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Mittwoch, 28 September 2011 12:59

Polizei macht vier Drogendealer dingfest

KASSEL. Einen Erfolg im Kampf gegen die Drogenkriminalität vermelden Polizei und Staatsanwaltschaft in Kassel: Umfangreiche Ermittlungen der Drogenfahnder des für die Bearbeitung von Rauschgiftdelikten zuständigen Kommissariats K34 der Kasseler Kripo führten zur Festnahme von vier in Kassel wohnenden Männern. Ihnen wird ein schwunghafter Drogenhandel mit Kokain vorgeworfen.

Ein Hinweis von Beamten der Operativen Einheit (OPE) Kassel hatte die Ermittlungen in diesem Komplex bereits im Dezember 2010 in Gang gesetzt. Die Fahnder konzentrierten sich bei ihren ersten Ermittlungen zunächst auf einen 37 Jahre alten Mann aus Kassel, aus dessen Wohnung heraus ein schwunghafter Handel mit Kokain vermutet wurde. Nachdem sich die Erkenntnisse im Verlauf der weiteren Ermittlungen und zahlreicher operativer Maßnahmen mit Unterstützung durch das Fahndungskommissariat ZK 43, die OPE und das Mobile Einsatzkommando Kassel (MEK) Zug um Zug immer weiter verdichtet hatten, "klickten jetzt die Handschellen bei ihm und weiteren drei Tatbeteiligten", sagte am Mittwoch Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch.

Dealer hatten bis zu 70 Abnehmer
Beamte der OPE Kassel und des K 34 nahmen die dringend Tatverdächtigen im Alter von 20, 28 und 32 und 37 Jahren vorläufig fest. Alle vier Beschuldigten befinden sich bereits in Untersuchungshaft. Auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft hatte das Amtsgericht in Kassel entsprechende Haftbefehle erlassen. Die Drogenfahnder stellten im Zuge ihrer umfangreichen Ermittlungen insgesamt rund 330 Gramm Kokain bei den Beschuldigten sicher. Ein Gramm dieser Droge kostet im Straßenverkauf etwa 80 Euro. Nach den bisherigen Ermittlungen gehen Polizei und Staatsanwaltschaft Kassel davon aus, dass in diesem Ermittlungskomplex allein in den letzten zwei Monaten durch einen der Täter in über 600 Einzelgeschäften bis zu 70 Abnehmer mit Kokain versorgt wurden. Dieser Mann ist nach den bisherigen Erkenntnissen der Drogenfahnder schon seit einigen Jahren im Geschäft. Bei Wohnungsdurchsuchungen stellten die Beamten außerdem insgesamt knapp 27.000 Euro Bargeld sicher.

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Freitag, 16 September 2011 06:34

18-Jähriger hat 45 Cannabis-Pflanzen in der Wohnung

MARBURG. Mit einem Durchsuchungsbeschluss verschafften sich Kriminalbeamte am Mittwoch Zugang zu einer Wohnung in einem Marburger Stadtteil. Die Fahnder stellten unter anderem eine komplette Indoor-Anlage mit 45 Cannabispflanzen, eine geringe Menge Amphetamin sowie 35 Gramm Haschisch sicher.

Der 18-Jährige, der in dem Appartement wohnt und dem die Pflanzen und Drogen mutmaßlich gehören, hüllte sich bei der Polizei in Schweigen und befindet sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Die sichergestellten Rauschmittel haben ohne die Pflanzen einen Verkaufswert von mehreren Hundert Euro. (js/as)

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Samstag, 10 September 2011 07:03

Auf Verkehrskontrolle folgt Wohnungsdurchsuchung

BIEDENKOPF. Bei einer Verkehrskontrolle auf der Umgehungsstraße fanden Zivilfahnder eine nicht unerhebliche Menge Rauschgift - die anschließende Wohnungsdurchsuchung brachte noch mehr Cannabisblüten und Bargeld zum Vorschein.

Eine Zivilstreife überprüfte am Mittwochabend einen mit vier Personen besetzten Daimler Benz und wurde 
fündig. Bei dem 20-jährigen Fahrer aus dem Hinterland stellten die Beamten 18 Gramm Cannabisblüten sowie 10 Gramm Amphetamin sicher.

