Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Christoph Gießen

BURGWAD. Vermutlich führte nicht angepasste Geschwindigkeit am frühen Sonntagmorgen zu einem Alleinunfall mit Todesfolge - Ein mit drei Personen besetzter Audi 100 war gegen 1.40 Uhr von Ernsthausen kommend in Richtung Bottendorf unterwegs gewesen und hinter dem Ortsschild, in der Wolkersdorfer Straße, nach rechts von der Fahrbahn abgekommen.

Nach ersten Informationen an der Unfallstelle hatte ein Ersthelfer die Leitstelle Waldeck-Frankenberg über ein in Vollbrand stehendes Auto informiert, eine Person sei im Auto eingeschlossen, eine weitere Person liege auf der Bundesstraße 252 am Ortseingang von Bottendorf. Daraufhin wurde die Freiwillige Feuerwehr Burgwald und der Rettungsdienst alarmiert. Einsatzleiter Francisco Ayora Escandell und weitere 30 Freiwillige der Feuerwehren aus Burgwald, Ernsthausen und Bottendorf waren schnell am Ort des Geschehens und löschten den roten Audi ab. Parallel dazu bauten die Ehrenamtlichen Lichtscheinwerfer auf. Der Rettungshubschrauber Christoph 90 aus Gießen landete 20 Minuten nach der Alarmierung an der Bundesstraße 252.

Eine Person lag im Nahbereich des Fahrzeugs, eine weitere Person lag etwa 20 Meter vom Unfallwagen auf der Fahrbahn, die dritte Person wurde beim Aufprall gegen die Bäume aus dem Auto geschleudert und lag im Böschungshang. Während Rettungsdienste und Notärzte zwei Männer medizinisch versorgten, konnte bei einer männlichen Person (24) nur der Tod festgestellt werden.

Auf Veranlassung der Polizei wurde eine Notfallseelsorgerin und ein Gutachter bestellt. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Wolkerersdorfer Straße für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Auch diese Aufgabe übernahmen die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte. Ein Bild von der Lage machte sich der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den beiden Schwerstverletzten (23 und 22 Jahre) um Bürger aus der Gemeinde Burgwald. Auch der Verstorbene kommt aus der Gemeinde Burgwald. Inzwischen sind die Angehörigen informiert worden - wer das Auto gefahren hat, wird derzeit geprüft. (112-magazin.de)

Publiziert in Polizei

FRANKENBERG. Ein ungeklärter Unfallhergang am Dienstagnachmittag beschäftigt die Beamten der Polizeiwache Frankenberg - eine 75 Jahre alte Frau wurde im Bereich der Berleburger Straße von einem Pkw angefahren, es werden weitere Zeugen des Unfalls gesucht.

Nach Angaben der Polizei befuhr gegen 14.40 Uhr ein 28-jähriger Mann aus Bielefeld mit einem im Landkreis Waldeck-Frankenberg zugelassenen Citroen Berlingo die Berleburger Straße von der Siegener Straße kommend in Richtung Am Grün. Kurz hinter dem Kreuzungsbereich der Berleburger Straße zur Auestraße überquerte die Frankenbergerin die Straße, wobei sie von dem schwarzen Citroen erfasst und zu Boden geschleudert wurde. 

Beim Aufprall auf den Asphalt verletzte sich die 75-Jährige so schwer, dass der eintreffende Notarzt einen Rettungshubschrauber anfordern musste. Mit dem Intensiv-Hubschrauber der Johanniter Unfallhilfe aus Gießen wurde die verletzte Frau in das Uniklinikum Marburg geflogen. Die Unfallstelle war in dem Bereich weiträumig durch Beamte der Polizei abgesperrt worden, um die Rettungsarbeiten nicht zu gefährden. Ein  Sachverständiger wurde zudem mit der Rekonstruktion des Unfalls beauftragt. Den Sachschaden am Citroen schätzt die Polizei auf 1000 Euro.

Unklar ist derzeit, ob die verletzte Frau die Fahrbahn von links nach rechts oder umgekehrt überqueren wollte. Hier werden weitere Zeugen gesucht, die sich unter der Rufnummer 06451/72030 bei der Polizei in Frankenberg melden können.  (112-magazin.de) 

Link: Unfallstandort am 25. August 2020 in Frankenberg.

-Anzeige-




Publiziert in Polizei

ALLENDORF. Bereits vor einigen Tagen kam es an dieser Stelle zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Motorrad, bei dem ein Kradfahrer schwer verletzt wurde.

