein Sekundenschlaf eines 56-jährigen Mannes am Freitagnachmittag. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann auf der L721 kurz vor dem Girkhäuser Sportplatz eingenickt und dabei auf die Gegenfahrbahn geraten.

Ein 44-jähriger Mann, der die Landstraße mit seinem Beetle in Richtung Dödesberg befuhr, wich noch in den Grünstreifen aus, es kam aber trotzdem zum Zusammenstoß. Dabei wurden beide Autos zerstört, der Wagen des Verursachers drehte sich um nahezu 180 Grad und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Die beiden Männer wurden nach Polizeiangaben vor Ort durch die Besatzung eines Rettungswagens untersucht, konnten aber beide unverletzt vor Ort verbleiben.

Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt, der Verkehr konnte einspurig an der Unfallstelle vorbei fahren.  

Publiziert in SI Polizei

FRANKENBERG-GEISMAR. Zu einem Verkehrsunfall kam es am Donnerstagabend auf der B253 kurz vor Geismar. Ein älteres Ehepaar aus Frankenberg wollte aus einer Nebenstraße in Geismar auf die B253 in Richtung Frankenberg abbiegen, übersah dabei einen blauen Audi, der aus Richtung Löhlbach kam und kollidierte mit diesem. Dabei drehte sich der Golf um 180 Grad und kam auf dem Seitensteifen zum Stehen. Der Audi hingegen wurde in den Straßengraben geschleudert und kam auf der Beifahrerseite zum Liegen. Der Fahrer, ein 30-jähriger  Mann aus Geismar, versuchte noch auszuweichen, konnte aber eine Kollision nicht mehr verhindern

Ein Ersthelfer setzte den Notruf bei der Leitstelle Waldeck-Frankenberg ab. Daraufhin rückten die Wehren Geismar und Frankenberg mit ca. 25 Einsatzkräften unter dem Alarmkürzel „HKLEMM 1 Y“ zur Einsatzstelle aus. Ebenfalls auf den Plan gerufen wurden zwei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und zwei Streifenwagen der Polizeistation Frankenberg. Unter Einsatzleitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet, der Brandschutz sichergestellt und auslaufende Betriebsstoffe abgestreut.

Die verletzten Personen im Alter von 82, 81 und 30 Jahren wurden durch den anwesenden Notarzt und den Rettungsdienst medizinisch versorgt und anschließend in das Kreiskrankenhaus Frankenberg gebracht. Abgeschleppt wurden die Unfallfahrzeuge vom Bergungsunternehmen AVAS aus Frankenberg. Laut Polizei entstand an den beiden Fahrzeugen wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von ca. 13.000 Euro. Während der Einsatzarbeiten war die B253 voll gesperrt. Gegen 23:30 Uhr konnten die Einsatzkräfte wieder in ihre Standorte abrücken.

Publiziert in Feuerwehr

EDERBRINGHAUSEN. Ein Fehler beim Abbiegen führte am 28. Januar zu einem folgenschweren Zusammenstoß auf der Bundesstraße 252. Eine 84-jährige Fahrerin aus Korbach bog mit ihrem Golf von Ederbringhausen kommend nach links auf die B 252 ab und übersah dabei einen von Korbach kommenden Renault Clio, besetzt mit zwei Frauen aus Frankenberg; in dem Golf befand sich ebenfalls eine Beifahrerin. Alle vier Frauen wurden bei dem Unfall verletzt.

Gegen 16:10 Uhr rückten die Wehren Ederbringhausen, Schmittlotheim und Herzhausen, die örtliche Einsatzleitgruppe“, vier Rettungswagen vom DRK Rettungsdienst Frankenberg, JUH Dalwigkstal, DRK Rettungsdienst Korbach und Promedica Rettungsdienst Sachsenhausen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge aus Röddenau und Korbach, sowie zwei Streifenwagen der Polizeistation Frankenberg unter dem Alarmkürzel "HKLEMM1 Y" zur Unfallstelle aus. Auf der Anfahrt erreichte die Rettungskräfte die Mitteilung per Funk, dass sich wahrscheinlich keine Verletzten mehr in den Fahrzeugen befinden. Ersthelfer, die zur Unfallstelle gelangten, halfen und betreuten die Verletzten vor Eintreffen der ersten Einsatzkräfte.

