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KASSEL/LOHFELDEN. Eine über Kassel hinweg ziehende Gewitterzelle mit heftigem Starkregen und Hagel hat am Dienstagnachmittag für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei gesorgt. So kam es unter anderem zu Verkehrsbehinderungen, auslösenden Alarm- und Brandmeldeanlagen, hochgespülten Gullideckel und voll gelaufenen Kellern.

Auf der Friedrich-Ebert-Straße in Kassel standen nach einem Stromausfall die Straßenbahnen still. Techniker der Kasseler Verkehrsbetriebe waren dort im Einsatz und sorgten dafür, dass der Tramverkehr ab etwa 15.40 Uhr wieder rollte. Brandmeldeanlagen von Gewerbebetrieben in Waldau und Bettenhausen lösten aus. Es handelte sich jedoch um unwetterbedingte Fehlalarme.

In Lohfelden melden Passanten in der Hauptstraße überflutete Fahrbahnen und hochgespülte Kanaldeckel. Darüber hinaus war eine Vielzahl von Kellern vollgelaufen. Auch in der Ochshäuser Straße in Kassel drückten die Wassermassen die Gullideckel hoch.

Die Einsätze der Feuerwehren dauerten bis in den Nachmittag hinein an. Laut Polizei traf das Unwetter die Gemeinde Lohfelden offenbar am heftigsten. Wehrleute der freiwilligen Feuerwehren Lohfelden, Söhrewald und Fuldabrück waren dort vor allem wegen vollgelaufener Keller im Einsatz.

Die Gewitterzelle mit Starkregen und Hagel war etwa zwischen 13.55 Uhr und 14.15 Uhr über die Stadt und Teile des Kreises Kassel hinweg gezogen. Hinweise auf Verletzte lagen der Kasseler Polizei nicht vor. Die Schadenshöhe ließ sich zunächst nicht beziffern. (ots/pfa) 

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Publiziert in KS Polizei
Donnerstag, 02 Juni 2016 19:02

Wetter: Schlammwasserflut überschwemmt Oberndorf

OBERNDORF. Eine regelrechte Schlammwasserlawine ist am Donnerstagnachmittag über den kleinen Ort Wetter-Oberndorf im Kreis Marburg-Biedenkopf hereingebrochen. Keller und Stallungen liefen mit der braunen Brühe voll, Straßen waren überschwemmt.

Für Feuerwehr und Polizei begann gegen 16.15 Uhr ein Großeinsatz in dem kleinen Ort, der zu Wetter gehört und südwestlich von Amönau liegt. Es hieß, eine Schlammlawine habe die Ortschaft mit Schlamm, Geröll und Wasser überschwemmt. Tatsächlich ergoss sich laut Polizei nach länger anhaltendem Regen vom Wollenberg aus braunes, schlammiges Wasser über die Wiese und Nebenstraße bis in die Hauptstraße und setzte diverse Keller und Stallungen unter Wasser, bevor es dann langsam ablief.

Die Polizei sperrte den ganzen Ort ab und veranlasste entsprechende Rundfunkwarnmeldungen. Mit mehr als 50 Einsatzkräften begann die Feuerwehr mit Aufräum- und Abpumparbeiten an mindestens 15 bis 20 Einsatzstellen. Die Dauer der Arbeiten ist ebenso wenig absehbar wie die Höhe der entstandenen Sachschäden. Personen oder Tiere kamen nach bisherigem Wissen nicht zu Schaden. Was genau die Ursache dieser Lawine war und wo sie herkam, bedarf der Klärung.

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Publiziert in MR Polizei
Donnerstag, 02 Juni 2016 10:14

Dauerregen bringt auch Feuerwehren ins Schwitzen

WALDECK-FRANKENBERG. Der Dauerregen am Mittwoch hat Einsätze mehrerer Feuerwehren ausgelöst. Keller liefen voll, Flüsse schwollen an, Straßen waren überflutet und einige Bäume stürzten um.

Betroffen waren vor allem Teile von Bad Wildungen, Frankenau, Vöhl und Korbach. In Schmittlotheim drohte die Lorfe über die Ufer zu treten und bedrohte einen Zirkus, der auf einer angrenzenden Wiese gastiert (wir berichteten, hier klicken). Am frühen Mittwochnachmittag waren die Feuerwehren aus Altenlotheim und Braunau alarmiert worden, weil Regenwasser in Keller gelaufen war beziehungsweise zu laufen drohte. In der Kernstadt Frankenau war ebenfalls am frühen Nachmittag die Wildunger Straße überflutet, weswegen auch hier die Feuerwehr ausrückte.

