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Donnerstag, 07 Juni 2018 01:23

Feuerwehr und Retter im nächtlichen Einsatz

WINTERBERG. Bereits am späten Mittwoch Abend gegen 23.30 Uhr landete der Intensivtransporthubschrauber Christoph 76 "Westfalen", stationiert am Flughafen Münster-Osnabrück, in Winterberg.

Gelandet wurde auf dem Kirmesplatz in Winterberg den die Kameradinnen und Kameraden des Winterberger Löschzuges extra dafür ausleuchteten. Zusätzlich wurde das Landeareal mit Wasser abgespritzt, um das Aufwirbeln des Schotters durch den Downwash so gering wie möglich zu halten. Nach der Landung des Hubschraubers kam ein RTW der Winterberger Rettungswache hinzu, um den Patienten vom Krankenhaus bis zum Hubschrauber zu transportieren.

Nachdem die Maschine stand, kam der RTW um die Trage sowie die medizinische Besatzung und Ausrüstung des Hubschraubers aufzunehmen. Als der Rettungsdienst mit dem Patienten wieder zum Hubschrauber zurückgekehrt war und der Patient in den Hubschrauber geschoben wurde, hoben die Luftretter zeitnah in Richtung Hessen ab. (Quelle: U.Wahle/112-magazin.de)

Publiziert in Retter
Sonntag, 08 April 2018 21:05

Bären der Liebe für Kinder in Not

GIRKHAUSEN. Im Wohnzimmer von Matthias Marburger und seiner Frau Manuela tummeln sich Teddys. Nicht irgendwelche Teddys, die sie sammeln. Teddys, die in Notsituationen Hilfe für Kinder bringen. Rettungsteddys. Von der Deutschen Teddystiftung. Vor 20 Jahren wurde diese Stiftung von einem Polizeistellenleiter aus Bensersiel ins Leben gerufen, der damals im Einsatz war, als ein neun Jahre altes Mädchen Opfer eines schweren Verbrechens wurde.

Mittlerweile arbeitet die Stiftung bundesweit und kauft aus Spendengeldern Rettungsteddys ein, die sie kostenlos an Feuerwehr, Luftrettung, Rettungsdienst, Polizei und Bundeswehr übergibt, damit die Stoffteddys dort eingesetzt werden, wo sie so dringend gebraucht werden: Bei in Not geratenen Kindern.

„Das können Kinder sein, die selbst Opfer bei einem Unfall oder einem Verbrechen geworden sind, aber auch Kinder, die durch ein traumatisches Erlebnis schwer betroffen sind“, erklärt Matthias Bohn. Er ist Fachberater Seelsorge der Feuerwehr Siegen, Pastor und Feuerwehrmann – alles ehrenamtlich. Seine Brötchen verdient der Siegener Familienvater als Dreher und Schleifer in der Metallindustrie. Auch er ist bei Matthias Marburger zu Gast. Die beiden sind seit Jahren enge Freunde. Deshalb hat Matthias Bohn das frisch gebackene Ehepaar auch im September in der Girkhäuser Kirche getraut. Die Kollekte am Ausgang war damals von den Eheleuten und Freund Matthias Bohn für einen bestimmten Zweck ausgesucht worden: Zur Beschaffung von Rettungsteddys. Einzusetzen ausschließlich für in Not geratene Kinder.

Diese Entscheidung, und dass Matthias Marburger und seine Frau Manuela nun neben Matthias Bohn auch Botschafter der Deutschen Teddystiftung sind, hatte einen Hintergrund. Von einer sehr prägsamen Begegnung berichtet mir Matthias Marburger: „Das war im Krankenhaus, wir mussten in der Ambulanz warten, als ein schwer verletztes Kind eingeliefert wurde. Das Kind hat so bitter geweint“, erinnert sich der Girkhäuser Feuerwehrmann. Da handelte er spontan: „Mein Notfallrucksack vom PSU-Team ist auch privat immer dabei und da ist auch ein Teddy drin, den ich diesem kleinen Jungen dann geschenkt habe“. Zu sehen, wie die Tränen trockneten, dem Kind trotz Schmerzen ein Lächeln über das Gesicht fuhr und wie auch die Eltern erleichtert waren – das bewegte noch mehr in Matthias Marburger und seiner Frau. Die Deutsche Teddystiftung und die Aufgaben eines Botschafters kannten beide schon durch ihren Freund Matthias Bohn. „Nach diesen Eindrücken war sofort klar, dass wir da als Botschafter mitmachen“, erklärt Matthias Marburger. Nun sind er und seine Frau dafür zuständig, dass alle Rettungskräfte im Kreis Siegen-Wittgenstein – gleich welcher Organisation oder Behörde – kostenfrei mit Rettungsteddys versorgt werden. „Die Anschaffung eines Teddys kostet etwa 3,60 Euro“ erklären die beiden Feuerwehrmänner. Die Aufgabe der Botschafter besteht nun darin, Spendengelder zu sammeln und pro Überweisung von der Stiftung Teddys zu erhalten, die sie dann nach Bedarf an die Einsatzkräfte verteilen, damit sie beim Kindernotfall zur Stelle sind. „Ich bin begeistert davon, an in Not geratene Kinder Bären der Liebe zu verschenken“, schwärmt Matthias Bohn. Er lebt das Projekt und zeigt mir einen Brief von Finn. Finn ist acht Jahre alt und hatte einen schweren Skiunfall. „Seit ich Dich bekommen habe, bist Du jede Nacht bei mir“, schreibt er in seinem Brief. Jeder der Rettungsteddys hat nämlich einen Anhänger, den die Kinder ausfüllen können und wenn sie mögen, können sie der Teddystiftung dann eine Rückmeldung schreiben und über ihre Erfahrungen mit dem Teddy berichten. „Mittlerweile sind das viele Aktenordner voll und das ist auch wichtig für uns, um uns stetig verbessern zu können. Und für die Einsatzkräfte ist das auch wichtig. Denn nicht zu wissen, wie ein Einsatz ausgegangen ist, belastet viele sehr“, wissen Matthias Bohn und Matthias Marburger aus ihrer seelsorgerischen Arbeit zu berichten.

Die beiden freuen sich über die großartige Resonanz der Teddys und sind zu Recht stolz, ein Teil dieser fantastischen Idee zu sein. Matthias Bohn ist schon seit 15 Jahren als Botschafter unterwegs. Auch bei ihm war ein Einsatz das Schlüsselerlebnis: „ Damals war ich Notfallseelsorger und habe Rettungsdienste begleitet, um die Strukturen und Abläufe kennen zu lernen. Bei einem Kindernotfall wollte der Rettungsassistent einen Teddy verschenken, aber das Fach war leer“, erinnert sich Matthias Bohn. Bis dahin hatte er von den Rettungsteddys gar nicht viel gehört. Aber sofort nach diesem Einsatz recherchierte er im Internet, stieß sofort auf die Deutsche Teddystiftung, wurde Botschafter und setzte sich ein klares Ziel: „Es darf nie wieder vorkommen, dass dieses Fach leer ist“.

Mittlerweile, so berichtet er, sind die Feuerwehren, die Polizei, der Rettungsdienst und der Hubschrauber mit diesem Rettungsteddy ausgestattet. Und sogar die Soldaten der Deutschen Bundeswehr haben Teddys mit zum Einsatz nach Afghanistan genommen.

