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ALTENBÜREN/ESSHOFF. Am Montagnachmittag geriet gegen 15.30 Uhr in einem Waldstück zwischen Altenbüren und Esshoff ein Harvester bei Holzerntearbeiten in Brand. Das Fahrzeug brannte bei Eintreffen der Feuerwehr in voller Ausdehnung, der Maschinenführer hatte den Harvester bereits verlassen.

Zunächst musste eine rund 200 Meter lange Schlauchleitung im unwegsamen Gelände bis zur Brandstelle verlegt werden. Der Brand konnte dann unter Einsatz von schwerem Atemschutz mit Schaum abgelöscht werden. An der Maschine waren nachfolgend umfangreiche Nachlöscharbeiten erforderlich.

Die Löschwasserversorgung wurden mit dem Tanklöschfahrzeug sichergestellt. Ein weiteres Löschfahrzeug führte im Pendelverkehr weiteres Löschwasser an die Einsatzstelle nach. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf den Wald verhindert werden. 

23 Einsatzkräfte der Löschgruppe Altenbüren und des Löschzuges Brilon waren bis 18 Uhr im Einsatz. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe liegen der Feuerwehr keine Angaben vor.

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SCHREUFA. Am Freitagabend wurden die Feuerwehren Schreufa und Frankenberg um 20.28 Uhr mit dem Alarmstichwort "F2 Wohnungsbrand" alarmiert - beim Eintreffen der Feuerwehr in der Sachenberger Straße 4 konnte allerdings nichts festgestellt werden.

Das nachfolgende Mannschaftstransportfahrzeug bemerkte aber an einer anderen Adresse eine Frau, die auf sich aufmerksam machte. Nachdem die korrekte Adresse bekannt war - es handelte sich um ein Mehrfamilienhaus mit einer Gewerbeeinheit im Erdgeschoss - stellte sich heraus, dass eine brennende Kerze durch die Bewohner unbeaufsichtigt auf einem Tisch zurückgelassen wurde.

Die Kerze entzündete ein kleines Holzbrett und die Brandgase lösten einen Rauchwarnmelder aus. Nach Öffnen der Wohnungstür betrat ein Trupp unter Atemschutz die Wohnung und brachte die Überbleibsel der Kerze ins Freie.

Anschließend wurde die Wohnung noch mit einem Überdrucklüfter belüftet, bevor alle Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Die Wohnungsbesitzer waren zum Einsatzzeitpunkt nicht zu Hause. Um 22 Uhr war der Einsatz beendet.

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BRILON. Die Feuerwehr Brilon hat am Samstagabend einen 20-jährigen Mann aus einem Naturschutzgebiet am Gesecker Stein in der Nähe des Aspeweges gerettet.
Der Mann hatte sich dort in einer kleinen Schlucht eine Knieverletzung zugezogen und konnte die Schlucht nicht mehr aus eigener Kraft verlassen. Die Feuerwehr rettet ihn mit einem Schleifkorb aus einer Tiefe von rund 5 Metern.

Mit einem Schleifkorb können Personen im unwegsamen Gelände transportiert werden. Es handelt sich dabei um eine Wanne, in welcher der Patient fixiert wird. An Kopf- und Fußende des Schleifkorbs können Seile angebracht werden, um so den Schleifkorb eine steile Böschungen hochzuziehen. Der Zwanzigjährige wurde dem Rettungsdienst übergeben und ins Krankenhaus eingeliefert.

Der Löschzug Brilon war mit 11 Einsatzkräften rund zwei Stunden im Einsatz. Zur Unfallursache liegen der Feuerwehr keine Angaben vor. (Feuerwehr Brilon)

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Publiziert in HSK Feuerwehr
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RENGERSHAUSEN. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Freiwillige Feuerwehr Rengershausen gegen 3:15 Uhr per Sirene alarmiert.
 
Da keine meldende Person auffindbar war, rückte die Wehr zur Erkundung aus. Trotz Erkundung konnte keine Gefahrensituation festgestellt werden; somit konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken und der Einsatz beendet werden. Rückblickend ist es positiv zu bewerten, dass keine Gefahr festgestellt werden konnte, dennoch wurden in diesem Falle Einsatzkräfte unnötig und ohne Grund gebunden, die im Zweifelsfall für einen echten Notfall nicht mehr greifbar gewesen wären.
 
