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Dienstag, 14 Februar 2012 08:10

Pkw brannte nach Verkehrsunfall völlig aus

NETPHEN. Am Montagabend gegen 21 Uhr befuhr eine 24-jährige PKW-Fahrerin die Landstraße 728 aus Richtung Eckmannshausen kommend in Richtung Herzhausen. Im Verlauf einer Rechtskurve geriet der PKW auf winterglatter Fahrbahn ins Schleudern, kam nach links von der Fahrbahn ab, überschlug sich, überflog die Leitplanke, prallte gegen einen Baum in einer Böschung und geriet dann in Brand.

Die 24-jährige Fahrerin konnte sich glücklicherweise selbst aus dem brennden Fahrzeug durch die beschädigte Kofferraumklappe retten. Der Pkw brannte danach komplett aus.

Bei dem Unfalll wurde die 24-jährige schwer verletzt und mußte mit einem Rettungswagen einem Krankenhaus zugeführt werden. Die Feuerwehr-Einsatzkräfte aus Herzhausen und Netphen löschten den brennenden Pkw ab.

Das Pkw-Wrack wurde anschließend durch einen Abschleppdienst geborgen. Nach Informationen der Polizei entstand ein Sachschaden in Höhe von 8.000 Euro.

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HEMSCHLAR. Ein Verkehrsunfall mit zwei Verletzten ereignete sich am Samstagabend gegen 19.15 Uhr auf der K45 zwischen Rinthe und Hemschlar. Ein 20 jähriger Pkw Fahrer, der in Richtung Bad Berleburg unterwegs war, verlor auf der Höhe in einer Schneewehe plötzlich die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er fuhr da n in einer Linkskurve einmal quer über die Fahrbahn und prallte gegen die angrenzende Böschung. Dabei wurden der junge Mann und auch sein Beifahrer verletzt.

Zufällig an der Unfallstelle vorbeikommende Krankenschwestern, eine Hebamme und ein Rettungsassistent leisteten Erste Hilfe, bis der DRK Rettungswagen aus Bad Berleburg eintraf. Da alle anderen Rettungswagen in Wittgenstein im Einsatz waren, wurde noch ein Rettungswagen der Wache Biedenkopf auf die K 45 alarmiert.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die K45 für rund eine Stunde voll gesperrt werden. Die beiden Verletzten Männer wurden ins Bad Berleburger Krankenhaus gebracht.

Der Pkw des 20-jährigen wurde schwer beschädigt und musste nach dem Unfall abgeschleppt werden.

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Dienstag, 07 Februar 2012 21:07

Autofahrer muss niesen: Gegen Baum gekracht

BÜHL. Weil er während der Fahrt niesen musste, hat ein 34-jähriger Autofahrer am Dienstagabend das Lenkrad verrissen. Dadurch kam er auf der Kreisstraße 6 zwischen Alchen und Bühl nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte nahezu ungebremst frontal gegen einen Baum am Straßenrand.

Der 34-jährige konnte sich selbstständig aus seinem Fahrzeug befreien und den Notruf absetzen. Er wurde später mit einem Rettungswagen ins Freudenberger Bethesda Krankenhaus gefahren. Die Feuerwehr Oberholzklau-Bühl wurde ebenfalls zur Unfallstelle alarmiert, um auslaufende Betriebsstoffe abzustreuen. Das verunfallte Fahrzeug musste später durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden.

Während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten blieb die Kreisstraße 6 für etwa eine Stunde voll gesperrt.

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Montag, 06 Februar 2012 15:06

Frau von Regionalbahn erfasst

ERNDTEBRÜCK. Mit dem Einsatzstichwort „Person unter Zug“ rückten am Montagnachmittag gegen kurz nach 15 Uhr die Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte zum Bahnhof nach Erndtebrück aus. Auf Gleis 3 wurde eine Frau von der aus Siegen kommenden, in den Bahnhof einfahrenden Rothaarbahn erfasst und ins Gleisbett geschleudert.

Die Frau wurde von den Rettungskräften vor Ort versorgt und später durch den nachgeforderten Siegener Rettungshubschrauber „Christoph 25“ in ein Krankenhaus nach Siegen geflogen.