Am frühen Abend dann wurde die Feuerwehr aus Schmittlotheim zu mehreren Hochwassereinsätzer im Ort und am Ortsrand alarmiert, unter anderem bauten die Brandschützer eine Sandsack-Barriere um das Toilettengebäude der Freizeitanlage am Elsebachteich. Nachdem Bäume auf die Kreisstraße 59 zwischen Herzhausen und Harbshausen gestürzt waren, rückten auch hier die freiwilligen Helfer aus und sorgten wieder für freie Fahrt.

In der Kreisstadt und einigen Ortsteilen waren die Auswirkungen des Regens ebenfalls deutlich zu spüren: In der Kernstadt überflutete der Regen mehrere Straßen, unter anderem den Kreisel am Hanseplatz und den angrenzenden Ermighäuser Weg. Dort, aber auch im Industriegebiet, floss zudem Wasser in einige Gebäude. Die Stützpunktwehr rückte in die Straße Am Ziegelgrund aus. Die Kameraden aus den Ortsteilen Eppe, Goldhausen, Hillershausen und Nieder-Schleidern waren ebenfalls gefragt, weil in Hillershausen und Nieder-Schleidern Keller vollgelaufen waren.

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Publiziert in Feuerwehr

FRANKENBERG/BURGWALD. Starke Regenfälle haben in der Nacht zu Sonntag mehrere Keller im Frankenberger Land volllaufen lassen, außerdem stand das Regenwasser auf Straßen oder spülte Schlamm und Geröll auf Fahrbahnen.

Zu vollgelaufenen Kellern wurden die Feuerwehren gegen 23 Uhr in die Marburger Straße in Frankenberg, gegen 23.30 Uhr in die Stennernstraße in Bottendorf sowie gegen 0.30 Uhr zu einer vollgelaufenen Wohnung in der Mühlenstraße in Röddenau gerufen. In Wiesenfeld wurden die Brandschützer ebenfalls gegen 0.30 Uhr alarmiert, weil in der Ortslage das Wasser auf der Straße stand.

Die Bottendorfer Feuerwehr musste am frühen Morgen gegen 4.30 Uhr erneut ausrücken: Starke Regenfälle hatten das Erdreich auf einem Feld in einen Schlammbach verwandelt und diesen auf die Kreisstraße 98 zwischen Bottendorf und der L 3076 gespült. Eine Polizeistreife sicherte die Gefahrenstelle bis zum Eintreffen der Feuerwehr ab, die Kameraden reinigten dann die Straße.

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Publiziert in Feuerwehr

WALDECK-FRANKENBERG. Sintflutartige Regenfälle und Hagel sind am Sonntag während eines starken Gewitters mit orkanartigen Sturmböen über Teilen Waldeck-Frankenbergs niedergegangen. Vor allem der Nordkreis war betroffen. Mehrere Feuerwehren rückten aus, um zum Beispiel umgestürzte Bäume zu beseitigen, vollgelaufene Keller leerzupumpen oder verstopfte Gullyeinläufe zu reinigen. Es entstanden teils hohe Schäden.

Das Ergebnis der Landratswahl war gerade mal zehn Minuten verkündet, da brach gegen 19.30 Uhr über dem Kreishaus in Korbach ein schweres Unwetter los. Starkregen ergoss sich über der Kreisstadt. Einige Straßen wurden überflutet, unter anderem die Arolser Landstraße unter der Eisenbahnbrücke. Dort stecken mehrere Autos fest.

Während eines Konzertes auf der Freilichtbühne überraschte nicht nur der Starkregen mit Hagel die Besucher, es brachen auch mehrere starke Äste von verschiedenen Bäumen ab und stürzten zum Beispiel vor eine Verkaufshütte für Getränke oder auf einen seitlichen Teil der Bühne. Verletzt wurde niemand, die Veranstaltung vorzeitig beendet. In der Nachbarschaft stürzte ein Baum auf ein Hausdach, die Stadtmauer fing den Baum jedoch ab - ohne Mauer wäre nach Einschätzung der Feuerwehr ein höherer Schaden entstanden. Auf der Altstadtfestmeile wurden mehrere Zelte beschädigt oder zerstört.