Bitte verständigt Einsatzkräfte nur, egal welcher Hilfsorganisation, wenn es erforderlich ist, damit Hilfe geleistet werden kann, wo sie wirklich benötigt wird.
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Donnerstag, 08 Oktober 2020 17:24

Verkehrsunfall in Obermarsberg: Zwei Schwerverletzte

OBERMARSBERG. Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Vormittag des 8. Oktobers auf der Langen Ricke in Obermarsberg ereignet. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei stießen zwei Fahrzeuge im Begegnungsverkehr frontal zusammen. Die beiden Insassen der Pkw, ein älterer Mann und eine ältere Frau, wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Feuerwehr, Rettungsdienst und Rettungshubschrauber waren im Einsatz, die Polizei nahm noch an der Unfallstelle Ermittlungen zum Unfallhergang auf. Die Kreisstraße zwischen Obermarsberg und der Bundesstraße 7 war mehrere Stunden gesperrt.

Gegen 10 Uhr wurden der Löschzug Marsberg und die Löschgruppe Obermarsberg zu einem Verkehrsunfall alarmiert, ebenso Polizei und Rettungsdienst. Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Pkw waren die beiden Insassen schwer verletzt worden, die Fahrerin des aus Richtung Bundesstraße 7 fahrenden Autos wurde dabei eingeklemmt. Der Rettungsdienst, der mit zwei RTW und zwei Notarzt-Einsatzfahrzeugen anrückte, kümmerte sich um die Erstversorgung und Stabilisierung der Verletzten.

Während der Fahrer des einen Pkw schnell aus seinem Fahrzeug befreit und im Rettungswagen versorgt werden konnte, gestaltete sich die Rettung der verunglückten Frau aufwändiger: Mittels hydraulischem Rettungsgerät wurden durch die Feuerwehr Zugangsöffnungen am verunfallten Fahrzeug geschaffen und das Dach des Pkw entfernt. So konnte eine schonende Rettung über ein Spineboard vorgenommen werden.

Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers wurde die Frau im RTW versorgt, der schwer verletzte Mann wurde ins Krankenhaus nach Marsberg gebracht. Die Frau wurde mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.

Knapp 30 Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen der Feuerwehr waren unter der Leitung von Christoph Wiegelmann aus Obermarsberg bis in die Mittagsstunden im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit vier Fahrzeugen vor Ort. Die Polizei nahm noch an der Unfallstelle Ermittlungen zum Unfallhergang auf, ein Gutachter wurde hinzugezogen.

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KORBACH. „Er ist mein Freund. Ich hätte schon Angst um ihn, ja. Aber darauf trainieren wir auch hin, dass nichts passiert“, Martin Digulla, Polizeioberkommissar bei der Polizei in Korbach, berichtet mir von seinem Streifenpartner.

„Mit ihm verbringe ich mehr Zeit, als mit meiner Frau. Ich nehme ihn mit zum Dienst und nach dem Dienst mit nach Hause“, erklärt er mir. Martins Streifenpartner ist kein Polizeibeamter. Zumindest nicht so einer, wie man es sich vorstellt. Der Korbacher Polizeioberkommissar fährt mit „Jakob“ in den Einsatz. Jakob ist ein belgischer Schäferhund, ein Malinois. Er ist sechs Jahre alt und steht seit vier Jahren im Dienst der Polizei.