Nach bisherigen Informationen soll die Dame zunächst mit der Bahn aus Bad Berleburg angereist und in Erndtebrück ausgestiegen sein.

Nach Informationen der Bundespolizei Köln, gibt es derzeit mehrere unabhängige Zeugenaussagen, dass es sich bei dem Unglück um einen Suizidversuch gehandelt habe. Die Ermittlungen der Polizei sind aber derzeit noch nicht abgeschlossen. Das Gleis 3 im Erndtebrücker Bahnhof blieb am Montagnachmittag für den Schienenverkehr erst einmal gesperrt.

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Montag, 06 Februar 2012 21:02

18-Jährige missachtet Vorfahrt: Verkehrsunfall

GOSENBACH. Zwei Verletzte und zwei total beschädigte Fahrzeuge, das ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich am Montagabend gegen kurz nach 19 Uhr in der Ortsmitte von Gosenbach ereignete.

Nach Informationen der Polizei befuhr eine 18-jährige Fahranfängerin die Gosenbacher Hütte, von Niederschelder Hütte kommend, und wollte nach links in die Oberschelder Straße abbiegen. Hierbei übersah sie einen von der Siegener Straße kommenden weiteren Pkw eines 21-jährigen Fahrers, der talwärts in Richtung Niederschelder Hütte unterwegs war. Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Ein Fahrzeug wurde durch die Wucht des Aufpralls in einen weiteren, an der Straßenkreuzung stehenden Pkw geschoben, der dadurch ebenfalls beschädigt wurde.

Die 18-jährige Unfallverursacherin und ihre Beifahrerin wurden durch den Unfall verletzt und mussten mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Feuerwehrkräfte aus Gosenbach leuchteten die Einsatzstelle aus und streuten auslaufende Betriebsstoffe ab. Die beiden total beschädigten Unfallwracks wurden später durch ein Abschleppunternehmen geborgen.

Während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten musste die Gosenbacher Hütte für den Verkehr voll gesperrt werden.

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Sonntag, 05 Februar 2012 09:24

Laptop brannte auf Schreibtisch

NETPHEN. Zu einem Zimmerbrand wurden am Samstagabend gegen 18.50 Uhr die Feuerwehr-Einsatzkräfte aus Netphen und Eschenbach sowie die Drehleiter aus Dahlbruch und Kräfte des Rettungsdienstes aus Netphen und Siegen zu einem Zimmerbrand in die Müdersbergstraße nach Netphen gerufen. Schon in den ersten Meldungen der Leitstelle hieß es, dass hier ein PC auf einem Schreibtisch brennen sollte.

Nachdem die Feuerwehr dann vor Ort eingetroffen war und die Lage genau erkundet hatte, bestätigte sich dies. Der Wohnungsinhaber tat das einzige richtige, er schloss die Zimmertür, damit sich der Brand nicht weiter ausbreiten konnte und begab sich nach draußen. Hier wurde er von den Rettungskräften des DRK versorgt und später mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus nach Siegen gefahren. Der Feuerwehr gelang es, den Brand schnell unter Kontrolle zu bringen. Sie waren über eine Steckleiter vorgegangen um an den Brandherd zu gelangen.  Dieser beschränkte sich dank des Wohnungsinhabers auf das eine Zimmer. Der Raum wurde jedoch komplett verrußt.

Wie die Einsatzkräfte hinterher bestätigten ist die Brandursache wirklich auf einem am Schreibtisch liegenden Laptop zurückzuführen. Zur Schadenshöhe können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

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Dienstag, 31 Januar 2012 18:05

Neues NEF: Sicherer, mit besserem Equipment

KORBACH. Im Notfall wird sich dafür wohl niemand interessieren: Ein neues Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) ist seit Jahresbeginn in Korbach unterwegs. Nach mehr als 10.000 Einsätzen in den vergangenen sechs Jahren und mit mehr als 300.000 Kilometern auf dem Tacho hatte das bisherige NEF ausgedient. Künftig steht ein Audi Q5 zur Verfügung, der sich unter anderem durch noch qualitativere medizinische Ausstattung und hellere LED-Blaulichter auszeichnet.

