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ERNDTEBRÜCK. Am Abend kam es zu winterlichen Straßenverhältnissen auf den Höhenlagen des Kreisgebietes. Dies blieb aufgrund extremer Straßenglätte jedoch nicht ohne Folgen: Auf dem Dille, der Verbindung zwischen Erndtebrück und dem Bad Laaspher Stadtteil Rüppershausen kam ein Sattelzug ins Rutschen und der Auflieger landete dabei im Graben. Die Straße war dadurch komplett blockiert.

Der Lkw Fahrer sei in Richtung Rüppershausen unterwegs gewesen und auf einem Gefällestück, auf dem extreme Straßenglätte aufgetaucht sei, ins Rutschen geraten, sodass es zu dem Unfall kam, teilte die Polizei vor Ort mit. Glück im Unglück: Es wurden keine Menschen verletzt und es war auch kein weiterer Verkehrsteilnehmer an dem Unfall beteiligt.

Die Kreisstraße 33 ist derzeit immer noch voll gesperrt. Zwei Kräne nehmen derzeit die Bergung vor Ort vor. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens können noch keine Angaben gemacht werden.

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Sonntag, 02 Februar 2020 18:42

Kaminbrand in Birklebach

BIRKELBACH. Zu einem sonntäglichen Einsatz musste die Feuerwehr auf die Landstraße nach Birkelbach ausrücken. Dorthin waren die Kameraden am späten Nachmittag zu einem Wohnhaus alarmiert worden, weil dort der Schornstein brannte.

Starke, stechend riechende Rauchentwicklung war sichtbar. Der Löschzug 2 der Erndtebrücker Feuerwehr mit den Löschgruppen Womelsdorf, Birkelbach und Birkefehl war ebenso vor Ort, wie die Drehleiter des Zuges 1 aus der Edergemeinde. Mit schwerem Atemschutz und einem Kaminkehrerset rückten die Kameraden dem verstopften Kamin von der Drehleiter aus zu Leibe. Andere Kameraden hatten vorsorglich eine Wasserversorgung aufgebaut und wieder andere die vom Freikehren anfallende Glut ins Freie gebracht und abgelöscht.

Die Landstraße blieb während des Feuerwehreinsatzes voll gesperrt. Verletzt wurde niemand.

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Donnerstag, 30 Januar 2020 18:39

BMW geht während der Fahrt in Flammen auf

ERNDTEBRÜCK. Ein Pkw-Brand endete am frühen Donnerstagabend noch glimpflich: Der Fahrer war mit seinem BMW gegen 16:45 Uhr über die Dillstraße in Richtung Erndtebrück unterwegs, als er nach Auskunft der Polizei kurz vor dem Ortseingang ungewöhnliche Geräusche aus dem Motor wahrnahm. Der Mann stoppte seinen Wagen und konnte noch aussteigen, bevor der Motorbereich im Vollbrand stand.

Die Feuerwehr Erndtebrück war mit 18 Kameraden schnell vor Ort und konnte den Pkw unter schwerem Atemschutz und mit Schaummittel ablöschen. Um an den Motorblock zu gelangen, mussten die Feuerwehrleute mit der Rettungsschere die Motorhaube öffnen, da diese sich nicht mehr auf herkömmlichen Weg öffnen lies.

Während des Einsatzes blieb die Wabrichstraße im Bereich der Einsatzstelle gesperrt. Trotz des schnellen Feuerwehreinsatzes wurde der BMW zerstört und konnte nur noch abgeschleppt werden. Zur Schadenshöhe konnten noch keine genaueren Angaben gemacht werden.

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Montag, 27 Januar 2020 15:09

Ölspur am Erndtebrücker Busbahnhof

ERNDTEBRÜCK. Eine aufmerksame Anwohnerin des Bahnhofes Erndtebrück bemerkte am Montagmittag eine größere Kraftstoffspur im Bereich des Busbahnhofes. Die Flüssigkeit drohe, in die die Gullys zu gelangen, meldete die Anruferin.

Daraufhin wurde die Erndtebrücker Feuerwehr alarmiert, die die Kraftstoffspur mit Ölbindemittel abstreute und das Bindemittel anschließend einsammelte. Um die Gullydeckel herum streuten die Kameraden eine Schutzbarriere mit dem Bindemittel.