Das Besondere bei den Bären: Sie tragen keine Uniform, kein Firmenlogo, keinen Sponsorenaufdruck. „Wir wollen ausschließlich Kindern helfen und keine Werbung machen. Diese Bären gibt es auch nur bei der Stiftung und sie sind somit einzigartig“, erklärt Matthias Bohn.

Er und seine Freunde Matthias Marburger und Manuela Marburger-Stahl sind nun auf Hilfe angewiesen: „Zum Einen muss die Stiftung und das Anliegen in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. In Siegen kennt man mich und hier in Wittgenstein ist Matthias Marburger nun der Ansprechpartner vor Ort, den die Einsatzkräfte hier kennen“.

Ein weiteres Anliegen sind natürlich Spenden, damit die Stiftung und die Botschafter Teddys einkaufen und kostenfrei an die Einsatzkräfte übergeben können. Dies funktioniert auf unterschiedliche Art und Weise: Es gibt ein Spendenkonto mit Verwendungszweck „Teddys Siegen-Wittgenstein“, auf das ein frei wählbarer Geldbetrag überwiesen werden kann. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine Patenschaft für eine gewünschte Anzahl an Teddys zu übernehmen. „Dann bekommen die Spender auch eine Patenschaftsurkunde“, erklärt Matthias Bohn. Spenden kann übrigens jeder: Firmen, Vereine, oder jede Privatperson. Selbstverständlich werden auch Spendenquittungen ausgestellt und der Betrag den man spenden möchte, ist jedem Spender selbst überlassen. Weiterhin laufen derzeit Gespräche, um Spendendosen für die Stiftung und die Beschaffung in Siegen-Wittgenstein aufstellen zu dürfen. Mit einem Ziel: In Not geratenen Kindern trotzdem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ihnen in dieser schweren Zeit einen Freund fürs Leben zu schenken.

Bankverbindungen:

Deutsche Teddy-Stiftung

IBAN: DE 54 2855 0000 0001 0820 07

BIC: BRLADE21LER

Link zur Deutschen Teddystiftung:

www.deutsche-teddy-stiftung.de

Publiziert in SI Retter
Donnerstag, 31 März 2016 07:00

"Da geht ein Stück Luftrettungsgeschichte"

SIEGEN-WITTGENSTEIN. "Da saßen wir im Unterrichtsraum und haben uns an den Zähnen rumgefummelt. Da habe ich gedacht: Mensch, Du könntest jetzt Hubschrauber fliegen! Das war nichts für mich". Nur vier Monate hatte Gerald König es ohne "seinen" Hubschrauber ausgehalten, da kam er zurück zur Fliegerei. Und das war in jungen Jahren. Angefangen hatte er damals als Zivildienstleistender beim Bundesgrenzschutz, der heutigen Bundespolizei. "Da stand einen Tag Hubschrauberfliegen auf dem Plan. Das hat mich so sehr fasziniert, dass ich mich beim Bundesgrenzschutz verpflichtet habe und meine Pilotenausbildung gemacht habe", erinnert sich Gerald König. Danach hat er aber dann eine Lehre als Zahntechniker begonnen. Ein Fehler, wie er schnell merkte. Dann kam er zurück, wo er bis heute hingehört: In das Cockpit eines Hubschraubers. Vorne rechts. Mit Pitch, Stick und Pedalen.

Nach seinem kurzen Ausflug in die Zahntechnik hat er mit dem Hubschrauber Grenzstreifen an der See abgeflogen. Acht Jahre hat er das gemacht, dann ging er fliegerisch neue Wege: Rettungspilot. Zunächst bei der SOS Flugrettung in Sanderbusch in Friesland. Für den gebürtigen Lübecker nicht ganz soweit weg von der Heimat. Mit der Bewerbung bei der ADAC Luftrettung und der Zusage dort sollte sich das aber schnell ändern. "Der ADAC suchte damals und hat mich genommen", erzählt der humorvolle Mann mit den grau melierten Haaren, während er sein Schokomüsli löffelt. Fünf Einsätze hat er an diesem Tag schon geflogen. Ist gerade erst wieder gekommen. Mit Christoph 25, dem Rettungshubschrauber für Siegen-Wittgenstein und die nähere Umgebung.

Seit nunmehr 32 Jahren fliegt der Familienvater im Kreis Siegen-Wittgenstein den Notarzt an die Einsatzstelle. Ist damit nicht nur der Dienstälteste an der Station, sondern auch der Pilot, der die längste Zeit beim ADAC fliegt. "Da stand nur einer mit 33 Dienstjahren im Intranet. Ich habe mich erst gar nicht getraut, darauf zu klicken. Dann habe ich es doch gemacht, und dann stand da König", erzählt er.

Vollblutflieger geht in Rente
Nach 41 Jahren als Pilot und 32 Jahren in Siegen ist aber nun Schluss für den Vollblutflieger, der heute in Neunkirchen lebt. Heute, am 31. März, wird er zum letzten Mal ins Cockpit von Christoph 25 steigen, um den Menschen in Siegen-Wittgenstein und Umgebung schnelle Hilfe zu bringen. Danach wird etwas fehlen - gar keine Frage. Überall im Rettungsdienst, wo man von Christoph 25 redet, ist der Name Gerald König untrennbar damit verbunden. Jeder kennt ihn. Ihn und seinen Humor, seine herzliche Art und wenn man ihn nicht kennt, mag man auch meinen, seine brummelige Art. Den Menschen, der sich auch bei schlimmen Einsätzen dezent zurück hält, auf der Waldbank sitzt, oder sich mit Passanten unterhält. Der auch schon mal zum Kaffeetisch gebeten wird, während er mit dem Hubschrauber auf den Patienten warten muss. "Jeder muss das tun, wofür er zuständig ist. Das ist wichtig so, damit sich jeder auf seine Aufgabe konzentrieren kann", erzählt er. Ich solle ihn jetzt bloß nicht fragen, was sein schlimmster Einsatz gewesen sei, mahnt er mich. Das frage ich ihn auch nicht. "Aber natürlich gibt es immer wieder Situationen, in denen man mitgefühlt hat. Und das sind nicht nur kleine Kinder oder alte Menschen, sondern das Alltägliche", erzählt er.

Wie vielen Menschen er schon Hilfe gebracht hat, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. "Etwa 400 Mal pro Jahr, wobei die letzten Jahre die Einsätze stetig zugenommen haben", rechnet er vor. "Zum Anfang waren es fast nur schwere Unfälle im Straßenverkehr und in Betrieben, zu denen wir geflogen sind. Heute machen wir auch oft Hausbesuche", berichtet er über die Veränderungen der Jahre. Und auch, dass der Arzt früher nur mit Sauerstoff und Koffer los gerannt sei und heute die Maschinen immer schwerer seien, weil es viel mehr Geräte an Bord gebe, die für die in Not geratenen Menschen so wichtig seien. "Wir haben am Anfang hier auch einmotorig geflogen, mit Chartermaschinen. Dann kam die BO 105 und heute ein hochmoderner Eurocopter", erinnert er sich zurück.

