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ERNDTEBRÜCK. Am Freitagabend kam es in Erndtebrück zu einem Großeinsatz für die Feuerwehr, den Rettungsdienst und die Polizei. Um kurz nach 19 Uhr wurden die Kräfte zu einem Kellerbrand in die Siegener Straße gerufen. Dort hatte es nach Auskunft der Polizei ein offenes Feuer im Keller eines Mehrfamilienwohnhauses gegeben. Laut Polizei waren zwölf Bewohner für das Haus gemeldet, von denen sich auch elf im Gebäude befanden. Glücklicherweise konnten sie sich alle selbst in Sicherheit bringen, und wurden nicht verletzt. Der Leiter der Erndtebrücker Feuerwehr, Karl Friedrich Müller, berichtete, dass alle Betroffenen bei Bekannten unterkommen können, und die Feuerwehr keine weiteren Maßnahmen treffen musste.

Unter schwerem Atemschutz konnten die Kameraden die Flammen schnell ablöschen, und befreiten das Haus mit einem Lüfter vom Brandrauch. Dennoch ist das Haus zunächst unbewohnbar geworden. Vor Ort im Einsatz waren 66 Feuerwehrleute aus Erndtebrück, Schameder, Birkefehl, sowie Birkelbach. Für die Atemschutzgeräteträger wurde vom Birkelbacher Dekontaminationsfahrzeug ein Zelt vor der Einkaufszeile aufgebaut. Außerdem waren alle verfügbaren Fahrzeuge und Besatzungen der DRK Rettungswache Womelsdorf vor Ort im Einsatz, mussten aber glücklicherweise nicht tätig werden. Auch vor Ort war die Polizei aus Bad Berleburg, die die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen hat. Möglicherweise haben Arbeiten an der Heizung zu dem Brand geführt. Zu weiteren Ermittlungen wurde die Kripo zusätlich eingeschaltet. Zur genauen Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden. Die Siegener Straße (B62) blieb während des Brandeinsatzes zwischen dem Kreisverkehr und den Eisenwerken voll gesperrt.

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GEMÜNDEN. Zu einem Großeinsatz rückten die Wehren Gemünden, Sehlen, Grüsen, Lehnhausen, Schiffelbach, Haina, Halgehausen und Frankenberg am Freitag aus.

Um 15.06 Uhr alarmierte die Leitstelle Waldeck-Frankenberg in die Burgstraße unter dem Alarmkürzel "F2, Brand Wohnhaus". Ebenfalls auf den Plan gerufen wurden ein RTW und ein Funkwagen der Polizeistation Frankenberg, auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor war vor Ort. 

Bei Eintreffen von Stadtbrandinspektor und Einsatzleiter André Walter stand das Wohnhaus in Vollbrand, weshalb eine Alarmstufenerhöhung auf "F3" veranlasst wurde. Umgehend wurden insgesamt drei Riegelstellungen zu benachbarten Gebäuden errichtet und ein Außenangriff eingeleitet, da zu Anfang, aufgrund der massiven Brandentwicklung, kein Innenangriff möglich war. Durch den Einsatz der Drehleiter aus Frankenberg wurde ein darauffolgender Löschangriff im Dachgeschoss realisierbar. 

Eine Person, die sich zuvor noch im Wohnhaus befand, konnte sich rechtzeitig und unverletzt ins Freie begeben; ein Hund hingegen verendete in den Räumlichkeiten. Nach ca. einer Stunde, nachdem selbst die Dachhaut vom Feuer durchbrochen war, konnten die ersten Trupps unter Atemschutz zum Innenangriff vorgehen. Brandherde und Glutnester wurden mittels C-Hohlstrahlrohr und unter Beigabe von Netzmittel abgelöscht. Zur Kontrolle führten die Trupps Wärmebildkameras mit.

Die Wasserversorgung für die Löschangriffe und die Riegelstellungen wurden durch das Wassernetz und den Löschteich in Herbelhausen sichergestellt. Mit Hereinbrechen der Dunkelheit wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Zur Verpflegung der Einsatzkräfte mit Essen und Getränken wurde das Schützenhaus geöffnet und bewirtet. Gegen 18.15 Uhr konnte "Feuer aus" gemeldet werden.