Einen Verursacher, so erklärte Dietmar Born vor Ort, habe man bisher nicht finden können. Nach etwa einer Stunde war der Einsatz für die Kameraden beendet.

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Sonntag, 12 Januar 2020 17:32

Gasalarm war zum Glück harmlos

ERNDTEBRÜCK. Als glücklicherweise harmlos entpuppte sich am Sonntagnachmittag ein vermeintlicher Gasalarm in Erndtebrück. Weil in einem Wohnhaus in der Uhlandstraße durch Anwohner Gasgeruch wahrgenommen wurde, alarmierten diese die Polizei und den Rettungsdienst.

Wenige Minuten nach dem Alarm trafen der Löschzug Erndtebrück, zwei DRK Rettungswagen aus Womelsdorf, die Polizei und der Notarzt aus Bad Berleburg an der Einsatzstelle ein. Unter der Leitung von Jens Maletschek wurden von der Feuerwehr unter schwerem Atemschutz zunächst vier Menschen aus der Wohnung geholt und dem Rettungsdienst übergeben. Weiterhin erfolgten Messungen der Feuerwehr, die aber glücklicherweise kein ausströmendes Gas feststellen konnten.

Dennoch wurde das Haus gut belüftet und auch ein Energieversorger zur Einsatzstelle beordert. Nachdem auch hier alle Messungen in Ordnung waren, konnten die Bewohner in ihr Haus zurückkehren. Sie waren in der Zwischenzeit vom Rettungsdienst wieder entlassen worden. Eine ältere Dame musste dennoch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nach Angaben der Feuerwehr war dies aber nicht dem vermeintlichen Gasaustritt geschuldet. Nach rund anderthalb Stunden war der Einsatz für die Kräfte beendet.

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HOCHSAUERLANDKREIS. (Kommentar) Im Juni dieses Jahres war 112-Redakteur Matthias Böhl dabei, als in Erndtebrück ein flüchtiges Fahrzeug mit einem Großaufgebot der Polizei nach Stunden der Flucht gestoppt und ein Zugriff durchgeführt wurde (hier gehts zum Bericht, bitte klicken). Der Fahrer konnte an Ort und Stelle festgenommen werden. Jetzt wurde ein Urteil gefällt, dass für viele Menschen nicht nachvollziehbar ist - der Täter ist nach Auffassung des Gerichts nur bedingt schuldfähig.

Was war geschehen?

In Olsberg war an diesem Tag morgens die Polizei an der Wohnanschrift zur Hausdurchsuchung erschienen. Eigentlich, so steht es in der Tagespresse, lebe der Mann, der aufgesucht wurde, in der Schweiz. Das Bundeskriminalamt war darauf aufmerksam geworden, als er Waffen im Internet bestellt hatte. Daraufhin wurde die zuständige Kriminalpolizei des HSK beauftragt, eine Hausdurchsuchung durchzuführen.

Waffenarsenal im Haus

Einen Hinweis gab es zu dieser Zeit auf sechs Waffen kleinen Kalibers in Form von Pistolen und Gewehren. Doch als die Polizei an der Wohnanschrift in Olsberg eintraf, sahen die Ermittler nur einen flüchtenden Hausbewohner. Mit einem schwarzen Passat ohne Kennzeichen - es soll sich um einen Wagen gehandelt haben, der mit Wechselkennzeichen gefahren wird und diese, so wird es in der dieser Tage stattgefundenen Gerichtsverhandlung argumentiert, seien gerade an dem anderen der beiden Wagen angebracht gewesen.

Schlauer Verteidiger biegt alles gerade

Wie dem auch sei, der Mann floh vor der Polizei. Sein Verteidiger begründete dies mit einer psychischen Erkrankung seines Mandanten. "Schizoaffektive Störung", heißt es unter anderem.
Dabei kommt es neben den Symptomen der Depression oder der Manie zusätzlich zu Störungen wie Halluzinationen oder Wahn. Hinzu kommen Symptome der Schizophrenie, wie das Hören fremder Stimmen, das Gefühl, verfolgt oder ausspioniert zu werden oder fremdgesteuert zu werden.