In eine der sogenannten Fialen am Turmumgang der Kilianskirche schlug offenbar der Blitz ein. Die schwere Zier an der nach Südwesten gerichteten Turmecke stürzte herab, schlug auf einem Kapellendach ein, riss die Dachrinne mit sich und blieb schließlich in Teilen auf dem Weg zwischen Gotteshaus und Museum liegen. Verletzt wurde wie durch ein Wunder niemand (siehe weiteren Bericht).

Auf dem und rund um den Korbacher Friedhof riss der Sturm zahlreiche Äste ab, eine große Birke brach in einer Höhe von gut zwei Metern ab und kippte auf mehrere Gräber. Der Friedhof müsse vermutlich am Montag für Besucher vorerst gesperrt werden, sagte am Abend Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, der als Grund für die in diesem Gebiet verstärkten Schäden eine Windhose sieht. "An anderen Stellen ist überhaupt nichts passiert", meine Schmidt. Die Stadt werde Fachfirmen hinzuziehen, um die vielen Unwetterschäden zu beseitigen. Auch müssten wohl viele Bäume daraufhin untersucht werden, ob weitere Äste gebrochen seien und entfernt werden müssten.

Die Heerstraße in Korbach wurde halbseitig gesperrt, da dort am Fahrbahnrand der Stamm eines großen Baumes regelrecht gespalten wurde. Auch hier müsse am Montag eine Fachfirma hinzugezogen werden. Auf dem Viermündener Friedhof ist eine Sommerlinde offensichtlich vom Blitz gefällt worden. Auch dort zog ein Sturm mit heftigem Regen und auch Hagel auf. Kurze Zeit später fiel der Strom für circa eine Stunde aus.

In vielen Orten des Landkreises waren am Abend die Feuerwehren im Einsatz. So waren Manpower und Material unter anderem in Diemelstädter, Volkmarser und Bad Arolser Stadtteilen gefragt: Hier kippten ebenfalls Bäume um, außerdem liefen Keller voll Regenwasser. Die B 450 zwischen Bad Arolsen-Landau und Wofhagen-Gasterfeld wurde voll gesperrt. Auch die Bundesstraße 252 in Höhe Kirchlotheim war zeitweise gesperrt, nachdem Bäume umgestürzt waren.

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Publiziert in Feuerwehr

WALDECK-FRANKENBERG. Eine Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel hat der Deutsche Wetterdienst am späten Samstagnachmittag für Waldeck-Frankenberg ausgegeben. Im Raum Diemelstadt und Volkmarsen liefen bereits mehrere Keller voll Wasser.

Die Warnung gilt vorerst bis Samstagabend, 19 Uhr. Laut Vorhersage des DWD treten Gewitter aus Südwesten auf, dabei ist mit schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 90 und 100 km/h sowie Starkregen mit Mengen zwischen 25 und 35 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde sowie Hagel mit einem Korndurchmesser von bis zu drei Zentimetern zu rechnen. Die Gewitter ziehen nur langsam in Richtung Ost-Nordost.

Weiter heißt es in der Warnmeldung: "Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Vereinzelt können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleineren Flüssen sind möglich. Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen! Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!"

In den Stadtgebieten von Diemelstadt und Volkmarsen liefen am späten Nachmittag bereits mehrere Keller voll Wasser nach starken Niederschlägen. Die Feuerwehren aus mehreren Stadtteilen der beiden benachbarten Kommunen wurden alarmiert und rückten aus.


Die Feuerwehren aus Rhoden und Wrexen waren bereits am Samstagmorgen im Einsatz:
Eingeklemmt und schwer verletzt noch 1,5 Kilometer gefahren (04.07.2015)

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Publiziert in Feuerwehr

WALDECK-FRANKENBERG. Blitzeinschläge, Stromausfall und überspülte Straßen - das waren die Folgen eines starken Gewitters, das am Samstag vor allem das Obere Edertal und den Raum Frankenberg traf. Auch der Korbacher Stadtteil Nieder-Schleidern wurde zwei Wochen nach dem letzten Unwetter erneut heimgesucht.

Das Unwetter zog am Samstagmittag über den Landkreis hinweg. Als letztes hatte die Polizei Rauchentwicklung an einem Bauernhof in Willersdorf gemeldet. Doch Glück im Unglück hatten die Bewohner des Aussiedlerhofes in der Gemarkung Im Litzefeld vor den Toren Willersdorfs. Gegen 14 Uhr war in einen an der Außenwand angebrachten Telefonanschluss des Wohnhauses vermutlich ein Blitz eingeschlagen. Der Telefonanschluss verschmorte, der Rauch zog unter der Styropor-Wärmedämmung des Hauses weiter nach oben in Richtung Dach.

