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Donnerstag, 04 August 2011 18:06

Viehmarkt: Stabsstelle für Großeinsätze

BAD AROLSEN. Niemand will den "Fall der Fälle", doch die Helfer sind vorbereitet: Zum Viehmarkt gibt es eine Stabsstelle. In einem Schulungsraum im Feuerwehrstützpunkt könnten im Ernstfall alle Fäden zusammenlaufen: Weitab vom Markttreiben auf dem Festplatz Königsberg, mit allen technischen Voraussetzungen und Informationsmaterialen ausgestattet, stellt sich derzeit die eigens für dieses Wochenende eingerichtete Stabsstelle dar. Sie wird nach Angaben von Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer dann mit Feuerwehrleuten, Leitendem Notarzt, Organisatorischen Leiter Rettungsdienst und Polizisten besetzt, wenn es "eine Schadenslage mit zahlreichen Verletzten gibt".

Aus der Luft gegriffen ist eine solche Vorstellung laut Stadtbrandinspektor nicht: Die Explosion einer Propangasflasche auf dem Marktgelände oder ein Karussell-Unglück könnte eine große Zahl an Verletzten fordern. Deren direkte Versorgung, aber auch die Koordination überörtlich angeforderter Helfer würde in der Stabsstelle organisiert. Zahlreiche Funkgeräte und Telefone stehen im Stützpunkt ebenso bereit wie Listen mit Ansprechpartnern aller Organisationen, Rettunghubschrauber-Stationen oder Kliniken. "Von hier aus würden in einem solchen Ernstfall auch Maßnahmen der Polizei koordiniert", erklärt Karl-Heinz Meyer. Alle eingebundenen Kräfte würden bei einer Großschadenslage über ein vereinbartes Stichwort informiert und würden dann sofort die Stabsstelle besetzen.

Obwohl die Zusammenarbeit mit allen nötigen Aspekten intensiv vorbereitet wurde, hoffen die Mitglieder des Viehmarkt-Stabes vor allem auf eines: Dass sie nicht gebraucht werden.

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Dienstag, 02 August 2011 13:39

Kradunfall: Heli landet auf Brücke

NIEDER-WERBE. Nach einem Motorradunfall auf der Ederseerandstraße ist ein Rettungshubschrauber auf einer Brücke gelandet. Ein 36 Jahre alter Motorradfahrer aus Wasenberg im Schwalm-Eder-Kreis war am Montagabend gegen 18.30 Uhr auf der Landesstraße 3086 zwischen Waldeck-West und Nieder-Werbe aus zunächst unbekannter Ursache verunglückt. Die Lebensgefährtin des 36-Jährigen, die mit einer weiteren Maschine vorausgefahren war, sah den Unfall im Rückspiegel: Bei einem Tempo von etwa 50 Stundenkilometern sei ihr Freund in einer Kurve in Höhe der Taucherbucht aus für sie nicht ersichtlichem Grund plötzlich zu Fall gekommen, erklärte ein Polizist gegenüber 112-magazin.de.

Die Besatzung des in Sachsenhausen stationierten Rettungswagens und die Wildunger Notärztin versorgten den Kradfahrer und forderten wegen der Schwere der Verletzungen einen Rettungshubschrauber an. Weil direkt am Edersee keine Landemöglichkeit für den Helikopter bestand, ging der Pilot der Maschine Christoph 25 aus Siegen auf der Brücke des Vorstaubeckens bei Nieder-Werbe nieder. Nach weiterer Versorgung durch den Hubschrauber-Notarzt flog die Besatzung den Schwerverletzten in eine Marburger Klinik.

Die Brücke blieb während des Hubschrauber-Einsatzes voll gesperrt. In beiden Richtungen staute sich der Verkehr. An der Maschine vom Typ Honda entstand nur geringer Schaden.

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Dienstag, 02 August 2011 12:37

Defekter Fernseher löst Zimmerbrand aus

HEMFURTH-EDERSEE. Ein defekter Fernsehapparat hat am Montagabend einen Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus ausgelöst. "Wohnungsbrand - Menschleben in Gefahr", so lautete nach Feuerwehrangaben das Einsatzstichwort für die Wehren aus Hemfurth-Edersee, Affoldern, Bergheim-Giflitz und Bringhausen.