Stets sicher nach Hause kommen
Ob es ein Erlebnis aus den Jahren gibt, in dem er Angst hatte, weil das Wetter kritisch war, möchte ich wissen. Er ist bescheiden und antwortet, dass ihm nichts Besonderes einfällt. Sein Rettungsassistent, Dirk Werthenbach, der erzählt dann von einem Flug, der nach Freudenberg gehen sollte. "Wir sind hier hinterm Hangar raus gegangen und bis Ikea gekommen. Da war unglaublicher Wind. Was hat der Gerald da gerudert, um uns wieder sicher Heim zu bringen. Da mussten wir den Einsatz abbrechen", erinnert sich der Rettungsassistent. "Man fliegt oft mal am Limit mit dem Wetter. Man muss nur früh genug entscheiden, umzudrehen", erklärt der Pilot. Dass das spektakulär sein könnte, hört man nicht raus. Selbstverständlich eben für ihn. Auch, wenn der Einsatzabbruch aus Wettergründen keineswegs immer von allen draußen verstanden wird, muss man wissen, dass viele Meter weiter oben oft ganz andere Bedingungen herrschen, als vom Boden einschätzbar. Und wenn die Besatzung - vorrangig der Pilot - diese Entscheidung getroffen hat, dann nur mit einem Ziel: Sicher wieder nach Hause zu kommen. Seiner großen Kompetenz ist es auch zu verdanken, dass er in den über 40 Jahren seiner Tätigkeit im Cockpit nie einen Unfall hatte.

Halbes Leben auf dem Rettungshubschrauber
Wie alt er denn sei, frage ich ihn. "Meine Frau Antje hat mein biologisches Alter auf 75 Jahre ausgewertet, meine Lebenserwartung liegt aber nur bei 60 Jahren. Und wenn man 41 Jahre fliegt, kann man nicht mehr 20 sein. Ich bin 61 Jahre alt", lacht er. "Frag weiter. Was möchtest Du noch wissen?", weist er mich an. Wie er seinen letzten Dienst antreten wird, und ob es ihm Leid tut, hier zu gehen, möchte ich wissen. Da wird er still. Der Rettungsassistent hinter ihm nickt mir zu. Gibt mir zu verstehen, dass es Gerald nicht leicht fällt, hier zu gehen. "Ich habe mein halbes Leben hier verbracht", antwortet der dann. Mehr Antwort braucht es nicht. Da wird klar, dass es ihm Leid tut und ihm der Beruf schmerzlich fehlen wird. "Auch wenn es komisch sein wird, muss ich auch meinen letzten Dienst wie jeden anderen antreten", fügt er hinzu. Und was hat ihm in den ganzen Jahren nicht so gefallen? "Die ganzen Reporter". Herzliches Lachen. So kannten ihn die Leute, das war es, was ihn ausmachte. Um keinen Scherz verlegen. Das wird in Zukunft fehlen an den Einsatzstellen. Keine flotten Sprüche, keine Frotzeleien mehr. Aber auch keine aufbauenden Worte mehr, wenn es mal nötig war.

Einmal hatte er einem jungen Mann, der an einer Einsatzstelle den Hubschrauber anschaute, Hundekuchen angeboten. Hundekuchen hatte Gerald jeden Tag dabei im Dienst. "Ich liebe Hunde, und wenn welche an der Einsatzstelle waren, haben die auch immer Futter von mir bekommen", erzählt er. Der junge Mann lehnte allerdings verwirrt und dankend ab, woraufhin König ihm dann ganz trocken sagte: "Du bist ganz schön verwöhnt, Junge".

Aber zurück zum Thema: "Natürlich ärgert man sich mal, aber dass mir etwas gar nicht gefallen hat, kann ich nicht sagen", resümiert er seine langen Jahre in der Rettungsfliegerei.

Und am Besten? "Die Fliegerei". Da muss er nicht lange überlegen, das kommt von Herzen. Und was geschieht nach dem letzten Dienst? "Ich werde Ballon fahren, Gleitschirm fliegen und sehen, dass ich noch weitere Bienen bekomme. Meine Kollegen haben mir zum Geburtstag eine Honigschleuder geschenkt", freut er sich. "Und dann mal schauen, wie es weitergeht". Stationsleiter Markus Scheld spricht im Namen aller Kollegen: "Wir sind uns ausnahmslos alle einig, dass es für Gerald nie und nimmer Ersatz geben wird. Da geht ein echtes Stück Luftrettungsgeschichte..."

Möglichkeiten, als zweiter Pilot zu fliegen, hätte Gerald König noch. "Aber ich möchte nicht als zweiter Mann im BK Cockpit sitzen. Wann ist Schluss mit mir und der Fliegerei? Bis der Fliegerarzt uns beide trennt?", fragt er in die Runde, der sich mittlerweile auch ein alter Freund von Gerald zugesellt hat. "Das mache ich lieber selbst", macht er deutlich.

Jan Weber als Nachfolger
Und wer wird sein Nachfolger? "Das ist Jan Weber. Dem habe ich damals, vor rund 20 Jahren, als er als kleiner Junge hier war, den Hubschrauber gezeigt und erklärt", erzählt Gerald mit Stolz. Dann geht das Telefon. "Leitstelle!" rufen die Kollegen aus dem Wachbüro. Das heißt, dass es einen Einsatz gibt. Ein Patient soll vom Altenkirchener Krankenhaus nach Bonn verlegt werden. Der Arzt muss noch letzte Details klären, bevor es losgeht. Gerald geht schon zur Maschine. Er strahlt. "Das ist schon ein schöner Vogel", sagt er. Dann setzt er sich rein. Vorne rechts. Mit Stick, Pitch und Pedalen. Ein Lächeln, ein "Tschüss" und dann lässt er die Turbinen an. Der Arzt kommt hinzu und dann geht’s los. Mit 280 km/h zum Einsatzort. Wie so oft in den letzten 32 Jahren.

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Publiziert in SI Retter
Dienstag, 05 Januar 2016 17:36

Gegen Baum - Schwerer Verkehrsunfall bei Breuna

BREUNA/OBERLISTINGEN.  Bei dem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 3080 zwischen Breuna und Oberlistingen war ein 26-Jähriger aus Liebenau in Richtung Oberlistingen unterwegs und mit seinem VW Lupo aus bislang unbekannter Ursache mit den rechten Reifen auf den Grünstreifen geraten. Dadurch geriet der Wagen ins Schleudern und prallte im weiteren Verlauf gegen einen Baum. Der Fahrer wurde im Fahrzeug eingeklemmt. Andere Verkehrsteilnehmer hatten den Unfall gegen 15 Uhr beobachtet und Rettungskräfte und die Polizei alarmiert.

Der 26-Jährige zog sich nach derzeitigem Stand keine schwereren Verletzungen zu. Der am Unfallort befindliche Rettungshubschrauber kam nicht zum Einsatz. Nachdem die Feuerwehr den Verletzten aus dem Fahrzeug gerettet hatte, wurde er mit einem Rettungswagen in ein Kasseler Krankenhaus gebracht.

Am Lupo des Fahrers war Totalschaden entstanden. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Die L 3080 war für die Dauer des Einsatzes bis ca. 16:15 Uhr gesperrt. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Quelle: ots/r

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Publiziert in KS Polizei
Samstag, 22 August 2015 22:17

Mit dem Hubschrauber Leben retten

Unser Mitarbeiter Patrick Krause aus Bad Berleburg, selbst engagierter Feuerwehrmann und Sanitäter, hat in seinem Sommerurlaub in München die Station der DRF Luftrettung besucht. Er hat für uns einen Blick über den regionalen Tellerrand hinaus gewagt und zusammen mit der Hubschrauberbesatzung diese beeindruckende Reportage erarbeitet. (Matthias Böhl)

Überall wo Rettungshubschrauber auftauchen, sorgen sie für Aufsehen und scheinen etwas Außergewöhnliches zu sein. Ihr Einsatz ist spektakulär, wird von vielen Menschen mit etwas besonders Schlimmem verbunden. Wir waren bei der DRF Luftrettung in München zu Gast und haben uns zeigen lassen, warum es die Luftrettung gibt und wie ein Einsatzalltag in der Luftrettung abläuft.