Heute Nachmittag gegen 15.30 Uhr mussten die Rettungskräfte erneut auf die B236 ausrücken. Zwei Rettungswagen aus Allendorf und Frankenberg, der Röddenauer Notarzt, Rettungshubschrauber „Christoph Gießen“ und die Polizei waren auf die Bundesstraße Richtung Osterfeld geeilt. Ihr Einsatz galt vor allem einem 36-jährigen Hallenberger. Der junge Mann war mit seinem Motorrad unterwegs, das nun am rechten Fahrbahnrand in der Böschung liegt. Die Unfallermittlungen der Polizei bringen einen mehr als tragischen Hergang zu Tage: Der junge Motorradfahrer ist von einem Pkw bei voller Fahr überrollt worden.

Wenige Meter vom Motorrad entfernt kämpfen die Ärzte und Notfallsanitäter um das Leben des Motorradfahrers im Rettungswagen. Zwei weitere Fahrzeuge waren an diesem folgenschweren Unfall beteiligt. Sie stehen weit auseinander. Ein Polizeibeamter erklärt vor Ort: Zwei Pkw und der Motorradfahrer fuhren hintereinander in Richtung Bromskirchen. Die beiden Pkw wollten von der Bundesstraße nach rechts in eine Seitenstraße in Richtung Allendorf abbiegen“. Dies, so der Polizeibeamte weiter, habe der junge Motorradfahrer aus bisher unbekannten Gründen nicht mitbekommen. „Erst im letzten Moment bemerkte der Mann das und wich nach links aus“, schilderte der Beamte weiter. Dabei kam der Motorradfahrer jedoch zu Fall. Besonders dramatisch: Ihm entgegen kam aus Richtung Bromskirchen ein Mazdafahrer mit seiner Familie. Der Autofahrer hatte keine Chance mehr, auszuweichen, oder zu bremsen. Er überrollte den auf der Straße gestürzten Motorradfahrer und kam einige Meter weiter zum Stehen.

Der Motorradfahrer erlitt bei diesem schweren Unfall schwerste Verletzungen. Einige Zeit versorgten die Rettungskräfte den jungen Hallenberger, bis er schließlich mit „Christoph Gießen“, der auf einem angrenzenden Feldweg gelandet war, in die Marburger Uniklinik geflogen wurde.

Das Motorrad wurde bei dem Unfall total beschädigt – die Polizei gab den Schaden an der Maschine mit rund 5000 Euro an. Der Golf, der vor dem Unfall nach rechts in die Seitenstraße abbiegen wollte und direkt vor dem Motorrad fuhr, wurde am hinteren Kotflügel und der Felge leicht beschädigt, die Polizei spricht hier von etwa 500 Euro. Der Golf wurde von einem 20-jährigen Bromskirchener gefahren. Das erste Fahrzeug, was auf die Seitenstraße abbiegen wollte, wurde nicht in den Unfall verwickelt.

Der Mazda des 41-jährigen Mannes aus Langen bei Darmstadt, der dem Motorradfahrer in der Folge nicht mehr ausweichen konnte, wurde ebenfalls schwer beschädigt und war nicht mehr fahrbereit. Die Polizei schätzte den Schaden hier auf rund 5000 Euro.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten war die B 236 im Bereich der Unfallstelle komplett gesperrt. Zahlreiche Verkehrsteilnehmer, die im Stau zum Anhalten gezwungen waren, verfolgten den Einsatz und die Arbeiten der Rettungskräfte von ihren Autos und Motorrädern aus, störten den Einsatzablauf aber nicht. Nach etwa zweieinhalb Stunden war der Einsatz vor Ort abgeschlossen.

In der Uniklinik Marburg und bei den Polizeibeamten im benachbarten Hochsauerlandkreis fing die Arbeit da erst richtig an.

Publiziert in Retter

BAD BERLEBURG. Der Hubschrauberlandeplatz am Bad Berleburger Krankenhaus wird durch die Johanniter Luftrettung auch weiterhin nicht angeflogen. Dazu besteht eine schriftliche Anweisung der Luftaufsicht im Unternehmen. „Wir haben unsere Einschätzung auch den anderen Luftrettungsunternehmen mitgeteilt. Ich weiß nicht, wie die Kollegen der anderen Betreiber es halten, aber wir werden dort nicht mehr anfliegen“, erklärte am Samstag ein Pilot der Johanniter Luftrettung. Zudem werde dies nicht einfacher – denn die Johanniter Luftrettung hat im Spätsommer einen neuen, noch größeren Hubschrauber in ihrer Flotte erhalten, der auch in Bad Berleburg zum Einsatz kommen könnte. „Mit der EC 155 wird es noch windiger und das können wir einfach nicht riskieren“.