Unter der Einsatzleitung von Gemeindebrandinspektor Marco Armert wurde die Unfallstelle abgesichert und ausgeleuchtet, zudem wurde der Brandschutz sichergestellt. Mit Eintreffen des Rettungsdienstes wurden die Verletzten vor Ort medizinisch versorgt und anschließend in umliegende Krankenhäuser nach Korbach, Frankenberg und Marburg gebracht. Durch die Feuerwehr wurden auslaufende Betriebsstoffe aufgenommen und die Unfallstelle von herumliegenden Trümmerteilen bereinigt.

Ein Landwirt unterstützte die Einsatzkräfte mit seinem Hoftraktor und einem Besen. Während des Einsatzes war die B252 voll gesperrt. Gegen 19.30 Uhr konnten die Einsatzarbeiten beendet werden und die rund 30 Einsatzkräfte in ihre Standorte abrücken. An den Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von ca. 35.000 Euro, abgeschleppt wurden diese durch das Abschleppunternehmen ADAC Heidel aus Korbach.

Publiziert in Feuerwehr

WINTERBERG. Souverän, routiniert und durch nichts aus der Ruhe zu bringen. So kann man es beschreiben, was die Winterberger Rettungskräfte samt Feuerwehr und Polizei am Freitagabend geleistet haben. Es galt, eine verletzte Frau aus einem Auto zu befreien. Aber diesmal war etwas anders, als bei den meisten anderen Einsätzen dieser Art. Der Einsatzort war keine Landstraße, keine stark befahrene Bundesstraße, oder eine abschüssige Ortsverbindung. Diesmal war der Einsatzort mitten im Fokus. Im Fokus vieler Mc Donalds Besucher, vieler Autofahrer, die eigentlich zur Tankstelle wollten, oder Durchreisender, die gerade von den Skihängen kamen, an denen Flutlichtfahrten angeboten wurden. Große Sichtschutztücher halten die Feuerwehrkameraden hoch, um damit die im Auto sitzende Frau vor den Blicken der vorbeifahrenden Autofahrer zu schützen. Selbst, wenn die Autofahrer hier nicht mit Absicht hinsehen würden, würden sie zwangsläufig auf das Geschehen blicken, wenn sie durch den nahe gelegenen Kreisverkehr fahren. Der Verkehr staut sich von Mc Donalds zurück bis in den Kreisverkehr und die anschließende Haarfelder Straße.

Direkt nebenan, auf dem Gelände der Aral-Tankstelle arbeiten Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei Hand in Hand, um die Frau im Seat optimal zu versorgen. Dahinter steht ein Geländewagen, der im Laufe des Einsatzes weggefahren wird. „Ich hole jetzt mal den Fahrer hier hin, damit er wegfahren kann und sich das Drama nicht mit ansehen muss“, entscheidet einer der vor Ort befindlichen Polizeibeamten. Einfühlsam spricht er mit dem Mann. Hören kann ich das nicht. Aber ich kenne den Polizeibeamten, weiß, wie er „tickt“. Und ich sehe, die Gestik und Mimik der beiden während des Gespräches. Das Gespräch mit dem Polizeibeamten hilft dem Mann einen Moment lang. Er darf dann mit seinem Auto wegfahren. Beschädigt ist es augenscheinlich nicht. Nun wird die Sicht auf den Seat frei, in dem die Frau noch sitzt. Feuerwehre und Rettungsdienstmitarbeiter versorgen sie und bereiten deren Befreiung und Rettung aus dem Pkw vor. Dieser ist aber auch nicht beschädigt. Was dem Laien etwas rätselhaft vorkommt, ist dennoch recht einfach zu erklären: Zwei Frauen sind mit ihrem Seat vom Kreisverkehr auf das Tankstellengelände gefahren, der Geländewagen dahinter. Als der Seat etwas abbremste, bremste auch der Geländewagen ab, rutschte allerdings weiter, sodass er auf den Seat prallte. Dabei hat sich die Beifahrerin im Seat schwere Verletzungen, vermutlich im Bereich der Halswirbelsäule, zugezogen.

