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Samstag, 07 April 2012 13:48

Alkohol, Drogen: Polizei stoppt 29-Jährigen

BAD WILDUNGEN. Ein unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehender Autofahrer ist der Polizei in einer Routinekontrolle ins Netz gegangen. Bei dem 29-Jährigen fanden die Beamten zudem verbotene Amphetamine.

Der Wildunger war am späten Freitagabend auf der Hufelandstraße unterwegs, als er um 23.45 Uhr in eine Kontrolle der Wildunger Polizei geriet. Die Beamten bemerkten bei der Überprüfung des 29-jährigen Golf-Fahrers, dass er augenscheinlich nicht nur unter Alkoholeinfluss, sondern auch unter Einwirkung von Drogen stand. Ein Atemalkoholtest und ein Drogenschnelltest bestätigten den Verdacht. Daraufhin ordneten die Polizisten eine Blutentnahme an und untersagten die Weiterfahrt. Weil der gemessene Alkoholwert im Bereich einer Ordnungswidrigkeit lag, darf der Mann seinen Führerschein zunächst behalten. Er wird jedoch vermutlich schon bald Post von der Führerscheinstelle bekommen, die über eine zeitweise Fahrerlaubnissperre entscheiden wird.

Bei der Durchsuchung des Wagens fanden die Polizisten auch 16,5 Gramm Drogen und stellten diese sicher. Nach Polizeiangaben von Samstag handelte es sich um Amphetamine. Der 29-Jährige handelte sich damit Strafanzeigen ein wegen Fahrens unter Alkohol- und Drogeneinfluss sowie wegen unerlaubten Drogenbesitzes ein.


Bei der Wildunger Polizei hatte es kürzlich erst einen Aktionstag zum Thema Drogen im Straßenverkehr gegeben:
Kontrollen: Berauschte Fahrer im Fokus (28.02.2012, mit Fotos)

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Montag, 02 April 2012 15:47

Flucht durch Gärten: Drogendealer gefasst

KORBACH. Zivilfahndern der Korbacher Kripo ist ein mutmaßlicher Drogenhändler ins Netz gegangen. Der 35-jährige Korbacher hatte drei Heroinbriefchen bei sich, die er auf der Flucht wegwarf. In seiner Wohnung fand ein Spürhund weitere Drogen. Der Mann wurde festgenommen.

Der "alte Bekannte" begegnete den Kripobeamten am Sonntagnachmittag in der Berliner Straße. Der 35-jährige Korbacher war zu Fuß unterwegs. Als er erkannte, dass er von den Beamten kontrolliert werden sollte, gab er sofort Fersengeld und flüchtete durch Vorgärten. Im Laufen warf er ein kleines Tütchen weg. Weit kam der Flüchtende nicht. Die Beamten hatten ihn nach etwa 100 Metern eingeholt, brachten ihn zu Boden und nahmen ihn fest.

Das zuvor weggeworfene Tütchen stellten die Beamten sicher. Darin fanden sich drei Heroinbriefchen mit einem Gesamtgewicht von etwa fünf Gramm. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung setzten die Beamten einen Rauschgiftspürhund ein, der auch fündig wurde. In der Wohnung konnten noch einmal rund 25 Gramm Heroin verpackt in kleine Briefchen sowie weiteres Beweismaterial sichergestellt werden.

Der Beschuldigte schweigt zu den Vorwürfen und lässt sich anwaltlich vertreten. Nach Anschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er am Montagmorgen wieder auf freien Fuß gesetzt. Er muss sich allerdings demnächst wegen verschiedener Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Publiziert in Polizei

BATTENBERG. Ein wegen seiner Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz bei der Polizei bestens bekannter Battenberger ist der Besatzung einer Streife in die Arme gelaufen. Bei der Kontrolle des 43-Jährigen fanden sich 90 Gramm Haschisch.