Die Durchsuchung der Wohnung brachte nochmals geringe Mengen Rauschgift und andere Beweismittel ans Tageslicht. Folgeermittlungen führten die Kriminalbeamten noch am späten Abend zu einem weiteren Verdächtigen
aus dem Hinterland. Dort beschlagnahmten die Ordnungshüter 32 Gramm Cannabisblüten und Bargeld im dreistelligen Bereich.

Der 20-jährige Fahrer des Daimlers musste nach einen positiven Drogenvortest eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Die beiden Verdächtigen wurden nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die sichergestellten Rauschmittel haben einen Verkaufswert von etwa 700 Euro. (js/as)

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Freitag, 09 September 2011 11:11

Cannabis-Plantage mitten in Siegen entdeckt

SIEGEN. Trotz guter Vorkehrungen zur "Geheimhaltung" einer Cannabis-Plantage ist die Polizei einem "Drogen-Gärtner" auf die Schliche gekommen. Die Kripo stellte immerhin 118 Cannabis-Pflanzen in einem Zweifamilienhaus mitten in Siegen sicher.

Als einen "schönen Erfolg für die Siegener Rauschgiftfahnder des Kriminalkommissariats 1" bezeichnete am Freitag ein Polizeisprecher das Auffinden der Drogenpflanzen. Im Zuge eines aktuellen Ermittlungsverfahrens wegen schwerwiegender Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz ist es ihnen nämlich gelungen, eine großangelegte Cannabis-Plantage mitten in Siegen aufzuspüren. Bei anschließenden Hausdurchsuchungen an mehreren Wohnanschriften in Siegen konnten die Ermittler Beweismittel im größeren Umfang sicherstellen.

Der Betreiber der illegalen Rauschgiftanlage - ein 40-jähriger Deutscher mit Migrationshintergrund - hatte vielfältige Vorkehrungen getroffen, um sein "Projekt" geheim zu halten. So hatte er unter anderem eine aufwändige Abluftanlage installiert, damit der typisch süßliche Geruch der Cannabis-Pflanzen nicht nach außen dringen konnte.

Ernte stand unmittelbar bevor
Am Ende ist der Mann dennoch ins Visier der Rauschgiftermittler geraten, so dass im weiteren Verlauf der Ermittlungen in einer gewöhnlichen Etagenwohnung in einem Siegener Zweifamilienhaus unter anderem insgesamt 118 Cannabis-Pflanzen entdeckt und sichergestellt wurden. "Die Räume waren mehr oder weniger zu einem Gewächshaus umfunktioniert worden, die Pflanzen gediehen dort prächtig unter professionellen Bedingungen und nur wenige Tage später hätte die Plantage abgeerntet werden können", schilderte der Polizeisprecher die Umstände. Doch die Polizei kam dem Gärtner zuvor.

Nach jetzigem Ermittlungsstand hatte der Tatverdächtige Anfang des Jahres das komplette Equipment für die Indoor-Plantage in den Niederlanden gekauft und dann in seiner Siegener Wohnung installiert. Dort soll vor Wochen bereits eine erste Ernte erfolgt sein - laut Kripo wurden im Anschluss mehrere Kilogramm Marihuana für einen fünfstelligen Betrag an Zwischenhändler und Endabnehmer weiterverkauft.

Die Kripo nahm den Beschuldigten vorläufig fest. Es besteht der Verdacht, dass er bei der Planung und Durchführung der Cannabis-Aufzucht sowie bei dem Verkauf der Drogen von weiteren Personen unterstützt wurde, gegen die seitens der Kriminalpolizei nun ebenso ermittelt wird.

Publiziert in SI Polizei
Freitag, 02 September 2011 16:09

Nach Durchsuchung: Fünf Haftbefehle

TREYSA. Nach der großangelegten Durchsuchung eines Asylbewerberheims im Schwalm-Eder-Kreis ist am Freitag Haftbefehl gegen fünf Männer erlassen worden. Gegen drei weitere Asylbewerber hatte bereits ein gültiger Haftbefehl bestanden.