Der Rettungsdienst stellte somit die Indikation einer technischen Rettung aus dem Wagen.

Als ich vor Ort komme, laufen die Arbeiten noch auf Hochtouren. Ich gehe zum Streifenwagen und bleibe dort stehen. Ich möchte warten, bis die Patientin nicht mehr im Fahrzeug ist und dann erst Fotos machen. Aus der Distanz sehe ich die Arbeit der Einsatzkräfte. Ruhig sind die und sehr routiniert. Eine große Plane wurde ausgebreitet, auf der verschiedene Werkzeuge und Gerätschaften gelagert sind, die nach und nach benötigt werden.

Die Frau im Auto ist nicht alleine. Rettungsdienstmitarbeiter und ein Feuerwehrmann haben sich in das Auto dazu gesetzt. Jeder Schritt wird erklärt und angekündigt. Die Frau selbst wird beruhigt und es wird etwas gegen die Schmerzen, das Frieren und die Angst getan. Immer wieder höre ich das Durchtrennen von Metall durch die Rettungsschere. Das Dach wird vom Fahrzeug abgetrennt, auch die Windschutzscheibe wird mit einem speziellen Gerät zerstört und herausgenommen. Das Rettungsteam hat eine Trage mit Vakuummatratze vorbereitet, eine Spezialmatratze die Styroporkügelchen enthält. Darauf wird die Patientin gelagert und dann die Luft aus der Matratze abgesaugt. So passen sich die Kügelchen genau an den Körper  

an. Wie ein rohes Ei muss man Menschen, die an der Wirbelsäule verletzt sind, versorgen. Den Einsatzkräften in Winterberg geling das. Hand in Hand arbeiten die NAW Besatzung und die Polizei, sowie die Feuerwehr unter der Einsatzleitung von Günter Braun zusammen. Nach einiger Zeit wird die Patientin vorsichtig aus dem Auto auf die Vakuummatratze gehoben und dann in den Rettungswagen gebracht, wo sie weiter versorgt, optimal betreut und in ein für die Verletzungen geeignetes Krankenhaus gebracht wird. Dann packen die Feuerwehrleute ihre Materialien wieder zusammen. Souverän, routiniert und durch nichts aus der Ruhe zu bringen.

Publiziert in HSK Feuerwehr
Samstag, 25 Januar 2020 23:57

Pkw-Fahrer stirbt bei Aufprall auf einen Baum

KUNST WITTGENSTEIN. Bei einem schweren Verkehrsunfall am Samstagabend ein Mann ums Leben gekommen. Um kurz nach 18 Uhr wurden die Rettungskräfte, die Polizei und die Feuerwehr auf die B62 nach Kunst Wittgenstein gerufen. Dort, so die Meldung, habe sich ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person ereignet.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der Mann, der mit seinem Auto gegen einen Baum geprallt war, bereits reanimationspflichtig. Rettungsdienst und Notarzt versuchten, das Leben des Autofahrers zu retten. Er verstarb jedoch noch an der Unfallstelle. Zuvor hatten die Kameraden des Löschzuges Bad Laasphe, die kurz nach dem Beginn ihrer Jahresdienstversammlung alarmiert worden waren, die Tür des Opel Corsas öffnen müssen.