In jeder Schicht ist Jakob an Martin Digullas Seite unterwegs. Bei ganz normalen Einsätzen. „Unfallaufnahmen, Verkehrskontrollen, Streitigkeiten schlichten“, erklärt Martin Digulla. Alleine mit seinem Hund ist der 55-jährige dabei aber nur selten unterwegs: „Wir fahren zu zweit im ganz normalen Streifendienst und haben den Hund mit im Wagen“, erklärt er. „Das kann immer wieder mal sinnvoll sein. Wenn wir zum Beispiel einen Autofahrer mit Rauschgiftverdacht haben, kann der Hund direkt mal das Auto durchsuchen. Und wenn ein Randalierer beruhigt werden soll und ich Jakob aus dem Auto hole und an die Leine nehme, werden viele schon von selbst ruhig, oder gehen weg“, schildert Martin Digulla. Jakob kann aber auch gezielt angefordert werden, denn er kann gleich mehrere Aufgaben erledigen. Jakob ist ein Kombihund. Er kann sowohl Rauschgift und Banknoten aufspüren, ist also als Spürhund im Einsatz und er kann auch als Schutzhund zum Einsatz kommen, wo Täter gestellt, verfolgt und im schlimmsten Fall auch gebissen werden können. „Um Menschen zu schützen“, berichtet Martin Digulla. Dies, so sagt er, sei aber bisher noch nie erforderlich gewesen. „Bisher ist zum Glück immer alles gut gegangen. Die meisten Menschen werden von selbst ruhig, wenn sie Jakob sehen“. Dabei ist der Hund gar nicht besonders aggressiv: „Das ist ein ganz normaler Hund, wie jeder andere auch. Er hat nur einen sehr ausgeprägten Spiel- und Beutetrieb. Das ist bei Jakob intensiv gefördert worden“, erklärt Martin Digulla. „Wenn zum Beispiel in einem großen Gebäude ein Einbruchsalarm ausgelöst hat, dann durchsuchen wir das Gebäude oder die Umgebung nach möglichen Tätern. Dabei kommt Jakob zum Einsatz. Nicht zuletzt auch zum Schutz der Kollegen und mir“.

Der Korbacher Familienvater führt schon seit 18 Jahren Polizeihunde. Der Wunsch, Hundeführer zu werden kam für den Polizeibeamten nicht von ungefähr: „Man könnte ruhig schreiben, die Digullas sind voll auf den Hund gekommen“, lacht er. Alle Diensthunde, die der sympathische Beamte bisher in seinem Leben geführt hat, haben nach der „Rente“ auch bis zum Schluss bei ihm zu Hause gewohnt. „Die Vorgänger sind leider schon alle gestorben. Einer leider auch schon mit acht Jahren. Der hatte Lymphdrüsenkrebs“, erzählt Martin und ist nachdenklich. Man merkt ihm während des gesamten Gespräches an, dass er ein richtiger Freund der Hunde ist. Die Frage, ob Jakob im Haus, oder im Zwinger wohnt, ist eigentlich überflüssig. Martin strahlt. „Der lebt bei uns im Haus. Das ist ein Familienmitglied. Er hat sogar noch eine vierbeinige Freundin zu Hause und die beiden haben auch ihr eigenes Hundesofa“, freut sich der Polizeibeamte. „Ich gehe mit ihm spazieren. Wir spielen und laufen zusammen, gehen ins Feld und wir machen zusammen Dienst“, schwärmt er. „Und auch Besuch ist kein Problem. Unsere Hunde mögen es sehr, wenn sie gestreichelt werden. Dann weichen sie dem Besuch nicht mehr von der Seite“, freut sich Martin Digulla. Nur eine Situation gebe es im Moment, wo Jakob zu Hause kurz in den Freilauf müsse: „Wenn meine Enkel kommen“, freut sich Martin. „Denn die“, so erklärt er weiter, „würde er umrennen. Aber nicht böse, sondern aus Unbedarftheit, Spiellust und Freundlichkeit“, macht er deutlich. Die anfallenden Kosten für Jakob übernimmt bei Familie Digulla das Land Hessen. Martin Digulla muss sich nur um Auslauf, Pflege und ständige Aus- und Fortbildung für Jakob kümmern. „Zwar ist Jakob ein echter Freund und mein Kumpel. Er ist auch Familienmitglied. Aber er ist auch ein Einsatzmittel“, erklärt mir Martin Digulla. Deshalb, so der Polizeibeamte, könne es auch sein, dass Jakob bei einem Einsatz verletzt wird. „Der muss auch mal durch Scherben laufen, wenn es der Einsatz erfordert. Da kann ich nicht sagen, ich schicke ihn nicht“, macht er deutlich. Dennoch wird Martin Digulla das Leben oder die Gesundheit von Jakob niemals leichtfertig aufs Spiel setzen: „Wenn uns jemand mit einer Pistole gegenübersteht, brauchen wir den Hund nicht mehr zu schicken, weil das dann keinen Sinn machen würde“, zeigt er auf. Sollte Jakob dennoch einmal verletzt werden, übernimmt das Land Hessen die Kosten für den Tierarzt. „Auch Futter und Kosten für einen Zwinger übernimmt das Land“, erklärt Martin Digulla. Selbst eine Hundepension würde für Jakob bezahlt, wenn Martin Digulla mit seiner Familie in Urlaub fahren will. Dies wird aber bei Familie Digulla nicht nötig sein: „Jakob fährt natürlich mit uns in den Urlaub“, freut sich sein Herrchen.