Wie der Dienstgruppenleiter der Wildunger Polizei am Abend gegenüber 112-magazin.de berichtete, hatte eine 29-Jährige gegen 18.20 Uhr im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses in der Straße Die Breite in Hemfurth-Edersee den Fernseher für ihre zwei und drei Jahre alten Kinder anstellen wollen. "Sofort beim Einschalten begann das Gerät zu qualmen", sagte der Polizist. Die Frau habe umgehend den Netzstecker gezogen, mit ihren Kindern das Wohnzimmer verlassen und die Feuerwehr gerufen. Bis zu deren Eintreffen brannte der Raum nahezu vollständig aus. Unter Atemschutz löschten zwei Trupps im Innenangriff den Brand, der durch starke Rauchentwicklung auf sich aufmerksam machte.

Die angerückte Besatzung eines Rettungswagens und die Wildunger Notärztin brauchten nicht einzugreifen: Weder die Mutter noch ihr dreijähriger Sohn oder die zwei Jahre alte Tochter hatten Rauch eingeatmet oder sonstige Verletzungen erlitten. Die Notärztin konnte daher wenig später zu einem Motorradunfall am Edersee eilen (112-magazin.de berichtete, zum Artikel mit Fotos hier klicken).

Die Kriminalpolizei hat routinemäßig die Ermittlungen an der Brandstelle übernommen. Alles spreche aber für einen technischen Defekt am TV-Gerät als Brandursache, hieß es am Abend weiter. Der Schaden am ausgebrannten Wohnzimmer beläuft sich auf rund 25.000 Euro.


Link:
Feuerwehr Hemfurth-Edersee

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Donnerstag, 21 August 2008 14:39

Mutter und Sohn sterben bei Unfall

FLECHTDORF. Eine 45 Jahre alte Frau und ihr 13 Jahre alter Sohn sind am Dienstagabend bei einem Unfall ums Leben gekommen. Insgesamt fünf weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Zwei Notärzte aus Korbach und Bad Arolsen, der Leitende Notarzt Dr. Ecke Tammen, der Notarzt des ebenfalls angeforderten Rettungshubschraubers Christoph 7 aus Kassel sowie die Besatzungen mehrerer Rettungswagen versorgten die Verletzten. Für die 45-Jährige aus Adorf und ihren Sohn kam jedoch jede Hilfe zu spät.

 

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war die später Getötete mit ihrem Ford Fiesta von Flechtdorf in Richtung Adorf unterwegs. Mit im Wagen saßen ihr Sohn auf dem Beifahrersitz sowie zwei weitere 13 und 14 Jahre alte Jugendliche aus Adorf. Die Frau und die Teenager waren auf dem Rückweg von einem kirchlich organisierten Fußballspiel in Korbach. In einem vorausfahrenden Renault Kangoo saßen vier weitere Teilnehmer des "Konfi-Cup" sowie die 45 Jahre alte Mutter eines der Jungen.

 

Trotz Gegenverkehrs überholt
Aus bislang ungeklärter Ursache setzte die Fiesta-Fahrerin in einer langgezogenen Linkskurve der Landesstraße 3076 - wenige hundert Meter vor dem Abzweig nach Benkhausen - trotz Gegenverkehrs zum Überholen des Kangoos an. Als sie den Renault Scenic bemerkte, wollte sie vermutlich wieder auf die rechte Spur zurücksteuern. Dabei streifte sie den überholten Wagen aber vorn links, wodurch sich ihr Fiesta querstellte. Der entgegenkommende Wagen prallte daraufhin frontal in die Beifahrerseite des Fords.

 

Mutter und Sohn waren offenbar sofort tot. Der hinten sitzende 13-Jährige wurde schwer verletzt im Wrack eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit hydraulischem Gerät befreit werden. Die Besatzung des Hubschraubers flog den lebensgefährlich verletzten Jugendlichen in eine Kasseler Klinik. Der neben ihm sitzende 14-Jährige wurde per Rettungswagen ins Korbacher Krankenhaus eingeliefert.

 

Die 62 Jahre alte Fahrerin des Renault Scenic kam verletzt ins Krankenhaus nach Bad Arolsen, ihre drei Jahre alte Enkeltochter - wie die Großmutter aus Adorf - wurde in die Klinik nach Marsberg gebracht. Die 45-Jährige im überholten Kangoo wurde leicht verletzt und erlitt ebenso wie ihr Sohn sowie die drei weiteren Jungen im Konfirmandenalter einen Schock.