Der Alam ertönt: „ Achtung, Achtung! Einsatz für den Christoph München!“, Die wichtigsten Informationen für Pilot, Co-Pilot, Rettungsassistent und Notarzt kommen ebenfalls von der Leistelle München und werden direkt auf das Handy des Piloten gesendet. Der Hintergrund ist bei planbaren Patiententransporten zwischen Kliniken mit genügend zeitlichem Vorlauf kommen die Infos per Fax. Bei Notfalleinsätzen bleibt für ein Fax keine Zeit. München ist eine 24h-Station. Während tagsüber für gewöhnlich ein Pilot, ein Rettungsassistent und ein Notarzt an Bord sind, ist bei nächtlichen Einsätzen ein zusätzlicher Pilot mit an Bord.“ Jeder weiß, was jetzt zu tun ist. Trotz des Alarms läuft alles ganz ruhig ab. Der Co. Pilot programmiert per Computer, welcher in der kleinen Arbeitszentrale steht, über ein Satellitensystem ein internetgestütztes Programm im Hubschrauber. Der Rettungsassistent oder der Co. – Pilot gibt auf der Internetseite den genauen Einsatzort ein, per Satellit bekommt der Pilot, die eingegebenen Informationen in den Hubschrauber. Die Rettungsassistenten der DRF Luftrettung besitzen eine Zusatzqualifikation, die es ihnen erlaubt, neben den Notarzt auch den Piloten bei der Navigation – u.a. bei der Landung - und der Luftraumbeobachtung zu unterstützen.“ Wenige Klicks später und der Weg ist im „Navi“ des Hubschraubers angekommen. Parallel zur Eingabe des Einsatzortes startet der Pilot schon die Turbinen. Nun liegt ein Geruch von Kerosin in der Luft, die Rotorblätter drehen sich mit fast voller Geschwindigkeit – für den Betrachter oftmals ein Moment der Gänsehaut. Der Notarzt zieht kurz vor dem Take off, dem Start des Hubschraubers, schnell noch die externe Batterie von der Maschine ab. Co. Pilot oder Rettungsassistent machen mit dem Pilot den letzten Check und weniger als 120 Sekunden nach der Alarmierung ist „Christoph München“ von seiner Heimatstation am Klinikum Großhadern abgehoben. Der Rettungsassistent informiert seine Kollegen über die Art des Einsatzes und teilt die genaue Einsatzadresse mit. Dieses Mal geht es an den Münchener Flughafen. Das Einsatzstichwort klingt für alle Beteiligten dramatisch. – Säuglingsreanimation -, nun zählt jede Sekunde. Es ist still in der Maschine. Alles hart gesottene an den Männern ist plötzlich weg. Sie dürfen sich nun nicht zu viele Gedanken machen, - einhundertprozentige Leistung ist von allen Beteiligten gefragt.

„Kindernotfälle belastet uns alle sehr, erst selbst wenn wir auch kleine Kinder haben, die zu Hause auf uns warten“, schildert Dietmar Gehr, Stationsleiter und Pilot von Christoph München. Pilot Gehr steuert den Hubschrauber, den sie liebevoll ihren „Vogel“ nennen, mit voller Geschwindigkeit in Richtung Theresienwiese. In München kommt die neue H 145 zum Einsatz. Die DRF Luftrettung war die erste Luftrettungsorganisation weltweit, die diesen Hubschrauber-Typ der neuesten Generation eingesetzt hat Knapp über den Häusern der Bayernmetropole sind sie unterwegs, um Leben zu retten. Unterdessen haben Feuerwehr und Polizei bereits die Straße gesperrt. Auf der „Wiesn“ steigt der Kindernotarzt, welcher von der Berufsfeuerwehr München kommt zu. Der Kindernotarzt fährt immer mit raus, wenn Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren einen Notarzt brauchen. Der Hubschrauber ist grade erst gelandet, schon hebt er auch wieder ab. Nun geht es wieder mit rund 230 km/h Richtung Münchener Flughafen. Auch dort haben Polizei und Flughafenfeuerwehr bereits eine Straßenkreuzung zwischen den beiden Terminals 1 und 2 gesperrt, wo Dietmar Gehr seinen        „H 145“ und seine Crew nun sanft absetzt. Der Tower des Flughafens war den Rettern aus der Luft während des Einfluges behilflich. Direkt nach dem Touch Down, der Landung, eilte die medizinische Besatzung zum Einsatzort, wo ihre Hilfe so dringend benötigt und sie so sehnsüchtig erwartet wurden. Eine Besatzung eines Rettungswagen und eines Notarztwagen kämpften bereits um das Leben des kleinen Erdenbürgers. Nach einiger Zeit konnten die Männer und Frauen ein erstes Mal aufatmen: Das Team hatte es geschafft. Das Baby hatte wieder einen stabilen Kreislauf, dass es mit dem Hubschrauber in eine Klinik geflogen werden konnten.

Pilot Dietmar Gehr und sein Co - Pilot Marco Ruschel blieben währenddessen am Hubschrauber. Notarzt Dr. Roland Tomasi, Rettungsassistentin Marian Mangelsdorf, der Kindernotarzt, die RTW und NAW-Besatzungen – sie alle hatten geholfen, das noch so junge Kind zurück ins Leben zu holen. Nun bringen sie ihren kleinen Schützling zum Hubschrauber, der mitten auf der Kreuzung wartet. Der Flug in die Klinik verlief sicher, schnell, schonend und ohne Zwischenfälle. Während des Hubschraubereinsatzes kam es zu erheblichen Behinderungen des Straßenverkehrs am Flughafen. Der Flugverkehr wurde nicht beeinträchtigt. Das Notarzt – Team entschied, das Kind in die Kinderklinik am Goetheplatz zu fliegen. Wiederum musste eine Hauptverkehrskreuzung unter starkem Verkehrseinfluss gesperrt werden. Dann stand die Verkehrsader still – Jetzt hatte Christoph München mit seinem Team absoluten Vorrang. Der erfahrende Pilot Gehr landete den Intensivtransporthubschrauber mitten auf der Fahrbahn. Straßenlaternen, Hausdächer, Autofahrer und Passanten – all das macht dem Profi im Cockpit nichts aus, er hält zu allen sicheren Abstand. Volle Konzentration auf den Einsatz. Souverän, routiniert, ruhig und sicher – schon seit vielen Jahrzehnten. Die Übergabe des kleinen Patienten an das Ärzte – Team im Kinderklinikum geschieht bei laufenden Turbinen. Nur wenige Minuten dauert das. Professionell und genau wie immer – trotz Innenstadtverkehr. Nach der Übergabe ging es noch mal kurz zur Theresienwiese, wo der Kindernotarzt abgesetzt wurde. Die Crew von Christoph München flog wieder zurück an die Station. Maschine einsatzklar machen, warten auf den nächsten Einsatz.

Die gute Nachricht erreichte Dietmar Gehr später: Das Kind hat den Einsatz überlebt!

