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Donnerstag, 31 Januar 2019 12:49

Neue Köpfe bei der Adorfer Feuerwehr

ADORF. Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Adorf standen nach fünf Jahren wieder Wahlen auf der Tagesordnung. Hierbei gab es einige Änderungen in Vorstand und Wehrführung. Zunächst begann die Versammlung jedoch mit einem gemeinsamen Essen im Feuerwehrhaus in Adorf.

In dessen Anschluss begrüßte Vorsitzender Reiner König dann über 65 Kameraden aus den unterschiedlichen Abteilungen und diverse Gäste wie zum Beispiel Pfarrer Sascha Biehn-Tirre, Ortsvorsteher Bernd Becker, Jürgen Küthe vom Gemeindevorstand und die beiden Gemeindebrandinspektoren Karl-Wilhelm Römer und Torsten Behle. Er verlas die umfangreiche und interessante Tagesordnung und bat darum, die Wahlen für Verein und Einsatzabteilung zusammen wählen zu können.

Nachdem dies bejaht wurde, folgte der Jahresbericht der Einsatzabteilung. Diesen gab Wehrführer Michael Steinhardt ab, der mit einer Präsentation und Bildern den Rückblick etwas auflockerte. Insgesamt rückten die 49 aktiven Kameraden zu 59 Einsätzen im Jahr 2018 aus. Hierbei leisteten sie über 3.000 Stunden Dienst für die Allgemeinheit. Auch das ein oder andere Highlight rief Steinhardt in Erinnerung, wie etwa den Feuerwehrlauf in Hemfurth am Edersee, wo die Feuerwehr Adorf den Sieger im Einzel und die Mannschaft mit den meisten Teilnehmern stellte.

Im Jahresbericht der Jugendfeuerwehr stellte Svenja Scheele mit ihren Stellvertretern David Brüne und Benedikt Beyers ihre Arbeit vor. Sie unternahmen viele Aktionen mit den Jugendlichen, arbeiten aber aufgrund der geringen Mitgliederzahl von nur vier Jugendlichen mit der Feuerwehr Vasbeck zusammen. Besonders begeisterten sie der Besuch des Zeltlagers und eine Aktion zur Unterstützung der Pfotenhilfe Sauerland in Brilon.

Gina Zekovic gab als Vertreterin der Kinderfeuerwehr Diemelsee ihren Bericht von der Diemelseer Versammlung auch noch einmal in Adorf ab, da die Gruppe teilweise am Adorfer Stützpunkt zusammenkommt. Rolf Behle berichtete von den Aktivitäten der Ehren- und Altersabteilung. Sie beschäftigten sich im abgelaufenen Jahr mit der Pflege des alten Schlauchwagens SW2000 und um die Instandhaltung des Tretbeckens. Hierzu planen sie am 26. Mai ein Fest am Tretbecken auszurichten, da das letzte mehrere Jahre zurückliegt.

Im Abschnitt des Feuerwehrvereins gab Reiner König die Aktivitäten aus 2018 bekannt, wie Maiwanderung und Kartoffelbraten, aber auch die Verpflegung von Lehrgängen und die Bewirtung beim Frühjahrskonzert und des Tags der offenen Tür bei der Firma Janson.

Den Bericht des Spielmanns- und Musikzuges gab Alexander Hennecke, er bat traditionell um Unterstützung der Feuerwehr beim Frühjahrskonzert am 13. April. Diesem Wunsch wurde vom Vorstand gern entsprochen. Nach dem Kassenbericht von Andreas Figge wurde dem gesamten Vorstand Entlastung erteilt. Nun folgten die Wahlen, deren Leitung Jürgen Küthe und Karl-Wilhelm Römer innehatten. Zum Wehrführer wurde Michael Steinhardt wiedergewählt, als neue Stellvertreter konnten René Kratzenberg und Jens Figge die Stimmen der Versammlung bekommen. Sie lösen Manuel Wilke und Patrick Demmer ab, die nicht mehr zur Wahl standen.

Die Jugendfeuerwehr führen weiterhin Svenja Scheele und David Brüne, Benedikt Beyers trat von seinem Amt zurück. Ihn ersetzt nun Niclas Engelhard. Der langjährige Gerätewart Bernd Jakob wurde ebenfalls wieder gewählt, er führt das Amt zusammen mit Marek Werner in den nächsten fünf Jahren. Kai Figge wechselt in den Posten des Gerätewarts Atemschutz.