"Wir haben nun ein hervorragendes Arbeitsgerät mit hochwertigem medizinischen Equipment, um den Patienten optimal zu versorgen", sagt Notarzt Volker Barth, Anästhesist am Korbacher Stadtkrankenhaus. Barth, seit Oktober Ärztlicher Leiter des Notarztstandortes Korbach, zeigt beim Blick in den Kofferraum des neues Q5 auf ein Beatmungsgerät der neuesten Generation. Das sogenannte Oxylog 3000+ sei für alle Beatmungsformen geeignet und biete Patienten und Medizinern mehr Sicherheit und Komfort als frühere Geräte. Diese Technik habe jedoch ihren Preis, wie der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Korbach/Bad Arolsen, Gerd Brückmann, erklärt: Mit 30.000 Euro sei das Beatmungsgerät der teuerste Bestandteil der medizinischen Ausstattung.

Neu im Fahrzeug und für Patienten angenehm ist ein kombinierter Kühl- und Wärmeschrank, in dem verschiedene Medikamente und Infusionen gelagert werden. Vor allem bei den Infusionen, die auf 28 Grad und damit annähernd auf Körpertemperatur vorgewärmt werden, spürt der Patient nach Angaben von Rettungsassistent Stephan Denk eine wesentliche Verbesserung. Das bisherige Notarzteinsatzfahrzeug, ein Audi A6 Avant, verfügte nicht über einen solchen Thermo-Schrank. Der A6 war sechs Jahre nahezu unfallfrei im Einsatz und legte in dieser Zeit bei den Alarmfahrten zu mehr als 10.000 Notfällen rund 300.000 Kilometer zurück. "Wir sind sehr froh, dass es nie zu ernsthaften Unfällen gekommen ist", sagt DRK-Wachenleiter Christian Pohlmann. Dies sei bei Einsatzfahrten nicht immer selbstverständlich.

Bessere Sicherheitstechnik, helle LED-Blaulichter
Dennoch sind sowohl Rettungsassistenten als Fahrer und Notärzte als Beifahrer froh, dass der neue Wagen über verbesserte Sicherheitsausstattung verfügt. "Es kann unter diesen Umständen immer mal etwas passieren", weiß Notarzt Volker Barth. Etwa 20 Kolleginnen und Kollegen - Klinikärzte ebenso wie niedergelassene Mediziner - besetzen das zumeist am Korbacher Krankenhaus stationierte NEF. Von dort aus geht es nach der Alarmierung zur Unfallstelle, zum Patienten nach Hause, zu Sport- oder Arbeitsunfällen, zu medizinischen Notfällen oder zu gestürzten oder auf andere Weise verletzten Patienten. Mit dem neuen Q5 werde man künftig zwar nicht schneller, aber sicherer zum Einsatzort fahren. "Man hat in dem Fahrzeug nicht nur eine erhöhte Sitzposition und sieht dadurch den Straßenverkehr wesentlich besser", erklärt Stephan Denk, "wir werden dank der wesentlich helleren LED-Blaulichter auch viel eher von anderen gesehen".

Das Basisfahrzeug, den von einem zwei Liter großen und 180 PS starken TDI-Motor angetriebenen Audi Q5 quattro, schaffte das Rote Kreuz Korbach/Bad Arolsen für einen Preis von 46.000 Euro an. Geschäftsführer Brückmann: "Diesen Preis gibt uns der Landkreis als Träger des Rettungsdienstes vor". Man habe also gar kein günstigeres Fahrzeug kaufen können. Mitsamt der medizinischen Ausstattung, Navigations- und Funkgerät, Fahrwerkverstärkung sowie Signalanlage mit LED-Blaulichtern und Frontblitzer im Kühlergrill ("Straßenräumer") kostete das neue NEF fast 100.000 Euro. Das bisherige Fahrzeug steht künftig als Ersatzwagen zur Verfügung.