Gehr bezeichnetet den Einsatz als etwas „außergewöhnliches“. Die Crew hat bei diesem Einsatz einmal mehr hohe Konzentration bei hohem Zeitdruck bewiesen und das bei einem Maximum an Sicherheit. Und wenn man dies alles unter einem hohen Druck komprimiert, dann hat man eine sehr gute Basis und Chance Leben sicher und optimal zu retten. „Dies ist unter anderem den vielen Trainingseinheiten zu verdanken“, macht Gehr deutlich. Dieses Mal war es ein „Notfalleinsatz“, bei dem der Pilot und das Rettungsteam direkt zur Notfallstelle fliegen. Die Hauptaufgabe von Christoph München sind allerdings so genannte „Intensivtransporte“, bei denen schwer kranke oder verletzte Menschen schonend in Spezialzentren transportiert werden. Auch über weitere Distanzen innerhalb kürzester Zeit. Pilot Dietmar Gehr macht deutlich, dass Intensivtransporthubschrauber aber auch genauso gut Notfalleinsätze übernehmen und auch Rettungshubschrauber immer wieder dringende Intensivtransporte durchführen .Die strikte Trennung gebe es nicht, so Gehr. „Unsere Statistik zeigt an das wir fast genauso viele Notfalleinsätze als auch Patiententransporte fliegen“, erklärt er.

Man kann die Hubschrauber der DRF Luftrettung mit einer fliegenden Intensivstation vergleichen. Im Hubschrauber kann man alle lebensrettenden Maßnahmen beginnen und die bereits begonnene Therapie weiter fortführen. Man kann dem Patienten im Hubschrauber ein Maximum der Versorgung bieten – genau so, wie auf einer Intensivstation. Um diese hohe Qualität bei Intensivtransporten aber auch bei der Notfallrettung aufrecht zu erhalten, ist die DRF Luftrettung als gemeinnützig tätige Organisation auf die Unterstützung von Spenden und Förderern angewiesen. Denn die Kosten der Luftrettung werden nicht vollständig von den Krankenkassen übernommen.“

Publiziert in SI Retter

KÜSTELBERG. Schwere Verletzungen hat ein 57 Jahre alter Motorradfahrer bei einem von ihm verursachten Unfall am Schlossberg bei Küstelberg erlitten. Der Mann aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf wurde wegen multipler Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.

Zu dem schweren Verkehrsunfall kam es am Samstagnachmittag am Schlossberg bei Küstelberg. Hier befuhr ein 57-jähriger Motorradfahrer die L 740 von Medebach kommend in Richtung Küstelberg. Er überholte dabei auf der zweispurig geführten Steigungstrecke eine dreiköpfige Motorradgruppe. Kurz vor dem Ende des linken Fahrstreifens und vor einer scharfen Linkskurve scherte der 57-Jährige wieder nach rechts ein. Bei dem unmittelbar danach notwendigen Richtungswechsel nach links verlor er die Kontrolle über sein Krad und kam noch auf der Fahrbahn zu Fall.

Der Biker rutschte mit seiner Maschine über den Asphalt in den angrenzenden Grünstreifen mit Baum- und Strauchbewuchs. Durch den mehrfachen Aufprall auf die dortigen Hindernisse zog sich der 57-Jährige multiple Verletzungen zu. Er musste schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklink geflogen werden.

Am Motorrad entstand offenbar Totalschaden. Während der Landung des Hubschraubers und der Behandlung des Verletzten blieb die L 740 am Schlossberg für etwa anderthalb Stunden komplett gesperrt.

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Publiziert in HSK Polizei

Das Wetter ist zuerst nicht so gut an diesem Tag. Es ist windig draußen, regnerisch, teilweise sind die Sichten nicht optimal. Im Hangar steht ein zwei Turbinenhubschrauber vom Typ „EC 135“. Er hört auf den Namen „Christoph“, den der ADAC vor über 40 Jahren als Namen für die Rettungshubschrauber einführte, war doch der heilige Sankt Christophorus der Schutzpatron der Reisenden. Dies war nämlich der Grund, warum der ADAC in den späten 60er Jahren mit der Rettung aus der Luft begann: Die steigende Zahl der Verkehrstoten.

Tragischer noch war die Entstehung der heutigen DRF Luftrettung: Am 3. Mai 1969 wurde der neunjährige Björn, als er auf dem Weg vom Schwimmbad nach Hause war, wenige Meter vor seinem Haus von einem Auto überrollt. Über eine Stunde wartete er auf Hilfe. Zu spät – er starb auf dem Weg ins Krankenhaus. „Der ausgeprägteste Charakterzug unseres Sohnes war seine Hilfsbereitschaft“, sagt Vater Siegfried Steiger später. Deshalb war für ihn und seine Frau klar, dass sie gegen das schlechte Rettungssystem etwas tun müssen. Mit vielen Spenden wurden Notrufsäulen und Rettungswagen angeschafft. Schließlich verpfändete das Architektenehepaar sein Haus für den Kauf eines Rettungshubschraubers. Von diesem Geld wurde eine BO 105 gekauft und dem damaligen Innenminister Hans Dietrich Genscher zur Verfügung gestellt. Maßgabe der Steigers: Einzusetzen ausschließlich für den Rettungsdienst. Der Hubschrauber wurde dann an der BGU-Klinik Frankfurt/Main stationiert. Wenige Jahre später erklärte der Bund den Ausbau der Luftrettung für beendet, auch der ADAC wollte nach der Anfrage Steigers „nicht in sinkende Boote steigen“. Siegfried Steiger wagte einen neuen Versuch: Luftrettung auf privater Basis. Schließlich gründete er die Deutsche Rettungsflugwacht.

Auf dem Vorfeld des Stuttgarter Flughafens wollte Steiger vielen Medienvertretern die Maschine der Deutschen Rettungsflugwacht vorstellen. Der Hubschrauber, der eigentlich ein Transparent in den Himmel fliegen sollte, war aber plötzlich nicht mehr da. „Darauf hin titelte die Presse 'Hat Steiger übersteigert?', erinnert sich Siegfried Steiger. Anstatt das Transparent zu fliegen, war der DRF-Pilot der ersten Stunde, Günter Sasse, einem Funkspruch gefolgt: Es hatte einen schweren Verkehrsunfall bei Böblingen gegeben, bei dem mehrere Kinder beteiligt waren. Diese Kinder flog Günter Sasse in eine Klinik. Alle Beteiligten konnten gerettet werden. Das war die Geburtsstunde der Deutschen Rettungsflugwacht, der heutigen DRF Luftrettung.

„Christoph“ steht noch immer Hangar am Krankenhaus. Die Monteure der Firma Airbus Helicopter, früher Eurocopter und davor Messerschmidt Bölkow Blohm, haben sich sehr viel Mühe mit ihm gegeben. Viele Stunden haben sie an ihm gearbeitet, bis er so wurde, wie er jetzt ist und seinen Job ausüben kann: Leben retten. Trotzdem bekommt man so einen Hubschrauber gegen Starkregen nie ganz dicht. Weil man nicht weiß, wie sich das Wetter entwickeln wird, bleibt „Christoph“ bis zum Einsatz in seinem Hangar, wo es schön trocken ist.