Laut Polizeibericht von Dienstag war der "alte Bekannte" der Frankenberger Polizei am Montagnachmittag um 15.30 Uhr zu Fuß von Battenfeld in Richtung Battenberg unterwegs. Weil die Beamten um die Verstöße des 43-jährigen Battenbergers in der Vergangenheit wussten, kontrollierten sie ihn - und wurden auch fündig. In seiner Kleidung trug der Mann fast 90 Gramm Haschisch bei sich.

Die Beamten stellten das Haschisch sicher und nahmen den Battenberger fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er allerdings wieder auf freien Fuß gesetzt. Er muss sich demnächst wegen dieses erneuten Verstoßes vor Gericht verantworten.


Erst am Wochenende hatten Frankenberger Polizisten Drogen bei einem Rollerfahren gefunden:
20 Gramm Marihuana bei Kontrolle entdeckt (26.03.2012)

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Montag, 26 März 2012 17:00

20 Gramm Marihuana bei Kontrolle entdeckt

BROMSKIRCHEN. 20 Gramm Marihuana haben Polizisten bei der Kontrolle eines Motorrollerfahrers auf der B 236 zwischen Bromskirchen und Allendorf/Eder sichergestellt. Der 49 Jahre alte Fahrer aus Battenberg stand unter Einfluss berauschender Mittel und war nicht im Besitz eines Führerscheins.

Am Samstagnachmittag kontrollierten Beamte der Polizeistation Frankenberg um 15 Uhr auf der Bundesstraße B 236 zwischen Bromskirchen und Allendorf/Eder einen Rollerfahrer. Schnell stellte sich heraus, dass die Beamten einen guten Riecher bewiesen hatten. Der 49-jährige Rollerfahrer aus Battenberg konnte für seinen Roller nicht die erforderliche Fahrerlaubnis vorweisen. Zudem stand er offensichtlich unter dem Einfluss berauschender Mittel. Bei seiner Durchsuchung stellten die Beamten dann auch zwei Beutel mit insgesamt knapp 20 Gramm Marihuana sicher.

Der Mann musste im Frankenberger Krankenhaus eine Blutentnahme über sich entgehen lassen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Auf ihn kommen nun Verfahren wegen der Verkehrsdelikte und auch wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu.

Publiziert in Polizei
Mittwoch, 14 März 2012 18:36

Bei fünf Fahrern Verdacht auf Drogen

WOLFHAGEN. Bei einer Verkehrskontrolle auf der Bundesstraße B 251 hatten die Polizeibeamten der Fahndungsgruppe der Polizeiautobahnstation Baunatal und ihre Kollegen von der Polizeistation Wolfhagen sowie der Operativen Einheit (OPE) der Polizeidirektion Kassel am Mittwochnachmittag vor allem Drogensünder am Steuer im Visier. Mit sechs Kontrollteams zogen die Ordnungshüter zumeist junge Verkehrsteilnehmer in Höhe Istha aus dem fließenden Verkehr in beide Fahrtrichtungen und überprüften Fahrer und Fahrzeuge, in einigen Verdachtsfällen auch die Beifahrer.

36 Autos wurden in der Zeit von 13 bis 16 Uhr in die Kontrollstelle gewinkt und anschließend insgesamt 47 Personen überprüft. Bei fünf der Autofahrer im Alter von 28 bis 34 Jahren schöpften die Polizisten Verdacht und boten einen nur auf freiwilliger Basis möglichen Drogen-Vortest an. "Da er in allen fünf Fällen positiv anschlug, mussten sich anschließend alle betroffenen Probanden auf der Polizeistation Wolfhagen einer Blutentnahme unterziehen", erklärte Polizeihauptkommissar Jens Gaida von der Fahndungsgruppe der Polizeiautobahnstation.

