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ELKERINGHAUSEN. Feuerwehrleute, Bergwachtler, Polizeibeamten, Notfallseelsorger – sie alle sind sehr oft extremen, oft unvorstellbaren Eindrücken ausgesetzt. Nicht selten werden sie in der heutigen Zeit bei ihrer so wertvollen Arbeit angegangen oder behindert, die Bürokratie tut ihr übriges. Motivierend ist das nicht, oft werden auf so eine Art das ehrenamtliche Engagement und die berufliche Professionalität mit Füßen getreten.

Und dann gibt es plötzlich solche Momente wie heute Nachmittag in Elkeringhausen.

Als ich dort ankam sah ich im dichten Nebel die rote Blinkleuchte des Einsatzleitwagens der Feuerwehr Winterberg, der mir so den Weg zeigte, wo ich genau hin musste.

Die Einsatzkräfte waren am Nachmittag alarmiert worden, um ein vermisstes Kind in den weitläufigen Wäldern rund um Elkeringhausen zu suchen. Da war die Anspannung für mich zum Greifen nahe. Schon auf der Anfahrt dorthin. Leider viel zu oft hatte man schon von dramatischen Schicksalen in solch einem Zusammenhang gehört.

Sensible Situation

Ich ging nach meinem Eintreffen zum Einsatzleitwagen der Feuerwehr. Dort waren Kameraden, die ich kannte. Aufgrund der Situation wollte ich die Polizeibeamten nicht ansprechen. Sie hatten sicher besseres zu tun, als sich um mich zu kümmern. Die Feuerwehrleute standen an einer großen Karte, die sie mit Magneten an die Seitenwand des Einsatzleitwagens gepinnt hatten. Sie alle waren hochkonzentriert. Einsatzleiter Tim Braun und seine Männer. Sie haben mich nicht wahrgenommen. Die Anspannung war auch ihnen anzusehen. Da wollte ich nicht stören. Viele der Männer und Frauen vor Ort sind selbst Eltern.

Die Polizeibeamten besprachen ebenfalls ihre Taktik und standen in ständigem Funkkontakt mit Kollegen, die bereits in den umliegenden Wäldern mit der Suche begonnen hatten. Einfach Fotos zu machen – das traute ich mich erst mal nicht. Jemanden ansprechen wollte ich schon, aber nicht stören. Eine Gratwanderung.

Der erlösende Funkspruch

„Wir haben zu 99% das Mädchen gefunden. Rote Jacke“, hörte ich aus einem der vielen Funkgeräte und kurze Zeit später die Bestätigung „Es handelt sich um das vermisste Kind. Es ist wohlauf“. Erleichterung macht sich sofort breit. Die Polizeibeamten lächeln mir zu. „Kind wurde gefunden!“, nun haben mich auch die Feuerwehrleute bemerkt. Auch sie können ihre Freude über diesen Funkspruch nicht verbergen. Nun machte ich schnell einige Fotos von den Einsatzkräften am Sammelpunkt in der Ortsmitte. „Natürlich kann ich kurz Auskunft geben“, wandte sich der freundliche Polizeibeamte mir zu. Er strahlte, wie alle seine Kollegen vor Ort.

Urlaubswanderung mit Schrecken

„Die Menschen sind Gäste hier in Elkeringhausen“, erklärte er mir. Im Rahmen ihres Urlaubes habe die Familie eine Wanderung in Richtung Küstelberg unternommen. Plötzlich habe sie bemerkt, dass die Tochter, acht Jahre, verschwunden sei. „Die Eltern haben sofort mit der Suche begonnen“, berichtet der Polizeibeamte. Im dichten Nebel, den vielen Wegen mitten im Wald und der bereits einsetzenden Dämmerung haben sie ihr Kind nicht mehr wieder gefunden. „Als die Suche keinen Erfolg brachte, haben die Eltern die Polizei zur Hilfe gerufen“, erklärt mir der Beamte.

Großalarm zur Suche des vermissten Mädchens

Was dann passierte, zeigte einmal mehr, wie ernst die Verantwortlichen eine solche Situation nehmen. Die Polizei setzte eine große Maschinerie in Gang:Streifenwagenbesatzungen aus Winterberg, Bigge-Olsberg, Bad Berleburg, ein Hundeführer aus Siegen, ein Hundeführer aus Neuss, der Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera aus Dortmund, ein Polizeiseelsorger für die Eltern, der komplette Löschzug Winterberg, die Feuerwehr Elkeringhausen, die Feuerwehr Grönebach, die Feuerwehr Niedersfeld und die Bergwacht Winterberg erhielten ihren Einsatzbefehl. Sie alle waren nach Elkeringhausen gekommen, um das kleine Mädchen zu suchen. „Den letzten Kontakt zu den Eltern hat es um 15.00 Uhr gegeben“, schilderte der Polizeibeamte mir die Situation. Gegen 17.00 Uhr war der erlösende Funkspruch abgesetzt worden. Nur etwa 400 Meter vom Bereitstellungsraum entfernt war das Kind von einer Fußgängerin am Ortseingang gefunden worden. „Gerade als das Kind gefunden worden war, kamen wir mit unserem Streifenwagen vorbei“, schilderte eine Besatzung aus Bad Berleburg. Die überglücklichen Beamten nahmen sofort das Mädchen und die Fußgängerin an Bord, um wohl eine der schönsten Fahrten ihrer Laufbahn zu machen – das Kind zu den Eltern bringen. Diese warten sehnsüchtig in der Ortsmitte. Nach ein, zwei Minuten kommt der Streifenwagen an. Gänsehaut. Niemand sagt etwas. Die Beamten aus Bad Berleburg sind mir bestens bekannt. Sie strahlen. Fußgängerin und Kind steigen aus und eine überglückliche Mutter nimmt unter Tränen ihre Tochter in die Arme. Jetzt hat jeder einen Kloß im Hals. Ein toller Moment, nahezu unbeschreiblich. Die Eltern können ihr Glück kaum fassen. Sie umarmen nun auch die Fußgängerin, die ihre Tochter gefunden hat und bedanken sich herzlich bei allen Einsatzkräften, die gekommen waren, um ihre Tochter zu suchen. Selbst bei mir bedanken sie sich, obwohl ich mit meiner Kamera gar nicht zum Erfolg beigetragen hatte. Die Stimmung ist überwältigend und springt einfach auf jeden vor Ort über. Selbst Kinder aus dem Dorf, die mit dem Fahrrad da waren, freuen sich riesig.