Mit ihm warten ein Pilot, ein Rettungsassistent und ein Notarzt auf den Einsatz. An Stationen, an denen „Christoph“ mit einer Winde für die Berg- oder Seerettung ausgerüstet ist, wartet zusätzlich ein Bordtechniker auf den Einsatz. Manche „Christophs“ dürfen auch bei Dunkelheit fliegen. An diesen Stationen sind dann ab der Dunkelheit zusätzliche Piloten im Dienst. Dann sitzen vorne immer zwei Piloten und der Rettungsassistent steigt mit hinten ein.

Jetzt werden „Christoph“ und seine Besatzung plötzlich gebraucht: Ein Kind ist mit dem Fahrrad schwer gestürzt, hat Kopfverletzungen. Es hat keinen Helm getragen. Der Disponent hat den Hilferuf des Notarztwagens draußen auf dem Land entgegen genommen. Sie brauchen dringend einen Hubschrauber, der das schwer verletzte Kind in eine Spezialklinik fliegen kann, weil das örtliche Krankenhaus für derartige Verletzungen, und die Versorgung von Kindern nicht ausgelegt ist. Dann hat der Disponent der Leitstelle „Christoph“ alarmiert. Jetzt geht es ganz schnell, trotzdem nicht hektisch. Die Hangartore gehen auf, die Plattform, auf der „Christoph“ parkt, wird per Fernbedienung aus dem Hangar gefahren. Der Pilot sitzt schon auf seinem Sitz und gibt die Einsatzadresse ins Satteliten gestützte Navigationssystem ein, gleichzeitig sucht er den Einsatzort auf der Fliegerkarte. Sobald „Christoph“ vor der Tür steht, startet der Pilot die Turbinen. Er – der Pilot – ist schon lange dabei. Seine Heimat musste er verlassen, um den gelben „Christoph“ fliegen zu dürfen. Aber es ist ein Traumberuf gewesen und deshalb hat er es getan. Einer seiner Jungs wird heute übrigens auch Pilot. Manchmal ärgert sich der „Christoph“-Flieger. Darüber, dass unnötige Vorschriften und viel, viel Schreibkram und Formalitäten seinen eigentlichen Beruf immer schwieriger machen. Denn dafür ist er kein Pilot geworden. Sein Traum war es, Leben retten zu helfen und fliegen zu gehen. Früher war das oft schöner.

Während „Christoph“ sich ein wenig aufwärmt, um nachher gut fliegen zu können, und der Pilot dabei darauf achtet, dass alle erforderlichen Parameter im Normbereich bleiben, steigen der Notarzt und der Rettungsassistent zu. Der Rettungsassistent funkt jetzt mit dem Disponenten der Leitstelle, der „Christoph“ alarmiert hat. Die Einsatzdaten werden abgeglichen. Jetzt gibt der Disponent weitere Informationen bekannt: Das Kind ist mit dem Kopf auf einen Schotterweg geschlagen, nicht ansprechbar, und es wird nicht mehr richtig wach. Der Notarzt vor Ort ist bereits dabei, dem Jungen einen Plastikschlauch in die Luftröhre zu legen, um ihm damit beim Atmen zu helfen.

Kurze Zeit später, nur etwas mehr als eine Minute nach der Anforderung hebt „Christoph“ von seiner Plattform ab. Der Pilot ist jetzt dafür zuständig, dass sie alle sicher in das kleine Dorf kommen, um dem schwer verletzten Jungen zu helfen. Überall muss er seine Augen jetzt haben und „Christoph“ mit Händen und Füßen bedienen. Den Pitch, den Steuerknüppel und die Fußpedale muss er aufeinander abgestimmt bedienen. Dabei muss er außerdem auf die Sicht achten, auf Winde, auf Hindernisse und die Flugroute. Der Rettungsassistent hilft dem Piloten dabei. Er sitzt vorne links neben dem Piloten.

Trotz Regen, diesiger Sicht und Wind fliegen sie gemeinsam mit „Christoph“ in Richtung des kleinen Dorfes, östlich von „Christophs“ zu Hause. Wenn sie einen Flug wegen schlechtem Wetter mal nicht durchführen können, sind Ärzte oder Pflegepersonal in Krankenhäusern oft enttäuscht, weil sie einen schwer kranken Patienten dringend und schnell verlegen müssen. Doch die Leute, die mit „Christoph“ unterwegs sind, haben selbst Kinder, kommen an ihre Grenzen und müssen sich auch an Vorgaben halten. Es fällt ihnen nie leicht, einen Einsatz abzulehnen, aber manchmal geht es nicht, weil es für sie alle lebensgefährlich wäre. „Christoph“ könnte abstürzen und so könnte es zu einer Katastrophe kommen. Das möchten die Männer und Frauen von „Christoph“ nicht und deshalb sagen sie Einsätze ab, wenn es nicht geht. Sie sind deshalb keine Heulsusen oder haben keine Lust, sondern sie sind sehr besonnen und handeln zur Sicherheit aller Menschen. Dieses richtige Verhalten lernen sie regelmäßig in der Nähe von Bonn, wo viele „Christoph“ Besatzungen ausgebildet und trainiert werden.

„Christoph“ hat schon eine ganze Ecke seines Weges zurückgelegt. Er ist deutlich schneller als ein Auto. Es gibt auf dem Weg in das Dörfchen viele Kurven, Baustellen, Steigungen und Lkw, die man nicht überholen kann. Für „Christoph“ ist das kein Problem. Er kann einfach drüber fliegen und das alles hinter sich lassen. Jetzt geht es vorbei an so ein paar Wahrzeichen von „Christophs“ Heimat. Zuerst an einer Talsperre, die aber nur am Rande zu sehen ist, dann über eine gelbe, runde und historische Burg hinweg und schließlich über eine Anhöhe, die „Christoph“ gerade im Winterhalbjahr oft Probleme bereitet, weil es dort sehr oft nebelig ist. Heute geht es. Es ist eine Lücke in den Wolken und da passen sie durch. Der Pilot, er ist sehr erfahren und heute der Älteste im Team, manövriert „seinen“ Hubschrauber genau durch die Lücke – nur mit dem Ziel, dem schwer verletzten Jungen zu helfen. Ist das nicht toll?

Die Öffentlichkeit bekommt das zum größten Teil nicht mit. Stattdessen macht sie sich Gedanken über den Fluglärm, der eigentlich nur ein Vorwand ist, sie verurteilt die Betreiber von „Christoph“, weil die Presse einen angeblichen Skandal aufgedeckt hat, der keiner ist. Damit hat der „mündige Bürger“ nur wieder mal „eine Sau gefunden, die durchs Dorf getrieben werden kann“. Es ist aber sehr oft so, dass die Menschen, denen es gut geht und die bei einer Sache nicht dabei waren, die meisten Fehler finden und die meiste Ahnung haben.

Das macht die Frauen und Männer von „Christoph“ oft traurig oder auch mal böse. Denn am Ende sind sie es, die darunter leiden müssen. Ihre Arbeit wird genau beobachtet, scheinbar nach Fehlern gesucht. Das belastet sie, dabei ist ihr Job doch schon schwer genug.

Inzwischen meldet sich der Notarztwagen und möchte mit „Christoph“ sprechen. Wo er landen will, möchten die Kollegen am Boden wissen, um einen geeigneten Platz zu finden. Der Pilot ist in zwei Minuten da, möchte sich den Ort von oben anschauen und dann entscheiden, wo er landet. Vorbei an den letzten Firmen der ländlichen Umgebung, vorbei an einem schönen Schloss und einer der waldreichsten Gegenden von „Christophs“ Einsatzgebiet und schließlich kommt die Einsatzstelle in Sicht. Der Notarztwagen blinkt bereits mit seinen Blaulichtern, um „Christoph“ und seiner Besatzung den Weg zu weisen. Mit „Heizkisten“ oder „einsatzgeil“, wie es in der Öffentlichkeit oft formuliert wird, haben die eingeschalteten Blaulichter nichts zu tun.