Nach 25 Jahren Tätigkeit im Vorstand, davon 10 Jahre als Vorsitzender, kandidierte Reiner König nicht mehr. Ihm folgte sein Stellvertreter Christian Pohlmann nach. Neuer 2. Vorsitzender wurde Benedikt Beyers. Weiterhin als Rechnungsführer ist Andreas Figge tätig, sein Stellvertreter Bernd Scheele stand jedoch nicht mehr zur Wahl, ihm folgte Bernd Becker im Amt. Die Positionen der Schriftführer bleiben weiterhin wie in den vergangenen fünf Jahren. Die ehemaligen Wehrführer und Vorstandsmitglieder erhielten für Arbeit Präsente.

Besonders Reiner König freute sich über einen Gutschein für ein persönliches Konzert vom Spielmanns- und Musikzugs Adorf. Die Grußworte der Gäste leitete Karl-Wilhelm Römer ein, er sprach noch einmal über die anstehenden Beschaffungen und das geplante neue Fahrzeugkonzept für Diemelsee. Als Vertreter des Gemeindevorstands und des Gemeindeparlaments aber auch in Vertretung des Bürgermeisters Becker, sagte Jürgen Küthe die Unterstützung dieser Gremien zu und dankte für die Arbeit der Feuerwehr. Bernd Becker als Ortsvorsteher dankte im Namen der Bewohner Adorfs für den unermüdlichen Einsatz für die Bevölkerung. Den Abschluss machte Pfarrer Sascha Biehn-Tirre, der besonders die Unterstützung im Bereich Notfallseelsorge hervorhob und dort bei jedem möglichen Bedarf anbot die Hilfe anzunehmen.

Die Versammlung endete mit Ehrungen und Beförderungen der Feuerwehrkameraden.

Befördert wurden

  • Bernd Becker - Oberfeuerwehrmann
  • Michael König - Feuerwehrmann
  • Friedhelm Figge - Ehren- und Altersabteilung
  • Heinz Figge - Ehren- und Altersabteilung

Geehrt wurden

  • Friedrich Fieseler - Ehrennadel in Gold für 50 Jahre
  • Fritz Pohlmann - Ehrennadel in Gold für 50 Jahre
  • Fritz Steinhardt - Ehrennadel in Gold für 50 Jahre
  • Manuel Wilke - Floriansmedaille in Bronze
  • Patrick Demmer - Floriansmedaille in Bronze
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DIEMELSEE. Die Feuerwehr Diemelsee ließ bei ihrer Jahreshauptversammlung am Freitag das Jahr 2018 etwas Revue passieren und schaut erwartungsvoll in die Zukunft. 

Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Diemelsee fand diesmal am Freitag, den 4. Januar im Dorfgemeinschaftshaus Rhenegge statt, geführt von Gemeindebrandinspektor Karl-Wilhelm Römer. Zusammen blickte er mit seinen Stellvertretern Torsten Behle und Uwe Becker auf das Jahr 2018 zurück. Zu Beginn gab er jedoch einen Ausblick zu Investitionen an Feuerwehrhäusern und dem Fahrzeugkonzept 2020. Ein Bewilligungsbescheid für ein LF 10 Kats Hessen für den Standort Vasbeck liegt vor und er rechnet in der ersten Hälfte 2020 mit der Übergabe. Das dortige TSF-W bekommt im Zuge eines Ringtausches einen neuen Standort. Ein Zuwendungsantrag für ein Fahrgestell aus Landesmitteln für Deisfeld wurde gestellt, eine Bewilligung ist in 2019 zu erwarten.

Weiter ist geplant, das LF16/12 in Adorf durch ein HLF 20 zu ersetzen und das LF 16/12 nach Ottlar umzusetzen. Das TSF-W Ottlar bekommt im Zuge dieses Ringtausches einen neuen Standort, für das HLF20 ist mit einer Bewilligung in 2019 zu rechnen. Auch in 2018 konnte ein neues TSF-W am Standort Heringhausen in Dienst gestellt werden, die offizielle Übergabe ist am 16. März 2019 geplant.

Hinzukommend konnte der Anbau am Feuerwehrhaus in Deisfeld eingeweiht werden. Hier wurde mit einer großen Eigenleistung ein tolles Ergebnis vollbracht. Die gute Ausstattung an Fahrzeugen und Feuerwehrhäusern bestätigte auch der Prüfdienst des Landes Hessen, der in seiner Prüfung sehr gute Noten für Diemelsee ausstellte.  