Bereits im Sommer hatte der Hubschrauber der Johanniter nicht am Landeplatz anfliegen können, weil Erdhaufen und Baumaterialien zu nah am Landeplatz gelagert worden waren und den Anflug nicht mehr gefahrlos möglich machten. Außerdem lösten sich damals Farbteile der vorgeschriebenen Landeplatzmarkierung und flogen landenden Maschinen teilweise in den Heckrotor. Zwar hatte der damalige Klinikbetreiber Helios damals die Lackierung umgehend ausbessern lassen, mittlerweile zeigen sich aber auch hier erneute Mängel. Der Betreiber der Klinik hat mittlerweile gewechselt und das Haus wird vom Vamed Konzern unterhalten, der damit auch für den Landeplatz zuständig ist.

In der jüngeren Vergangenheit wurden an dem Landeplatz, der sich in einigen hundert Metern Entfernung zum Krankenhaus befindet, zwei Wohnhäuser errichtet, die mit der Bepflanzung oder Bebauung zumindest teilweise gefährlich nahe am Landeplatz liegen.

Die Anwohner, die damals den Bauplatz kauften, haben nach eigenen Angaben vom damaligen Klinikbetreiber Helios jedoch keine Vorgaben zur Beachtung bekommen und diese seien auf Nachfragen auch verneint worden. Auch Nachfragen beim Bauamt hätten keine Auflagen ergeben. Die Bepflanzung und Bebauung ist sogar noch jenseits der Grenze zum Landeplatzgrundstück. Wichtig ist den Anwohnern auch, dass sie die Rettungsflüge nicht stören möchten. Ganz im Gegenteil: "Nach dem Landeabbruch im Sommer haben wir mit dem Baubeauftragten der Klinik gesprochen und auch angeboten, der Klinik entgegenzukommen", erklärt eine Anwohnerin. Gehört haben sie seitdem aber nichts wieder.

Am Sasmtag war dringend der Einsatz eines Rettungshubschraubers erforderlich, um einen Patienten in eine Spezialklinik verlegen zu können. Der Pilot entschied sich, nachdem er auch den ursprünglich als Volleyballfeld genutzten Landesplatz der ehemaligen Herz-Kreislauf-Klinik, die zum selben Klinikkonzern Vamed gehört, nicht anfliegen konnte für eine Landung in einer Wiese direkt an der B 480. „Wir werden den Landeplatz am Krankenhaus in dieser Bebauungssituation nicht mehr anfliegen. Solange nichts passiert, ist alles immer gut. Aber wenn es zu einem Vorfall kommt, stehen wir dann mit großen Problemen da“, bedauerte der Pilot. Die Johanniter Luftrettung fliegt nicht nur mit „Christoph Gießen“ Einsätze in Bad Berleburg. Auch die Maschinen „Christoph Mittelhessen“ aus Reichelsheim, „Akkon Bochum“ aus Marl-Lohmühle, oder „Airrescue Nürburgring“ können in Bad Berleburg zum Einsatz kommen. Auch nachts ist der Einsatz der Hubschrauber aus Gießen und Marl möglich. In diesen Fällen müssen dann Ausweichplätze gefunden werden.

Der Rettungswagen der DRK Rettungswache holte am Samstag die Hubschrauberbesatzung an der Bundesstraße ab, fuhr zum Krankenhaus und übernahm dort nach der Übergabe und Transportvorbereitung den Patienten. Anschließend wurde die Hubschrauberbesatzung mit Patient wieder zum Hubschrauber gefahren und der Patient konnte dann in die Spezialklinik geflogen werden.

Auch am eigentlichen Landeplatz, der sich in unmittelbarer Nähe zur Rettungswache befindet, muss der Rettungswagen diesen Transfer übernehmen. Jedoch sind die Wegstrecken und Zeitverzögerungen dort deutlich kürzer.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation um den Landeplatz weiter entwickelt.