Weiter heißt es, leide der Mann an "Dysthymischen Störungen", hierbei kommt es zu Antriebslosigkeit, fehlender Freude am alltäglichen Leben oder mangelndem Selbstwertgefühl.
Nun hat dieser psychisch kranke Mann nicht nur die sechs Waffen in seinem Haus, auf die das BKA aufmerksam geworden ist, sondern er hat dort 48 Handfeuerwaffen, 10 Gewehre, vier volle Koffer mit Munition, zwei Kilogramm Schwarzpulver, zwei Luftgewehre, einen Totschläger, einen Elektroschocker, und zwei Schlagringmesser. Und dies ist nur die Aufzählung, die in der Tagespresse mit dem Vermerk "unter anderem" zu lesen ist.

Mit der Erkenntnis dieser Waffenarten und Mengen sind nun Polizeibeamten dabei den Mann zu verfolgen. Dieser gibt richtig Gas und fährt in mehr als halsbrecherischer Weise davon. So schnell, dass die Beamten aus dem Hochsauerland ihn zunächst verlieren. In Wittgenstein fällt er dann einer Polizeistreife im Bereich Erndtebrück auf. Zusätzlich ist bereits ein Polizeihubschrauber in der Luft, der den Mann im Hochsauerlandkreis suchen sollte – und nun schnell nach Wittgenstein beordert wird. Im Gemeindezentrum von Erndtebrück geht die Flucht unterdessen weiter – unter anderem über die Hachenbergstraße und die Grimbachstraße, wo schließlich der Zugriff erfolgt.

Mit 141 km/h durch Ortschaften

Erndtebrücker Bürger, die nicht wussten, worum es bei dem Einsatz ging, werden hinterher völlig unvermittelt Polizeibeamten ansprechen und sich bei ihnen bedanken, dass sie diesen "wahnsinnigen Fahrer gestoppt und festgenommen" haben. Die Bürger hatten Angst um ihr Leben oder das von anderen Menschen. Mit 141 km/h raste der Flüchtige durch die Ortschaften, verursachte beinahe einen schweren Unfall, als er in Gegenrichtung durch einen Kreisverkehr rast und dabei mehrere Menschen gefährdet.

Die Polizeibeamten wussten zum Zeitpunkt der Verfolgung und des Zugriffs, warum der Mann in das Visier der Ermittler geraten war. Sie wussten auch mittlerweile, was in der Wohnung in Olsberg außer den sechs "ursprünglichen" Waffen noch alles gefunden wurde. Sie wussten aber nicht, ob der Mann im Auto noch mehr Waffen bei sich hatte. Mit der bekannten Vorgeschichte wog diese Ungewissheit für die Polizeibeamten sicher noch einmal doppelt schwer.

Richter weiß bescheid

Der Richter in der Verhandlung wusste aber, dass der Angeklagte mit den Waffen nichts Böses im Schilde führen wollte. Dies habe er am "Glühen in seinen Augen bemerkt, als er ihn gebeten habe, einmal einige technische Details zu den Waffen zu nennen." Geht's noch? 

Es mag sicher so sein, dass der Angeklagte in der Verhandlung den Eindruck erweckte, nichts Böses mit den Waffen vor zu haben. Und ich möchte ihm auch nicht unterstellen, hier grundsätzlich "böse" zu sein. Aber die Argumentation des Richters kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Ein Mensch, der aufgrund einer Erkrankung zu Wahnvorstellungen, Stimmen hören, fremd gesteuert werden, Halluzination, oder schweren Depressionen neigt, der sollte solche Waffen nicht besitzen und nicht führen dürfen. Auch nicht legal und registriert aus der Schweiz, ohne wenn und aber. Es kann doch hier allein aufgrund der Erkrankungen jederzeit zu einer unkontrollierbaren Aktion mit den Waffen gegen andere Menschen oder gegen sich selbst kommen.

