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Mittwoch, 02 September 2015 21:27

Tipps der Polizei für einen sicheren Schulstart

WALDECK-FRANKENBERG. Die Sommerferien neigen sich ihrem Ende entgegen und schon nächste Woche sind wieder die Schulkinder auf unseren Straßen unterwegs. Grundschüler und vor allen die Schulanfänger sind im Straßenverkehr besonders gefährdet.

Der tägliche Weg zur Schule bereitet ihnen mitunter Probleme. Statistiken belegen, dass das Unfallrisiko für Schulkinder im Alter von sechs bis sieben Jahren zwischen 7 Uhr und 8 Uhr sowie zwischen 12 Uhr und 18 Uhr - also vor Schulbeginn und nach Schulende sowie zur Spielzeit am Nachmittag - am höchsten ist.

Uwe Maier und André König von der Jugendverkehrsschule der Korbacher Polizei geben den Erziehungsberechtigten folgende Tipps, um die Gefahren für ihre Kinder zu minimieren:

  • Um Schulwegstress zu vermeiden, die Schulkinder morgens frühzeitig zur Schule schicken
  • Kinder sollten im Straßenverkehr stets helle Kleidung tragen
  • Reflektoren an Kleidung und Ranzen erhöhen die Erkennbarkeit
  • Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste Schulweg
  • Schulwegpläne geben Aufschluss auf mögliche sichere Routen
  • Eltern sollten die beste Route für den Schulweg immer gemeinsam mit den Kindern festlegen und frühzeitig einüben
  • Beim wiederholten Begehen/Trainieren des Schulweges sollte das Kind nach und nach zu mehr Selbständigkeit gelangen
  • Straßenüberquerung nur an übersichtlichen oder gesicherten Stellen (Fußgängerüberweg oder Ampel)
  • Auch bei wenig Verkehr grundsätzlich erst an der Bordsteinkante anhalten und sich dann nach links, rechts und wieder links orientieren
  • Fußgängerüberweg und Ampel sind auch nicht 100-prozentig sicher. Man soll warten, bis der fließende Verkehr auch wirklich anhält
  • Vor dem Überqueren einer Straße Sichtkontakt mit dem Auto- oder Motorradfahrer aufnehmen
  • Gelegentliche Kontrolle durch die Eltern, um festzustellen, ob die festgelegte Route eingehalten wird
  • Wo Schulwegdienste (Schülerlotsen/Elternlotsen) den Schulweg absichern, diesen in Anspruch nehmen
  • Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, dürfen sie nur in einem zugelassenen, altersgerechten Kindersitz transportieren und sollen sie nur nach rechts aussteigen lassen (Gehwegseite)
  • Haltverbote an Schulen beachten!
  • Vor Ablegen der Fahrradprüfung Schulkinder nicht mit dem Fahrrad zur Schule schicken

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Publiziert in Polizei

BAD AROLSEN/MÜHLHAUSEN. Der Verkehrsdienst der Polizei hat jungen Flüchtlingen die wichtigsten Regeln für die Teilnahme als Radfahrer am Straßenverkehr in ihrer neuen Heimat mit auf den Weg gegeben. Das Projekt fördert zugleich Sicherheit und Integration.

Minderjährige aus den Krisenregionen dieser Welt wie Eritrea, Somalia, Afghanistan, Guinea und der Elfenbeinküste leben seit Mai 2014 gemeinsam in einer Wohngruppe im Waldeckschen Diakonissenhaus Sophienheim in Bad Arolsen. "Die Flüchtlingskinder sind auf verschlungenen Wegen, meist in jahrelanger Flucht ohne Eltern oder Erziehungsberechtigte, in Deutschland gestrandet und bedürfen der besonderen Unterstützung, um ihre soziale Entwurzelung und Traumatisierung zu überwinden", sagte am Mittwoch Polizeisprecher Volker König. Als sogenannte "unbegleitete Minderjährige" werden sie in Wohngruppen von Sozialarbeitern und Erziehern betreut. Hilfe bei der Sozialisation, Alltagsgestaltung und Integration sind die tagtäglichen Aufgaben der Hilfseinrichtungen.

Präventionsprojekte als Bausteine der Integration
Projekte wie Umgang mit Alkohol und Drogen oder aber Sicherheit im Straßenverkehr sollen bei der Integration helfen. Die Jugendverkehrsschule der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg bot in Absprache mit dem Landkreis Waldeck-Frankenberg, Fachdienst Jugend, und dem Waldeckschen Diakonissenhaus erstmals einen Kurs für das richtige Verhalten als Radfahrer im Straßenverkehr an. Sozialarbeiterin Seda Özyürek: "Wir haben die Jugendlichen auf diesen Kurs vorbereitet. In erster Linie ging es darum, Vertrauen zu den Behörden aufzubauen. Während ihrer langen Flucht haben die minderjährigen Flüchtlinge häufig schlechte Erfahrungen mit Sicherheitsbehörden gemacht, die es jetzt zu relativieren gilt".

Wichtiger Beitrag für mehr Verkehrssicherheit
Neben dem Integrationsgedanken steht das richtige Verhalten im Straßenverkehr im Fokus der ganztägigen Ausbildung. Die Minderjährigen lernen in einem Parcours die wichtigsten Verkehrsregeln und das richtige Verhalten als Radfahrer. Uwe Maier vom Regionalen Verkehrsdienst: "Wir sind überrascht, dass die Jugendlichen in so kurzer Zeit sehr gut Deutsch gelernt haben. Alle können ohne Probleme unseren Anleitungen folgen". Sozialarbeiterin Seda Özyürek wundert das indes nicht: "Unsere Jugendlichen sind mehrsprachig aufgewachsen und sehr motiviert. Neben ihrer Muttersprache sprechen sie meist englisch und französisch. Sie besuchen die Kaulbachschule und einer sogar die Christian-Rauch-Schule in Bad Arolsen".

Ausgerüstet mit ihren eigenen verkehrssicheren Fahrrädern und Helmen, mussten die Jugendlichen unter Beweis stellen, dass sie als Radfahrer für den Straßenverkehr gerüstet sind. Sehr schnell stellte sich eine entspannte Atmosphäre ein und die Beamten zeigten sich beeindruckt, mit welchem Eifer die Jugendlichen bei der Sache waren.

Dass solche Kurse zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sehr wichtig sind, zeigt sich am Beispiel eines tragischen Verkehrsunfalls am Mittwochmorgen sehr deutlich. Ein 25-jähriger Radfahrer wurde bei einem Verkehrsunfall in der Großen Allee schwer verletzt, weil er die Vorfahrt eines Autos missachtete (112-magazin.de berichtete, zum Artikel hier klicken).

Andreas Reichart vom Regionalen Verkehrsdienst: "Dieser Kurs ist für uns auch Neuland, den wir in den Ferienzeiten anbieten können. Während der Schulzeiten sind unsere Termine bereits erschöpft". Rainer Schramme, neu im Team des Regionalen Verkehrsdiensts, zeigte sich nachdenklich: "Es ist schon beeindruckend, wenn die minderjährigen Flüchtlinge von ihren Erfahrungen bei Polizeikontrollen, auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg, berichten", sagte der Polizist, "da lernt man eine andere Perspektive kennen."

Einig waren sich am Ende der Ausbildung alle: solche Kurse werden auch in Zukunft angeboten.

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Publiziert in Polizei

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