Aus dem Styropor drang dichter Qualm nach außen. 35 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Frankenberg, Willersdorf und Bottendorf rückten an, die Frankenberger Feuerwehr war mit der Drehleiter vor Ort. Die Einsatzleitung hatte Stadtbrandinspektor Martin Trost. Die Feuerwehrleute kontrollierten die Dämmung des Hauses mit einer Wärmebildkamera, auch das Dach des Hauses wurde genau unter die Lupe genommen.

Es konnten aber keine Glutnester festgestellt werden. So blieb es bei einem Schaden von nur wenigen 5000 Euro, wie die Polizei bekannt gab. Etwa eine halbe Stunde waren Orte im Oberen Edertal ohne Strom. In Laisa schlugen Flammen und Funken aus einer Stromleitung am Ortsrand.

B 236 gesperrt
Schon vorher gab die Polizei folgende Schäden bekannt: eine an einer Stelle mit Schlamm überspülte Bundesstraße 236 zwischen Battenberg und Berghofen. Sie wurde von der Straßenmeisterei gereinigt und  ist deshalb gesperrt. Bei einem Blitzeinschlag in einen Kamin in Allendorf-Eder ist laut Polizei kein Schaden entstanden. Da die Besitzer nicht zuhause waren, öffnete die Polizei das Haus, damit die Feuerwehr es auf eventuelle Brandspuren durchsuchen konnte. Die waren aber nicht vorhanden, sagte ein Beamter.

Der starke Regen flutete zudem einige Keller, die Feuerwehren rückten aus und pumpten die Keller aus. Auch im nördlichen Kreisteil waren die Feuerwehren gefragt: In Ober-Werbe wurde der Meierweg von schlammigem Wasser überflutet, in der Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee sorgte vermutlich ein Blitzschlag für einen Feueralarm - dieser entpuppte sich zum Glück aber als Fehlalarm.

Wieder Schlamm auf Straßen in Nieder-Schleidern
Zwei Wochen nach einem heftigen Unwetter in Nieder-Schleidern mit mehr als zehn vollgelaufenen Kellern und Unmengen an Schlamm und Geröll auf den Straßen des Korbacher Stadtteils (112-magazin.de berichtete) ging am Samstagmittag erneut ein Gewitterregen über dem Ort nieder. Diesmal liefen "nur" zwei Wohnhauskeller voll Wasser, außerdem spülte der Regen wieder Schlamm und Geröll von Äckern und Feldwegen ins Dorf. Die Feuerwehren aus Korbach, Goldhausen und Nieder-Schleidern pumpten die Keller aus und errichteten einen Damm aus Sandsäcken an einem Feldweg. Das Korbacher THW hatte in Amtshilfe für die Brandschützer etwa 150 Sandsäcke befüllt und zur Verfügung gestellt.

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Publiziert in Feuerwehr

NIEDER-SCHLEIDERN. Am Morgen nach dem Unwetter haben Feuerwehrleute und Einwohner von Nieder-Schleidern die Aufräumarbeiten in dem von Schlammmassen überzogenen Korbacher Stadtteil fortgesetzt. Mitarbeiter des städtischen Bauhofes unterstützten sie dabei mit Muskel- und Maschinenkraft.

Ein heftiger Regenschauer war am Samstagabend über Nieder-Schleidern hinweggezogen, die Wassermassen rissen vor allem die Erde von frisch bestellten Feldern mit sich - die braune Brühe schoss über Wiesen, Wege und Straßen, durch Gärten und Wohnhäuser. Nur wenige Minuten dauerte das Unwetter, doch die Folgen waren enorm. "So etwas hat es die letzten 40 Jahre hier im Ort nicht gegeben", sagte Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt.

Während sich die Einsatzkräfte am Samstagabend in erster Linie darum kümmerten, die vollgelaufenen Keller von rund einem Dutzend Häusern so gut es ging von Wasser und Schlamm zu befreien (wir berichteten, zum Artikel hier klicken), war am Sonntag Großreinemachen vor allem auf Straßen und Gehwegen auf dem Programm. Dazu ließ der Stadtbrandinspektor nicht nur die Feuerwehren aus Nieder-Schleidern, Goldhausen und Eppe alarmieren; bereits am Samstagabend hatte Schmidt die Mitarbeiter des von ihm geleiteten Bauhofes angefordert. "Innerhalb einer halben Stunden hatten sich zwölf Mitarbeiter gefunden, und das, obwohl wir keine Rufbereitschaft haben und derzeit noch viele Kollegen in Urlaub sind", sagte der Feuerwehr- und Bauhofchef.