Mindestens 24 Stunden nicht ans Steuer
Da bei keinem der fünf betroffenen Autofahrer Ausfallerscheinungen festgestellt wurden, konnten sie zunächst ihren Führerschein behalten. Ihnen wurde allerdings untersagt, in den nächsten 24 Stunden ein Kraftfahrzeug zu führen. Außerdem wurde gegen alle Betroffenen ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Führens eines Kraftfahrzeuges unter Einfluss berauschender Mittel eingeleitet. Sieben Beschuldigte müssen zudem mit einem Strafverfahren wegen Drogenbesitzes rechnen. Bei ihnen wurden kleine Mengen Haschisch, Marihuana und Amphetamine aufgefunden und sichergestellt. Bei einem Beifahrer, gegen den die Fahnder Verdacht schöpften, fanden sie 1000 Euro Bargeld. Ersten Ermittlungen zufolge besteht der Verdacht, dass der Mann gerade unterwegs war, um Drogen einzukaufen. Das Geld wurde beschlagnahmt.

Volker Pieper, Dienststellenleiter der Polizeistation Wolfhagen, machte deutlich, dass das Phänomen Drogen im Straßenverkehr längst kein Problem der Städte mehr sei. Wie die Kontrollen zeigten, finden entsprechende Verstöße auch im ländlichen Raum statt. Er machte deutlich, dass es sich keinesfalls um Kavaliersdelikte handele und die Polizei weiterhin entschlossen gegen entsprechende Straftäter vorgehe und die Kontrollen fortsetze.


Die Fahndungsgruppe war Ende Februar auch in Bad Wildungen aktiv:
Kontrollen: Berauschte Fahrer im Fokus (28.02.2012, mit Fotos)

Publiziert in KS Polizei
Dienstag, 28 Februar 2012 14:44

Kontrollen: Berauschte Fahrer im Fokus

BAD WILDUNGEN. Bei Verkehrskontrollen hat die Polizei am Dienstag einen besonderen Blick auf Autofahrer geworfen, die unter Einfluss von Drogen am Steuer sitzen. Gemeinsam mit Kollegen von der Fahndungsgruppe der Autobahnpolizei Baunatal stoppten die Wildunger Ordnungshüter Fahrzeuge und nahmen Fahrer und Fahrzeuge unter die Lupe.

Stichprobenartig hielten die Polizisten am frühen Dienstagnachmittag Autos aus dem fließenden Verkehr zunächst auf der Giflitzer Straße an und führten die Kontrollen direkt vor der Polizeistation durch. Im Verlauf des Nachmittags verlegten die Ermittler nach Mandern, wo sie eine weitere Kontrollstelle auf der Bundesstraße 253 einrichtete. Außerdem hielten die Beamten aus Streifen- und Zivilwagen heraus mehrere Fahrzeuge an.

"Es gibt verschiedene Anzeichen, nach denen wir erkennen können, ob jemand eventuell unter Einfluss von Betäubungsmitteln steht", sagte Polizeihauptkommissar Jens Gaida von der Baunataler Fahndungsgruppe gegenüber 112-magazin.de. So würden je nach Art der konsumierten Droge die Pupillen verlangsamt reagieren oder die Augenlider zucken, die Konsumenten wären besonders ruhig oder im anderen Extrem sehr aufgedreht. Anders als beim Alkohol gebe es bei Drogen aber keine "Fahne".

Würden sich Anzeichen dafür ergeben, dass die kontrollierten Autofahrer Drogen konsumiert hätten, so würden sich Drogenvortest und im Bedarfsfall eine Blutentnahme anschließen, so Gaida. Bei positivem Vortest komme zunächst ein sofort wirksames 24-stündiges Fahrverbot hinzu. Ob der Führerschein entzogen werde, hänge dann vom Ergebnis der Blutuntersuchung ab. In der Regel seien 500 Euro Bußgeld, ein Monat Fahrverbot sowie die Kosten für die Blutuntersuchung fällig, sagte Gaida.

Insgesamt kontrollierten die Beamten bis zum Ende des Aktion gegen 16.15 Uhr 48 Fahrzeuge an und überprüften 57 Personen. Während der gesamten Aktion wurde kein einiziger Autofahrer gestoppt, der unter Drogeneinwirkung stand. "Die Beamten in Wildungen scheinen die Autofahrer im Griff zu haben", lobte Polizeihauptkommissar Gaida seine Kollegen aus der Badestadt.