Der Verdacht, 23 Tatverdächtige im Alter von 18 bis 43 Jahren könnten gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz verstoßen haben, hatte am Donnerstagmorgen zu einer großangelegten Durchsuchung mehrerer Gebäude in Schwalmstadt, Gilserberg und Oberaula geführt. Hauptaugenmerk legten die Ermittler auf ein Asylbewerberheim in Treysa (wir berichteten).

Laut Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft lagen Hinweise vor, dass sich eine nicht bekannte Anzahl von Schusswaffen im Besitz von Tatverdächtigen befinden solle. Insbesondere in der Asylbewerberunterkunft in Treysa kam es in der Vergangenheit zudem immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Ende April gab es dort zwei Verletzte nach einer Messerstecherei. Die Durchsuchungen in der Asylbewerberunterkunft betrafen alle Zimmer, da Hinweise vorlagen, dass Betäubungsmittel in "fremden" Zimmern versteckt seien und die Wohnsituation unklar war.

Bei den Durchsuchungen stellte die Polizei umfangreiches Beweismaterial sicher. Neben verschiedenen Betäubungsmitteln, Diebesgut, Hehlerware und für Asylbewerber unangemessen hohen Bargeldbeträgen wurden auch mehrere ge- oder verfälschte Ausweisdokumente aufgefunden und sichergestellt. 24 Personen wurden festgenommen, für drei Personen bestanden Haftbefehle, welche vollstreckt wurden. Fünf Personen wurden am Freitag dem Haftrichter beim Amtsgericht in Schwalmstadt vorgeführt, der für alle fünf Männer Haftbefehle wegen des gewerbs- und bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen erließ. Die anderen Personen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

In der Asylbewerberunterkunft trafen die Polizisten auch drei Personen an, bei denen Verstöße gegen das Asylverfahrensgesetz festgestellt wurden. Die Regelung dieser Verstöße wurde von einem vor Ort anwesenden Mitarbeiter der Ausländerbehörde des Schwalm-Eder-Kreises vorgenommen.

Publiziert in Polizei
Freitag, 02 September 2011 16:46

Marihuana neben Salat gezüchtet - Kripo greift zu

LICHTENFELS. 30 große Marihuanapflanzen hat ein 42-Jähriger neben Feldsalat und anderem Gemüse gezogen. Die "Tarnung" half ihm nicht - die Kripo griff nach einem Hinweis zu.

Das Rauschgiftkommissariat der Kripo in Korbach hatte im Rahmen von Ermittlungen Hinweise auf einen bis dato für die Behörden unbekannten 42-jährigen Lichtenfelser, der in seinem Garten eine Cannabisplantage betreiben sollte. Die Kripo erwirkte daraufhin über die Staatsanwaltschaft in Kassel einen Durchsuchungsbeschluss beim Amtsgericht in Kassel. Dass sie auf der richtigen Spur waren, stellten die Beamten dann bei der gut vorbereiteten Durchsuchung fest, an der auch ein Rauschgiftspürhund beteiligt war.

Im Garten fanden sie 30 große, erntereife Marihuanapflanzen mit einem Gewicht von etwa 30 Kilogramm. Die Pflanzen standen gut gehegt in einem Freilandfeld neben Feldsalat und anderen Gemüsesorten. Auch in einem Gewächshaus wurden die Fahnder fündig (siehe Bilder). Im Wohnhaus stellten die Beamten dann umfangreiches Beweismaterial sicher, das auf einen schwunghaften Handel mit Betäubungsmittel schließen lässt. Darunter waren auch 1100 Gramm verkaufsfertig verpacktes Marihuana im Wert von mehr als 7000 Euro.

Der Lichtenfelser zeigte sich überrascht über die Polizeiaktion und schweigt zu den Vorwürfen. Ihm wird nun der Besitz und gewerbsmäßige Handel mit Marihuana in nicht geringen Mengen vorgeworfen. Das kann den 42-Jährigen teuer zu stehen kommen, denn die Mindeststrafe liegt bei zwei Jahren Freiheitsentzug. Aus welchem der acht Lichtenfelser Stadtteile der Marihuanazüchter stammt, nannte Polizeisprecher Volker König am Freitag nicht. Auch machte er keine Angaben darüber, an welchem Tag die Durchsuchung stattfand.