Der Bauhof ging mit schwerem Gerät vor: Mit Radladern schoben die Männer den Schlamm zusammen, fuhren ihn mit Lastwagen ab. Den Kies, der von Wirtschaftswegen oder vom Spielplatz ins Dorf gespült wurde, fuhren die Helfer zu verschiedenen Feldwegen in der Umgebung. Eine Kehrmaschine sorgte dafür, dass Straßen und Gehwege grob gereinigt wurden. Für den "Feinschliff" sorgte dann die Feuerwehr, die aus zahlreichen Strahlrohren die Asphaltflächen sauber spritzte.

Ortsvorsteher Helmut Jäger-Keuling, der bei den Aufräumarbeiten am Sonntagmorgen ebenfalls zur Schaufel griff und Schlamm schüppte, lobte die Einsatzbereitschaft der Helfer. Die Zusammenarbeit sei hervorragend, sagte auch Wehrführer Martin Sauerwald. Um alle Helfer bei Laune zu halten, gab es am Vormittag ein gemeinsames Frühstück. Der Stadtbrandinspektor dankte den Einsatzkräften der Feuerwehr und den Bauhof-Mitarbeitern: "Die meisten hatten für diesen Sonntag bestimmt andere Pläne, aber niemand hat sich beklagt". Während am Samstagabend 50 Brandschützer im Einsatz waren, stellten die Wehren für Sonntag insgesamt 40 Freiwillige. Der Bauhof war mit zwölf Mitarbeitern vor Ort.

Es sei nötig gewesen, die Aufräumarbeiten am Morgen nach dem Unwetter durchzuführen und nicht bis Montag damit zu warten. "Wenn auf den Schlamm den ganzen Sonntag die Sonne scheint, ist er am Montag hart wie Beton". Schmidt äußerte sich zuversichtlich, die gröbsten Schäden im Ort bis zum frühen Nachmittag beseitigt zu haben.

In den Wohnhäusern - laut vorläufiger Bilanz von Sonntagvormittag waren zwölf Gebäude "massiv betroffen" - haben die Bewohner wohl noch tage- oder wochenlang mit den Aufräumarbeiten zu tun. "Im Prinzip kann ich meinen kompletten Keller neu machen", sagte ein Anwohner des Bäukerweges gegenüber 112-magazin.de. Er werde wohl alle Kellerräume komplett leerräumen und sämtliche Gegenstände und Möbel entsorgen müssen. "Dann kann ich komplett mit dem Kärcher alles dampfstrahlen", sagte der Anwohner.

Einer der am schwersten betroffenen Geschädigter in der Straße Auf der Schläde hat laut Stadtbrandinspektor Schmidt bereits in der Nacht bis 4 Uhr früh eine geflutete Wohnung komplett entkernen müssen. "Dort haben die Bewohner sämtliche Laminatböden rausgerissen, das Wohnzimmer steht jetzt im Garten".


Ähnliche Auswirkungen hatte im Juli ein Unwetter in Ottlar:
Starkregen: Sturzbäche reißen Geröll und Schlamm mit sich (11.07.2014, mit Fotos)

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Publiziert in Feuerwehr
Samstag, 06 September 2014 22:11

Wolkenbruch: Wasser und Schlamm fluten Keller

NIEDER-SCHLEIDERN. Ein kurzer, aber heftiger Wolkenbruch hat sich am Samstagabend über dem Korbacher Stadtteil Nieder-Schleidern entladen: Mehrere Keller liefen voll Wasser und Schlamm, die Wassermassen spülten Dreck und Schotter auf Straßen und Höfe.

Nur wenige Minuten tobte das Unwetter mit Starkregen am Samstag gegen 19.30 Uhr, dann war der Spuk schon wieder vorbei. Zurück blieben überall im Ort die Spuren der Naturgewalt: Schlamm und Geröll waren von den frisch gepflügten und bestellten Äckern und von Feldwegen in den Korbacher Stadtteil gespült worden, der Spielplatz-Kies fand sich auf den darunter verlaufenden Bäukerweg wieder.