Den Kontrollen vorausgegangen war eine Schulung der Wildunger Polizeibeamten, die nun besser erkennen können, ob Verkehrsteilnehmer unter Einfluss von Betäubungsmitteln stehen - und die entsprechenden Konsequenzen zu spüren bekommen sollen. An der Aktion am Dienstag beteiligt war auch die Operative Einheit, eine verdeckt arbeitende Gruppe der Kripo.

Publiziert in Polizei
Mittwoch, 22 Februar 2012 14:51

Verkehrskontrolle: Autofahrer unter Drogeneinfluss

NIEDERDIELFEN / SIEGEN. Am Mittwochmorgen kontrollierte die Polizei einen Lkw-Fahrer im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle auf der Siegener Straße in Niederdielfen, Fahrtrichtung Feuersbacher Furt. Da der LKW-Fahrer geweitete Pupillen hatte und Fragen zum Drogenkonsum nur widersprüchlich beantworten konnte, wurde bei ihm ein Drogentest durchgeführt. Dieser verlief positiv. Daraufhin musste der junge Mann mit zur Wache, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Eine Anzeige wegen Fahren unter Dorgenkonsum folgte. 

Ähnlich erging es kurze Zeit später einem 24-jährigen Autofahrer aus dem Kreis Olpe, der am Fischbacherberg ebenfalls im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle angehalten und kontrolliert wurde. Auch bei ihm ergaben sich Anhaltspunkte für einen möglichen Drogenkonsum. Auch für den 24-Jährigen hieß es daher: Mitkommen zur Wache, Blutprobe, Anzeige.

Publiziert in SI Polizei

SIEGEN-WITTGENSTEIN. An Karneval setzten sich auch dieses Jahr in NRW wieder viele Autofahrer ans Steuer, obwohl sie zuvor Alkohol getrunken oder andere Rauschmittel genommen hatten. „Die Polizei kennt kein Pardon für Alkoholsünder. Jeder, der sich alkoholisiert ans Steuer setzt, handelt leichtfertig und verantwortungslos. Er gefährdet sich, vor allem aber andere Verkehrsteilnehmer“, sagte Innenminister Ralf Jäger am Mittwoch in Düsseldorf.

Die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein zieht insgesamt eine positive Bilanz. So wurden von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch über 2000 Fahrzeugführer von der Polizei kontrolliert. Hierbei wurden lediglich drei Fahrzeugführer festgestellt, die zu tief ins Glas geschaut hatten und alkoholisiert gefahren waren.

Leider waren aber auch 19 Personen in ihrem Pkw unterwegs, obwohl sie Drogen oder andere Betäubungsmittel konsumiert hatten. Von einem Pkw-Fahrer wurde der Führerschein einbehalten.

"Erfreulicherweise gab es keine Verkehrsunfälle, die auf Alkohol- oder Drogenkonsum zurückzuführen sind", berichtete Michael Zell von der Pressestelle der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein.

Publiziert in SI Polizei
Mittwoch, 22 Februar 2012 12:14

Drogenhändlerring aufgeflogen - sechs Festnahmen

PADERBORN. Nach fünf Monaten intensiver Ermittlungsarbeit im Drogenkommissariat hat die Polizei fünf Männer und eine Frau festgenommen, die im Verdacht des Drogenhandels stehen. Am Sonntag wurden laut Polizeibericht von Mittwoch gegen alle Tatverdächtigen Haftbefehle erlassen. Die Bande soll allein in den letzten Monaten über 30 Kilogramm Amphetamin und kiloweise Cannabis aus den Niederlanden eingeführt und im Raum Paderborn umgesetzt haben.

Anfang Oktober vergangenen Jahres erhielten die Drogenfahnder der Paderborner Polizei Erkenntnisse über eine unbekannte Bande, die im großen Stil Drogen in den Raum Paderborn schaffen sollte. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Nach ersten Recherchen stellte sich heraus, dass mehrere Personen in dem streng abgeschotteten Dealerring aktiv waren und kiloweise Amphetamine, Cannabis und auch Kokain aus den Niederlanden einführten. Zur weiteren Aufklärung des Drogenhandels wurde die Ermittlungsgruppe "EK Schnee" gegründet. Durch Observationen und verdeckte Ermittlungen konnten die Krimialbeamten nach und nach die Beteiligten identifizieren und auch ihre Einfuhrwege aufdecken. Als Drahtzieher fungierten demnach ein arbeitsloser 34-jähriger Mann und seine berufstätige 27-jährige Lebensgefährtin. Ihre Komplizen waren drei Gelegenheitsjobber im Alter von 27, 28 und 35 Jahren sowie ein 24-jähriger Auszubildender. Bis auf die Frau, so die Erkenntnisse der Ermittler, konsumierten auch die Tatverdächtigen regelmäßig ihre Drogen.

Amphetamine, Marihuana
In unterschiedlicher Beteiligung fuhren die Dealer mit angemieteten Autos nach Holland zu ihrem "Großhändler". In Paderborn wurden die illegal eingeschmuggelten Drogen über ein größeres Verteilernetz an die Konsumenten ausgeliefert. Der hiesige Drogenhandel fand in verschiedenen Wohnungen stand. Als Abnehmer des Amphetamins gelten hauptsächlich Personen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Da die Abnehmer dieser "Partydroge" zusätzlich Marihuana konsumieren, weitete das Dealer-Sextett den Handel aus Cannabisprodukte aus.

Zugriff bei der Rückkehr vor dem Wohnhaus
Als sich eine neue Einfuhrfahrt anbahnte, plante die "EK Schnee" den Zugriff am vergangenen Karnevals-Wochenende und zog weitere Kriminalbeamte sowie die Zivilfahnder der Paderborner Polizei hinzu. Durch Observationen konnte geklärt werden, dass der 34-jährige Bandenkopf und seine Freundin selbst nach Holland fuhren. Das Pärchen brach früh am Samstagmorgen auf und kam am frühen Nachmittag zurück. Verdeckt warteten die Fahnder bereits vor deren Haustür und griffen zu, als die beiden ins Haus gehen wollten. Völlig überrascht ließ sich das Pärchen festnehmen. Im Auto fanden die Ermittler über zwei Kilo Cannabis und ein halbes Kilo einer noch nicht bestimmen Drogensubstanz.

Zeitgleich mit der Festnahme des Pärchens griffen weitere Polizeibeamte auch in den Wohnungen der Komplizen zu. Alle vier Männer konnten widerstandslos festgenommen werden. Im Zuge der Wohnungsdurchsuchungen sicherte die Polizei zahlreiche Beweismittel und stellte Computer sicher. Ihre "Buchführung" hatten die Tatverdächtigen auf PCs gespeichert.

300.000 Euro Umsatz gemacht
Aufgrund des bislang vorliegenden Beweismaterials gehen Staatsanwaltschaft und Polizei davon aus, dass die Bande allein in den letzten Monaten Drogen im Verkaufswert von rund 300.000 Euro umgesetzt hat. Alle Beteiligten pflegten einen luxuriösen Lebenswandel und hatten teure Wohnungseinrichtungen. Die Finanzermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Drei der Tatverdächtigen waren früher bereits mit Drogendelikten in Erscheinung getreten. Zwei davon standen noch unter Bewährung. Die anderen waren bislang nicht polizeilich aufgefallen. Am Sonntag wurden die fünf Männer und die junge Frau dem Haftrichter am Paderborner Amtsgericht vorgeführt. Gegen alle sechs Tatverdächtige wurde Haftbefehl erlassen. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Rund 50 Ermittlungsverfahren richten sich gegen Zwischenhändler und Abnehmer des Drogenrings.

Publiziert in KS Polizei

FRANKENBERG. Ein 25-Jähriger hat mehrfach per Notruf anonym bei der Frankenberger Polizeistation angerufen und die Beamten auf das Übelste beschimpft. Derselbe Mann hatte zuvor - ebenfalls telefonisch, aber mit übertragener Handynummer - eine Ruhestörung angezeigt. Ein Polizist erkannte die Stimme wieder - Zugriff. Dümmer als die Polizei erlaubt...

Zunächst ging - wie so oft - ein Anruf bei der Frankenberger Polizei über eine vermeintliche Ruhestörung ein. Ein 25-Jähriger beklagte sich am Dienstagabend über den Lärm aus einer Nachbarwohnung und forderte die Polizisten auf, der Sache nachzugehen. Ein Routinefall, wie die Beamten nach Auskunft des Dienstgruppenleiters von Mittwochmorgen zunächst vermuteten. Gegen 23.25 Uhr dann wurde aus der Routine-Nachtschicht auf der Frankenberger Wache plötzlich ein interessanter Fall: Insgesamt achtmal rief ein Unbekannter mit unterdrückter Nummer bei der Station an und beschimpfte und beleidigte die Polizisten "mit Worten, die ich nicht wiedergeben möchte", sagte der Dienstgruppenleiter. Der Grund für die Beleidigungen war zunächst unklar.

Durchs offene Fenster weitere Beschimpfungen gehört
Einer der Beamten erkannte die Stimme des Anrufers wieder - und damit zog sich die sprichwörtliche Schlinge um seinen Kopf zu. Eine Streife fuhr zur Anschrift des Mannes, der zuvor die Anzeige wegen des Lärms in der Nachbarschaft erstattet hatte. Just in dem Moment, als die Beamten vor der Wohnung standen, hörten sie durch ein geöffnetes Badezimmerfenster von drinnen Worte, die ihnen bekannt vorkamen - es handelte sich ganz offensichtlich um den Mann, der genau zu dieser Zeit ein weiteres Mal auf der Wache anrief und seine Schimpftiraden absonderte. Wohl noch in dem Glauben, nicht entdeckt worden zu sein...

Diese Gewissheit wich rasch dem blanken Erstaunen, als die Polizisten plötzlich vor dem Mann standen. Er hielt sich mit einer 19-jährigen Besucherin in der Wohnung auf. "Der junge Mann war sehr verblüfft, dass wir ihm so schnell auf die Schliche gekommen sind", sagte der Dienstgruppenleiter weiter. Von der Polizeistation aus rief ein Kollege die Nummer an, die der Anrufer bei der Anzeige wegen Ruhestörung hinterlassen hatte - und siehe da, "das Handy auf dem Wohnzimmertisch klingelte", sagte der Beamte weiter. Damit war der Fall geklärt und der 25-Jährige der Beleidigungen überführt. Das Handy stellte die Polizei sicher.

Handy, Softairwaffe, Drogen und Wasserpfeife sichergestellt
Doch damit nicht genug: Auf der Couch des Frankenbergers lag eine Waffe - sie stellte sich im Nachhinein als Softairpistole heraus, die jedoch einer echten Waffe vom Typ Beretta 92F täuschend ähnlich sah. Die schwarze Waffe stellten die Beamten sicher, ebenfalls die aufgefundenen Drogen und eine Wasserpfeife. Gegen den jungen Mann, der deutlich unter Alkoholeinfluss stand, erging Strafanzeige wegen Beleidigung, Missbrauchs von Notrufeinrichtungen und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der bereits wegen anderer Delikte polizeibekannte Frankenberger muss sich demnächst wegen der neuen Vorwürfe vor Gericht verantworten.

Warum der Anrufer die Polizisten mehrfach beschimpft hatte, fanden die findigen Fahnder ebenfalls heraus: Der 25-Jährige wollte sich offenbar vor seiner Besucherin profilieren, um Eindruck zu schinden. Dieser Schuss ging jedoch voll nach hinten los...

Publiziert in Polizei

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