Das sind sicher die Momente, die Feuerwehrleute, Polizeibeamte, Notfallseelsorger und Bergwachtler glücklich machen und die ihnen zeigen, warum es genau die richtige Aufgabe ist, die sie da machen. Besser hätten sie alle den Allerheiligentag wohl nicht verbringen können.

Für diese tollen Menschen, die Fußgängerin, das kleine Mädchen und seine Familie gelten heute die Likes.

Publiziert in HSK Feuerwehr
Mittwoch, 27 Februar 2019 14:51

Lichtenfelser bei Sturz mit Pedelec schwer verletzt

MEDEBACH/LICHTENFELS. Die Radtour an der Orke endete für einen Pedelecfahrer aus Lichtenfels im Krankenhaus - nach Angaben der Kreispolizeibehörde Hochsauerland, wich der 51-Jährige einem Tier aus um eine Kollision zu vermeiden. Dabei stürzte der Lichtenfelser mit seinem Rad so unglücklich, dass er nach der medizinischen Erstversorgung durch den Notarzt mit einem RTW ins nächste Krankenhaus gebracht werden musste.

Ereignet hatte sich der Unfall am Dienstagabend gegen 22.05 Uhr in der Straße "Zum Ehrenscheid", in Anlehnung an die Orke. Obwohl sich der Mann schwere Verletzungen zugezogen hatte, war er in der Lage selbständig den Notruf abzusetzen und seine Position anzugeben.

Über die Höhe des Sachschadens liegen keine Angaben vor.

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Publiziert in Polizei

Elkeringhausen. Schwere Verletzungen erlitten zwei Fahrradfahrer aus den Niederlanden bei einem schweren Sturz am frühen Samstagnachmittag.

Ein 63-jähriger Mann war gemeinsam mit einer 59-jährigen Frau auf der stark abschüssigen K 50 zwischen Winterberg und Elkeringhausen unterwegs. Im Bereich einer leichten Linkskurve schaute sich der hinten fahrende Radfahrer laut Polizeibericht leicht um und verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrrad. Er kollidierte daraufhin mit dem Fahrrad der 59-jährigen Frau, die vor ihm fuhr. Beide Radfahrer stürzten auf den Asphalt. Besonders schwerwiegend: Beide Unfallopfer trugen keinen Fahrradhalm.

Die beiden Schwerverletzten wurden vor Ort von zwei Rettungswagenbesatzungen des Hochsauerlandkreises und dem Team des Winterberger Notarzteinsatzfahrzeuges versorgt.

Aufgrund der Schwere der Verletzungen forderten die Rettungsteams für beide Verletzten jeweils einen Rettungshubschrauber an. Die Hubschrauber „Christoph 25“ von der ADAC Luftrettung aus Siegen und „Christoph Gießen“ von der Johanniter Luftrettung landeten auf einer großen Wiese am Ortsrand von Elkeringhausen, da die eigentliche Unfallstelle unter Bäumen lag. Nach kurzer Übergabezeit starteten beide Hubschrauber nach Auskunft vor Ort in das Siegener Jung-Stilling-Krankenhaus.

Die K 50 wurde während der Rettungsarbeiten und der Spurensicherung durch die Polizei für rund 90 Minuten gesperrt. Der Verkehr staute sich in beide Richtungen mehrere hundert Meter weit zurück.    

 


  

Publiziert in HSK Retter

WINTERBERG. Vermutlich unter Alkoholeinfluss hat ein 59-jähriger Autofahrer in der Nacht zu Sonntag einen Unfall gebaut und sich anschließend aus dem Staub gemacht. Gegenüber der Polizei behauptete der Mann, erst zu Hause Alkohol getrunken zu haben...

Der Mann hatte die K 50 von Elkeringhausen in Richtung Küstelberg befahren, als er vor einer scharfen Linkskurve eine Vollbremsung durchführen musste - angeblich weil ein Reh auf die Fahrbahn sprang. Der Wagen kam nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke, an der er entlang rutschte und schließlich zum Stehen kam.

Der Mann informierte anschließend seine Ehefrau, die mit weiteren Personen zur Unfallstelle kam. Als diese vor Ort waren, entfernte sich der Fahrer. Die Ehefrau und ihre Begleiter wurden von der Polizei an der Unfallstelle angetroffen. Sie gaben an, dass der 57-Jährige den Wagen gefahren habe.

Die Polizeistreife traf den Mann schließlich in seiner Wohnung an. Bei der Überprüfung stellten die Polizeibeamten in seiner Atemluft Alkoholgeruch fest. Ein Atemalkoholtest brachte ein positives Ergebnis hervor. Der 57-Jährige behauptete jedoch, erst nach der Heimkehr Alkohol getrunken zu haben. Zur Beweissicherung wurden ihm daher zwei Blutproben entnommen. Die Ermittlungen der Polizei dauern an, vom Ergebnis der Blutuntersuchungen hängt es ab, ob der Mann den Führerschein abgeben muss. Der Sachschaden beträgt 6000 Euro.

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Publiziert in HSK Polizei

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