Der Mann, so die Polizei, sei vermutlich aus Richtung Saßmannshausen gekommen und dann kurz nach der Schloßkurve nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und dort frontal gegen den Baum geprallt. Vermutlich war der Autofahrer nicht angeschnallt. Wieso der Mann von der Fahrbahn abkam und gegen den Baum prallte, ist derzeit noch unklar.

Nach dem Einsatz des Rettungsdienstes blieb die Feuerwehr noch vor Ort, um die Einsatzstelle auszuleuchten, und der Polizei vor Ort so die Beweissicherung zu erleichtern. Die B 62 blieb für rund drei Stunden voll gesperrt und der Verkehr wurde über den Schlossberg umgeleitet. Nach der Beweissicherung vor Ort wurde der Pkw von einem Abschlepper geborgen und abgeschleppt. Der Wagen wurde sichergestellt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war kein weiterer Verkehrsteilnehmer an dem Unfall beteiligt.

Publiziert in SI Feuerwehr

FRANKENBERG. Unaufmerksamkeit führte am Mittwoch zu einem Verkehrsunfall zweier Pkw in der Innenstadt von Frankenberg - insgesamt entstand ein Sachschaden von 22.500 Euro.

Zu dem Verkehrsunfall rückte am 22. Januar eine Polizeistreife um 20.15 Uhr, in die Bottendorfer Straße aus. Bei Eintreffen der Beamten waren Rettungskräfte bereits am Ort des Geschehens eingetroffen. Während die Beamten die Straße im Kreuzungsbereich zur Bahnhofstraße absperrten und mit der Unfallaufnahme begonnen hatten, wurden die beiden Unfallgegner, eine 21-jährige Frau aus Frankenau und ein 74 Jahre alter Mann aus Frankenberg von den Rettungskräften betreut. Wie sich herausstellen sollte, waren beide Personen nicht schwerverletzt, wurden aber zur Kontrolle ins Frankenberger Krankenhaus gebracht.  

Was war geschehen?

Nach Angaben der Polizei befuhr die 21-Jährige mit ihrem schwarzen Nissan die Bottendorfer Straße aus Richtung Bottendorf kommend in Richtung Uferstraße. Im Kreuzungsbereich wollte die junge Frau mit ihrem Micra nach links in die Bahnhofstraße abbiegen und übersah dabei einen entgegenkommenden schwarzen BMW 5 dessen Fahrer vorfahrtsberechtigt war.

Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge, wobei sämtliche Airbags im BMW ausgelöst wurden. An dem Fahrzeug entstand ein Sachschaden von mindestens 20.000 Euro, der 5er musste in die örtliche BMW-Fachwerkstatt abgeschleppt werden.

Ebenfalls abgeschleppt werden musste der Micra, weil der Zusammenstoß so stark war, dass das Fahrzeug mit wirtschaftlichem Totalschaden (2500 Euro) nicht mehr fahrbereit war. (112-magazin)

Link: Unfallstandort in der Bottendorfer Straße am 22.01.2020

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BROMSKIRCHEN. „Das ging innerhalb weniger Minuten. Da war einfach nichts mehr zu retten“, ein Anwohner steht auf der Hauptstraße in Bromskirchen. Fassungslos blickt der Mann auf ein Fachwerkhaus in der Ortsdurchfahrt. Das Haus wurde ein Raub der Flammen. „Ich war gerade zum Bäcker unterwegs, da sah man die Flammen von zu Hause aus weit in den Himmel schlagen. Größer, als die umstehenden Häuser“, schildert er mir.

Dies, so Bromskirchens Gemeindebrandinspektor Andreas Kautz vor Ort, sei auch die Ausgangslage beim Eintreffen der ersten Kräfte gewesen. „Das Haus stand bei unserem Eintreffen schon im Vollbrand“, schildert er. Nur wenige Minuten benötigten er und seine Kameraden aus Bromskirchen zur Einsatzstelle. Unterstützung bekamen sie von den Kameraden aus Somplar, Allendorf und Frankenberg. Außerdem wurden mehrere Rettungswagen und der Notarzt, sowie die Polizei zur Einsatzstelle nach Bromskirchen in die Hauptstraße beordert. „Gott sei Dank waren schon alle Leute aus dem Haus ins Freie gelangt“, zeigte sich Andreas Kautz vor Ort erleichtert.

