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Montag, 12 August 2019 07:39

Gemeinsamer Übungsdienst am Diemelsee

DIEMELSEE. Seit Beginn der Wachsaison 2019 am Diemelsee, arbeiten die Freiwillige Feuerwehr Diemelsee, die DLRG Ortsgruppe Marsberg mit den befreundeten DLRG Ortsgruppen aus dem Bezirk Hochstift-Paderborn und die Johanniter-Unfall-Hilfe als Kooperation grenzübergreifend zusammen.

Während die Freiwillige Feuerwehr werktags zu Einsätzen an den Diemelsee alarmiert wird, besetzt die DLRG an den Wochenenden die DLRG Station der Ortsgruppe Marsberg und übernimmt die Einsätze auf dem Diemelsee. Die Motorradstaffel sowie ein Fahrzeug der Johanniter mit Notfallausrüstung sind ebenfalls an den Wochenenden am Diemelsee vertreten und übernehmen die First Responder Einsätzen um den See.

Am vergangenen Montag (5. August) stand bei allen drei ehrenamtlichen Hilfsorganisationen ein gemeinsamer Übungsabend am Diemelsee zum Thema „Wasserrettung" im Dienstplan. Im Fokus des Übungsabends standen die gemeinsame Zusammenarbeit, der Austausch zwischen den Hilfsorganisationen, die Vertiefung sowie die praktische Umsetzung von dem bereits gelernten Wissen und vor allem das Kennenlernen zwischen den ehrenamtlichen Kräften und des verfügbaren Materials der jeweiligen Hilfsorganisationen.

Für die verschiedenen Übungsszenarien wurde das Boot „Fred" der Freiwilligen Feuerwehr Diemelsee, das Schlauchboot der Johanniter-Unfall-Hilfe, ein Rettungsboot der DLRG Ortsgruppe Marsberg sowie das DLRG Schlauchboot „Albatros" genutzt. In gemischten Gruppen bestehend aus den Hilfsorganisationen wurden unterschiedliche Situationen abgearbeitet. Zunächst wurde der Einsatz von verschiedenen Hilfsmitteln z.B. dem Wurfsack und dem Wurfball geübt, welche Personen in Not zugeworfen werden können. Die Rettungsgeräte kommen zum Einsatz, wenn sich die in Not geratene Person beispielsweise in einer Strömung direkt vor der Staumauer befindet und ein schwimmerischer Einsatz zu einer erheblichen Eigengefährdung des Retters führen würde. Des Weiteren wurde die Aufnahme eines Patienten aus dem Wasser mit allen Booten geübt. Da jedes Boot einen anderen Einsatzzweck erfüllt, wurde hier nicht nur die Zusammenarbeit zwischen den drei Hilfsorganisationen geübt, sondern auch die Umsetzung der unterschiedlichen Techniken in Abhängigkeit von der jeweiligen Bootbeschaffenheit.

Für den Fall, dass der Einsatz mit dem Boot nicht möglich ist, zum Beispiel bei niedrigem Wasserstand oder dichtem Pflanzenbewuchs im Wasser, wurde auch der schwimmende Einsatz im Wasser umgesetzt. Zunächst wurde das Transportieren von einem erschöpften Schwimmer geübt, welcher bei Bewusstsein ist. DasTransportieren von ermüdeten Schwimmern mit den zwei Varianten „Schieben" oder „Ziehen" wurde im Wasser wiederholt und die Vor- und Nachteile besprochen. Im Anschluss wurde das Schleppen von bewusstlosen Personen oder Ertrinkenden mit Angst- und Panikattacken mit dem Achselschleppgriff und zum Abschluss mit dem Fesselschleppgriff im Diemelsee geübt. Bei den schwimmerischen Übungen wurden eben der Wiederholung auch die eigene Schwimmtechnik verfeinert.

Im Wasser stand auch der praktische Einsatz mit einem Gurtretter an, um den Einsatz mittels Hilfsgerät zu unterstützen. Der Gurtretter ist ein flexibler Auftriebskörper, der vor der Brust eines verunfallten im Wasser mittels Karabinerhaken arretiert werden kann und somit dessen Verbleib an der Wasseroberfläche sichert. Im Falle eines Motorausfalls mitten auf dem Diemelsee wurde auch das Abschleppen von einem manövrierunfähigen Boot zum Ufer geübt. Bei dieser Sachlage konnte man besonders den Mehrwert von der Kooperation merken, denn alleine kann so eine Einsatzsituation nur selten geübt werden, weil jede Organisation nur über ein eigenes Boot verfügt und das Abschleppen eines anderen Bootes daher nicht zu den täglichen Übungen gehört.

Bei der Abschlussbesprechung vom Übungsabend freuten sich alle Ehrenamtlichen über den harmonischen und lehrreichen Ablauf des Übungsabends sowie auf die gemeinsamen Gespräche untereinander, denn schließlich sind alle drei Hilfsorganisationen mit dem gleichen Ziel ehrenamtlich am Diemelsee im Einsatz. (DLRG Ortsgruppe Marsberg e.V.)