Einsatzkräfte leisten Hilfe bei 81 Einsätzen

Die Feuerwehr Diemelsee besteht derzeit aus 323 Einsatzkräften in 12 Einsatzabteilungen mit 17 Einsatzfahrzeugen und einem Feuerwehrboot. Insgesamt rückten die Wehren in Diemelsee zu 81 Einsätzen aus, wovon es sich bei 27 Einsätzen um Umwelteinsätze handelte, die besonders durch Sturmtief Friederike zu verzeichnen waren. Zu Brandeinsätzen rückten die Freiwilligen insgesamt 16 mal aus.  

Der Ausbildungsstand und die Teilnahme an Lehrgängen war im vergangenen Jahr ebenfalls sehr gut. Die Teilnahme hat sich gesteigert, was in den Lehrgängen deutlich wurde. In 77 Lehrgängen wurden Kameraden ausgebildet. Somit ist im vergangen Jahr ein Zuwachs von acht Lehrgangsteilnahmen im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Diese wurden auf Kreisebene, an den hessischen Landesfeuerwehrschulen Kassel und Marburg-Cappel und auf dem ADAC Fahrsicherheitszentrum in Gründau besucht.

Neben den Standortausbildungen gab es auch in 2018 wieder einige Übungen, an denen mehrere Wehren teilnahmen, was die Zusammenarbeit stärkte. Aufgrund der Trockenheit mussten jedoch einige Übungen verlegt oder ohne Wasser durchgeführt werden. Der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Torsten Behle hob besonders hervor, dass 17 Kameraden den Grundlehrgang bestanden haben.  

Um Nachwuchs muss weiter intensiv geworben werden

In Diemelsee gibt es zwei Kinderfeuerwehren. In Adorf engagieren sich die Blaulichter mit derzeit zehn Kindern und in Flechtdorf die Feuermäuse mit derzeit neun Kindern. Im Laufe des Jahres haben die Kinder u.a. das Tatzen-Abzeichen und das Pflasterdiplom absolviert. Um das Pflasterdiplom zu erhalten, mussten sie zum Beispiel die 112 wählen, ihren Namen und ihre Anschrift durchgeben, jemanden in die stabile Seitenlage legen und ein Pflaster aufkleben. Insgesamt engagieren sich 63 Jugendliche in sieben Jugendfeuerwehren, was eine weitere Reduzierung zum Vorjahr zeigt, Nachwuchssorgen wurden von allen Wehren bejaht. Neben diversen Aktionen und Teilnahmen an Wettkämpfen, wurde auch in Zusammenarbeit mit der Mittelpunktschule Adorf ein Aktionstag durchgeführt, bei dem Mitgliederwerbung betrieben wurde, um die Stützen der zukünftigen Einsatzabteilung weiter aufzubauen.  

Der Vorsitzende des Spielmanns- und Musikzuges, Alexander Henneke, berichtete zudem von 71 musikalischen Veranstaltungen, unter anderem Frühschoppenunterhaltung, aber auch von Konzerten und Zapfenstreichen. Er hob hervor, dass es heutzutage neben Applaus auch ein noch größeres Lob gibt, nämlich dass alle Zuschauer das Handy zücken und die Veranstaltung filmen. Über diese Anerkennung freuen sie sich und er forderte auf, in Zukunft gerne mal einen Auftritt zu filmen und dies bei Feuerwehreinsätzen dafür zu unterlassen.  

Willi Emde berichtete, dass die Ehren- und Altersabteilung auch in 2018 wieder sehr aktiv war. Neben des Besuchs bei der Partnergemeinde Geschwenda fand wieder eine obligatorische Betriebsbesichtigung statt, außerdem ging es auf der Tagesfahrt diesmal nach Hameln. In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Volker Becker die Arbeit der Feuerwehr und bedankte sich auch im Namen der Bürgerinnen und Bürger, dass sich jeder neben Familie, Freunden, Freizeit und Job für die Feuerwehr nach seinen Bedürfnissen engagiert, im Einsatzfall aber der Verpflichtung umgehend nachkomme. Die Feuerwehr wäre als zuverlässiger Retter in den Köpfen der Bevölkerung verankert. Die Gemeinde Diemelsee bemühe sich, im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten die notwendige technische Ausrüstung und Fahrzeuge, aber auch die richtig ausgestatteten Feuerwehrhäuser zur Verfügung zu stellen.