 

Pfarrer als Notfallseelsorger im Einsatz
Die Mitarbeiter der Rettungsdienste sowie die Angehörigen der Feuerwehr waren sichtlich betroffen. Um die unter Schock stehenden Unverletzten seelsorgerlich zu betreuen, waren drei Pfarrer an die Unfallstelle gerufen worden. Um die näheren Umstände des folgenschweren Unfalls zu klären, nahm auf Anordnung der Kasseler Staatsanwaltschaft ein Gutachter an der Unfallstelle seine Untersuchungen auf.

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Montag, 14 September 2009 13:45

Zwei Tote bei schwerem Unfall

LÖHLBACH. Zwei Teenager sind am Sonntagabend bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 253 ums Leben gekommen. Drei Menschen erlitten bei dem Zusammenstoß zweier Autos zwischen Löhlbach und Hundsdorf teils schwere Verletzungen. Bei den Todesopfern handelt es sich um einen 15 und einen 18 Jahre alten Bad Wildunger.

Die beiden später Getöteten hatten im Toyota Avensis eines 19-jährigen Wildungers gesessen, der den Wagen am Sonntagabend auf der B 253 von Löhlbach kommend in Richtung Bad Wildungen steuerte. An einem Steigungsstück der Bundesstraße, etwa einen Kilometer hinter dem Ortsausgang, geriet der Wagen vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf regennasser Straße außer Kontrolle.

Der Toyota schleuderte gegen 21.15 Uhr auf die Gegenspur, stellte sich quer und prallte mit der Beifahrerseite in einen entgegenkommenden Seat Ibiza, in dem ein Ehepaar aus Hatzfeld saß. Der Seat blieb nach dem Zusammenstoß quer auf der Fahrbahn stehen, der Toyota schleuderte auf den Grünstreifen neben der Gegenspur. Während der Avensis-Fahrer das Unglück schwer verletzt überlebte, erlagen seine beiden Mitfahrer noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.

Der 19-Jährige Unfallverursacher wurde nach umfangreicher medizinischer Erstversorgung an der Unfallstelle ins Marburger Uniklinikum eingeliefert. Der 59 Jahre alte Seat-Fahrer und seine 48-jährige Ehefrau zogen sich ebenfalls Verletzungen zu. Die schwer verletzte Beifahrerin wurde in eine Kasseler Klinik eingeliefert, der leicht verletzte Fahrer kam nach Bad Wildungen in ein Krankenhaus.

Die Notärzte aus Bad Wildungen und Frankenberg, die Besatzungen mehrerer Rettungswagen sowie 15 Einsatzkräfte der Feuerwehr Löhlbach rückten zur Unfallstelle aus. Die Brandschützer trennten zunächst das Fahrzeugdach des Toyotas ab, um den Rettern einen besseren Zugang zu den Insassen zu ermöglichen. Mit hydraulischen Geräten mussten die Feuerwehrleute unter Leitung von Wehrführer Wilfried Wilhelmi die beiden Todesopfer befreien. Die Freiwilligen sicherten zudem die Unfallstelle ab und leuchteten sie aus, streuten ausgelaufene Betriebsstoffe mit Bindemittel ab, klemmten die Fahrzeugbatterien ab und sammelten Trümmerteile ein.

Die Bundesstraße blieb in diesem Abschnitt mehrere Stunden voll gesperrt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Marburg bestellte die zuständige Frankenberger Polizei einen technischen Sachverständigen an die Unfallstelle. Er soll die näheren Umstände des folgenschweren Unfalls aufklären. Die Staatsanwaltschaft ordnete auch eine Blutentnahme bei dem Toyota-Fahrer an. Der Schaden an den beiden völlig zerstörten Autos beläuft sich laut Gutachter auf rund 25.000 Euro.

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Dienstag, 22 Februar 2011 12:32

Auto zerrissen: 20-Jähriger stirbt

Battenberg. Bei einem schweren Verkehrsunfall ist am Dienstagmorgen ein 20-Jähriger ums Leben gekommen. Sein Auto zerriss. Der 20-Jährige wurde bei dem heftigen Aufprall gegen einen Baum aus seinem Alfa Romeo geschleudert. Der Fahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die Besatzung eines Rettungswagens und der Notarzt konnten nichts mehr für den jungen Battenberger tun.

