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Mittwoch, 30 Oktober 2013 16:49

Aufgemotzte Mopeds: Lebensgefährliche Leistung

KORBACH. Bei der Überprüfung von Motorrollern und Leichtkrafträdern an der Alten Landesschule hat die Polizei am Mittwoch an mehreren Zweirädern verbotene technische Veränderungen festgestellt. Vier der "aufgemotzten" Maschinen wurden an Ort und Stelle stillgelegt. Für die jugendlichen Fahrer hat das nicht unerhebliche Folgen.

In den vergangenen drei Monaten gab es nach Angaben der Polizei allein in Korbach drei Unfälle, die von jungen Fahrern getunter Roller verursacht wurden und bei denen sich Fahrer, Mitfahrer oder Fußgänger Verletzungen zuzogen. In allen Fällen spielte die - überhöhte - Geschwindigkeit der Zweiräder eine Rolle. Grund genug für den Regionalen Verkehrsdienst, am Mittwoch in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Station einen genauen Blick auf die motorisierten Zweiräder von Schülern zu werfen. An der ALS überprüften die Polizisten am Morgen vor Schulbeginn 15 Maschinen.

Rollenprüfstand zeigt maximales Tempo an
Mit im Gepäck hatten die Beamten nicht nur ihr Fachwissen über die Möglichkeiten technischer Veränderungen, sondern auch einen Rollenprüfstand. Damit lässt sich im Stand die Fahrt bei maximalem Tempo simulieren. "So, jetzt bitte bis in den höchsten Gang schalten und Vollgas geben", weist Einsatzleiter Arnfried Schlömer vom Verkehrsdienst der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg einen Schüler an, dessen Enduro offenbar deutlich mehr Leistung hat als erlaubt. Und tatsächlich, der Test auf den beiden Metallrollen spricht eine deutliche Sprache: Statt der erlaubten 45 Stundenkilometer bringt es das Leichtkraftrad auf ein maximales Tempo von mehr als 80 km/h.

Als der 17-Jährige den Motor abschaltet, kehrt Ruhe auf dem Schulhof ein - und betretenes Schweigen macht sich bei den Schülern breit, als die Polizisten die Jugendlichen auf die Folgen für den Endurofahrer hinweisen: Die Betriebserlaubnis der Maschine erlischt, das Dokument und das Kennzeichen werden sofort sichergestellt, der Gymnasiast muss mit einer Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis rechnen und die Führerscheinstelle erhält Nachricht von dem Vorfall. Damit rückt für den jungen Mann, der am Sonntag 18 Jahre alt wird und seinen Pkw-Führerschein greifbar vor Augen hat, der Traum vom Autofahren womöglich in weite Ferne: "Die Führerscheinstelle beim Landkreis wird nun über eine mögliche Sperre entscheiden", erklärt Schlömer.

Früher mechanisch, heute elektronisch
Der Experte vom Verkehrsdienst ist erstaunt über die hohe Quote an Rollern und Leichtkrafträdern, die technisch verändert wurden, um eine höhere Beschleunigung und eine größere Endgeschwindigkeit zu erzielen. Neben der Maschine des 17-Jährigen werden an diesem Morgen drei weitere Zweiräder sofort aus dem Verkehr gezogen. Bei einigen weiteren werden die Fahrer aufgefordert, die Maschinen wieder in den technischen "Ur-Zustand" zurückzuversetzen und die Fahrzeuge bei der Polizei vorzuführen.

Während es früher rein mechanische Verfahren wie aufgebohrte Kolben oder größere Ritzel gab, um Mofa oder Moped auf die Sprünge zu helfen, setzt das Tuning der Maschinen heutzutage häufig bei der Elektronik an. So werden laut Schlömer unter anderem Chips mit Zündeinheiten von leistungsstärkeren Maschinen nachgerüstet, um die vom Hersteller vorgesehene Drosselung zu umgehen. Ist der Test auf dem Rollenprüfstand eindeutig, setzen die Polizisten darauf, dass die Fahrer die Veränderungen einräumen. Dabei hilft mitunter der Blick auf die möglichen Konsequenzen - wer den Verstoß zugibt, kommt um eine Sicherstellung der Maschine herum. "Wir finden in jedem Fall heraus, was mit den Fahrzeugen gemacht wurde", erklärt der Einsatzleiter.

Bremsanlage nicht für weit höheres Tempo ausgelegt
Schlömer wirbt um Verständnis für die Kontrollen: Beim "Aufmotzen" werde lediglich die Leistung der Zweiräder erhöht. Die übrige Beschaffenheit der Roller oder Leichtkrafträder - Stichwort Bremsanlage oder Kurvenverhalten - sei dafür aber nicht ausgelegt. Im schlimmsten Fall seien Verkehrsunfälle mit schweren oder gar tödlichen Verletzungen die Folge. Die Polizei kündigte am Mittwoch wegen der hohen Zahl an Beanstandungen weitere Kontrollen an.

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Publiziert in Polizei
Dienstag, 28 Mai 2013 23:33

Polizei nimmt getunte Fahrzeuge ins Visier

SIEGEN-WITTGENSTEIN. Einen Sondereinsatz zum Thema "Getunte Fahrzeuge" haben Beamte der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein in der ersten Hälfte des Monats Mai durchgeführt. Ihre Ergebnisse gab die Polizei am Dienstag bekannt.

Während des Einsatzes stellten die Polizisten fest, dass nach wie vor überwiegend junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 24 Jahren getunte beziehungsweise technisch veränderte Fahrzeuge fahren. Aus Aufklärungs- und Beratungsgesprächen im Rahmen der Verkehrskontrollen ging zudem klar hervor, dass die von den jungen Fahrzeughaltern durchgeführten technischen Veränderungen neben den beabsichtigten optischen und akustischen Effekten hauptsächlich der Leistungs- und Geschwindigkeitssteigerung sowie der vermeintlichen Verbesserung der Straßenlage dienen sollen. Insoweit lässt sich ein direkter Zusammenhang zur Hauptunfallursache Geschwindigkeit herstellen.

Die zahlreichen Aufklärungsgespräche dienten dazu, Gefahren für die Fahrer selbst und den übrigen Straßenverkehr, die durch illegale technische Veränderungen hervorgerufen werden können, vor Augen zu führen.

Während des Sondereinsatzes wurden die Kontrollen verstärkt auf die Innenstädte sowie Ein- und Ausfallstraßen gelegt. Weiterhin wurden als Schwerpunkte die Bereiche Netphen-Afholderbach, Bundesstraße 62 (die sogenannte Applauskurve) und im Raum Kreuztal die Krombacher Höhe und die Rahrbacher Höhe intensiv von den Polizeibeamten bestreift und kontrolliert.

Dabei stellten die Polizisten auch fest, dass sich neben der motorisierten Zweiradszene speziell in Netphen-Afholderbach offensichtlich vermehrt auch die Pkw-Tuningszene traf. Die Anzahl der Kontrollen wurden an diesen Örtlichkeiten deshalb stark erhöht. Die Anwesenheit der Polizei sprach sich sehr schnell herum und vermeintliche Raser verließen den Bereich dann mehr oder weniger "freiwillig". Das wiederum habe natürlich das Sicherheitsgefühl des "Normalfahrers" gestärkt, hieß es.

Insgesamt gab es im Rahmen des Sondereinsatzes rund 100 Anzeigen. In 110 Fällen waren Verwarngelder fällig. In rund 130 Fällen gab es eine sogenannten Mängelkarte. Weiterhin teilten die Ordnungshüter zahlreiche Infoschriften "Junge Erwachsene" aus.

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Publiziert in SI Polizei

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