Angekauft wurde Jakob übrigens vom Land Hessen und dann zunächst einer kleinen Prüfung im Ausbildungszentrum unterzogen. Wie alle Polizeihunde in Hessen. „Da wird geschaut, wie ausgeprägt der Spiel- und Beutetrieb ist, und natürlich auch, ob die Tiere gesund sind“, berichtet Martin Digulla. Dann erst kommen die Hunde zu den Polizisten, mit denen sie später in den Einsatz gehen sollen. Zu dieser Zeit sind sie schon etwa ein Jahr alt. „Zu Hause erfolgt dann eine Eingewöhnungszeit. Wenn das gut klappt, geht es danach für drei Monate zur Polizeihundeschule“, erzählt Martin Digulla mir den Werdegang der treuen Partner. Martin ist nicht nur ein Diensthundeführer bei der Korbacher Polizei, sondern er ist auch Ausbildungsleiter für alle sieben Kollegen in Waldeck-Frankenberg, die einen Hund an ihrer Seite haben. „Alle 14 Tage treffen wir uns zu Trainingseinheiten. Auf Hundeplätzen, in leer stehenden Gebäuden, und freundlicherweise auf dem THW-Gelände“, erklärt Martin mir.

Dann geht sein Telefon: „Digulla. Hallo, grüß Dich. Ah, alles klar. Ich stelle mich deutlich vor sechs Uhr in eine Nebenstraße und nehme Kontakt zu einer Kollegin auf. Das schaue ich mir noch mal auf der Karte an. Wir freuen uns drauf“. Ein Einsatzauftrag für die kommenden Tage: „Da geht es um Rauschgift. Da gibt es wohl einen Dealer, für den jetzt eine Wohnungsdurchsuchung ansteht“, erklärt Martin mir kurz. Details darf er natürlich keine nennen, um den geplanten Einsatz nicht zu gefährden. Ein paar Tage sind nun noch Zeit für ihn und seinen Partner Jakob. Mich interessiert, ob Jakob es merkt, wenn er zum Einsatz muss. Ob es ein bestimmtes Wort für ihn gibt, er ein Kommando bekommt, oder eine Weste angelegt bekommt, wenn es losgeht. Alles verneint Martin. Trotzdem würde Jakob ganz genau merken, wenn es soweit ist. „Der Jakob kennt mich in- und auswendig. Meine Mimik, meine Gestik. Und wenn ich auch noch so cool sein will – er merkt es“, erzählt er mir stolz. Das macht deutlich, wie sehr die beiden aufeinander eingespielt sein müssen.

Viel haben sie schon gemeinsam erlebt: „Das war eine Durchsuchung in Bad Wildungen. Eigentlich bei einem Klein-Dealer“, erinnert sich Martin an einen der Einsätze. Der Jakob wusste sofort, wo das Rauschgift ist und hat es uns angezeigt. Dann ist er noch mal ein paar Schritte zurück getreten und wieder vor - dann hatte er noch etwas anderes in die Nase bekommen und aus einem Stapel CD´s rieselten plötzlich Geldscheine“, freut sich Martin Digulla. „Das deutet dann nicht nur auf den Besitz, sondern auch auf einen Handel hin und wirkt sich strafverschärfend aus“, erklärt er mir. „Damit hatten wir gar nicht mehr gerechnet“.

Geldscheine ? Cool. Das möchte ich wissen. Wie geht es, dass ein Hund Geldscheine riechen kann? „Wenn zu Hause bei Euch mal jemand den Geldbeutel und die Scheine verlegt und sie nicht mehr findet, kommt Jakob und sucht sie“, lacht Martin. Er erklärt mir, dass dies seit einiger Zeit bei den Spürhunden in Hessen trainiert wird, neben Rauschgift auch Banknoten zu finden. „Das funktioniert, weil es ein besonderes, geheimes Gemisch von Papier ist, was die Bundesbank zur Herstellung von Banknoten verwendet. Hinzu kommen die Klebstoffe die dabei Verwendung finden und die Farben vom Druck. Das reicht dem Hund aus“, erklärt er mir. Zu Trainingszwecken bekommt die Polizei ganz frische Banknoten aus der Bundesbank. „Darauf konditionieren wir die Hunde dann zunächst. Später üben wir dann auch mit Banknoten, die schon im Umlauf waren. Denn wenn sie in verschiedenen Händen und Geldbeuteln waren, ändert sich der Geruch“, macht er klar. „Wir werden vom Zoll, vom Arbeitsamt, dem Finanzamt, oder aber bei Rauschgiftsachen auch zur Suche von Banknoten angefordert“, erklärt er.