Kein Patiententransport
Das Korbacher NEF ist das in Waldeck-Frankenberg am häufigsten angeforderte Notarzteinsatzfahrzeug - es ist pro Jahr etwa 1700-mal und damit im Schnitt knapp fünfmal am Tag im Einsatz. Bei jedem Notarzt-Einsatz ist mindestens ein Rettungstransportwagen (RTW) im sogenannten Rendezvous-System mit von der Partie. In den RTWs werden die Patienten vor dem Transport in eine Klinik versorgt, der Notarztwagen selbst ist nicht für einen Patiententransport ausgelegt und geeignet. Er dient ausschließlich als Notarzt-Zubringer.

Bei seinen ersten Einsätzen hat sich der neue Audi bereits bewährt, wie Wachenleiter Pohlmann bestätigte. Zumeist seien es medizinische Notfälle gewesen. In der vergangenen Woche rückte der Q5 zu seinem ersten Verkehrsunfall aus - zwischen Strothe und Höringhausen (zum Artikel hier klicken). Die beiden verletzten Autoinsassen werden für den Notarzt-Geländewagen wohl kein Auge gehabt haben - auch wenn das Auto wirklich sehenswert ist.

112-magazin.de wünscht allen Rettungsassistenten und Notärzten allzeit gute Fahrt mit dem neuen NEF!


Link:
DRK-Kreisverband Korbach/Bad Arolsen

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FREUDENBERG. Bei einem Arbeitsunfall in einer Fertigungshalle an der Asdorfer Straße ist am Montagmorgen ein 42 Jahre alter Mann schwer verletzt worden. Der Rettungshubschrauber war im Einsatz.

Wie die Polizei berichtete, war ein 42-jähriger Mitarbeiter von einer Trittleiter gefallen und hatte sich an einer scharfen Kante das Bein aufgeschlitzt und schwer verletzt. Der alarmierte Notarzt wurde mit dem Siegener Rettungshubschrauber "Christoph 25" direkt auf dem Betriebsgelände nahe der Unglückstelle abgesetzt.

Nach einer Erstversorgung durch den Mediziner wurde der verletzte Arbeiter für den Transport ins Krankenhaus vorbereitet. Die Besatzung des ADAC-Rettungshubschraubers flog den 42-Jährigen dann in eine Klinik.

Die genauen Umstände und den Unfallhergang muss das Amt für Arbeitsschutz noch ermitteln.

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OBERNDORF. Ein Großbrand in einer Ölhandlung hat am Samstag stundenlang die Feuerwehr in Atem gehalten. Bei einer Durchzündung ist ein Rolltor weggeflogen und hat einen Feuerwehrmann verletzt, die Bezirksregierung in Arnsberg hat Umweltalarm ausgelöst, von einer Brandschutzfirma aus Neunkirchen musste Schaumlöschmittel nachgeordert werden.

Um 13.40 Uhr wurden der Löschzug Bad Laasphe und der Löschzug Oberes Lahntal, mit den Löschgruppen Rüppershausen und Feudingen zu einem Brandeinsatz an einer Lagerhalle in Oberndorf, Am Aberg alarmiert. „Noch auf der Anfahrt haben wir das Alarmstichwort auf Feuer 5 erhöhen lassen“, berichtet Bad Laasphes Stadtbrandinspektor Dirk Höbener. Als er und seine Kameraden aus Feudingen und Rüppershausen nur wenige Minuten später am Aberg eintrafen, stand die Halle der Ölfirma lichterloh in Flammen. Die schwarze Rauchsäule war schon aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen. „Die Halle war schon ganz zu Anfang nicht mehr zu betreten, das wäre für die Einsatzkräfte viel zu gefährlich gewesen. Wir konnten nur von außen an das Feuer herankommen“, erklärte Dirk Höbener.

Von mehreren Seiten unter schwerem Atemschutz und von der Drehleiter aus gingen die Kameraden gegen die Meterhohen Flammenwalzen vor. Immer wieder krachte es in der Halle, gab Explosionen und Verpuffungen. „In der Werkstatt sind nach ersten Informationen 20 Ölfässer zu je 200 Litern und weitere drei zu je 1000 Litern gelagert“, konnte Einsatzleiter Dirk Höbener vor Ort sagen. Entsprechend hoch war die Gefährdung für die Feuerwehrleute. Einige mussten sich auf den Boden setzen, um die vor ihnen brennende Werkstatt löschen zu können. Der Boden rund herum brannte durch das umherfließende Öl. „Um überhaupt an das Feuer herankommen zu können, mussten wir das Rolltor mit einer Säge öffnen“, so Dirk Höbener zum weiteren Vorgehen seiner Leute.

