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MARIENHAGEN/THALITTER. Ein mit Fäkalien von einem Campingplatz befüllter Gülleanhänger ist auf dem Weg zur Kläranlage Thalitter zwischen Marienhagen und der Bundesstraße 252 umgekippt. Etwa 6000 Liter der stinkenden Flüssigkeit liefen in den Graben. Der Fahrer und sein Beifahrer erlitten leichte Verletzungen.

Der 17 Jahre alte Auszubildende eines landwirtschaftlichen Betriebs aus der Großgemeinde Vöhl hatte Polizeiangaben zufolge am Vormittag an einem Campingplatz im Fürstenthal am Edersee eine Sickergrube entleert. Gemeinsam mit seinem 21 Jahre alten Beifahrer war der junge Mann mit dem Schleppergespann auf dem Weg zur Kläranlage, als er auf der stark abschüssigen Strecke zwischen Marienhagen und der Bundesstraße vor einer Rechtskurve bremste. Dabei geriet der Anhänger wegen des hohen Gewichts ins Rutschen, schleuderte auf die Gegenfahrspur, "rasierte" das entgegenkommendes Auto einer 77-Jährigen auf der gesamten Fahrerseite und kippte schließlich um.

Weil sich der Deckel des Güllefasses bei dem Unfall löste und die Öffnung in Richtung Tal lag, lief der gesamte Inhalt aus. Die Feuerwehren aus Marienhagen und Korbach renigten die Fahrbahn und spülten den Graben mit viel Wasser nach. Als Vertreter der Unteren Wasserbehörde beim Kreis machte sich Manfred Emde ein Bild vor Ort und sah keine Gefahr für die Umwelt. "Es gibt auch keine Veranlassung, hier das Erdreich auszubaggern", sagte Emde an der Unfallstelle. Es sei ein glücklicher Umstand, dass die Fäkalien nicht in den neben der anderen Straßenseite verlaufenden Bach geflossen sei.

Fahrer und Beifahrer vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert
Der Fahrer und sein Beifahrer kamen mit Schock beziehungsweise leichten Verletzungen vorsorglich ins Korbacher Krankenhaus. Die Autofahrerin kam mit dem Schrecken davon, sie blieb unverletzt. Die Strecke zwischen der B 252 und Marienhagen nach dem Unfall ab etwa 11 Uhr blieb längere Zeit voll gesperrt. Mit einem Autokran wurde der umgekippte Gülleanhänger wieder auf die "Füße" gestellt. Anschließend reinigte die Korbacher Feuerwehr mit der Selbstschutzeinrichtung des neuen Großtankers die verschmutzte Fahrbahn gründlich. Der Schaden am Güllefass beläuft sich auf etwa 9000 Euro, der am Auto beträgt 2500 Euro.

Der Arbeitgeber des Unfallfahrer, Kreislandwirt Friedrich Schäfer aus Basdorf, zeigte sich an der Unfallstelle gegenüber 112-magazin.de erleichtert, dass niemand ernsthaft zu Schaden gekommen sei. "Wenn ich nicht an die Seite gefahren und dem Traktor ausgewichen wäre, hätte es ein schlimmes Ende nehmen können", sagte die Autofahrerin. Dass es zu dem Unfall gekommen war, "hat der Traktorfahrer ja nicht absichtlich gemacht". Die 77-Jährige zeigte sich nach dem Unfall, der für sie leicht hätte tödlich enden können, recht unbeeindruckt - sie fuhr ihren total beschädigten Pontiac noch selbst nach Hause. "Wissen Sie, ich habe fünf Kinder groß gezogen, da ist man gelassen", sagte die Vöhlerin. Dass sie wegen der Schäden an der Fahrertür nur noch durch die Beifahrertür ein- und aussteigen konnte, stellte für die rüstige Dame auch kein Problem dar.

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Publiziert in Feuerwehr
Sonntag, 14 August 2011 12:44

Jagenden Hund aus Wasserrohr gerettet

MARIENHAGEN. Einen Jagdterrier haben Feuerwehrleute aus einem Wasserdurchlass befreit. Der Hund hatte einen Fuchs gejagt. Zu dem nach Feuerwehrangaben "nicht alltäglichen Einsatz" waren die Brandschützer aus Marienhagen am Samstag gegen 13.15 Uhr alarmiert worden, wie der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk gegenüber 112-magazin.de berichtete. Die Leitstelle entsandte die Kameraden aus Marienhagen zu einer Tierrettung auf dem Verbindungswirtschaftsweg von Marienhagen nach Vöhl.

Laut Schenk hatte sich ein Jagdterrier bei einem Spaziergang "von der Leine seiner Besitzerin gelöst". Der Jagdhund folgte einer Fährte und kroch dabei in einen Wasserdurchlass des Wirtschaftsweges. Dieser Durchlass hat etwa 30 Zentimeter Durchmesser und wurde seit einigen Jahren nicht mehr von der angeschwemmten Erde gesäubert. Außerdem wurde der Auslauf vor etlichen Jahren zum Teil mit Beton verfüllt.

"Ein leises Wimmern zeigte den Einsatzkräften den ungefähren Ort der Gefangenschaft", erklärte Schenk weiter. Für den Hund habe es kein Vor und Zurück mehr gegeben. Erste Versuche, den Betonverschluss mit Schaufel, Brecheisen, Kreuzhacken und anderen Werkzeugen zu öffnen und den Hund so zu befreien, scheiterten. Schließlich forderte die Einsatzleitung einen Bagger vom Bauhof der Gemeinde Vöhl an.

Hund und Fuchs hatten sich ineinander verbissen
Mit dem Bagger gelang es den Einsatzkräften unter Leitung von Gemeindebrandinspektor Berthold Schreiber, den Betonklotz am Rohrausgang zu entfernen. "Doch wer dachte, dass damit der Hund seine Freiheit wieder erlangt hatte, der hatte sich getäuscht", sagte Schreibers Stellvertreter.

Bei der Freilegung des Rohres zeigte sich den Einsatzkräften nämlich plötzlich ein Fuchs, der sich mit dem Hund im Wasserdurchlass befand. Beide Tiere hatten sich so verbissen, dass keines das andere loslassen wollte. Die Tiere hatten sich im Kampf immer weiter ins Rohr zurückgezogen.

Vorsichtig Wasser in Rohr laufen lassen
Erst als die Feuerwehr vorsichtig etwas Wasser aus dem Löschwassertank des Marienhagener Tragkraftspritzenfahrzeugs in das Rohr laufen ließ, lösten sich die beiden Tiere und der Fuchs ergriff die Flucht. Um den immer noch eingeklemmten Hund zu befreien, mussten die Einsatzkräfte noch weitere Erde aus dem Rohr entfernen. Gegen 14.30 Uhr war der laut Schenk schweißtreibende Einsatz beendet. Der Gemeindebrandinspektor merkte am Sonntag an, es sei "verwunderlich" gewesen, dass der Jagdhund kein Geschirr getragen habe. Angeblich sei der Hund vor dem Vorfall angeleint gewesen. "Aber so ein Tier befreit sich nicht selbst von seinem Tragegeschirr, vor allem dann nicht, wenn die Riemen auch um den Bauch gehen". (Quelle: Feuerwehr)

Publiziert in Feuerwehr
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