Das Zuhause vieler Familien erhalten

Die Hauptaufgabe seiner Kameraden sei es nicht mehr gewesen, das brennende Gebäude zu löschen. „Wir konnten nicht ins Gebäude, das wäre viel zu gefährlich gewesen“, erklärt er.

Die Ehrenamtlichen hatten eine andere, in diesem Moment noch wichtigere Aufgabe und die ist ihnen auch gelungen: Alle umstehenden Gebäude konnten vor den Flammen bewahrt werden und somit haben die Feuerwehrleute am Samstagmorgen vielen, vielen Leuten ihr zu Hause erhalten. Viele Hydranten, auch außerhalb des Ortes, mussten dafür angezapft werden und viele Meter Schlauchleitung verlegten die Feuerwehrleute weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit.

„Das Haus, was da hinten quer zur Straße steht, geht fast direkt ans Brandgebäude“, schildert mir der Anwohner am Gehweg, als er mit dem Finger in die Richtung zeigt, wo viele Feuerwehrleute Nachlöscharbeiten durchführen. Dieses Haus und die vielen anderen in der engen Bebauung haben die Einsatzkräfte gerettet. Der Mann fühlt mit den beiden rumänischen Familien, die in dem abgebrannten Gebäude wohnten. So, wie viele andere Anwohner, die an diesem Morgen entsetzt mit ansehen, wie die Familien ihr zu Hause verloren haben.

"Mit Propangas geheizt"

„Ausweispapiere, Kleidung, alles weg“, schildert mir ein junger Mann. Er und sein Vater wohnen direkt im Nachbargebäude, nur wenige Meter entfernt. „Es war leider eine Frage der Zeit“, schildert der Vater die Situation dort. Die Familien hätten nahezu alles, was brennbar gewesen wäre, in den Ofen gesteckt und später, weil keine Heizung im Haus sei, mit Propangas geheizt. Diese Schilderung des Nachbarn lässt einige schlucken. Sie könnte aber erklären, warum während des Einsatzes immer wieder kleine Explosionen im Gebäudeinneren zu hören waren. Auch die Scherben und die Dichtungen der Fenster, die bis weit in die gegenüberliegenden Hofeinfahrten geflogen waren, könnten ein Indiz dafür sein, dass es beim Heizen mit dem Propangas zu dem Unglück gekommen ist. Um dies endgültig zu klären, hat die Kriminalpolizei aus Korbach Brandermittler vor Ort eingesetzt. Sie äußerten sich verständlicherweise noch nicht zu einer möglichen Ursache. Ihre Arbeit beginnt nun erst. Aus verkokelten Gegenständen, Zeugenaussagen und Gegebenheiten vor Ort müssen die Experten nun Spuren lesen, um die Ursachenfrage klären zu können.

Hausbewohner verletzt ins Krankenhaus

Vier Menschen, so schreibt die Polizei in ihrer Meldung, seien bei dem Brand verletzt worden. Auch zwei Kinder seien betroffen. Drei Menschen seien als leicht verletzt einzustufen, eine Frau jedoch sei schwer verletzt worden. Lebensgefahr bestehe glücklicherweise nicht, steht in der Polizeimeldung. Vor Ort hört man die Menschen sagen, die Verletzten seien allesamt zur Uniklinik Marburg gebracht worden. Dies bestätigt auch Einsatzleiter Andreas Kautz. Den Schaden am Gebäude beziffern die Polizeibeamten laut der Pressemeldung mit rund 100.000 Euro.