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Publiziert in Retter

NIEDER-WERBE. Nach dem vermeintlichen Kentern eines Segelbootes sind am Pfingstsonntag zahlreiche Einsatzkräfte von DLRG, Feuerwehr und Rettungsdienst sowie der Korbacher Notarzt zum Edersee ausgerückt. Schnell stellte sich dann aber heraus, dass es lediglich einen Mastbruch an einer Jolle gab - die Helfer brachen ihren Einsatz ab.

Wie der stellvertretende Waldecker Stadtbrandinspektor Bernd Schäfer auf Anfrage von 112-magazin.de erklärte, hätten zwei Spaziergängerinnen von einem vorbeifahrenden Segelboot zugerufen bekommen, den Notruf 112 zu wählen. Eine Rückfrage sei den beiden Frauen von Land aus nicht möglich gewesen - zum einen sei es sehr windig gewesen, zum anderen habe das Boot eine relativ hohe Geschwindigkeit gehabt und sei auch schnell außer Sichtweite gewesen. Die Frauen, die in Höhe eines Parkplatzes zwischen Nieder-Werbe und der Bericher Hütte unterwegs waren, setzten daher ohne weitere Informationen gegen 15 Uhr den Notruf ab.

Weil weder ein Tauch- noch ein Bootsunfall auszuschließen war, alarmierte die Leitstelle die DLRG, die Besatzung eines Rettungswagens, den Korbacher Notarzt sowie die Feuerwehren aus Nieder-Werbe, Waldeck und Sachsenhausen. Außerdem wurde die Korbacher Polizei informiert, die eine Streife an den Edersee schickte. Die Wasserschutzpolizei erreichte als Erstes die beim Notruf genannte Stelle mit einem Boot, konnte aber niemanden in Not im Wasser entdecken.

Als die Einsatzkräfte auf der Suche nach der vermeintlichen Unglücksstelle miteinander kommunizierten, "erhielten wir von der DLRG den Hinweis, dass bei einer Segeljolle der Mast gebrochen war", erklärte Schäfer. Die Wasserretter hätten das Boot ins Schlepptau genommen und zu einer Steganlage gezogen. Die Feuerwehren und auch die Rettungskräfte von promedica und DRK brachen den Einsatz daraufhin ab.


Am vergangenen Sonntag gab es einen tatsächlichen Notfall im Zusammenhang mit einem Segelboot auf dem Edersee:
Segeljolle kentert: DLRG rettet Insassen das Leben (09.05.2016)

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Publiziert in Retter

SIEGEN. Die Feuerwehr Siegen stellte am Mittwochabend ihr neues Wasserrettungssystem vor.
 
Ausgegangen davon das sich die beiden, im Stadtgebiet von Siegen gelegenen großen Flüsse Ferndorf und Sieg im Allgemeinen ja sehr beschauliche Flüsse sind, entwickeln sie sich jedoch, ausgelöst durch Starkregen oder Schneeschmelze zu einem gefährlichen Gewässer mit hoher Strömungsgeschwindigkeit.
 
Wie der Leiter der Feuerwehr Siegen, Matthias Ebertz erklärte, haben Einsätze der Vergangenheit gezeigt, dass man sich mit dem Thema „Strömungsrettung / -Bergung“ intensiv und Zeitnah auseinander setzen muss.

Somit schickte die Feuerwehr Siegen, die vier hauptamtlichen Kräfte: Arne Stötzel, Holger Weber, Ingo Gutsch und Christian Rhen zu einer Ausbildung der besonderen Art nach Österreich. Hier wurden die vier Feuerwehrmänner zu Strömungsrettern ausgebildet. Im Anschluss an ihre Ausbildung haben sie die Einsatzkräfte der hauptamtlichen Wache, sowie der Einheiten Geisweid, Weidenau, Hammerhütte, Eiserfeld und Niederschelden in der Strömungsrettung unterwiesen.
 
Zu dem Wasserrettungssystem gehören verschiedene Ausrüstungsgegenstände wie: Rettungs- und Schwimmwesten mit integrierter Sicherheitseinrichtung, Messer aus dem Wassersport, Schutzhelme und schwimmfähige Leinen, die multifunktional einsetzbar sind. Die Leinen dienen zur Rettung von Personen und zur Absicherung der Einsatzkräfte.
 
 Im Falle eines Einsatzes, werden die Einheiten Flussabwärts alarmiert um schnell eingreifen und helfen zu können. Im Rahmen einer kleinen Übung demonstrierten die Strömungsretter der Feuerwehr, wie schnell eine Person bei starker Strömung abtreiben kann.

Im Anschluss an die Vorstellung des neuen Systems wurden die Ausrüstungsgegenstände im Beisein von Siegens Bürgermeister Steffen Mues an die Löschzugführer der jeweiligen Einheiten Geisweid, Weidenau, Hammerhütte, Eiserfeld und Niederschelden übergeben.

Publiziert in SI Feuerwehr

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