 

Laut Polizei war der 20-Jährige um 6.05 Uhr auf der Bundesstraße 253 aus Richtung Battenberg-Laisa kommend in Richtung Frankenberg unterwegs. Zwischen den Abzweigen nach Münchhausen und Bromskirchen kam er mit seinem blauen Alfa Romeo auf einer Gefällstrecke, ausgangs einer langgezogenen Linkskurve ins Schleudern, kam nach rechts von der Fahrbahn ab, überfuhr den Grünstreifen, fuhr knapp an einer Birke vorbei und prallte frontal gegen die nächste Birke.

 

Die Polizei vermutet nicht angepasste Geschwindigkeit als Unfallursache. Der Aufprall war so heftig, dass das Fahrzeug in zwei Teile gerissen wurde. Der Motor wurde aus dem Wagen herausgerissen und flog rund 25 Meter weit in den Graben. Weitere Fahrzeugteile lagen weit verstreut um die Unfallstelle herum.

 

Die Bundesstraße war bis gegen 8 Uhr voll gesperrt, vor allem der Schwerlastverkehr bildete in beide Richtungen jeweils lange Staus. Neben Rettungskräften und Polizei war auch die Battenberger Feuerwehr im Einsatz - zunächst hatte es geheißen, der Wagen würde brennen. Die Brandschützer sicherten die Unfallstelle ab, reinigten die Fahrbahn und unterstützten den Abschleppunternehmer bei der Bergung des Wracks. Außerdem war an der Unfallstelle die Notfallseelsorge im Einsatz.

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Samstag, 21 Mai 2011 11:54

Dogge fühlt sich wieder pudelwohl

TWISTE. Der Schreck über den körperlichen Schock ihrer Dogge saß tief bei Heike Störmer. Inzwischen geht es Hatari wieder gut. "Vielen Dank. Ich war so froh, dass Hilfe kam." Die Twisterin strahlt über beide Ohren, als sie eine Woche nach der Rettung ihres Haustieres den Bad Arolser Feuerwehrstützpunkt besucht. Sohnemann Christian und die vier Monate alte Dogge Hatari sind nicht minder dankbar. "Kein Problem, das ist doch unser Job", wiegelt Michael Seebold lächelnd ab. Der stellvertretende Arolser Stadtbrandinspektor hatte am 10. Mai die Dogge vor dem Erstickungstod gerettet.

Bei einem Spaziergang war das Tier im Twister Feld zusammengeklappt, weil es einen allergischen Schock erlitten hatte. Gemeinsam mit seinem Feuerwehrkollegen Harald Butterweck, der stellvertretender Wehrführer in der Residenzstadt ist, hatte er das 26 Kilo schwere Tier zum Arzt nach Arolsen gebracht (wir berichteten, hier klicken). Die beiden hatten über Funk von dem ungewöhnlichen Notruf erfahren und waren gerade zufällig in der Nähe. "Als wir ankamen, war Hatari wirklich in einem kritischen Zustand", erinnert sich der Retter - der von Beruf Rettungsassistent ist und somit weiß, wovon er spricht.

 

Dogge hatte Wasser in der Lunge

Auf einer Decke bugsierten Seebold und Butterweck die deutsche Dogge in den "Transporter". Wegen des allergischen Schocks hatte sich Wasser in der Lunge von Hatari gesammelt. "Plötzlich hat sie gewürgt. Allein habe ich meinen Hund nicht mehr bewegt bekommen, sie hatte keinerlei Kraft mehr", erinnert sich die 25-Jährige während des Dank-Besuches, den 112-magazin.de vermittelt hatte.

"Wir sind kurz nach dem Unfall nach Kassel gefahren, um sein Herz untersuchen zu lassen. Es hat sich aber gezeigt, dass keine weiteren Schäden aufgetreten sind", erzählt die Hundebesitzerin.

Ungewiss bleibt bis auf weiteres, was den Schock ausgelöst hat. Trotzdem gehen Hatari und ihr Frauchen wieder "ihre Runde" - allerdings mit einem mulmigen Gefühl im Bauch, gibt die Twisterin zu. Lob gibt es von Feuerwehrmann Seebold für die schnelle Reaktion. "Ohne Medikamente kann man wenig machen." Kritische Stimmen, die den Einsatz für unnötig halten, kann er nicht verstehen. "Jeder wird von uns gerettet, dafür sind wir schließlich da."

Publiziert in Archiv - Sammlung
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