Publiziert in SI Retter
Samstag, 02 November 2019 20:31

Mann von Hirsch überrannt und schwer verletzt

RICHSTEIN. Ein schwerer Jagdunfall ereignete sich am Samstagnachmittag in der Nähe des Forsthaus Hülshof bei Richstein. Dabei wurde ein Mann mit schweren Verletzungen in die Uniklinik Marburg geflogen.

In dem weitläufigen Gebiet zwischen der Gemarkung Harfeld und Sassenhausen hatte am Samstag eine Drückjagd stattgefunden. Dabei war ein Mann, der an der Jagd beteiligt war, von einem Hirsch überrannt und mitgeschleift worden. Dabei erlitt er schwere Verletzungen im Hals- und Gesichtsbereich.

Der Rettungswagen der DRK Rettungswache Womelsdorf und der DRK Notarzt aus Bad Laasphe wurden in das abschüssige Gebiet alarmiert. Ebenfalls wurde die Löschgruppe Richstein in den Einsatz geschickt, da der Mann abseits der Wege in unwegsamem Gelände lag. Nach der Erstversorgung im Wald musste der Verletzte mit Hilfe der Feuerwehr einige hundert Meter aus dem Bestand transportiert werden, um ihm mit dem Rettungswagen zu einer befestigten Straße bringen zu können. Aufgrund der Schwere der Verletzungen forderten die Rettungsteams einen Hubschrauber für den weiteren Transport an. Der Rettungshubschrauber „Christoph Gießen“ von der Johanniter Luftrettung landete wenige Meter weiter oben auf dem Harfeld in einer großen Wiese. Nach der Versorgung vor Ort wurde der Mann in eine Marburger Klinik geflogen. Ob er als Treiber oder Schütze bei der Jagd aktiv war und ob Lebensgefahr besteht, konnte nicht gesagt werden.

Publiziert in SI Retter
Donnerstag, 22 August 2019 23:33

Schwerer Sturz mit Roller - Hubschrauber im Einsatz

BROMSKIRCHEN. Zur falschen Zeit am falschen Ort. So könnte man es nennen, was einem Mann auf seinem Motorroller am Donnerstagnachmittag gegen 16.00 Uhr geschehen ist. Und den Schilderungen der Unfallzeugen nach auch einen ziemlichen Leichtsinn – allerdings von einem anderen Verkehrsteilnehmer.

Der gelbe Motorroller lag noch auf der Bundesstraße, in einem an die Verbindung von Hallenberg nach Bromskirchen angrenzenden Grünstreifen. Sein Fahrer liegt wenige Meter weiter schwer verletzt im Rettungswagen. Die Besatzung des Frankenberger DRK Rettungswagens, sowie der Röddenauer Notarzt versorgen den schwer Verletzten.

Eine Polizeibeamtin vor Ort erklärt, der Mann sei in Richtung Bromskirchen gefahren. An dieser Stelle steigt die B 236 von Hallenberg kommend an. Und macht eine Linkskurve. In dieser Kurve war es geschehen. Die Männer, die an dem Unfall beteiligt waren, stehen noch betroffen an der Straße. Mit ihrem Transporter und dem zugehörigen Anhänger. Mit diesem Gespann hatte kurz zuvor einer der Männer versucht, den Roller zu überholen. Allerdings kam plötzlich Gegenverkehr – mit fatalen Folgen. „Das Gespann ist zu früh wieder eingeschert und der Wagen hat dann den Rollerfahrer zu Fall gebracht“, erklärt die Polizeibeamtin. Und dass gleich ein Hubschrauber kommen solle. Er soll den Rollerfahrer dann in die Marburger Uniklinik fliegen. Schnell, und vor allem schonend.

Ein älterer Mann spricht mich an der Einsatzstelle an. Er ist der Bruder des Verletzten. „Sie wollen mich nicht mehr zu ihm lassen. Das respektiere ich. Man kann die Leute nicht einfach ausschimpfen“, sagt er mir und erzählt, wie schlimm er es findet, dass es Menschen gibt, die den Rettungsdienst oder die Einsatzkräfte bei der Arbeit bedrohen oder beleidigen. „Die sollte man dann alle sofort einsperren“, ist er entschlossen. Ich bin zutiefst beeindruckt, wie nett der alte Herr ist, wie offen er redet, obwohl er eigentlich gerade ganz andere Sorgen hat und obwohl ich eindeutig als Pressefotograf zu erkennen bin. „Das finde ich gut. Den Bericht möchte ich gerne lesen“, verrät mir der Mann. Er hat Angst um seinen Bruder. Das merkt man sofort.