Zur Absicherung wurde eine Brandwache eingerichtet, die bis Samstag, 8 Uhr vor Ort sein wird. Den Strom zum weiteren Ausleuchten der Einsatzstelle wird von einem Nachbarn zur Verfügung gestellt.  Die Energiegesellschaft Frankenberg stellte das Wohnhaus stromlos. Der Bürgermeister von Gemünden war über die Einsatzarbeiten vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen. Das Wohnhaus wurde an die Kriminalpolizei Korbach übergeben und anschließend sichergestellt. Der Schaden wird vorläufig auf ca. 250.000 Euro beziffert. Eine Brandursachenermittlung steht derzeit noch aus.

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BATTENHAUSEN. Zu einem Großbrand in Battenhausen mussten in der Nacht zu heute die Feuerwehren ausrücken: Die Jausenstation am Skilift stand im Vollbrand. Bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen Flammen hoch aus dem Dach des rustikalen und urig eingerichteten Gebäudes zum hohen Lohr. Umgehend nahmen die Einsatzkräfte unter der Leitung von Einsatzleiter Thomas Bahr mit teilweise vier parallelen Atemschutztrupps einen Löschangriff vor. „Sowohl im Innen- und Außenangriff“, erklärte Jens Schneider, der von Seiten der Feuerwehr vor Ort für die Einsatzdokumentation zuständig war. Zur Unterstützung des Löschangriffs kam auch die Drehleiter aus Bad Wildungen zum Einsatz – das Feuer war allerdings bereits gleich zu Beginn des Einsatzes bereits soweit fortgeschritten, dass es einen Totalschaden sowohl am Außenpavillon und der Terrasse, als auch am Hauptgebäude selbst gab.

Die Einsatzkräfte öffneten an dem aus Holz erbauten Gasthaus von der Drehleiter aus die Dachhaut, um an alle Brandnester heran kommen zu können. Neben den siebzig Einsatzkräften der Feuerwehren aus Battenhausen, Löhlbach, Haina, Dodenhausen, Halgehausen, Bad Wildungen, Armsfeld, Gemünden und der Atemschutzkomponente aus Frankenberg waren auch ein Rettungswagen des DRK Rettungsdienstes und eine Polizeistreife vor Ort im Einsatz. Trotz des Großbrandes und des fordernden Einsatz wurden glücklicherweise weder Passanten noch Einsatzkräfte verletzt, sodass der Rettungswagen zum Glück nur als Absicherung vor Ort in Bereitstellung bleiben musste. Die Polizeibeamten vor Ort haben die Ermittlungen an die Bad Wildunger Kriminalpolizei weitergegeben, die die genaue Brandursache feststellen soll. Die Beamten erklärten, dass das Feuer im Außenbereich vermutlich seinen Ursprung genommen habe und dann auf das Gebäude übergegriffen sei – möglicherweise sei also eine Brandstiftung die Ursache. Zur genauen Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Nach den eigentlichen Löscharbeiten setzte die Feuerwehr Netzmittel ein, um auch letzte vorhandene Glutnester im Holz aufgrund der Schaumbeimischung endgültig ersticken zu können. Vor Ort wurden Hochleistungslüfter zum Einsatz gebracht, um die noch bestehenden Gebäudeteile vom dichten Brandrauch zu befreien. Außerdem hatte die Feuerwehr die Einsatzstelle mit mehreren Fahrzeugen und auch mit mobilen Strahlern großräumig ausgeleuchtet. Die Straße Zum Hohen Lohr musste über Stunden voll gesperrt werden. Trotz der derzeitigen Sanierung des Wasserhochbehälters in Battenhausen war die Versorgung mit dem benötigten Löschwasser vor Ort problemlos möglich.

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Mittwoch, 16 November 2022 08:43

Feueralarm in Dorfitter - 300.000 Euro Sachschaden

VÖHL. Einem Feuer ist der Mittelteil eines landwirtschaftlichen Anwesens im Vöhler Ortsteil Dorfitter am Mittwochmorgen zum Opfer gefallen. Etwa 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen, wie Einsatzleiter Marco Amert auf Nachfrage mitteilt.

Gegen 2 Uhr ging bei der Leitstelle Waldeck-Frankenberg der Notruf mit dem Hinweis eines Scheunenbrandes in der Korbacher Straße ein. Daraufhin wurden die Feuerwehren Dorfitter, Thalitter, Obernburg und Herzhausen alarmiert. Bei Eintreffen stand der Mittelteil eines landwirtschaftlichen Anwesens in Vollbrand. Daraufhin rückte auch die Korbacher Wehr mit der Drehleiter aus, ebenso sämtliche Atemschutzgeräteträger der Gemeinde Vöhl und die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung. 