Hannelore Behle von der Gemeindevertretung überbrachte den Dank der Bevölkerung an die gut ausgebildete Feuerwehr. Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick hatte in seiner weiteren Position als Verbandsvorsitzender Grüße und Dank an der Teilnahme an den Terminen im abgelaufenen Jahr ausgesprochen. Außerdem berichtete er über Veranstaltungen und Termine im Jahr 2019. Als Kreisbrandinspektor berichtete er über die mobile Brandsimulationsanlage, die in 2020 wieder im Landkreis ist. Außerdem sprach er über Neuigkeiten zu Bauordnungen, dem weiteren Ausbau des Digitalfunks und über das erweiterte Lehrangebot an der Hessischen Landesfeuerwehrschule. Das Grußwort der Notfallseelsorge überbrachte Jörg Schulze. Er sagte, sie unterstützen gerne, aber man treffe sich lieber nicht in Einsätzen, sondern bei anderen Veranstaltungen.

Darüber hinaus wurden 14 Mitarbeiter der Feuerwehr befördert, sowie einige Ehrungen verliehen. 

Beförderungen:

  • Bangert Ingo, Heringhausen: Hauptlöschmeister - Brandmeister
  • Gottschalk Daniel, Ottlar: Hauptlöschmeister - Brandmeister
  • Henning Steven, Vasbeck: Löschmeister - Oberlöschmeister
  • Janka Marcel, Vasbeck: Löschmeister - Oberlöschmeister
  • Kern Ann Christin, Giebringhausen: Oberlöschmeister - Hauptlöschmeister
  • Köster Jörg, Deisfeld: Hauptlöschmeister - Brandmeister
  • Kratzenberg René, Adorf: Brandmeister - Oberbrandmeister
  • Lages Manuel. Giebringhausen: Hauptfeuerwehrmann - Löschmeister
  • Neumann Andreas, Vasbeck: Oberlöschmeister - Hauptlöschmeister
  • Paul Holger, Vasbeck: Brandmeister - Oberbrandmeister
  • Schäfer Dirk, Schweinsbühl: Hauptlöschmeister - Brandmeister
  • Schäfer Michelle, Schweinsbühl: Hauptfeuerwehrfrau - Löschmeisterin
  • Steinhardt Michael, Adorf: Brandmeister - Oberbrandmeister
  • Wagner Peter, Deisfeld: Löschmeister - Oberlöschmeister


Ehrungen:

  • Verleihung der Floriansmedaille in Bronze am Bande: Jörg Köster, Deisfeld, sowie die drei Gemeindebrandinspektoren Karl-Wilhelm Römer, Torsten Behle und Uwe Becker.
  • Verleihung des goldenen Brandschutzehrenzeichens für 40 Jahre: Friedrich Gottschalk, Ottlar; Rainer Rostin, Heringhausen; Heinrich Zölzer, Schweinsbühl; Holger Paul, Vasbeck; Andreas Werner, Adorf; Horst Wilke, Benkhausen; Christian Schmidt, Flechtdorf
  • Verleihung des silbernen Brandschutzehrenzeichens für 25 Jahre: Bernd Achenbach, Benkhausen; Holger Köster, Deisfeld; Daniel Fischer, Vasbeck; Bernd Jakob, Adorf; Carsten Trachte, Deisfeld 


Verleihung der Annerkennungsprämie für aktive Dienstzeit:

  • 10 Jahre: Sven Achenbach, Benkhausen; Carolin Amler, Heringhausen; Axel Bangert, Wirmighausen; Patrick Demmer, Adorf; Mike Fieseler, Heringhausen; Heiko Ninnemann, Wirmighausen; Svenja Scheele, Adorf; Matthias Radtke, Stormbruch; Rene Kratzenberg, Adorf
  • 20 Jahre: Frank Bemmann, Deisfeld; Michael Fischer, Vasbeck; Sebastian Friedrich, Strombruch; Matthias Hillebrand, Heringhausen; Roger Hillebrand, Heringhausen; Peter Wagner, Deisfeld
  • 30 Jahre: Rainer Fischer, Heringhausen; Reiner König, Adorf; Karl-Wilhelm Römer, Schweinsbühl 
  • 40 Jahre: Friedrich Gottschalk, Ottlar; Rainer Rostin, Heringhausen; Horst Wilke, Benkhausen

(Feuerwehr Diemelsee)

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UNGLINGHAUSEN. Die Löschgruppe Unglinghausen der Freiwilligen Feuerwehr Netphen feierte am Wochenende ihr 75-jähriges Jubiläum.
 
Doch bevor die Wehrleute so richtig feiern konnten, mussten sie noch einmal so richtig hart arbeiten. Denn das Feuerwehrjubiläum begann mit zwei Großübungen im Ober- und Unterdorf. An diesen Einsatzübungen waren neben der Jubiläumslöschgruppe auch die benachbarten Feuerwehr-Einheiten aus Kredenbach, Herzhausen, Dreis-Tiefenbach und Netphen beteiligt.

