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KORBACH. Der Finger eines Jungen hat am Sonntag so fest in einem Rattanstuhl festgesteckt, dass Feuerwehr und Rettungsdienst ausrückten. Kurz vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte an einer Eisdiele in der Fußgängerzone hatten es Gäste und Mitarbeiter bereits geschafft, den Mittelfinger des Achtjährigen mit Wasser und Seife zu befreien.

Wie die Mutter des kleinen Tai Naqian aus einem Waldecker Stradtteil später gegenüber 112-magazin.de erklärte, war sie mit ihrem Jungen auf dem Heimweg von einem Schwimmbadbesuch. "Tai wollte noch etwas trinken und ein Eis essen", sagte seine Mutter, und während man im Freigelände der Eisdiele saß, habe ihr Sohn sie plötzlich erschrocken angesehen und gesagt: "Mama, ich stecke fest."

Erste eigene Versuche, den zwischen Stuhlbeinen und Rattanbändern verklemmten Finger zu befreien, scheiterten. An dem scharfen Material hatte sich der Kleine zudem bereits die Haut verletzt. Sie habe daraufhin den Inhaber der Eisdiele um Hilfe gebeten. Dieser stellte Wasser und Seife zur Verfügung, und nachdem erste Versuche noch gescheitert waren, wurde der Notruf gewählt. Daraufhin alarmierte die Leitstelle zur Versorgung den Notarzt und einen Rettungswagen sowie zum Befreien des Fingers die Feuerwehr. Noch vor deren Eintreffen allerdings glückten weitere Befreiungsversuche, der verschreckte Achtjährige war nach mehreren bangen Minuten endlich befreit.

Die Rettungskräfte versorgten den verletzten und möglicherweise gebrochenen Finger: Bei der Rettungsaktion war auch der Stuhl umgedreht - und dadurch möglicherweise der Finger noch stärker verletzt worden. "Komm, wir zeigen Dir mal den Rettungswagen", sagten die Einsatzkräfte zu dem tapferen Schüler, der ein Trösterbärchen geschenkt bekam und dann zum Röntgen ins Krankenhaus gebracht wurde.

Tais's Mutter jedenfalls war nach dem ersten Schrecken froh, dass es nicht noch schlimmer gekommen war. Sie dankte allen Helfern - auch den Passanten in der Eisdiele, die gemeinsam anpackten, um dem Kind zu helfen. (pfa)  


Die Geschichte erinnert an einen ähnlichen Einsatz in Korbach vor einigen Jahren:
Spreizer statt Ouzo: Einsatz im griechischen Imbiss (07.01.2013)

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Publiziert in Retter
Freitag, 04 Mai 2007 15:35

Finger in Maschine eingeklemmt

BATTENBERG. Mit einem Finger ist ein 38-Jähriger in eine Maschine geraten und eingeklemmt worden. Die Feuerwehr befreite ihn.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben von Polizei und Feuerwehr am Freitagmittag gegen 14 Uhr in einer Druckerei im Battenberger Industriegebiet in der Nähe des Bahnhofes. Laut Polizei wollte ein 38-jähriger Drucker wie jeden Freitag eine Druckmaschine reinigen. Dabei geriet er aus bislang nicht bekannter Ursache mit dem Zeigefinger der rechten Hand zwischen zwei Walzen.

Neben der Besatzung eines Rettungswagens eilten auch der Frankenberger Notarzt und die Battenberger Feuerwehr zu der Druckerei. Der 38-Jährige war rund eine Stunde eingeklemmt, weil es sich als äußerst schwierig gestaltete, ihn zu befreien. Nach Angaben des Battenberger Wehrführers Dirk Bienhaus, der gemeinsam mit Stadtbrandinspektor Günter Hallenberger den Einsatz leitete, scheiterten wegen der Beschaffenheit der Druckmaschine mehrere Befreiungsversuche.

Zunächst hatten die Brandschützer versucht, die Metall- und die gummierte Walze mit einem Brecheisen auseinander zu hebeln. Dies misslang ebenso wie der Versuch mit dem sogenannten kleinen Hebesatz. Weil die Walzen aus gehärtetem Stahl bestanden, ließ sich auch mit der hydraulischen Rettungsschere nichts ausrichten. Der Spreizer fand keinen Halt an den runden, glatten Walzen, und auch mit dem weit größeren Rettungszylinder kamen die Brandschützer nicht weiter.

Abhilfe schuf schließlich eine "Spezialkonstruktion": Mit dem Spreizer pressten die Feuerwehrleute große Holzkeile in den kleinen Zwischenraum zwischen beiden Walzen. Dank hydraulischer Kraft öffnete sich der Spalt so weit, dass der 38-Jährige seinen Finger aus der Maschine ziehen konnte.

Nach der Erstversorgung flog die Besatzung des Siegener ADAC-Rettungshubschraubers "Christoph 25" den verletzten Mann aus Rauschenberg in die Marburger Handchirurgie. Für Landung und Start des gelben Helikopters blieb die an der Druckerei vorbeiführende Landesstraße voll gesperrt. Die Frankenberger Polizei schaltete das Kasseler Amt für Arbeitsschutz ein, das den Vorfall näher untersuchen wollte.

Publiziert in Retter

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