Umgehend ließ der Vöhler Gemeindebrandinspektor zwei Riegelstellungen aufbauen, damit konnte der linke Scheunentrakt und das Wohnhaus vor den Flammen geschützt werden. Sämtliche Tiere wurden in Sicherheit gebracht. Gegen 6 Uhr meldete Marco Amert der Leitstelle "Feuer aus" - schwierig gestaltet sich hingegen das Herausziehen der etwa 60 Strohballen, die sich in der Scheune befinden. Um 9.30 Uhr war die Korbacher Straße (Bundesstraße 252) immer noch gesperrt, Hessen Mobil hatte in der Nacht aber eine Umleitungsstrecke ausgeschildert.

Inzwischen hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Wie es zu dem Brand kam, ist noch ungewiss. Der Sachschaden an dem landwirtschaftlichen Anwesen wird auf etwa 300.000 Euro geschätzt. Ein besonderer Dank geht an den Betreuungszug des DRK - die Ehrenamtlichen haben die Einsatzkräfte mit Essen und Getränken versorgt.

Link: Einsatzstandort an der Bundesstraße 252 in Dorfitter

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Samstag, 05 November 2022 09:29

Rätselraten über angezündeten Hochsitz

WALDECK. Am Freitag gegen 17 Uhr wurden die Feuerwehren Freienhagen und Sachsenhausen zu einem brennenden Hochsitz am Waldrand zwischen Freienhagen und Netze, nahe dem Rettungspunkt "KB-245" alarmiert.

Bei Ankunft am Rettungspunkt brannte ein bereits zusammengestürzter Hochsitz lichterloh. Mit zwei Schnellangriffseinrichtungen und dem Einsatz von 1000 Liter Löschwasser leiteten die Ehrenamtlichen zügig die Brandbekämpfung ein, sodass das Feuer schnell gelöscht und eine Ausbreitung auf den angrenzenden Wald verhindert werden konnte. Um alle Glutnester abzulöschen, mussten die verbleibenden Reste des Hochsitzes mit Einreißhaken auseinandergezogen werden.

Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit leuchteten die Ehrenamtlichen die Einsatzstelle aus. Nachdem alles mittels Wärmebildkamera kontrolliert worden war, konnte "Feuer aus" an die Leitstelle durchgegeben werden. Nach insgesamt 45 Minuten wurde der Heimweg in die Standorte angetreten und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt.

Fest steht, dass der Hochsitz nicht an dieser Stelle stand, sondern dort hingefahren und angezündet wurde. Bleibt zu hoffen, dass sich der Verursacher bei der Feuerwehr meldet, um den Einsatz zu bezahlen.

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Montag, 24 Oktober 2022 08:55

Regionalexpress brennt - Feuerwehr rückt aus

WINTERBERG. Am Freitag wurde die Freiwillige Feuerwehr Winterberg zum Bahnhof in der Kernstadt alarmiert. Gegen 14.30 Uhr hatte der Lokführer dort einen Brand am Triebwagen seines Zuges festgestellt. Kurz zuvor war der Regionalexpress in den Winterberger Bahnhof eingefahren.

Während die Passagiere ausstiegen, bemerkte der Lokführer Brandgeruch sowie eine Rauchentwicklung unterhalb des Zuges. Die ersten Einsatzkräfte konnten den Motorbrand unter Atemschutz schnell ablöschen. Parallel verschaffte sich ein weiterer Trupp über eine Bodenklappe im Zug einen zusätzlichen Zugang zum Motorenbereich des Triebwagens. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurden die Zugabteile mit einem Hochleistungslüfter belüftet. Der ebenfalls alarmierte Notfallmanager der Deutschen Bahn übernahm im Anschluss die Einsatzstelle.

