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Mittwoch, 19 Oktober 2011 17:34

Heroin für halbe Million Euro sichergestellt

KASSEL. Die Polizei hat zwei Männer festgenommen, die Heroin im Verkaufswert von einer halben Million Euro beschafft hatten. Die beiden 44- und 46-Jährigen wanderten in U-Haft, die Ermittler stellten neben den Drogen auch Bargeld, Mobiltelefone und Unterlagen sicher.

Wie die Polizei erst am Mittwoch berichtete, war es bereits in der vergangenen Woche zu dem Schlag gegen die Rauschgiftkriminalität gekommen. Vorausgegangen waren aufwendigen Ermittlungen der Ermittlungsgruppe "Rauschgift" von Polizei und Zoll beim Kommissariat K 34 der Kasseler Kripo. Die beiden 44 und 46 Jahre alten Männer aus Kassel und einer Umlandgemeinde im Norden Kassels waren vergangene Woche nach der Beschaffung von neun Kilogramm Heroin vorläufig festgenommen worden. Die Drogen mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von rund 500.000 Euro wurden sichergestellt, wie Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch erklärte.

Beamte des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) Kassel stellten zunächst am späten Donnerstagabend kurz vor Mitternacht den 44-Jährigen auf der A 7 an der Abfahrt Kassel-Nord. In einem Versteck unter der Rücksitzbank des geräumigen Wagens der gehobenen Mittelklasse fanden die Fahnder 18 Pakete mit jeweils rund 500 Gramm Heroin.

Welpe sollte vermutlich Polizeihunde täuschen
Neben verschiedenen elektronischen Geräten stellten die Beamten bei dem Verdächtigen auch noch 1800 Euro Bargeld und eine kleine Menge Kokain sicher. Wohl zur Ablenkung der Rauschgiftsuchhunde der Polizei hatte der Festgenommene einen kleinen Welpen mit auf seine Drogenfahrt genommen. "Aber auch das nützte ihm nichts", sagte Jungnitsch am Mittwoch.

Nachdem man den 44-Jährigen erfolgreich und ohne größeres Aufsehen festgenommen hatte, war der 46-jährige mutmaßliche Auftraggeber an der Reihe. Ihn hatten die Ermittler in der Nacht zu Freitag in einer Gaststätte im Kasseler Osten lokalisiert. Er wurde durch Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Kassel festgenommen. Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen, die mit Unterstützung durch Beamte verschiedener Kriminalkommissariate und Hundeführern des Reviers Mitte durchgeführt wurden, fanden die Beamten zwar nur noch ganz kleine Mengen Drogen, dafür aber Mobiltelefone und schriftliche Unterlagen der Tatverdächtigen. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft wegen Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen dauern an.

Publiziert in Polizei
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