Der Pilot legt „Christoph“ in einer leichten Kurve elegant auf die Seite, alle sehen sich jetzt die Einsatzstelle von oben an, während sie eine Runde drehen, um nichts zu übersehen. Nach Leitungen suchen sie da, nach Windrädern, Strommasten, losen Gegenständen, Kindern und Tieren für die „Christoph“ bei der Landung gefährlich werden könnte, oder umgekehrt. Von oben schauen die Besatzungen auf einen dunklen Untergrund und sehen Leitungen deshalb viel schwerer, als wenn man von unten an den Himmel schaut und nach einer Leitung sucht. Ein Streifenwagen sichert die Einsatzstelle zusätzlich ab und dann geht „Christoph“ schließlich direkt neben dem Notarztwagen zur Landung. Der Rettungsassistent und der Notarzt springen raus und laufen zu ihrem jungen Patienten. Der Pilot bleibt bei „Christoph“. Die Turbinen müssen vernünftig abgestellt werden, dann muss geschaut werden, ob beim Flug alles Heile geblieben ist und der Pilot muss auf „Christoph“ achten, dass ihm keiner zu nahe kommt. Er öffnet schon die Heckklappe, wo sie das Kind gleich einladen können. Dabei hört er eine Frau weinen. Er sieht sie mit einem Polizisten am Notarztwagen stehen. Das ist die Mutter des Jungen, die sich nun so große Vorwürfe macht, dass sie ihren einzigen Sohn ohne Helm hat fahren lassen. Das belastet den Piloten manchmal, obwohl er früher als Pilot der Bundespolizei sicher viele harte Dinge gesehen hat. Deshalb setzt er sich in seinen Hubschrauber, um den oftmals schlimmen Eindrücken und Bildern nicht so oft ausgeliefert zu sein.

Im Notarztwagen bekommt die Hubschrauberbesatzung eine Übergabe. Der Junge, 14 Jahre alt ist er, hat Medikamente bekommen, die ihn zum schlafen zwingen. Sonst würde er den Plastikschlauch in seiner Luftröhre nicht tolerieren. „Intubationsnarkose oder ITN“, nennen die Fachleute das. Am Anfang, so der Notarzt vom Rettungsdienst vor Ort, sei der Junge noch ein wenig wach gewesen, habe aber nur gewimmert und gestöhnt. Außerdem habe er sich wohl den Schädel gebrochen. Die Verformung des Kopfes kann man gut erkennen. Die Besatzung des Notarztwagens und die des Hubschraubers haben selbst Kinder. Das belastet sie sehr. Es kann sein, dass der Junge nie mehr so wird, wie er einmal vor dem Sturz war. Der Rettungsassistent von „Christoph“ schließt den Jungen an verschiedene Geräte an, mit denen er während des Fluges überwacht werden kann. Die Geräte des Notarztwagens werden entfernt. Sie bleiben beim Rettungsteam vor Ort. Der Notarzt telefoniert mit einem Krankenhaus, was den Jungen aufnehmen soll. Es ist das Krankenhaus, an dem „Christoph“ sein zu Hause hat und an dem es Ärzte gibt, die Patienten bei Bedarf an Kopf, Gehirn und Wirbelsäule operieren können. „Neurochirurgen“ heißen diese Ärzte. Der Arzt von „Christoph“ kennt sie, deshalb können die beiden das schnell am Telefon klären und schnell steht fest: Sie nehmen den Jungen.

Jetzt sind alle Vorbereitungen getroffen und der Junge kann auf die Trage von „Christoph“ umgelagert werden. Ganz behutsam heben ihn die Rettungsdienstler und das Team von „Christoph“ auf die Trage. Einer hält seinen verletzten Kopf fest. Es muss darauf geachtet werden, dass der Plastikschlauch nicht aus der Luftröhre gezogen wird. Ohne ihn atmet der Junge nicht. Die Medikamente die er bekommen hat, um zu schlafen, legen die Atmung lahm. Das macht in dem Moment eine Maschine, die zuvor vom Notarztwagen, später von „Christoph“ angeschlossen wurde. Der Junge schläft jetzt, und bekommt von all dem nichts mehr mit. Er hat jetzt keinen Stress und muss keine Schmerzen haben. Seine Mutter möchte sich von ihm verabschieden und gibt ihm einen Kuss ins Gesicht. Sie weint sehr und hat große Angst um ihr Kind. Die Rettungskräfte können diesen Moment fast nicht aushalten, so Leid tut ihnen das. Jeder ist mit Gedanken bei seinen Kindern und seiner Familie. Ein Polizist nimmt die weinende Mutter in den Arm. „Ihr Kind ist in den besten Händen“, verspricht er der Frau. Auch ihn belastet die Situation. „Christoph“ ist startklar, das Wetter mittlerweile viel besser geworden. Seine Lampen blinken schon, der Weg ist klar. Die Heckklappen werden geschlossen, der Landeplatz abgesichert. Jetzt startet der Pilot wieder die Turbinen. Hochkonzentriert sind sie jetzt. „Christoph“ hat wertvolle Fracht an Bord. Unter Überwachung geht es jetzt in die Spezialklinik. Über eine Stunde würde das auf dem Boden dauern, bei vielen Schlaglöchern, Kurven, Lkw und Steigungen. Der Pilot zeigt „Daumen hoch“. Das Zeichen, das er und „Christoph“ bereit sind, ihren so wichtigen zu Flug zu beginnen. „Christoph“ macht jetzt richtig Wind. Das kommt durch die vier Rotorblätter. Dann steigt der Rettungsassistent zu, der zuvor den Start von draußen überwachen musste. Er schnallt sich in Sekundenschnelle an und dann zieht der Pilot „Christophs“ Pitch nach oben. Die gelbe EC 135 hebt ab und fliegt mit dem Jungen in die Klinik. Wieder vorbei an dem schönen Schloss, einigen Firmen, dem Höhenkamm und kurze Zeit später an der gelben, historischen Burg und der Talsperre. Jetzt sehen sie bereits einen Fernsehturm in der Ferne. Das ist für „Christoph“ und seinen Piloten immer das Zeichen, dass sie gleich zu Hause sind. Auf dem Dach von „Christophs“ zu Hause warten bereits Ärzte und Pflegepersonal. Sie wissen schon, dass „Christoph“ ein schwer verletztes Kind an Bord hat. In der Klinik ist schon alles vorbereitet. Dann landet „Christoph“ auf dem Dach. Wie im Schlaf kennt der Pilot den Anflug. Aber trotzdem muss er immer aufs Neue auf Seitenwinde, Vögel, Hindernisse achten. Dann haben sie es geschafft: Nach elf Minuten Flug steht „Christoph“ auf dem Dach. Jetzt kümmern sich nach der Übergabe die Spezialisten im Krankenhaus um den Jungen. „Christoph“ wird wieder einsatzklar gemacht und dann nach unten geflogen auf die Holzplattform. Dort schreibt der Pilot das Bordbuch und tankt wieder auf. Die beiden Mediziner füllen verbrauchtes Material auf. Dann ist „Christoph“ wieder einsatzbereit.