Derweil sind Andreas Kautz und seine Kameraden weiterhin mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. „Das wird wohl noch ein paar Stunden dauern“, schätzt der Gemeindebraninspektor die Situation ein, während er sich das Gebäude von der Seite, wo die Frankenberger Drehleiter die Löscharbeiten durchführt, ansieht. Andreas hat immer nur kurz Zeit für ein, zwei Statements zwischendurch. Dann wird er wieder abgerufen, weil irgendwo eine Entscheidung, oder sein kompetenter Rat benötigt wird.

Anwohner unterstützen die Feuerwehr

Ich bekomme mit, dass die Anwohner nicht, wie oft vorverurteilt, nur da stehen und zuschauen. Die Menschen sind betroffen. Sie helfen „ihrer“ Feuerwehr: Da werden Garagen, Gasthäuser, Keller und Werkstätten geöffnet, in denen sich die Wehrleute nach dem Einsatz ausruhen können. Es wird Kaffee gekocht, Getränke gereicht, Brote und Brötchen geschmiert. Dass jemand hier die Einsatzkräfte stört, in die Gefahrenstelle läuft, oder sich daneben benimmt – das sehe ich nicht. Vielmehr überwiegt die Anerkennung für die Leistung der Feuerwehrleute am Ort, die viele aus dem Dorf, der Nachbarschaft, oder von der Arbeit kennen.

Aktuell sind auch die Nachlöscharbeiten abgeschlossen. Der Tag ist aber nach Beendigung der Löscharbeiten zumindest für die Bromskirchener Kameraden noch nicht vorbei. „Wir haben heute Abend Jahreshauptversammlung. Das wird wahrscheinlich ein wenig knapp“, erzählt mir Andreas Kautz.

Publiziert in Feuerwehr
Freitag, 10 Januar 2020 21:38

Menschen hinter den Kulissen - unsere neue Serie

Die Menschen hinter den Kulissen. Das ist eine neue Serie, die derzeit in Vorbereitung ist und in den nächsten Wochen hier beim 112-Magazin exclusiv starten wird.

Viele von Euch liebe Leser, haben in der vergangenen Zeit den Wunsch geäußert, gerne mehr über die Menschen zu erfahren, die Tag für Tag und Nacht für Nacht für unsere Gesundheit und Sicherheit im Einsatz sind. Auch über die, die wir auch an den Einsatzstellen vielleicht nicht immer sehen oder treffen. Wer steckt hinter Atemschutz, Einsatzjacke, Dienstmütze und Pilotenhelm?

Derzeit sind wir dabei, diese Menschen zu besuchen und ihnen Fragen zu ihrer segensreichen Arbeit, ihrer unbezahlbaren Freizeitaktivität, ihren persönlichen Empfindungen, oder besonderen Begebenheiten zu stellen. Mit ihnen zu reden, ganz gemütlich und hoffentlich außerhalb des Einsatzstress. Wir lernen richtig tolle Menschen dabei hautnah kennen, die sich bereit erklärt haben, Euch einen einmaligen Einblick zu gewähren.

Wir haben schon Feuerwehrleute besucht, Bergwachtler und Rettungsdienstmitarbeiter. Weitere Termine sind geplant mit Polizebeamten, Hubschrauberpiloten, Seelsorgern, ganz besonderen Auszubildenden, Ehepartnern und vielen Menschen mehr. Seid gespannt und freut Euch auf die Serie der „Menschen hinter den Kulissen“.

Bald erfahrt Ihr hier mehr.

Publiziert in SI Retter
Freitag, 10 Januar 2020 18:25

Postauto auf Abwegen - Unfall endet glimpflich

DIEDENSHAUSEN. Spektakulär und zugleich glimpflich endete ein Unfall am Freitagmittag in Diedenshausen. Ein Zustellfahrzeug der Post war in der abschüssigen Straße „Zum Ehrenmal“ abgestellt worden, damit die Post ausgeliefert werden konnte. Aus bislang unklarer Ursache setze sich der VW Bus in Bewegung und fuhr rückwärts durch eine Hecke gegen das Ehrenmal und wurde von zwei Bäumen gestoppt. Dabei wurde das Fahrzeug erheblich beschädigt, die Fahrertür wurde beim Unfall abgerissen und der Aufbau stark demoliert.