Nach Menschen, oder Sprengstoff könnte Jakob auch suchen. Dafür wurde er aber nicht ausgebildet. „Wenn er neben Drogen und Banknoten noch Sprengstoff suchen würde, wären die Folgemaßnahmen andere. Drogen hole ich raus, Sprengstoff wird von uns nicht mehr angefasst. Der Hund kann uns aber nicht anzeigen, was er gerade gefunden hat. Deshalb ist Jakob nur auf Drogen und Banknoten ausgebildet und kommt zusätzlich als Schutzhund zum Einsatz“, erklärt Martin Digulla.

Auch in Potsdam waren Martin Digulla und Jakob schon im Einsatz, um nach Geldscheinen zu suchen: „Da haben wir die Beute von Geldautoamtensprengern gesucht, weil es in Potsdam keine Hunde gab, die das können“, erklärt Martin.

Wichtig ist es dem Familienvater und dreifachen Großvater zu erwähnen, dass die Familie auf jeden Fall mitspielen muss, wenn man einen Diensthund zu Hause hat. Das funktioniert bei ihm mehr als gut: „Wenn andere jagen oder angeln gehen, dann machen wir etwas mit den Hunden“, freut er sich. „Wir machen eigentlich alles mit unseren Hunden“. Er unterstreicht noch einmal, dass Jakob und Polizeihunde überhaupt nicht extra aggressiv sind, wie man es vielleicht im ersten Moment vermuten würde, wenn man von Polizeihunden hört. „Das sind ganz normale Hunde mit einem ausgeprägten Beute- und Spieltrieb“, macht er deutlich.

Dann endet unser mehr als angenehmes Gespräch nach etwa zwei Stunden und es ist endlich soweit: Ich bekomme Jakob vorgestellt, denn er soll mit aufs Foto. Wir gehen in den Innenhof der Wache, da ruht sich Jakob in einem Zwinger aus, während er nicht mit Martin Digulla auf Streife ist. „Der wird gleich niemanden um sich wahrnehmen. Der freut sich nur aufs Spielen“, erklärt Martin mir auf dem Weg nach draußen. Noch bevor ich Jakob sehe, bemerke ich ihn. Er hat Martins Stimme gehört und freut sich riesig, dass sein Freund nun zu ihm kommt. Als die Tür aufgeht, springt Jakob hoch stubst das Gesicht seines Herrchens. Keiner der beiden kann seine Freude nun verbergen. Wahnsinnig toller Moment. Martin holt Jakobns Spielzeug aus dem Streifenwagen und dann geht’s los, auf der Rasenfläche hinterm Haus. Martin strahlt und Jakob springt und springt Meter hoch in die Luft. „So schnell kann man ihn glücklich machen. Das ist bei Menschen schwieriger“, freut sich Martin, als sein Jakob in der Sonne liegt und die Beiswurst kaut. Ich merke dem erfahrenen Hundeführer an, dass es nicht bei allen Menschen schwierig ist, sie so schnell glücklich zu machen. Ich mache Foto um Foto, gebe praktisch Stoßfeuer. Und dann ist es leider auch schon wieder vorbei und ich verabschiede mich. Voller Dankbarkeit und Anerkennung ein so tolles Team aus Mensch und Tier kennen gelernt zu haben und unseren Lesern davon und von den tollen Aufgaben der beiden erzählen zu können.

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ESSENTHO. Ein weiterer Waldbrand hat am Nachmittag des 20. September etwa 200 Feuerwehrleute aus Marsberg sowie dem Kreis Paderborn und den Städten Olsberg und Brilon in Atem gehalten. In einem Waldstück zwischen Essentho und Marsberg standen 2000 Quadratmeter Unterholz und etwa 150 Festmeter Stapelholz in Flammen. Das Feuer, das an einem steilen Hang ausbrach, drohte sich weitflächig auszubreiten.