Eingeschränkt verantwortlich

Nach den Schulamokläufen von Erfurt oder Winnenden wurde die Diskussion laut, auch Sportwaffen in Schützenvereinen zu verbieten, um solche grausamen Taten zukünftig verhindern zu können. Steht das im Verhältnis zu der Argumentation von Verteidiger, Richter, Staatsanwältin und der gesetzlichen Grundlage zu dem aktuellen Fall aus Olsberg?

Zwar ist der Mann voll verantwortlich für den Verstoß gegen das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz und wurde dafür auch bestraft. Aber wie ist es möglich, dass Menschen die unter derartigen Erkrankungen leiden, überhaupt völlig legal (in der Schweiz) Waffen bekommen können? Läuft da nicht gewaltig etwas schief?

Auch die Begründungen für den Besitz und die Anzahl mancher Waffen kann ich hier nicht nachvollziehen. Die beiden Schlagringmesser beispielsweise habe er nur gekauft, weil der Versand einer speziellen Taschenlampe aus China so teuer gewesen sei, dass er mit dem Kauf der beiden Schlagringmesser im gleichen Wert die Mindestbestellsumme für den kostenfreien Versand erreicht habe. Hätte es nicht einfach eine zweite Taschenlampe getan?

Die große Menge Munition komme daher, dass bei einem Waffenkauf in der Schweiz die Munition immer dabei gegeben werde. Nach eigenen Aussagen habe er nie damit schießen wollen, weil dies den Sammlerwert verringere. Warum die Munition dann überhaupt mitschicken lassen?

Für die Flucht und die schwere Straßenverkehrsgefährdung sei der Mann nach Auffassung des Gerichts nur eingeschränkt verantwortlich. Heißt das mit anderen Worten, dass er so krank ist, dass er nicht einschätzen konnte, was er da tut? Wie kann er dann eine Fahrerlaubnis ohne Einschränkungen haben? Und dazu in der Schweiz noch legal Waffen erwerben? Unverständlich.

Polizei hoch motiviert

Für die eingesetzten Polizeibeamten, die hier einmal mehr eine super Arbeit geleistet haben, ist dies in meinen Augen wieder einmal mehr ein Schlag ins Gesicht. Wie müssen sie sich vorkommen, wenn sie eine solch gefährliche Flucht beendet haben und dann in der Zeitung lesen müssen, dass das Gericht und die Justiz empfinden, dass der Mann dafür nur eingeschränkt verantwortlich sein soll, aber völlig legal eine Fahrerlaubnis besitzt.

Die Gesetzgebung ist immer wieder groß darin, Polizeibeamten, die für uns alle jeden Tag irgendwo in diesem Land ihr Leben oder ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, als "Deppen der Nation" vorzuführen. Viele Menschen verstehen das nicht, ich übrigens auch nicht. (Matthias Böhl / 112-magazin.de)

Link: Spektakuläre Festnahme nach Flucht vor der Polizei (5. Juni 2019, mit Fotos)

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Publiziert in Polizei

ERNDTEBRÜCK/OLSBERG. Der Mann, der gestern in Erndtebrück nach einer langen Flucht von der Polizei gestellt und festgenommen werden konnte, ist nicht ohne Grund geflohen.

Wie gestern bereits berichtet, hatte die Polizei die Wohnung des Schweizer Staatsbürgers nach Waffen durchsucht, weil er aufgefallen war, als er im Internet Waffen bestellt hatte. Beim Eintreffen der Ermittler hatte der Mann mit einem Auto ohne Kennzeichen die Flucht ergriffen und war rund zweieinhalb Stunden später bei einem Zugriff in Erndtebrück gefasst worden.

In der Wohnung des 58-jährigen Mannes hatte die Polizei gestern Waffen gefunden. Heute wurde bekannt, dass es sich dabei um 25 halbautomatische Pistolen handelte. Was der Mann damit vor hatte, ist weiterer Stand der Ermittlungen. Fest steht, dass der Schweizer keine Besitzerlaubnis für die Handfeuerwaffen hatte.

Nachdem der Mann nach seiner Festnahme einem Haftrichter vorgeführt worden war, wurde er in einer Haftanstalt untergebracht. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg führt nun die weiteren Ermittlungen.