Die Postbotin, die gerade die Briefe verteilte und das Wegrollen des Fahrzeuges mitbekam, versuchte, den Wagen zu stoppen. Glücklicherweise kann man sagen, stürzte sie dabei und geriet so nicht zwischen das rollende Fahrzeug und die Bäume oder das Ehrenmal. Zwar verletzte die Frau sich beim Sturz leicht und wurde mit dem DRK Rettungsdienst ins Bad Berleburger Krankenhaus gebracht, der Unfall dürfte aber weitaus glimpflicher ausgegangen sein, als wenn die Frau das rollende Auto erreicht hätte und unter Umständen eingeklemmt worden wäre. In der Vergangenheit kam es bei solchen gut gemeinten Rettungsversuchen immer wieder zu schweren oder gar tödlichen Verletzungen.

Die Briefe und Pakete wurden aus dem Zustellfahrzeug von anderen Mitarbeitern umgehend umgeladen und weiter verteilt. Das Postfahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Wie hoch der genaue Schaden ist, stand zunächst nicht fest.  



 

Publiziert in SI Retter

HERZHAUSEN. Ein Unfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen, sechs beteiligten Personen und über 40.000 Euro Sachschaden ereignete sich am Dienstagnachmittag bei Herzhausen. 

Gegen 14.05 Uhr befuhren ein 35-jähriger Lautertaler mit seinem Sattelzug und ein 56-jähriger Frankenberger mit seiner grauen Mercedes A-Klasse die Bundesstraße 252 aus Thalitter kommend in Richtung Herzhausen. Aus entgegengesetzter Richtung näherten sich eine 27-Jährige mit ihrem schwarzen VW Polo, ein 76-Jähriger mit seinem grauen 3er BMW und eine 32-Jährige mit ihrem schwarzen VW Passat.

In Höhe des parallel zur Fahrbahn verlaufenden Parkplatzes beabsichtigte der 56-Jährige, den vor sich fahrenden Sattelzug trotz Gegenverkehr zu überholen. Hierbei streifte er mit seinem Mercedes die Fahrzeugfront der entgegenkommenden 27-Jährigen. Anschließend lenkte der Mann nach rechts ein und prallte mit der rechten Fahrzeugseite gegen die Zugmaschine, die er gerade zu überholen versuchte.

Durch den Zusammenstoß drehte sich der VW Polo auf der Fahrbahn nach rechts, weshalb der folgende 76-Jährige einen Ausweichversuch unternehmen musste. Dieser gelang nicht, sodass er mit seinem BMW in die Beifahrerseite des Polo krachte. Der BMW drehte sich nach links und rutschte auf die Gegenfahrbahn, wo das Fahrzeug zum Stehen kam.

Währenddessen lenkte der 56-Jährige Frankenberger wieder nach links und geriet dadurch erneut in den Gegenverkehr - dort kollidierte der Mercedes mit dem schwarzen Passat einer 32-Jährigen Korbacherin. Beide Fahrzeuge rutschten durch den Zusammenstoß in den angrenzenden Straßengraben.

Die 27-Jährige aus der Gemeinde Burgwald, der 76-Jährige und seine 74-jährige Beifahrerin aus Bad Arolsen und die 32-jährige Korbacherin wurden durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. Es besteht bei keinem der Beteiligten Lebensgefahr. Unverletzt blieben der 56-jährige Frankenberger und der Fahrer des Sattelzugs.

An den Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden, der sich insgesamt auf ungefähr 42.000 Euro beläuft. Für die Einsatzdauer wurde der Verkehr über den Parkplatz umgeleitet.

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