Rauch zündet durch - Rolltor fliegt weg
Mit Schaumrohren und massivem Wassereinsatz gingen die rund 100 Einsatzkräfte gegen die Flammen vor. Zahlreiche Schaulustige verfolgten den Einsatz von einer nahe gelegenen Wiese aus. Als es zu einer Durchzündung des Rauches kam, flogen ein Rolltor und ein Teil der Fassade explosionsartig in die Höhe. Die Feuerwehrleute, die von vorne die Löscharbeiten durchführten, warfen sich zum Schutz gegenseitig über ihre Kameraden und verschwanden daraufhin in einer schwarzen Rauchwolke und einer Flammenwand. Dies ließ nicht nur den Einsatzkräften vor Ort, sondern auch den vielen Zuschauern den Atem stocken. Umso erleichterter war man, als sich kurz darauf heraus stellte, dass keiner der Feuerwehrleute dabei ernsthaft verletzt worden war. Einer der Kameraden musste mit dem DRK Rettungswagen aus Bad Laasphe ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Zur Unterstützung der Kräfte der gesamten Stadt Bad Laasphe und der Kameraden aus Erndtebrück wurden weitere Atemschutzträger aus Siegen, ein Fachberater Bau, der ABC-Zug der Feuerwehr Siegen und der ABC-Zug aus Schmallenberg nach Oberndorf alarmiert. Außerdem waren der Einsatzleitwagen des Kreises von der Feuerwehr Eisern, die Rettungswache Erndtebrück, die Feuerwehren aus Biedenkopf und Wallau, der DRK Ortsverein Bad Laasphe, eine Feuerschutzfirma aus Neunkirchen, ein Großaufgebot der Polizei, die RWE und der Bauhof der Stadt Bad Laasphe im Einsatz.

„Die ABC-Erkunder aus Siegen und Schmallenberg führen in der Umgebung Luftmessungen durch. Die ersten Ergebnisse haben keine Schadstoffe ergeben“, erklärte der Einsatzleiter vor Ort.

Da in der Halle viel Öl ausgelaufen war, das sich mit dem Löschwasser vermischt hatte und abgeflossen war, wurden die Kameraden aus Biedenkopf und Wallau mit der Errichtung von Ölsperren auf den umliegenden Gewässern beauftragt. Der städtische Bauhof lieferte Sandsäcke an, die weiteres Öl zurückhalten sollten. Auch Bad Laasphes Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann war vor Ort und unterstützte die Kameraden tatkräftig bei der Verteilung der Sandsäcke. Die Bezirksregierung in Arnsberg hatte derweil bereits Umweltalarm ausgelöst. Nachdem die Ölsperren in den umliegenden Bächen errichtet waren, wurde Ölbindemittel ausgebracht und das verschmutzte Gewässer durch eine Spezialfirma und die Feuerwehr abgetragen.

Bei den Löscharbeiten war ein massiver Schaumeinsatz erforderlich, um die Flammen auf dem Öl ersticken zu können. Da nach einiger Zeit sämtliche Schaumvorräte aufgebraucht waren, musste eine Brandschutzfirma aus Neunkirchen weiteres Löschmittel anliefern. Sie wurden von der Polizei mit Sonderrechten zur Einsatzstelle eskortiert.

Feuer erst nach einigen Stunden unter Kontrolle
Nach einigen Stunden hatten die Kameraden das Feuer unter Kontrolle und sie hatten es geschafft, die dicht um das Öllager stehenden Häuser vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen.