Publiziert in Polizei
Donnerstag, 01 September 2011 15:42

Asylbewerberheim nach Waffen und Drogen durchsucht

SCHWALMSTADT. Ein Großaufgebot an Polizisten hat am Donnerstag in Nordhessen sechs Gebäude durchsucht. Dabei ging es um Drogendelikte und Verstöße gegen das Waffengesetz. Schwerpunkt der Aktion war eine Asylbewerberunterkunft in Treysa.

Beamte der Polizeidirektion Schwalm-Eder sowie Kollegen der Bereitschaftspolizei und des Polizeipräsidiums Nordhessen vollstreckten am Donnerstagmorgen gemeinsam mit Vertretern der Staatsanwaltschaft Marburg insgesamt 24 Durchsuchungsbeschlüsse. Die Beschlüsse waren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz vom Amtsgericht Marburg erlassen worden. Die Durchsuchungsbeschlüsse richten sich gegen 23 Tatverdächtige im Alter von 18 bis 43 Jahren, die vorwiegend aus dem nordafrikanischen Raum stammen.

Durchsucht wurden insgesamt sechs Objekte im Schwalm-Eder-Kreis, wobei der Schwerpunkt bei der Asylbewerberunterkunft in Schwalmstadt-Treysa lag. Seit Beginn des Jahres gab es im Raum von Schwalmstadt eine deutliche Häufung von Fahrzeug-Aufbrüchen und anderen Diebstählen. Es gab Hinweise, dass sogenannte Beschaffungskriminalität aus dem Drogenmilieu ein Hintergrund ist.

Ermittlungen ergaben, dass Drogen und auch Hehlerware aus der Asylbewerberunterkunft in Treysa heraus verkauft wurden. Bei den Betäubungsmitteln handelt es sich im Wesentlichen um Cannabisprodukte. Aber offenbar wurden auch Heroin, Amphetamine und Kokain gehandelt. Die Kripo in Homberg hatte eigens die Arbeitsgruppe „Atlas“, eingerichtet. Die „AG Atlas“ ermittelte in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Marburg wegen des gewerbs- und bandenmäßigen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, Hehlerei sowie wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Es lagen Hinweise dafür vor, dass Personen in diesem Tatkomplex über scharfe Schusswaffen verfügen sollen. Aufgrund der Ermittlungsergebnisse erließ das Amtsgericht Marburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft die 24 Durchsuchungsbeschlüsse gegen 23 Personen, die die Polizei am Donnerstag vollstreckte. Über das Ergebnis der Polizeiaktion machten Staatsanwaltschaft und Polizei zunächst keine Angaben.

Publiziert in Polizei
Mittwoch, 31 August 2011 19:05

Nach Rauschgift-Deal klicken die Handschellen

MARBURG. Der Deal ging daneben: Kurz, nachdem ein Rauschgifthändler seine "Kunden" bedient hatte, schlug die Polizei zu und nahm drei Männer auf dem Lahnvorland fest.

Dabei handelt es sich um zwei "Kunden" und deren Dealer, der sich offenbar von einer ganz frischen Verurteilung nicht von seinem weiteren gleichen Tun abhalten ließ.

Die Kripo nahm zunächst zwei Männer im Alter von 40 und 44 Jahren fest und stellte jeweils offenbar gerade erworbene geringe Mengen Cannabis sicher. Der Ältere hatte zudem ein Handy dabei, das aus einem Diebstahl aus der Sporthalle einer Marburger Schule im Februar dieses Jahres stammte. Die damalige Täterbeschreibung passt zudem genau auf den 44-Jährigen, so dass er im Verdacht steht, diesen Diebstahl begangen zu haben. Der 40-Jährige besaß eine ihm nicht gehörende EC-Karte, so dass sich auch gegen ihn die Ermittlungen erweiterten.