In etwa zehn Wohnhäuser drangen die Sturzbäche ein, ließen Keller voll Wasser und Schlamm laufen. Bei einem Haus in der Straße Auf der Schläde am nordwestlichen Ortsrand presste das dreckige Gemisch eine Kellertür auf und suchte sich seinen Weg. Weil das Gebäude am Hang liegt, war auch das Erdgeschoss betroffen. Mit Schneeschiebern, Schaufeln, Besen und Flitschen reinigten die Bewohner das Erdgeschoss, während sich Feuerwehrleute mit einer Wasserstrahlpumpe um den Keller kümmerten.

Auch stellvertretender Wehrführer betroffen
"Da sieht man mal, welche Kraft das Wasser hat", sagte der stellvertretende Wehrführer von Nieder-Schleidern, Franz Haselkamp. In seiner Brust schlugen am Samstagabend zwei Herzen - zum einen wollte er als Feuerwehrmann seinen Mitbürgern helfen, zum anderen war seine Familie selbst betroffen: Im Keller der Familie Haselkamp stand die braune Brühe zeitweise 30 Zentimeter hoch.

Die Nachbarn gegenüber waren zum Zeitpunkt des Unwetters zum Joggen in der Feldgemarkung in Richtung Oberschledorn unterwegs - und bekamen dort nur wenige Regentropfen ab, während zu Hause die Wasser- und Schlammmassen in den Keller flossen. Umso größer war die Verwunderung bei der Rückkehr. Die Höhe des Schadens war dort, wie auch bei den übrigen Betroffenen, zunächst nicht absehbar.

Im Einsatz waren neben vielen privaten Helfern die Feuerwehren aus Nieder-Schleidern, Goldhausen und Eppe unter der Leitung des örtlichen Wehrführers Martin Sauerwald. Ortsvorsteher Helmut Jäger-Keuling, der sich während des Unwetters nicht im Dorf aufhielt, verschaffte sich nach seiner Rückkehr einen Überblick über die Schäden. In zwei Wohnhäusern war durch das eindringende Wasser der Strom ausgefallen.

Später am Abend war auch Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt vor Ort. "Alle Keller sind nun frei von Wasser", sagte Korbachs höchster Brandschützer um 22 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt habe er Einsatzende verfügt. Es sei geplant, am Sonntagmorgen mit Hilfe des Bauhofes und der Feuerwehren die Fahrbahnen zu reinigen und weitere notwendige Arbeiten zu verrichten. "Das hat in der Dunkelheit keinen Zweck", sagte Schmidt.

Weitere Einsätze am Samstagabend
Weitere Feuerwehreinsätze gab es am Samstagabend auf der L 3388 bei Waldeck, wo Schlamm auf die Fahrbahn gespült worden war, und in Bad Wildungen, wo Wasser aus dem Keller eines Geschäftshauses in der Brunnenstraße gepumpt werden musste.


Ähnliche Auswirkungen hatte im Juli ein Unwetter in Ottlar:
Starkregen: Sturzbäche reißen Geröll und Schlamm mit sich (11.07.2014, mit Fotos)

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Publiziert in Feuerwehr

BRILON. Ein starkes Sommergewitter hat am Pfingstmontag in Brilon für zahlreiche Feuerwehreinsätze in kurzer Zeit gesorgt. Die L 870 in Messinghausen musste voll gesperrt werden.

Die erste Alarmierung - Wassereinbruch in einen Keller - erreichte die Feuerwehr Brilon um 15.30 Uhr. Weitere 23 Einsätze sollten folgen, wobei "Keller unter Wasser", "Umgestürzter Baum/Ast" und "Straßenüberflutungen" die Einsatzstichworte bildeten.

Insgesamt fünf Fahrzeuge steckten in überfluteten Straßen fest und wurden von der Feuerwehr aus den Überschwemmungsgebieten geborgen.

Die Einsatzstellen erstreckten sich über das Briloner Stadtgebiet. Von der Briloner Feuerwehr waren die Löschgruppen Altenbüren, Nehden, Thülen, Hoppecke und Messinghausen sowie der Löschzug Brilon bis etwa 17.30 Uhr im Einsatz. Insgesamt waren etwa 60 Einsatzkräfte mit elf Fahrzeugen im Einsatz.

In Messinghausen spülten die Wassermassen große Geröll- und Schlammmengen über die Landesstraße 870. Die Straße war am Abend noch immer voll gesperrt. Zu dieser Zeit dauerte der Einsatz der Feuerwehr noch an.


Link:
Feuerwehr Brilon

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Publiziert in HSK Feuerwehr
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