Während unserer Unterhaltung durchdringt das Knattern des anfliegenden Rettungshubschraubers unsere Stimmen. „Christoph Gießen“ dreht eine Runde, das Fahrwerk ist ausgefahren, die Türen gehen auf, damit die Besatzung einen Überblick hat und obwohl es ziemlich steil ist, landet der Pilot seine Maschine punktgenau auf dem geraden Stück eines engen Feldweges. „Was hier jetzt für ein Aufwand betrieben wird. Zum Glück gibt es das alles“, gesteht mir der Bruder des Verunfallten. Fast ein wenig verlegen wirkt er.

Im Rettungswagen erfolgt nun die Übergabe des Patienten an das Hubschrauberteam. Der Verkehr hat sich unterdessen in beide Richtungen weit zurück gestaut. Nach kurzer Zeit setzt sich der Rettungswagen in Bewegung und fährt in Richtung Hubschrauber. Während der Verletzte umgeladen wird, gehe ich außer Sichtweite und treffe auf zwei im Stau stehende Lkw-Fahrer. Rund vierzig Jahre ist der Mann, der neben mir steht, schon am Lkw-Steuer unterwegs. „Das ist schlimm und mir unverständlich. Immer diese Raserei“, ärgert er sich. Als ich ihm erzähle, wie es zu dem Unfall gekommen ist, schluckt der Mann. Dass es sich um einen älteren Herrn auf einem Motorroller handelte, das hätte er nicht gedacht. Und dass er derart unverschuldet in den Unfall geriet, wusste er auch nicht.

Der Bruder des Verletzten kommt wieder dazu. Dass sein Bruder erst vor kurzer Zeit aus dem Krankenhaus entlassen worden sei, nach einer Herzoperation, erzählt er uns. Er hat große Angst um ihn. Ich versichere dem Mann, dass sein Bruder bei den Rettungskräften in den besten Händen ist. Er tut mir richtig Leid. „Ja, dann auf Wiedersehen. Alles Gute“, verabschiedet sich der Mann, als ich in Richtung des startenden Hubschraubers gehe. Das sitzt. Oft schon bin ich an den Einsatzstellen unterschiedlichen Menschen „am Rande“ begegnet. Aber dass ein Angehöriger, der Sorge um seinen Bruder hat, noch so nette Worte findet, das ist mir selten passiert. Ich habe in dem Moment einen Kloß im Hals. Menschlich ist das. Von beiden Seiten.

Für seinen Bruder wird nun alles getan, die Arbeit vor Ort ist super gelaufen. Auch ich wünsche dem Mann alles Gute. Und seinem Bruder. Der nun wieder in der Uniklinik Marburg liegt.

Publiziert in Retter

BAD BERLEBURG. Am Samstagabend wunderten sich die Anwohner des Bad Berleburger Krankenhauses und aus der Nachbarschaft. Gegen 19.30 Uhr war der Rettungswagen der DRK Wache zum Hubschrauberlandeplatz in unmittelbarer Nähe gefahren und hatte dort auf das Eintreffen des Hubschraubers gewartet. Nichts ungewöhnliches, denn in der Regel nehmen die Notfallsanitäter des DRK Rettungsdienstes dort die Besatzung des Hubschraubers samt Material und Trage auf und fahren zum nahe gelegenen Krankenhaus.

Auf der dortigen Intensivstation, dem Herzkatheterlabor, oder der Notaufnahme werden dann dort bereits vorversorgte Notfallpatienten übernommen und an die Überwachungsgeräte des Hubschraubers angeschlossen. Dann erfolgt der Rücktransport per Rettungswagen zum Hubschrauber und die Patienten werden in eine spezielle, für ihr Notfallmuster ausgerichtete Klinik zur Weiterversorgung geflogen. So sollte es auch am Samstagabend sein.

Doch der Hubschrauber „Christoph Gießen“, der von der Uniklinik Gießen aus seine Einsätze fliegt, brach den Landeanflug ab. Nachdem die beiden Piloten – es war bereits die Nachtbesatzung im Dienst – den Landeanflug bereits eingeleitet hatten, erkannten sie gefährliche Hindernisse in unmittelbarer Nähe des Landeplatzes. In direkter Nähe sind Neubaue entstanden, an denen die Bauarbeiten immer noch nicht abgeschlossen sind. Abflussrohre, lose Zaunpfähle, Speisfässer mit Bäumchen, große Erdhaufen und Holzbretter haben die Landung am Samstag verhindert.