Die Alarmierung zum ersten Übungsszenario begann um punkt 18 Uhr. Angenommen wurde, dass sich an der Kreuzung Zur Waldesstille / Ecke Am Berg ein Verkehrsunfall ereignet hatte. Ein Traktorfahrer hatte hier die Vorfahrt eines Pkw missachtet und kollidierte mit diesem. Da der Pkw durch den Unfall so stark beschädigt war, wurden die beiden Fahrzeuginsassen in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Weiterhin riss eine Kraftstoffleitung ab und der Kraftstoff entzündete sich am heißen Auspuff, so dass es zu einem Brand im Motorraum des verunfallten Pkw kam. Die Feuerwehr aus Unglinghausen übernahm hierbei die Brandbekämpfung des brennenden Pkw. Unterstützt wurden sie durch den Löschzug Dreis-Tiefenbach, der die eingeklemmten Personen mit hydraulischem Rettungsgerät befreite.

Um 19 Uhr startete dann die zweite Jubiläumsübung, diesmal im Unterdorf. Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen an der Hüttentaler Straße war nach Reparaturarbeiten in einer Scheune ein Brand ausgebrochen. Hierbei wurden der Bauer und sein Sohn vermisst. Augenzeugen berichteten der Feuerwehr bei ihrem Eintreffen, dass der Bauer mit dem bestücken der Heizung beschäftig war. Als er den Brand bemerkte, stürzte er in einen Einfüllstutzen. Der Sohn wurde zuletzt in der brennenden Scheune gesehen. Unter schwerem Atemschutz gingen die Wehrleute zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Beteiligt waren hier die Einheiten aus Unglinghausen, Herzhausen, Netphen, Dreis-Tiefenbach und Kredenbach.

Nachdem der Brand gelöscht worden war, legten die Unglinghäuser Feuerwehrleute ihre Einsatzkleidung ab und warfen sich in Schale. Denn im Festzelt an der Bürgerbegegnungsstädte startete um 20.30 Uhr der Festkommers zum 75-jährigen Jubiläum.

Löschgruppenführer Joachim Vitt eröffnete die Feierlichkeit und erläuterte in wenigen Sätzen die Geschichte der Löschgruppe. Er ließ die letzten 75 Jahre noch einmal Revue passieren und weckte da bei mach einem Kameraden alte Erinnerungen.

Im Anschluss gab es ein Grußwort durch Netphen Bürgermeister Paul Wagener, gefolgt von Kreisbrandmeister Bernd Schneider, der das Thema Jugendfeuerwehr und somit die Nachwuchsförderung ausführlich erläuterte.
 
Selbstverständlich hatte der Kreisbrandmeister auch noch ein Geschenk mitgebracht. Er konnte Löschgruppenführer Joachim Vitt zum einen die Ehrenurkunde des Landes Nordrhein-Westfalen überreichen und zum anderen eine Holz-Wetterstation des Kreisfeuerwehrverbandes.

Nach zwei Liedvorträgen des Gesangverein Viktoria Unglinghausen, sprach der Leiter der Feuerwehr Netphen Karl-Heinz Born mit einem Grußwort zu seinen Feuerwehrkamerainnen und -Kameraden. Er erläuterte, dass man im Jahre 1994 einmal über die Auflösung der Löschgruppe nachdachte. Dank einer guten Mitgliedergewinnung konnte die Löschgruppe jedoch aufrecht erhalten werden.

Nach dem Grußwort des Leiters der Feuerwehr wurden die beiden Kameradinnen der Einheit, Damaris Klein und Annika Otto zu Feuerwehrfrauen ernannt. Damaris Klein und Annika Otto sind vor etwa einem Jahr als Quereinsteiger in die Feuerwehr eingetreten.

Zu guter Letzt gab es noch ein Grußwort durch die Ortsbürgermeisterin von Unglinghausen Elke Bruch, bevor die Kameradinnen und Kameraden sich dann zum Zapfenstreich in der Dorfstraße aufstellten. Unter musikalischer Begleitung des Spielmannszuges Wahlbach und des Musikzuges Netphen marschierten die Feuerwehrleute zurück zum Festzelt, wo es dann mit einem Umtrunk und einem gemütlichen Beisammensein weiter ging.

Der Samstag startete um 14 Uhr mit einem Lebend-Kicker Turnier und einem bunten Kinderprogramm. Am Abend ließen die Unglinghäuser ihr Feuerwehrfest dann mit einem Tanzabend im Festzelt langsam ausklingen.

Publiziert in SI Feuerwehr

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