Da bei einem Zugbrand mit einer Vielzahl von betroffenen Personen gerechnet werden muss, wurden mehrere Feuerwehreinheiten aus dem Stadtgebiet alarmiert. Diese gingen im Bereich des Bahnhofs in Bereitstellung. Zum Glück konnten aber alle Fahrgäste sowie das Zugpersonal den Zug rechtzeitig verlassen, sodass niemand verletzt wurde.  Im Laufe des Einsatzes musste der Busbahnhof als auch die parallel verlaufende Bahnhofstraße kurzzeitig gesperrt werden. Im Einsatz befanden sich insgesamt rund 70 Feuerwehrkräfte aus Winterberg, Altastenberg, Elkeringhausen, Niedersfeld, Siedlinghausen und Züschen sowie Grönebach mit dem Atemschutzanhänger. Hinzu kommen noch weitere Kräfte von Polizei, Rettungsdienst, Deutscher Bahn und Wasserwerk. Nach rund einer Stunde konnten die letzten Fahrzeuge die Einsatzstelle verlassen.

Körnerkissen in Brand geraten

Zu einer besonderen Situation kam es kurz nach der Alarmierung. Noch auf der Anfahrt zur Einsatzstelle am Bahnhof meldete die Leitstelle per Funk eine ausgelöste Brandmeldeanlage in einem Winterberger Hotel. In Anbetracht dieses parallelen Einsatzes entschied der Einsatzleiter, die Fahrzeuge des Löschzugs Winterberger aufzuteilen. Während ein Teil der Fahrzeuge einschließlich der Drehleiter zu dem Hotel fuhren, setzte der Rest die Einsatzfahrt zum Bahnhof fort. Im Saunabereich des Hotels war ein Körnerkissen in Brand geraten, sodass die Brandmeldeanlage bestimmungsgemäß ausgelöst hatte. Löschmaßnahmen waren nicht erforderlich, jedoch wurde der betroffene Bereich entsprechend belüftet.

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KORBACH. Ein Schwelbrand in einem Getreidespeicher auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Meineringhausen hielt am Sonntagabend die Feuerwehren aus Meineringhausen und der Kernstadt in Atem. Durch das schnelle Eingreifen sowie das besonnene Vorgehen konnte ein Übergreifen des Feuers auf das Gebäude erfolgreich verhindert werden. 

Der Hofbesitzer selbst stellte gegen 20 Uhr eine starke Verrauchung im Bereich der Wirtschaftsgebäude fest. Da er selbst als Führungskraft der Meineringhäuser Wehr angehört, war ihm sofort klar, das Eile geboten ist. Gegen 20.10 Uhr wurde der Löschzug der Kernstadtwehr sowie die Feuerwehr Meineringhausen alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte quollen bereits dicke Rauchschwaden aus der gesamten Dachfläche.

Schnell war die Ursache der Rauchentwicklung gefunden. Ein Trupp unter Atemschutz stellte einen Schwelbrand in einem Getreidespeicher fest. Die Drehleiter wurde vorsorglich im Außenbereich in Stellung gebracht. Nach ersten Löschmaßnahmen im Gebäude sowie entsprechenden Lüftungsmaßnahmen wurde der komplette Speicherinhalt ins Freie befördert und dort endgültig abgelöscht. Um eine weitere Brandausbreitung im Bereich der Förderanlagen zur vermeiden, erfolgte die Räumung des Silos manuell durch eine Revisionsöffnung. Mit dieser schweißtreibenden Kraftanstrengung verhinderten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude.

Insgesamt waren rund eineinhalb Tonnen Getreide zu bewegen. Die Temperaturen innerhalb des Speichers waren derart hoch, sodass sich bereits massive Metallteile verformt hatten. Die Wärmestrahlung an der Außenseite des Silos sorgte bereits für einen weiteren Schwelbrand im Bereich der Zwischendecken. Innerhalb des Silos sorgte die Thermik dafür, dass Glutnester über dem Speicher in den Dachstuhl geschleudert wurden. Teilweise waren die Einsatzkräfte auf vier Gebäudeebenen gleichzeitig gefordert. „Wir hätten keine Minute später kommen dürfen" erklärte Stadtbrandinspektor Carsten Vahland. „Der Schwelbrand hätte in kürzester Zeit für eine Durchzündung innerhalb des Gebäudes führen können". Großes Lob geht an alle ehrenamtlichen Einsatzkräfte sowie an die Hofbetreiber. „Die besonnene und zielführende Zusammenarbeit sorgte für eine deutliche Schadensbegrenzung“. Als Ursache für den Schwelbrand wird ein technischer Defekt im Bereich der Trocknungsanlage vermutet.

Zur Absicherung der Einsatzkräfte war ebenfalls ein Rettungswagen vor Ort, der jedoch nicht eingreifen musste. Nach gut zweieinhalb Stunden konnte abschließend "Feuer aus" gemeldet werden. Um kurz vor Mitternacht war die Einsatzbereitschaft der letzten Fahrzeuge wieder hergestellt. Insgesamt waren 51 Feuerwehrleute im Einsatz, die Kameraden aus Meineringhausen stellten noch einige Zeit eine Brandwache vor Ort

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BAD LAASPHE. Großeinsatz am Sonntagmorgen im Bad Laaspher Sozialwerk Sankt Georg: „Feuer im Haupthaus“ lautete die Alarmierung, die die Einsatzkräfte gegen 08:50 Uhr erreichte. Zuvor, so erklärte Einsatzleiter Dirk Höbener, seien die Kräfte aus Bad Laasphe zur Auslösung der Brandmeldeanlage zur Einrichtung alarmiert worden. „Die Kameraden stellten bei Eintreffen bereits Rauchentwicklung aus dem Fenster fest“, erklärt Höbener. Aufgrund der Art der Einrichtung – eine Wohneinrichtung für geistig Behinderte Menschen – wurden weitere Einsatzkräfte durch Dirk Höbener mit dem Einsatzstichwort „Feuer 6“ und mit „MANV2“ nachalarmiert. Dabei steht die Abkürzung MANV für „Massenanfall von Verletzten“ und die Zahl 2 gibt je nach Landkreis an, mit wie vielen Verletzten oder Betroffenen Menschen zu rechnen ist. In Siegen-Wittgenstein bedeutet MANV 2, dass mit 11 – 25 Verletzten oder Betroffenen zu rechnen ist. Entsprechend stark rückten auch die Rettungskräfte nach Bad Laasphe an: Rettungswagen und Notarzt aus Bad Laasphe, Rettungswagen und Notarzt aus Bad Berleburg, mehrere Rettungswagen aus Erndtebrück,  mehrere Rettungswagen aus Netphen, der Notarzt aus Netphen, der Siegener Rettungshubschrauber „Christoph 25“, der DRK Ortsverein Bad Laasphe mit Rettungswagen, Krankentransportwagen und Gerätewagen Sanitätsdienst, ein Rettungswagen aus Kaan-Marienborn, der Leitende Notarzt des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises Siegen-Wittgenstein waren neben zahlreichen Feuerwehrkräften aus ganz Bad Laasphe und den umliegenden Gemeinden, sowie dem ELW 2 aus Arfeld im Einsatz. Glücklicherweise bestätigte sich nicht, dass tatsächlich so viele Menschen verletzt worden waren. Zwar waren insgesamt 41 Bewohner der Einrichtung von dem Brand betroffen, waren aber nicht verletzt worden. „Die Evakuierung der Bewohner hatte super geklappt, ein Großteil der Leute war bereits draußen, als wir ankamen“, erklärte Dirk Höbener. Die restlichen Bewohner seien dann auch umgehend von den Mitarbeitern ins Freie gebracht worden. Besonders lobend erwähnte der Leiter der Bad Laaspher Feuerwehr den Notfallseelsorger Steffen Post: „Der Seelsorger wohnte in der Nachbarschaft und hat sich sofort seine Weste geschnappt und ist los gelaufen und hat die Bewohner betreut“.

Die ersteintreffenden Kräfte der Bad Laaspher Feuerwehr gingen unter schwerem Atemschutz in das vom Brand betroffene Zimmer vor und löschten das Feuer, dass im Bereich eines Bettes und eines Schranks lokalisiert war. „Das Feuer war schnell abgelöscht. Es kam durch den Rauch aber auch zu Beeinträchtigung der gesamten Station, sodass fünf Leute Hausintern anders unterkommen müssen, weil die Zimmer nicht mehr bewohnbar sind“. Beim Einsatz wurden zwei Feuerwehrleute verletzt: Einer durch Rauchvergiftung eine weitere Kameradin erlitt Kreislaufprobleme. Beide mussten stationär im Krankenhaus verbleiben.

Das vom Brand betroffene Zimmer sei vermutlich komplett zerstört worden. Die Bewohnerin sei zum Zeitpunkt des Brandausbruchs beim Frühstück gewesen und habe sich nicht im Zimmer aufgehalten, hieß es. Zur Ursache des Brandes konnte die Polizei am Sonntag noch keine Angaben machen. Möglicherweise müsse die Kriminalpolizei noch Ermittlungen aufnehmen, dies stehe aber noch nicht fest. Ebenso konnten zur Schadenshöhe keine näheren Angaben gemacht werden. Der Max-Präger-Weg, in dem sich die Einrichtung befindet, war während des Einsatzes komplett gesperrt werden.

Parallel zum Einsatz in Bad Laasphe kam es zu einem medizinischen Notfall in Raumland: Hier wurde der Notarzt mit „Christoph Gießen“ eingeflogen, der bei der Firma Berwillit landete. Eine Polizeistreife brachte die Hubschrauberbesatzung schnell zum Notfallort und unterstützte die Mediziner dann vor Ort gemeinsam mit einem Rettungswagen aus Hatzfeld-Holzhausen.    

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Donnerstag, 08 September 2022 08:54

Kerze setzt Freisitz in Brand - 25.000 Euro Sachschaden

LICHTENFELS. Vermutlich hat am Donnerstag eine brennende Kerze zu einem Feuer im Lichtenfelser Ortsteil Immighausen geführt - vier Wehren waren im Einsatz, sie konnten Schlimmeres verhindern.

Wie Einsatzleiter Klaus Debus berichtet, wurden die Wehren Immighausen, Rhadern, Goddelsheim und Fürstenberg um 00.20 Uhr, mit dem Stichwort "F2 - Brand Freisitz, greift auf Wohnhaus über" alarmiert. Rund 40 Einsatzkräfte rückten in die Straße "Gelber Stein" aus. Die zuerst eintreffenden Brandschützer aus Immighausen handelten sofort richtig. Ein Schnellangriff auf den in Vollbrand stehenden Freisitz, der sich an einer Doppelgarage befand, wurde durchgeführt und eine Riegelstellung zum Nachbargebäude aufgebaut. Der Funkenflug konnte so eingedämmt werden.

Weitere Einsatzkräfte aus Goddelsheim, Rhadern und Fürstenberg teilte der Stadtbrandinspektor in drei Trupps unter Atemschutz ein. Insgesamt wurden fünf C-Rohre eingesetzt, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Zur Absicherung der Einsatzstelle war eine RTW-Besatzung aus Herzhausen vor Ort, die Promedica Mitarbeiter mussten aber nicht einschreiten.

Nach ersten Informationen an der Einsatzstelle wollte ein Bewohner des Hauses seine Nachtruhe im Freisitz verbringen. Dazu ließ er eine Kerze brennen, die vermutlich durch Unachtsamkeit umgefallen war und so den Dielenboden in Brand gesetzt hatte. Schnell griff das Feuer auf die Holzkonstruktion über und breitete sich auf das angebaute Carport aus. Nur dem schnellen und intensiven Handeln der Feuerwehren ist es zu verdanken, dass größerer Schaden verhindert werden konnte. Der Sachschaden beläuft sich nach Schätzungen auf 25.000 Euro. Gut drei Stunden dauerte der Einsatz, inklusive Nachbereitungen.

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Freitag, 02 September 2022 16:52

Wehren löschen Feuer in Bringhausen

EDERTAL. Die Feuerwehr Edertal wurde um ca. 15 Uhr mit dem Stichwort "F2 Brand Wohnhaus" in das Wochenendgebiet Bringhausen alarmiert. Zwei ausgerückte Ortsteilfeuerwehren waren mit 15 Kameradinnen und Kameraden vor Ort und fanden einen Brand im Außenbereich des Wochenendhauses in der Oberstraße vor.

Vermutlich durch Bauarbeiten hatte sich Busch und Strauchwerk entzündet und war über die Markise auf das Haus und den Balkon übergeschlagen. Der Eigentümer hatte bereits mit Löscharbeiten mittels Gartenschlauchs begonnen, die Bringhäuser Feuerwehr hat ein C Rohr vorgenommen und den Bereich weiter abgelöscht. Anschließend kontrollierte die Hemfurth-Ederseer Wehr den Balkon und die Wände auf Glutnester. Der Einsatz war mit Nachlöscharbeiten nach einer halben Stunde beendet. Der vorsorglich hinzugezogene Rettungswagen kam glücklicherweise nicht zum Einsatz.

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