Gegen 14 Uhr wurden die ersten Einheiten aus dem Marsberger Stadtgebiet alarmiert, nämlich die Löschgruppen aus Essentho und Meerhof, kurz danach auch die Löschgruppen Westheim und Oesdorf sowie der Löschzug Marsberg. Die Brandstelle lag in einem Waldstück kurz hinter Essentho in Richtung Marsberg.

Aufgrund des extrem trockenen Waldbodens bestand die Gefahr einer weitflächigen Ausdehnung der brennenden Fläche. Ein Hubschrauber der Polizei erkundete aus der Luft die Einsatzstelle und stellte anhand von Wärmebildern eine große Hitzeentwicklung im Waldboden fest. Die Feuerwehrleute nahmen mehrere Strahlrohre vor, um den Brand einzudämmen. Um den Löscheffekt zu verbessern, wurde dem Wasser Netzmittel beigemischt, damit das Löschwasser tiefer in den Boden eindringen konnte.

Wegen der großen Hitze im Boden musste der Waldboden zusätzlich gelockert und umgegraben werden. Da die Einsatzstelle außerhalb des Ortes lag, stellte die Sicherung der Wasserversorgung eine große Herausforderung dar. Daher wurden aus dem Wasserförderzug des Kreises Paderborn mehrere Tanklöschfahrzeuge angefordert, die in einem Pendelverkehr die Wasserversorgung zur Einsatzstelle sicherstellten. Insgesamt sieben Tanklöschfahrzeuge aus Fürstenberg, Wünnenberg, Lichtenau, Büren, Altenbeken, Delbrück und Paderborn rückten an.

Über die Tanklöschfahrzeuge wurden zwei Faltbehälter mit 10.000 Litern Fassungsvermögen befüllt, von denen aus dann die Löschfahrzeuge an der Einsatzstelle versorgt wurden. Knapp 2 Kilometer Schlauchleitung kamen auf diese Weise zusammen. Dank des Einsatzes von zahlreichen Strahlrohren und dem Wasserwerfer eines Tanklöschfahrzeugs war das Feuer schnell unter Kontrolle. Da die Einsatzkräfte aber mit einer sehr kräftezehrenden Arbeit konfrontiert waren, musste bereits frühzeitig für ausreichend Personal gesorgt werden. Daher entschied sich die Einsatzleitung, zwei Löschzüge der überörtlichen Hilfe anzufordern.

Die Leitstelle alarmierte darauf einen Löschzug aus Brilon und einen weiteren aus Olsberg zur Einsatzstelle. Deren Kameradinnen und Kameraden lösten dann die Marsberger Wehrleute vor Ort ab. Zur Verpflegung der Einsatzkräfte wurde das Deutsche Rote Kreuz alarmiert, die die Einsatzkräfte mit Getränken und Essen versorgten. Um den hohen Bedarf an Schaummittel sicherzustellen, rückten Fahrzeuge aus Meschede und Brilon aus - diese wurden aber letztlich nicht mehr benötigt.

Um die zahlreichen Einsatzkräfte zu koordinieren, wurden mehrere Einsatzabschnitte wie Brandbekämpfung, Wasserversorgung, Verpflegung und Bereitstellung gebildet.

Nach etwa fünf Stunden konnten die Einsatzkräfte mit dem Rückbau beginnen und die ersten Einheiten die Einsatzstelle verlassen, eine Brandsicherheitswache verblieb noch bis in den späten Abend an der Einsatzstelle. Insgesamt 200 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren aus Marsberg, Brilon, Olsberg und dem Kreis Paderborn im Einsatz. Die Einsatzleitung übernahm der Leiter der Feuerwehr Marsberg, Josef Straub.

Ferner waren der Kreisbrandmeister aus Paderborn sowie die Kreisbrandmeisterei des HSK vor Ort. Die Führungsunterstützung der Feuerwehr Marsberg wurde ebenfalls alarmiert, um die Einsatzleitung zu unterstützen. Für die Marsberger Feuerwehr war dieser Einsatz der zweite größere Waldbrand binnen weniger Stunden. Die Feuerwehr weist ausdrücklich darauf hin, dass aufgrund der extremen Trockenheit eine sehr hohe Waldbrandgefahr herrscht und bittet daher um besondere Vorsicht in den heimischen Wäldern. (Feuerwehr Marsberg)

Link: Essentho: 90 Kräfte bei Flächenbrand im Einsatz (20. September 2020)

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KORBACH. Abflammen von Unkraut rief am Samstagnachmittag Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte in die Strother Straße.