Bei seiner waghalsigen Flucht war der Mann gestern auch mehreren Erndtebrücker Bürgern durch seine äußerst riskante und rücksichtslose Fahrweise aufgefallen. Viele Bürger zeigten sich heute über den geglückten Zugriff der Polizei erleichtert. Rund 25 Beamten aus Siegen Wittgenstein, sowie ein Hubschrauber der Polizeifliegerstaffel NRW waren an dem Zugriff im Erndtebrücker Ortskern beteiligt.

 

Link zum Zugriff

 

https://112-magazin.de/meldungen-aus-der-region/polizei/item/28734-spektakul%C3%A4re-festnahme-nach-flucht-vor-der-polizei

 

Publiziert in HSK Polizei

ERNDTEBRÜCK. Spektakuläre Szenen am Vormittag in Erndtebrük: Mit einem Großaufgebot erfolgte ein Zugriff der Polizei auf der Grimbachstraße. Dabei wurde ein 58-jähriger Mann aus Olsberg festgenommen.

Laura Burmann, stellvertretende Pressesprecherin der Kreispolizeibehörde Meschede gibt eine Erklärung: „Der Mann war aufgefallen, weil er im Internet Waffen bestellt hat“. Deshalb gab es am Morgen um 09.00 Uhr bei dem Mann zu Hause eine Hausdurchsuchung der Ermittler. „Als die Ermittler eintrafen, ist der Mann geflohen“, erklärt Laura Burmann. Mit einem schwarzen VW Passat ohne Kennzeichen war der 58-Jährige auf der Flucht. Trotz sofort eingeleiteter Verfolgung und Großfahndung, an der auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, verloren die Polizeibeamten zunächst die Spur des Mannes.

Aber kurze Zeit später fiel der Täter erneut auf – diesmal in Wittgenstein. „Die Kollegen wollten den Passat auf der Bundesstraße 62 zwischen Altenteich und Erndtebrück anhalten und kontrollieren. Der Wagen war sofort aufgefallen, weil ihm die Kennzeichen fehlten“, erklärt Michael Zell, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein.

Doch der aus der Schweiz stammende Mann, der nun in Olsberg lebt, ergriff erneut die Flucht. Sofort nahmen die Beamten die Verfolgung auf – und forderten Verstärkung an. So kamen weitere Streifenwagen, Zivilwagen und Motorräder zum Einsatz. Nicht nur aus Wittgenstein, auch aus dem benachbarten Siegerland. Außerdem wurde der Polizeihubschrauber, der noch in Olsberg war, nach Erndtebrück beordert.

Alle Erndtebrücker Ausfahrtsstraßen wurden von der Polizei besetzt, um den Tatverdächtigen bei einem möglichen Fluchtversuch aus Erndtebrück sofort stellen zu können. Der Polizeihubschrauber übernahm die Suche aus der Luft und konzentrierte sich auf Wald- und Feldwege, die umliegenden Ortschaften, sowie das Erndtebrücker Ortszentrum. Aus der Luft ist der Überblick ein ganz andere, außerdem stehen den Polizeibeamten leistungsfähige Videokameras zur Verfügung, mit denen ein großer Zoom möglich ist.

Gegen 11.10 Uhr wurde der Wagen in der Grimbachstraße gesehen. Dann ging alles ganz schnell: Der Polizeihubschrauber schwebte über dem Fahrzeug und die Polizeikräfte am Boden eilten ebenso sofort herbei. Kurzfristig wurde der Kreisel an der Marburger Straße abgesperrt. In dieser Zeit erfolgte in der Grimbachstraße der Zugriff. Der Wagen war in Richtung Ortsmitte unterwegs. Die Polizeibeamten holten den 58-jährigen Fahrer aus dem Fahrzeug und nahmen ihn fest. Er wurde dann ins Polizeigewahrsam gebracht. „Wir waren mit 24 Polizeibeamten im Einsatz“, erklärt Michael Zell.

In der Wohnung des Olsbergers wurden die im Internet bestellten Waffen auch gefunden. Wie viele, und um welche Art von Waffen es sich handelt, dazu konnten die Ermittler zunächst noch keine Angaben machen. Nach der Festnahme wurde das Auto des Flüchtigen auf der Grimbachstraße von der Spurensicherung behandelt und von den Polizeibeamten durchsucht. „Im Auto wurden nach jetzigem Kenntnisstand keine weiteren Waffen gefunden“, erklärt Laura Burmann. Der Wagen wurde im Anschluss an die Spurensicherung und die Durchsuchung sichergestellt.