An die Glutnester direkt in der Halle kamen die Einsatzkräfte zunächst nicht heran. „Wir haben einen Fachberater Statik im Einsatz, der festgestellt hat, dass das Gebäude aufgrund der Bauweise akut einsturzgefährdet ist und nicht betreten werden darf“, erklärte Dirk Höbener. Deshalb wurde ein Bagger angefordert, der das Gebäude nach und nach abtrug, um an die Glutnester zu kommen. Der Großeinsatz, der so wohl bisher fast einzigartig in der Geschichte der Bad Laaspher Feuerwehr sein dürfte, dauerte noch bis zum späten Abend.

Zur Brandursache konnten noch keine Angaben gemacht werden. Die Kriminalpolizei erschien am Brandort und begann mit ihren Ermittlungen. „Der Besitzer hatte Brandgeräusche gehört und dann das Feuer gesehen. Mehr wissen wir noch nicht“, erklärte einer der Polizeibeamten vor Ort. Die Jahresdienstversammlung der Feuerwehr Bad Laasphe, die am Abend im Haus des Gastes stattfinden sollte, wurde abgesagt. Der entstandene Sachschaden und der Umweltschaden gehen nach ersten Schätzungen weit in die Millionen.

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Publiziert in SI Feuerwehr
Samstag, 28 Januar 2012 13:22

Feuerwehr rettet eingeklemmtem Mann das Leben

BAD LAASPHE. In einer dramatischen Rettungsaktion haben die Feuerwehrleute des Löschzuges aus Bad Laasphe am Samstagmorgen einem eingeklemmten Mann im Mecklenburger Weg das Leben gerettet.

Um 10.57 Uhr waren die Kameraden gemeinsam mit dem Notarztwagen des DRK-Rettungsdienstes und der Polizei in den Mecklenburger Weg 7 alarmiert. Dort, so die Meldung der Leitstelle, sei ein Mann unter einem Auto eingeklemmt. Zum Feuerwehreinsatz wurden auch die beiden Feuerwehrmänner Michael Peters und Andreas Hinkelmann alarmiert. Sie fuhren aufgrund der kurzen Entfernung direkt zur Einsatzstelle und nicht erst zum Gerätehaus. Als die beiden als Erstes an der Einsatzstelle eintrafen, stand ein Pkw auf dem Mann, der zu diesem Zeitpunkt vermutlich nicht mehr atmete. Ohne zu zögern fassten die beiden Feuerwehrleute das Auto an den Kotflügeln und zogen es nach oben, um so den Druck vom Brustkorb des Eingeklemmten zu nehmen. „Dann fing er wieder an zu schnaufen“, erinnert sich Andreas Hinkelmann. Nur kurze Zeit später trafen auch der DRK Notarztwagen und der Löschzug der Bad Laaspher Feuerwehr ein. Mit Unterlegkeilen und Hebekissen hoben die Kameraden nun das Auto komplett an und konnten den Mann befreien und an den Rettungsdienst übergeben. Besonders dramatisch: „Da stehen Leute mit verschränkten Armen herum und tun gar nichts. Da stirbt ein Mensch und die Leute sehen zu“, war Dirk Höbener, der Leiter der Bad Laaspher Feuerwehr entsetzt. „Da ist niemand auf Idee gekommen, auch nur mal zu versuchen, den Druck wegzunehmen und das Auto hoch zu ziehen“, ist der Wehrführer empört.

Passiert war der schwere Unfall, weil der Mann sich eine provisorische Rampe gebaut hatte, auf der er sein Auto reparieren wollte. Dabei hatte er jedoch vergessen, die Handbremse anzuziehen und der Wagen rollte zurück, als der Mann bereits darunter arbeitete. Dabei klemmte das Auto den Brustkorb und die Beine des Mannes ein.

Nach der medizinischen Versorgung vor Ort wurde der Mann ins Bad Berleburger Krankenhaus eingeliefert. Ein zuvor angeforderter Rettungshubschrauber musste den Einsatz wegen schlechter Sichtverhältnisse abbrechen, wie die Feuerwehr vor Ort erklärte. „Das war sehr knapp. Ein paar Minuten später, dann wäre das vermutlich schlimmer ausgegangen“, ist sich Dirk Höbener sicher.

Publiziert in SI Feuerwehr

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