Durch den heftigen Wind, den so genannten Downwash, der durch die großen Rotorblätter beim Landeanflug ausgelöst wird, hätten die Gegenstände in die Luft fliegen und den Hauptrotor treffen können. Kleinere Gegenstände hätten von den Triebwerken angesaugt werden, oder in die Scheiben des Hubschraubers einschlagen können. Umherfliegende Teile hätten die Rettungswagenbesatzung, die Hubschraubercrew, Anwohner, oder Passanten dabei verletzten können. Außerdem löste sich beim Anflug die Kunststoffbeklebung des Landeplatzes der vom Krankenhaus unterhalten wird. Der umherfliegende Staub der beiden Erdhaufen stellte zudem eine enorme Sichtbehinderung für die Piloten dar.

Die erfahrenen Hubschrauberpiloten starteten schließlich durch und suchten sich mit „Christoph Gießen“, einem Hubschrauber vom Typ Dauphin, einen anderen geeigneteren Landeplatz. In diesem Fall ein Parkplatz der Firma Ejot In der Herrenwiese. Der Rettungswagen fuhr schließlich dorthin, um die Hubschrauberbesatzung aufzunehmen und brachte den Patienten anschließend zur Firma Ejot, von wo aus der Hubschrauber dann zur Zielklinik startete. Die Piloten der Firma Heliflight, die in Kooperation mit der Johanniter Luftrettung unter anderem den Christoph Gießen betreibt, werden den Landeplatz in Bad Berleburg bis auf weiteres nicht mehr anfliegen. Sie informierten umgehend ihren Sicherheitsbeauftragten der Firma, der nun „alles Weitere veranlassen wird“.

„Entweder wir finden eine Alternative, oder wir können Bad Berleburg nicht mehr anfliegen“, erklärten sie vor Ort.        

Publiziert in SI Retter
Samstag, 23 März 2019 13:59

Nächtlicher Hubschraubereinsatz in Girkhausen

GIRKHAUSEN.

Bereits am Dienstag wurde die Freiwillige Feuerwehr Girkhausen auf den Plan gerufen, um den Sportplatz am Ortsrand am frühen Abend auszuleuchten. Grund: Der Hubschrauber „Christoph Gießen“ der Johanniter Luftrettung war auf dem Weg in das Dörfchen an der Odeborn.

Bereits im Vorfeld waren Rettungswagen und Notarzt der DRK Rettungswache Bad Berleburg zu einem medizinischen Notfall nach Girkhausen alarmiert worden. Der Notarzt und die Notfallsanitäter vor Ort ordneten für den Patienten den schnellen und schonenden Hubschraubertransport an.

Noch während der Versorgung an der Notfallstelle wurde der Hubschrauber alarmiert und machte sich bereits währenddessen auf den Weg nach Girkhausen. Nach der Versorgung vor Ort wurde der Patient mit dem Rettungswagen zum Sportplatz gebracht und währenddessen weiterhin vom Notarzt und dem Rettungsteam betreut.

Den Sportplatz hatten die 12 Feuerwehrkameraden, die von der Löschgruppe Girkhausen angerückt waren, zu dieser Zeit bereits komplett ausgeleuchtet. Neben Stativen mit Flutlichstrahlern kam dazu auch der Lichtmas des Tanklöschfahrzeuges zum Einsatz. Die Kameraden kümmerten sich außerdem darum, dass eine Schranke an der Sportplatzeinfahrt geöffnet wurde und niemand der Einsatzstelle zu nahe kam.

Nach einer kurzen Übergabe wurde der Patient in den Hubschrauber verbracht und zur Uniklinik Marburg geflogen.

Publiziert in SI Retter

WINTERBERG. Ein hohes Einsatzaufkommen gab es an diesem sonnigen Samstag für die Bergwacht, die Feuerwehr, den Rettungsdienst und die Luftrettung rund um Winterberg. Zigtausende Touristen hatten heute erneut den Weg auf die Skipisten gefunden – was nicht ohne Unfälle und medizinische Notfälle blieb.