Bei dem wenig später festgenommenen mutmaßlichen Dealer handelt es sich um einen polizeibekannten 41-jährigen Mann. Die Beamten beschlagnahmten bei ihm mehr als 500 Euro, offenbar Geld aus dem Handel mit Betäubungsmitteln. Bei der Wohnungsdurchsuchung in Lohra fanden sie 50 Gramm Cannabisharz, etwa 80 Gramm Cannabisblüten, diverse LSD-Trips und weitere Beweise, die den Verdacht des Handelns untermauerten.

Der in Lohra wohnende Mann trat bereits einschlägig in Erscheinung. Er war erst einen Tag vor der Festnahme vom Amtsgericht Marburg wegen Handelns mit Cannabis zu einer vierstelligen Geldstrafe verurteilt worden.

Gegen alle drei lagen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen keine ausreichenden Haftgründe vor. (ma/as)

Publiziert in MR Polizei
Montag, 29 August 2011 08:22

Fahrt ohne Lappen, aber mit Drogen

STADTALLENDORF. Ein Drogenvortest verlief bei dem Fahrer eines Kleinkraftrades positiv. Die Beamten kontrollierten den Mann am Donnerstag gegen 21.15 Uhr in der Innenstadt. Der 33-Jährige besitzt zudem keine entsprechende Fahrerlaubnis für den motorisierten Untersatz.

Die Beamten ordneten eine Blutentnahme an. Die Ordnungshüter ermitteln nun wegen Zuwiderhandlungen nach dem Betäubungsmittelgesetz sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis. (js/as)

Publiziert in MR Polizei

FRANKENBERG. Ein einschlägig vorbestrafter Mann aus dem Altkreis Frankenberg ist vom Amtsgericht verurteilt worden. Der 29-Jährige war wegen verschiedener Diebstähle angeklagt. Richterin Andreas Hülshorst verurteilte den nur zum Teil Geständigen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. „Ihre Drogensucht zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben“, sagte Hülshorst. Das wollte der Angeklagte nicht einsehen. Er sei in Therapie, sagt er zu Beginn der dreistündigen Sitzung.

Erst im Laufe der Verhandlung stellte sich heraus, dass der Angeklagte auf Diebestour ging, um seine Drogensucht zu finanzieren. 50 Euro benötigte er täglich für Heroin oder Kokain. Dem Angeklagten wurden unter anderem zwei Ladendiebstähle zur Last gelegt. In Schwalmstadt hatte er aus einem Supermarkt fünf Wodkaflaschen geklaut, aus einem anderen Supermarkt in Frankenberg hatte er Rasierklingen mitgehen lassen. Diese Taten gab der Angeklagte zu.

Knifflig wurde es bei einem Einbruch in zwei Autos in Ernsthausen. Dort soll der Angeklagte die Scheiben zerschlagen haben, das jeweilige Autoradio ausgebaut und an sich genommen haben. „Davon weiß ich nichts“, sagte er. Allerdings fanden sich in einem Auto Blutspuren, diese konnten nach einer DNA-Probe zweifelsfrei dem Angeklagten zugeordnet werden. „Das kann doch auch ein anderer gewesen sein“, meinte der Angeklagte.

Nach dem Diebstahl der Autoradios soll der Angeklagte versucht haben, in der Schule Ernsthausen weiteres Diebesgut zu finden. Bei dem Versuch wurde er aber gestört und ließ die Autoradios an der Schule zurück. An einem anderen Tag soll er in eine Wohnung in Ernsthausen eingebrochen sein und dort eine Digitalkamera und Kleingeld geklaut haben. Die Zeugen bestätigten dies dem Gericht: Die Verlobte des Angeklagten hatte sich der Nachbarin anvertraut.

Der seit 1999 Kriminelle gab nur die Taten zu, bei denen er vor Ort erwischt worden war. Die Staatsanwaltschaft sah strafmildernd nur das Teilgeständnis und die soziale Notlage an. Sie forderte eine Strafe von einem Jahr und sechs Monaten. Dem schlossen sich der Pflichtverteidiger und Richterin Hülshorst an.

Publiziert in Archiv - Sammlung
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