Um 14.04 Uhr meldete die Leitstelle Waldeck-Frankenberg einen Wohnhausbrand, nachdem kurz zuvor lediglich ein brennender Baum gemeldet worden war. 36 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr, eine Streifenwagenbesatzung der Korbacher Polizei und Rettungskräfte machten sich unverzüglich auf den Weg zum Einsatzort.

Wie Stadtbrandinspektor Carsten Vahland gegenüber 112-magazin.de mitteilte, hatte sich ein Baum an der Hausfassade durch Abflammarbeiten im Garten entzündet - das Feuer schlug auf die Hauswand über und bahnte sich seinen Weg zum Dachstuhl.

Während ein Trupp unter Atemschutz im Obergeschoss Löscharbeiten durchführte, wurde zeitgleich ein Löschangriff gegen die Flammen an der Hausfassade eingeleitet. Ebenfalls im Einsatz war die Drehleiter, um das Dach von oben erreichen zu können.

Während der Einsatzarbeiten war die Strother Straße für den Verkehr voll gesperrt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

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Samstag, 19 September 2020 09:31

Garagenbrand: Feuer zerstört fünf Motorroller

BRILON. Die Feuerwehr Brilon hat am Freitagmorgen einen Brand in Brilon-Wald gelöscht. Anwohner hatten an der Korbacher Straße gegen 5.20 Uhr ein Feuer in einer Garage entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.

Bei Eintreffen der Löschgruppe Hoppecke brannte ein Einstellplatz einer Doppelgarage. Das Tor musste gewaltsam geöffnet werden, der Brand konnte unter Einsatz von schwerem Atemschutz schnell abgelöscht werden. 

Ein Übergreifen des Feuers auf den zweiten Einstellplatz und ein direkt angrenzendes Wohnhaus wurde verhindert. In der Garage waren unter anderem fünf Motorroller abgestellt. Sie wurden durch den Brand zerstört.

Personen kamen nicht zu Schaden. Zur Höhe des Sachschadens und zur Brandursache liegen der Feuerwehr keine Angaben vor. Die Löschgruppe Hoppecke und der Löschzug Brilon waren mit 30 Einsatzkräften bis 7.30 Uhr im Einsatz.

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MEINERINGHAUSEN. Bei einem Alleinunfall vor Meineringhausen verletzte sich ein 30-Jähriger am frühen Mittwochmorgen leicht. Neben Polizei und Rettungsdienst waren auch die Feuerwehren aus Meineringhausen und Korbach im Einsatz.

Gegen 1 Uhr war der Mann aus der Gemeinde Diemelsee auf der Bundesstraße 251 von Korbach kommend in Richtung Meineringhausen unterwegs. In einer Rechtskurve geriet der Fahrer mit seinem blauen Renault Twingo von der Fahrbahn ab und fuhr in den linken Straßengraben. Nach etwa 50 Metern erfolgte der Stillstand. 

Da sich der Fahrer nicht aus eigener Kraft befreien konnte, alarmierte die Leitstelle umgehend die Feuerwehren aus Meineringhausen und Korbach. Unter Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Carsten Vahland machten sich 20 Einsatzkräfte auf den Weg zum Unfallort. 

Dort angekommen war der 30-Jährige ansprechbar. Die Kameradinnen und Kameraden sicherten die Unfallstelle ab und leuchteten sie aus. Ohne den Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät konnte der Fahrer zügig aus seinem Fahrzeug befreit werden. Anschließend entfernten die Einsatzkräfte Trümmerteile von der Fahrbahn, bevor sie wieder abrücken konnten.

Ein RTW brachte den leicht verletzten Mann nach der Erstversorgung vor Ort in das Korbacher Krankenhaus.

Der entstandene Sachschaden am Fahrzeug wird von den Korbacher Beamten auf etwa 1500 Euro geschätzt. Im Anschluss an alle Maßnahmen wurde der Renault durch den Abschleppdienst Heidel abtransportiert.

Link: Unfallstandort Bundesstraße 251 vom 12. August 2020

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