13 Verletzte auf der Bobbahn - Verunglückter Skifahrer mit Drehleiter gerettet und mit Hubschrauber ins Krankenhaus

Bereits direkt am Morgen wurden Bergwacht und Rettungsdienst an die Bobbahn gerufen: Dort waren 13 Wintertouristen in einer Holzwand eingeschlagen und verletzt worden. Sie alle wurden vor Ort versorgt, teils auf privatem Wege und mit mehreren Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Nur kurze Zeit später gab es erneut Alarm für die ehrenamtlichen Helfer der Bergwacht. Diesmal wurden auch der Löschzug Winterberg und die ADAC Luftrettung aus Siegen zusätzlich zum Rettungsdienst des Hochsauerlandkreises alarmiert: Unterhalb des Slalomhanges an der Talstation unweit der Güninghauser Straße war es auf dem steil abschüssigen Skihang zu einem schweren Unfall gekommen. Ein junger Skifahrer hatte bei der Abfahrt die Kontrolle verloren, war von der Piste gefahren und ist dann in ein mehrere Meter tiefes Erdloch geflogen, wo er schwer verletzt liegen blieb. Für den Rettungsdienst zunächst nur schwer erreichbar und nahezu unmöglich schonend zu retten lag der Skifahrer im Erdkrater.

Hier kam die entscheidende Hilfe von der Feuerwehr: Mittels der Drehleiter gelang es den erfahrenen Rettern, den schwer verletzten Mann nicht nur schnell, sondern auch seinen Verletzungen entsprechend schonend zu retten. Dies alles in enger Zusammenarbeit mit der RTW Besatzung aus Winterberg und den Kameraden der Bergwacht, sowie der Besatzung des inzwischen direkt am Unfallort gelandeten Rettungshubschraubers „Christoph 25“. Gut, dass auch in der Bergwacht und in den Reihen der Feuerwehr Rettungsassistenten vertreten sind, die mit ihrem Wissen die Kollegen von Rettungsdienst und Luftrettung zusätzlich unterstützen konnten.

Nachdem der Patient gerettet worden war, wurde er im RTW für den Flug vorbereitet und dann in eine Siegener Klinik geflogen.

Intensivtransport durch die Luft

Kurze Zeit nach diesen Einsatz wurde am Krankenhaus in Winterberg ein Intensivtransporthubschrauber benötigt, um einen schwer kranken Patienten in eine Spezialklinik zu fliegen. Hier landete der Intensivtransporthubschrauber „Akkon Bochum“ am Krankenhaus und konnte nach wenigen Minuten mit dem dort bereits vorversorgten Patienten starten. „Akkon Bochum“ ist ein Intensivtransporthubschrauber der Johanniter Luftrettung und der Firma Rotorflug, der am Flugplatz Marl stationiert ist und 24 Stunden einsatzbereit ist. Noch während des Startvorganges in Winterberg landet nur wenige Kilometer wieder ein Rettungshubschrauber: Direkt in der Nähe der Bergrettungswache am Bremberg ist es zu einem Freizeitunfall gekommen. Bergwacht und RTW Besatzung haben einen Hubschrauber angefordert und „Christoph 25“ landet direkt auf einem von der Bergwacht eigens eingerichteten Landeplatz neben der Skipiste. Nach der Versorgung vor Ort startet der Hubschrauber mit dem Patienten in eine Klinik.

Noch während dieser Einsatz läuft, schlägt die Brandmeldeanlage eines Erlebnisparks am Waltenberg Alarm und ruft die Feuerwehr Winterberg ein weiteres Mal auf den Plan. Diesmal rücken auch die Kameraden aus Elkeringhausen mit aus. Glücklicherweise entpuppt sich der Alarm schnell als keine Schadenslage.

Notfall in Züschen

Parallel ist ein weiterer Hubschrauber auf dem Weg in den Hochsauerlandkreis: „Christoph Gießen“ von der Johanniter Luftrettung und der Firma Heliflight nimmt Kurs auf Züschen. Dort haben die Besatzungen von RTW und NEF der Wache Winterberg einen Patienten auf einem Campingplatz unterhalb des Skigebietes versorgt und für seinen Transport einen Hubschrauber angefordert. Die Maschine vom Typ Dauphin landet nur Minuten später auf einer Wiese unweit des Züschener Ortsausganges in unmittelbarer Nähe des Notfallortes. Auch hier wird der Patient nach der Versorgung schnellstmöglich in ein Krankenhaus geflogen.