Irgendwann später werden sie erfahren, dass der Junge es geschafft hat. Er wird wieder vollkommen gesund werden. Er hat riesiges Glück gehabt. Aus der Erfahrung wissen sie, dass Stürze ohne Helm in aller Regel nicht so enden. Sie sind erleichtert und noch einmal mehr motiviert, einmal mehr alles zu geben. Um ein Menschenleben zu retten – koste es, was es wolle.

Gestern war übrigens Tag der Luftrettung. Wusstet ihr das?

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Publiziert in Retter
Mittwoch, 17 Dezember 2014 21:47

Christoph 7 hebt seit 40 Jahren zum Retten ab

KASSEL. Der in Kassel stationierte Rettungshubschrauber Christoph 7 fliegt seit 40 Jahren. Der anfangs noch gelb lackierte Rettungshubschrauber hob am 17. Dezember 1974 zu seinem ersten Einsatz ab. Zunächst trug der Rettungshubschrauber den Namen Christoph 9. Seither garantiert der Helikopter schnelle Hilfe aus der Luft.

"Der Jubilar Christoph 7 ist für die Notfallversorgung in Nordhessen unverzichtbar", erklärt der Gießener Regierungspräsident Dr. Lars Witteck. Das Regierungspräsidium Gießen ist die zuständige Behörde für die Luftrettung in Hessen. Gerade im ländlichen Raum habe sich die Luftrettung als erforderliche Ergänzung und Unterstützung zur Bodenrettung vielfach bewährt. Aus Anlass des Jubiläums würdigt Witteck noch einmal die verantwortungsvolle Tätigkeit, die häufig über Leben und Tod entscheide. Er spricht dem Team des Luftrettungszentrums und allen an der Rettung beteiligten Organisationen seinen Dank für ihr Engagement aus und verbindet dies mit dem Wunsch, dass alle Retter stets gesund vom Einsatz zurückkehren mögen.

Im Schnitt 1250 Einsätze pro Jahr
Nach einer Alarmierung hebt Christoph 7 innerhalb von zwei Minuten zur Notfallversorgung ab. Der Schwerpunkt des Einsatzgeschehens liegt in einem Radius von fünf bis 70 Kilometer Luftlinie um das Luftrettungszentrum in Kassel. Vermehrt werden aber auch weitere Strecken zurückgelegt, insbesondere in benachbarte Bundesländer. Etwa 1250 Mal pro Jahr ist der "fliegende Retter" im Einsatz, meist wegen internistischer Notfälle, aber auch zahlreiche Unfälle führen zu seinem Einsatz.

Im Jahr 2013 befand sich Christoph 7 genau 39.010 Minuten in der Luft. Seine "Heimat", das Rote Kreuz Krankenhaus in Kassel, stellt die Notärzte sowie die Räumlichkeiten für das Luftrettungszentrum zur Verfügung. Die Rettungsassistenten werden von der DRK Rettungsdienst Kassel gGmbH gestellt. Beide Organisationen wurden durch das Regierungspräsidium Gießen beauftragt. Der Hubschrauber selbst wird vom Bund gestellt und von Piloten der Bundespolizei geflogen. Nach Dienstschluss wird Christoph 7 jeweils über Nacht bei der Bundespolizei-Fliegerstaffel im benachbarten Fuldatal "geparkt". Dort werden auch notwendige Wartungen durchgeführt.

Den letzten maschinellen Wechsel gab es im Januar 2008, als das neue Hubschraubermuster EC 135 T2i seinen Dienst in Kassel antrat und die bis dahin bewährte BO 105 ablöste.

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Publiziert in KS Retter

KORBACH. Bereits am Donnerstag musste der am Dortmunder Flughafen stationierte Intensivtransporthubschrauber der HSD Luftrettung, Christoph Dortmund, auf dem Rückflug von der Uni Gießen an der Feuerwache am Südring außerplanmäßig zur Landung gehen.

Starker Nebel zwang den erfahrenen Piloten, den Heimflug abzubrechen, da keine Sicht mehr möglich war. Die Hubschrauber der Luftrettung fliegen nach Sichtflugregeln und können daher bei Nebel keinen Einsatz mehr durchführen.

Nach der Landung in Korbach musste sich die dreiköpfige Besatzung, bestehend aus Pilot, Rettungsassistent und Notarzt um einen Mietwagen kümmern, um damit weiter nach Dortmund zu fahren. Glücklicherweise ist der Innenhof der Korbacher Feuerwache groß genug und eingezäunt, sodass die Maschine geschützt untergebracht werden konnte. Am Freitag war eine neue Besatzung nach Dortmund gekommen und hatte vor Ort kritisch die Wetterentwicklungen beobachtet. Der geplante Rückflug konnte auch am Freitag wegen zähem Nebel nicht durchgeführt werden. Erst am Samstagnachmittag gelang es, eine Wetterentwicklung auszunutzen und den Heimflug zum Dortmunder Flughafen anzutreten.

BK 117 am Flughafen Dortmund zu Hause
Christoph Dortmund startet von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu seinen lebensrettenden Einsätzen vom Dortmunder Flughafen. Die Maschine vom Typ BK 117 ist dabei mit allen notwendigen Materialien zur Lebenserhaltung, wie auf einer Intensivstation ausgestattet. Dabei fliegt der Hubschrauber in den meisten Fällen Verlegungen von schwer kranken oder verletzten Patienten von einem Krankenhaus in Spezialkliniken. Immer wieder wird der Hubschrauber aber auch von den Leitstellen primär eingesetzt, das heißt, er fliegt die Notfallstelle direkt an.

Eine kleine Besonderheit der Maschine, die in Korbach war, gibt es auch noch: Es handelte sich bei der Maschine mit der Kennung D-HECE um den Hubschrauber, mit dem für die Fernsehserie "Medicopter 117" gedreht wurde.

Die Fotos zum Artikel hat unser Nachwuchsfotograf Patrick Krause gemacht. Sind die nicht Klasse geworden?

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Publiziert in Retter

BAD BERLEBURG. Pünktlich zum Herbst erscheint dieses Jahr wieder der Blaulichtkalender von Matthias Böhl, der die Arbeit und den Umfang der Rettungs- und Hilfsdienste in unterschiedlichen Situationen zeigt.

Unabhängig von Betreiber oder Standort hat Autor Matthias Böhl, selbst hauptberuflicher Rettungsassistent, in seiner Freizeit sehenswerte Motive von Polizei, Feuerwehr, Luftrettung und Rettungsdienst eingefangen und veröffentlicht. Dabei geht es dem Hobbyfotografen seit über 20 Jahren Einsatzfotografie nicht um reißerische Fotos von Unfallstellen. Der Blick wird vielmehr auf Details am Rande und die Rettungsmittel gerichtet. Betroffene Personen oder Angehörige sind auf seinen mittlerweile rund 900.000 Fotos nicht zu sehen.

Der Blaulichtkalender erscheint bereits zum 12. Mal und zeigt Fotos aus Siegen-Wittgenstein, dem Hochsauerlandkreis und den umliegenden Landkreisen. Wie jedes Jahr ist der Kalender zum Selbstkostenpreis von 15 Euro erhältlich.

Vorbestellungen werden ab sofort unter der E-Mail-Adresse blaulicht-wittgenstein(at)web.de, oder unter der Telefonnummer 0160/91461823 entgegengenommen.

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Publiziert in SI Retter
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