„Wie es jetzt mit dem Mann weitergeht, wird sich nach Abschluss der Ermittlungen zeigen. Diese Entscheidung trifft dann Richter“, erklärt Laura Burmann.

Publiziert in SI Polizei


            

ERNDTEBRÜCK. Schwerer Unfall am frühen Montagabend auf der B 62 zwischen Erndtebrück und Altenteich. Dabei wurde ein 32-jähriger Mann schwer verletzt und musste mit dem DRK Rettungsdienst in ein Siegener Krankenhaus gebracht werden.

Wie die Polizei mitteilte, war der junge Mann mit seinem Audi in Richtung Altenteich unterwegs, als er einen vor ihm fahrenden Trecker überholen wollte. Der Mann setzte zum Überholvorgang an – zwischen ihm und dem Trecker war allerdings noch ein Kleintransporter unterwegs. Auch dessen Fahrer, ein 28-jähriger Mann, wollte den Trecker überholen. Er setzte ebenfalls zum Überholen an – jedoch ohne auf den jungen Audifahrer zu achten. Die beiden Fahrzeuge trafen sich mit den vorderen Radläufen und der Audifahrer wich nach links aus. Dabei prallte er allerdings frontal gegen einen Baum und wurde schwer verletzt.

Der junge Mann wurde vor Ort durch die Besatzung des DRK Rettungswagens aus Erndtebrück versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer und die Insassen des Kleintransporters blieben allesamt unverletzt. Der Trecker selbst wurde garnicht in den Unfall verwickelt. Der Fahrer hatte lediglich durch das Aufprallgeräusch den Unfall bemerkt.

Im Einsatz war auch die Feuerwehr Erndtebrück, die den Unfallwagen bereits vor Eintreffen eines Abschleppdienstes von der Fahrbahn auf einen nahe gelegenen Parkplatz zog, um die Bundesstraße wieder sicher zu machen. Außerdem stellten die Kameraden den Brandschutz sicher und klärten ab, ob eventuell auslaufendes Öl oder Benzin abgestreut werden muss. Dies war aber nicht der Fall. Nachdem der Wagen auf den Parkplatz gezogen worden war, reinigten die Feuerwehrleute die Fahrbahn von Autoteilen und Ästen des Baumes, die beim Aufprall heruntergefallen waren. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten war die B 62 halbseitig befahrbar und kurzzeitig auch voll gesperrt. Der Audi erlitt einen Totalschaden, am Transporter entstand nur geringer Lackschaden am vorderen linken Radlauf. Die genaue Höhe des Sachschadens war noch unklar.                      

 

Publiziert in SI Retter

ERNDTEBRÜCK. Wenige Stunden nach dem schweren Unfall zwischen Erndtebrück am Freitagnachmittag, wurden Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei am Abend erneut auf die B 62 gerufen. Diesmal galt es, einen schwer verletzten Motorradfahrer zu versorgen.

Der 21-jährige Mann war gegen 19.00 Uhr von Schameder kommend in Richtung Erndtebrück unterwegs. Dabei war er zu schnell unterwegs, weshalb er beim Überholen eines Pkw nach links von der Fahrbahn abkam, eine Böschung und einen Graben durchfuhr und dann auf der anderen Seite des Grabens mit voller Wucht gegen einen Hang prallte.

Dabei wurde der Mann schwer verletzt und musste mit dem DRK Rettungsdienst aus Bad Berleburg ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizeibeamten stellten bei der Unfallaufnahme Drogenverdacht bei dem jungen Mann fest, weshalb später eine Blutprobe entnommen wurde.

Die Feuerwehr Schameder war im Einsatz und kühlte das im Hang liegende Motorrad mit Wasser, um bei der anhaltenden Trockenheit und Hitze einen Waldbrand zu verhindern. Den entstandenen Schaden gibt die Polizei mit rund 5000 Euro an.    

 

Publiziert in SI Polizei
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