Mein Kollege Ulrich Wahle und ich, die diese Einsätze für unser 112-Magazin dokumentiert haben, sind heute mit vielen verschiedensten Helfern, ehren- und hauptamtlich in Kontakt gekommen. Ausnahmslos an allen Einsatzstellen wurden wir mehr als freundlich empfangen und man freute sich, uns zu sehen. Es gab überall ein Lächeln, ein Winken, ein freundliches „Hallo“, oder mit den Piloten oder den Rettungsdienstlern oder Feuerwehrleuten nach der getanen Arbeit eine kurze, freundlich Unterhaltung. Das ist keineswegs selbstverständlich, und hat uns sehr gefreut. An dieser Stelle ist es einmal mehr Zeit, ein herzliches „Danke“ auch mal öffentlich zu sagen. Für das immer freundliche Miteinander, aber natürlich vor allem für die geleistete Arbeit der Retter an den unterschiedlichen Orten.

Privatsphäre wahren - Dankeschön an die Helfer

Auch, wenn für Uli und mich der heutige Tag als bekennende Hubschrauberfans fotografisch sehr, sehr erfolgreich war, dürfen wir dennoch niemals vergessen, dass, auch wenn wir unsere Arbeit sehr gerne machen, immer ein menschliches Schicksal damit verbunden ist. Es darf nie aus den Augen verloren werden, dass bei diesen Einsätzen ein Mensch in höchste Not geraten ist. Es hat oberste Priorität, die Privatsphäre der betroffenen Personen zu wahren. Es gehört zum guten Ton, beim Umladen von Patienten in den Hubschrauber wegzugehen, oder sich umzudrehen, falls das nicht anders möglich ist. Dies darf niemals vergessen werden. Heute konnten wir bei dem einen oder anderen Einsatz den Kollegen von Rettungsdienst und Luftrettung sogar zur Hand gehen, wenn es darum ging, den Patienten umzulagern, oder die Hubschraubertrage in unwegsames Gelände zu bringen. Dann bleibt die Kamera liegen.

Deshalb an dieser Stelle auch von uns allen Patienten, die heute Hilfe benötigten, eine baldige gute und komplette Genesung. Wir sind uns sicher, dass die Retter vor Ort auch heute wieder ein glückliches Händchen hatten, die ihnen anvertrauten Patienten optimal zu versorgen und blicken voller Anerkennung auf Bergwachtler, Feuerwehrleute, Hubschrauberpiloten, Rettungsassistenten und Notärzte. Richtig Klasse, was Ihr heute da draußen geleistet habt. Toll dass es Euch gibt und ein großes Dankeschön!

Publiziert in HSK Retter

Elkeringhausen. Schwere Verletzungen erlitten zwei Fahrradfahrer aus den Niederlanden bei einem schweren Sturz am frühen Samstagnachmittag.

Ein 63-jähriger Mann war gemeinsam mit einer 59-jährigen Frau auf der stark abschüssigen K 50 zwischen Winterberg und Elkeringhausen unterwegs. Im Bereich einer leichten Linkskurve schaute sich der hinten fahrende Radfahrer laut Polizeibericht leicht um und verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrrad. Er kollidierte daraufhin mit dem Fahrrad der 59-jährigen Frau, die vor ihm fuhr. Beide Radfahrer stürzten auf den Asphalt. Besonders schwerwiegend: Beide Unfallopfer trugen keinen Fahrradhalm.

Die beiden Schwerverletzten wurden vor Ort von zwei Rettungswagenbesatzungen des Hochsauerlandkreises und dem Team des Winterberger Notarzteinsatzfahrzeuges versorgt.

Aufgrund der Schwere der Verletzungen forderten die Rettungsteams für beide Verletzten jeweils einen Rettungshubschrauber an. Die Hubschrauber „Christoph 25“ von der ADAC Luftrettung aus Siegen und „Christoph Gießen“ von der Johanniter Luftrettung landeten auf einer großen Wiese am Ortsrand von Elkeringhausen, da die eigentliche Unfallstelle unter Bäumen lag. Nach kurzer Übergabezeit starteten beide Hubschrauber nach Auskunft vor Ort in das Siegener Jung-Stilling-Krankenhaus.

Die K 50 wurde während der Rettungsarbeiten und der Spurensicherung durch die Polizei für rund 90 Minuten gesperrt. Der Verkehr staute sich in beide Richtungen mehrere hundert Meter weit zurück.    

 


  

Publiziert in HSK Retter
Seite 1 von 5

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige