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Dienstag, 01 September 2020 08:14

Dreiste Unfallfluchten in Waldeck-Frankenberg

FRANKENBERG/BAD WILDUNGEN. Gleich zwei Unfallfluchten beschäftigen die Beamten der Polizeistationen Frankenberg und Bad Wildungen - es wird um Zeugenaussagen gebeten.

Am Montag befuhr eine 22-jährige Frau aus der Großgemeinde Haina mit ihrem Opel Corsa die Bundesstraße 253 von Geismar in Richtung Frankenberg. Gegen 9.20 Uhr kam ihr aus Richtung Frankenberg ein dunkler Pkw (vermutlich ein VW-Golf) entgegen, der eindeutig zu weit über die Mittellinie fuhr. Um eine Kollision zu vermeiden lenkte die 22-Jährige ihren Opel nach rechts in die Leitplanke. Dabei entstand Sachschaden von 3500 Euro. Der Unfallverursacher setzte unbekümmert seinen Weg in Richtung Geismar fort, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Hinweise nimmt die Polizei Frankenberg unter der Rufnummer 06451/72030 entgegen. 

Ebenfalls auf Hinweise angewiesen ist die Polizeiwache in Bad Wildungen - es werden Zeugen gesucht, die eine Unfallflucht in der Brunnenallee 54 beobachtet haben. Nach Angaben der Polizei waren zwei Fahrzeuge am Sonntag vor dem Göbels-Hotel abgestellt worden. Eines davon war ein Audi A3 eines 50 Jahre alten Berliners. Das zweite, bislang unbekannte Fahrzeug, wurde gegen 20 Uhr aus der Parklücke herausgefahren, beschädigte dabei aber den Audi. Zeugen, die den Vorgang beobachtet hatten, sprachen den Fahrzeugführer an, dieser entfernte sich aber, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Jetzt bittet die Polizei in Bad Wildungen um Rückruf der Zeugen, die Angaben zur Unfallflucht machen können. Die Telefonnummer lautet 05621/70900. 

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Publiziert in Polizei

KASSEL. Nach einem Einbruch in eine Gaststätte leiteten die Beamten der Polizei direkt eine Fahndung nach den flüchtigen Tätern ein.

Die nach Mitteilung eines Zeugen wegen eines Gaststätteneinbruchs in Kassel-Mitte sofort von der Polizei eingeleitete Fahndung nach den flüchtigen Tätern führte in der Nacht zum Freitag zur schnellen Festnahme von zwei Tatverdächtigen. Die beiden festgenommenen 16 und 19 Jahre alten Männer aus Algerien befinden sich derzeit im Polizeigewahrsam, weitere Ermittlungen gegen sie, auch wegen möglicher anderer Taten, dauern derzeit an.  

Ein Anwohner war gegen 2.15 Uhr in der Nacht durch Scheibenklirren auf den Einbruch in das Restaurant in der Straße "Die Freiheit", nahe der "Wildemannsgasse", aufmerksam geworden. Als er dort zwei Männer beobachtete und sie ansprach, ergriffen die beiden mutmaßlichen Einbrecher sofort die Flucht in Richtung Altmarkt. Der Zeuge alarmierte daraufhin sofort die Polizei. Die nach seiner Mitteilung eingeleitete Fahndung führte zur Festnahme der beiden Tatverdächtigen durch eine Streife des Polizeireviers Mitte.

Die Beamten hatten die beiden Männer, auf die die vom Zeugen abgegebene Täterbeschreibung zutraf, im Bereich "Entenanger" und "Oberste Gasse" geschnappt. Dabei versuchte der 19-Jährige offenbar vergeblich, sich vor der Polizeistreife zwischen Mülltonnen zu verstecken. Die Beamten brachten die Festgenommenen anschließend ins Polizeigewahrsam. Die weiteren Ermittlungen gegen die beiden 16 und 19 Jahre alten algerischen Tatverdächtigen, die nach derzeitigen Erkenntnissen keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, führen die Ermittler des für Einbrüche zuständigen Kommissariats 21/22 der Kasseler Kriminalpolizei.

Gegen 1.30 Uhr in derselben Nacht hatte es zudem einen Trickdiebstahl in der "Unteren Königsstraße" gegeben, bei dem ein 25-Jähriger aus Kassel von zwei unbekannten Tätern mit vergleichbarer Erscheinung umarmt und seines Portemonnaies bestohlen worden war. Die Ermittler prüfen nun, ob die beiden Festgenommenen möglicherweise auch für diese Tat oder für weitere Einbrüche verantwortlich sein könnten. (ots/r)

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Publiziert in KS Polizei

SIEGEN. "Verkehrsunfallflucht ist kein Kavaliersdelikt" - unter diesem Motto steht eine aktuelle Kampagne der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein.

Aufgrund anhaltend hoher Zahlen in diesem Deliktsbereich - allein am vergangenen Wochenende registrierten die Beamten 23 Verkehrsunfallfluchten - sollen die Bürgerinnen und Bürger sensibilisiert werden, sich als Zeugen zu melden oder als Unfallverursacher richtig zu handeln.  

In den vergangenen Jahren lag der Anteil der Verkehrsunfälle mit Fluchten im Vergleich zur Gesamtunfallzahl kreisweit stetig zwischen 16 und 17%. Im Jahr 2015 ereigneten sich insgesamt 10.205 Verkehrsunfälle, wovon in 1.714 Fällen eine Unfallflucht begangen wurde. Im Jahr 2016 waren es 1.717 Fälle der Unfallflucht bei insgesamt 10.460 Unfällen. Bei Betrachtung der Verkehrsunfälle mit Personenschaden stieg die Anzahl der Flüchtigen von 2015 auf 2016 sogar um 66% - was die Zahl dieser Fälle auf 63 ansteigen ließ. 

Im Jahr 2017 kam es im Kreisgebiet zu 1718 Verkehrsunfällen, bei denen der Verursacher flüchtete. Jeder 6. Unfallverursacher verlässt somit unerlaubt die Unfallstelle, was bedeutet, dass es sich im Kreisgebiet um 4 Verkehrsunfallfluchten pro Tag handelt. Die Geschädigten müssen den Schaden oft selbst tragen oder werden in ihrer Versicherung hochgestuft. Das ist nicht nur sehr ärgerlich, sondern auch teuer; jeder kann betroffen sein. Deshalb sollte sich auch jeder Zeuge bei der Polizei melden.

Wer ein Straßenschild oder andere öffentliche Einrichtungen beschädigt und anschließend flieht, begeht ebenfalls eine Straftat und schadet damit der Allgemeinheit. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass es ausreicht, einen handschriftlichen Zettel mit Namen und Anschrift am beschädigten Fahrzeug des anderen Unfallbeteiligten zu hinterlassen, wenn dieser nicht bei seinem Fahrzeug ist. In einem solchen Fall ist man verpflichtet, an der Unfallörtlichkeit zu warten und nach angemessener Wartezeit die Polizei oder den Beteiligten zu informieren.  

So kommt es leider immer noch häufig vor, dass die Verursacher überrascht sind, wenn dann ein Besuch der Polizei erfolgt und ihnen eröffnet wird, dass die Einleitung eines Strafverfahrens die Folge ist. Die Höhe des Unfallschadens spielt dabei keine Rolle. Auch wer "nur" einen kleinen Kratzer verursacht und sich nicht vor Ort um die Schadensregulierung kümmert, macht sich strafbar, unabhängig davon, ob der Schaden mit dem eigenen Pkw, dem Einkaufswagen oder als Fußgänger verursacht wurde. Nach §142 StGB kann "Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort" mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder mit Geldstrafe bestraft werden.

Die meisten Unfallfluchten am vergangenen Wochenende fanden vielfach auf Parkplätzen statt. Gerade in der noch andauernden Vorweihnachtszeit herrscht reger Betrieb auf den Parkplätzen in den Einkaufszentren. Damit die Vorweihnachtsfreude nicht getrübt wird, bittet die Polizei darum, dass im Zweifelsfall also immer die Polizei unter der Notrufnummer 110 verständigt werden sollte. Zeugen, die ein solches Verhalten beobachtet haben, wissen oft nicht, wie sie richtig handeln sollen. In der Aufregung werden oft wichtige Details vergessen. Dabei ist es für die weiteren Ermittlungen von Bedeutung zu wissen, um was für ein Fahrzeug und Kennzeichen es sich gehandelt hat. Ebenfalls wichtig für die weiteren polizeilichen Ermittlungen sind Angaben zu dem flüchtigen Fahrzeugführer. War es ein Mann oder eine Frau? Wie hat er oder sie ausgesehen? Wie alt war die Person? Was hat die Person für Kleidung getragen?  

Und bedenken Sie bitte immer: Sie können helfen, Unfallfluchten aufzuklären. Heute benötigt ein Geschädigter Sie als Zeuge und Morgen benötigen vielleicht Sie einen Zeugen. (ots/r)

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Publiziert in SI Polizei
Freitag, 07 Dezember 2018 15:29

Nikolaus beendet Schlägerei in Einkaufszentrum

KASSEL. Eine ungewöhnliche Meldung aus Niestetal-Sandershausen ging am Abend des Nikolaustages bei der Kasseler Polizei ein.

Nach der Meldung, die bei den Beamten einging, hieß es, in einem Einkaufsmarkt an der Hannoverschen Straße würden sich zwei Männer und ein Nikolaus prügeln. Wie sich später herausstellte, handelte es sich tatsächlich um die körperliche Auseinandersetzung zweier Männer. Der zu dieser Zeit in dem Markt für Kinderwünsche bereitstehende Nikolaus war daran nach derzeitigem Ermittlungsstand jedoch nicht aktiv beteiligt. Im Gegenteil, er soll beherzt eingeschritten sein und die Auseinandersetzung dadurch beendet haben.  

Nikolaus-Befragung musste wegen kindlicher Kundschaft warten

Wie die gegen 18.30 Uhr zu dem Markt gerufene Streife des Polizeireviers Ost berichtet, machten sich dort gleich mehrere Beteiligte und Zeugen bemerkbar. Die Befragung des Nikolauses mussten die Beamten jedoch ganz hinten anstellen, da dieser noch zahlreiche kindliche Kundschaft zu bedienen hatte. Nachdem die Streife am Ende jedoch allen Personen Gehör geschenkt hatte, ergab sich Folgendes:

Auslöser aller folgenden Vorfälle war offenbar die körperliche Auseinandersetzung zweier 13-Jähriger in dem Markt, bei der es sich nach eigenem Bekunden der Kinder nur um Spaß gehandelt hatte. Mit dem Hinweis auf ihr schlechtes Vorbild gegenüber den vielen wegen des Nikolauses anwesenden deutlich kleineren Kindern verwies ein 19-jähriger Angestellter die beiden Jungs und einen weiteren Freund des Marktes.

Unmittelbar vor dem Markt setzte sich die Auseinandersetzung jedoch anschließend fort. Dabei soll der 19-Jährige nach Angaben der drei Freunde einen der 13-jährigen Jungs härter angefasst haben, sodass dieser gestürzt und verletzt worden sein soll.  

Zwei Anzeigen wegen Körperverletzung

Im weiteren Verlauf kam zufällig der 28-jährige Bruder des 13-Jährigen hinzu und soll wegen des vorherigen Vorfalls sofort auf den 19-Jährigen losgegangen sein. Da er laut Zeugenangaben in dem Markt mehrfach auf den 19-Jährigen eingeschlagen sowie -getreten und ihn dadurch verletzt haben soll, ermitteln die Beamten des Polizeireviers Ost gegen den 28-Jährigen aus Niestetal nun wegen Körperverletzung. Auch gegen den 19-Jährigen leitete die Streife aufgrund der Angaben der 13-Jährigen ein solches Verfahren ein. Ihr Ende fand die körperliche Auseinandersetzung letztlich mit dem Einschreiten des 53-Jährigen aus Nieste im Nikolaus-Kostüm, der beherzt dazwischen ging und den 28-Jährigen von dem 19-Jährigen fernhielt.  

Die weiteren Ermittlungen werden nun bei der Ermittlungsgruppe des Polizeireviers Ost geführt. (ots/r)

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Publiziert in KS Polizei

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