Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Trickbetrüger

WALDECK-FRANKENBERG. Aktuell vermelden die Beamten der Polizeistationen im Landkreis mehrere eingehende Hinweise von Menschen, die am Donnerstagmorgen Anrufe von Telefonbetrügern erhalten haben. Die bisherigen betrügerischen Anrufe blieben glücklicherweise im Versuchsstadium stecken, da die Angerufenen nicht weiter auf den Schwindel eingingen. 

Die anrufenden Betrüger erzählten eine Geschichte, wonach den Angerufenen eine größere Menge Geld zustehen würde, da der Corona-Virus in China ausgebrochen sei und China daher zahlen müsse.  Eine Anruferin stellte sich als Frau Jensen von der Bundeszentralbank vor. Sie erklärte, dass die angerufene Frau 24 Monate jeweils 1000 Euro erhalten würde, das Geld komme aus China wegen der Ausbreitung des Corona-Virus. Um an das Geld zu kommen, müsse die Angerufene aber vorher knapp 1.000 Euro Bearbeitungsgebühr überweisen. Die Frau aus dem Waldecker Land fiel aber nicht auf die Betrügerin rein - sie legte auf und informierte die Polizei. Die Kriminalpolizei Korbach hat die Ermittlungen aufgenommen. 

Da noch weitere ähnliche Anrufe bei den Polizeistationen im Landkreis gemeldet wurden, warnt die Polizei und gibt folgende Tipps. 

  • Die Bundeszentralbank, andere Banken oder Sparkassen rufen Sie nicht an, um Ihnen mitzuteilen, dass sie unerwartet Geld bekommen. 
  • Werden Sie immer sofort misstrauisch, wenn Sie vor einer angeblichen Geldauszahlung eine Bearbeitungsgebühr zahlen sollen. 
  • Bankmitarbeiter werden niemals persönliche Daten oder Kontodaten am Telefon erfragen und erst recht nicht nach der persönlichen Geheimzahl (PIN), der EC-Kartennummer oder der Transaktionsnummer (TAN) verlangen. 
  • Geben Sie am Telefon niemals Daten, wie Bankdaten, Zugangsdaten oder Passwörter preis. 
  • Ist ihnen der Name des Anrufers unbekannt, lassen Sie sich seine Erreichbarkeit geben und prüfen Sie, ob es diesen Mitarbeiter tatsächlich gibt. Rufen Sie dazu aber nicht bei der genannten Nummer an, sondern suchen Sie sich die Telefonnummer des Institutes aus öffentlichen Telefonverzeichnissen heraus. 
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. 
  • Beenden Sie das Telefonat, sobald Ihnen etwas verdächtig vorkommt.  Sprechen Sie mit Familienangehörigen oder anderen Vertrauenspersonen über solche Anrufe und holen Sie sich Rat. 
  • Wenn Sie Opfer geworden sind, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. (ots/r)

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Publiziert in Polizei
Sonntag, 27 Januar 2019 09:27

Trickbetrüger scheitern an taffen Senioren

KORBACH. Am Donnerstag scheiterten Betrüger mit dem sogenannten Enkeltrick bei rund einem Dutzend Senioren im Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Die Betrugsmasche "Enkeltrick" ist nicht neu, in einigen wenigen Fällen war sie aber dennoch schon erfolgreich. Die angerufenen Senioren im Landkreis fielen aber nicht auf die Betrüger herein, teilweise war ihnen die Masche bereits aus den Medien bekannt. Fast alle legten den Telefonhörer sofort auf oder durchschauten im Laufes des Gesprächs, dass die Anrufer nicht zum Verwandtenkreis gehören.

Die bei der Polizei bekannt gewordenen Anrufe am Donnerstag erfolgen quer durch den Landkreis Waldeck-Frankenberg. Betroffen waren diesmal Senioren aus den Städten und Gemeinden Frankenberg, Frankenau, Vöhl, Lichtenfels, Korbach, Willingen, Bad Arolsen, Edertal und Waldeck.

Einige der Anrufe begannen mit den Worten "Rate mal, wer dran ist?" oder "Oma, kennst Du mich noch?". Mit diesen Fragestellungen versuchten die Betrüger, den Opfern einen Namen eines Verwandten zu entlocken, was teilweise sogar noch gelang. Die Anrufer erzählten Geschichten wie "ich brauche dringend Geld für eine Immobilie in Kassel" oder "ich brauche schnell Geld für einen Rechtsanwalt".

Oft wird auch eine angebliche finanzielle Notlage dramatisch geschildert. Sobald die Opfer auf den Anrufer eingehen und dem angeblichen Verwandten finanziell aushelfen wollen, wird Zeitpunkt und Ort für eine Übergabe des Geldes vereinbart und es kommt eine weitere Person ins Spiel, um das Geld abzuholen.

Dazu kam es gestern zum Glück nicht. Alle angerufenen Senioren erkannten sofort oder aber spätestens im Laufe des Gesprächs, dass der Anrufer weder Enkel noch Neffe oder Sohn war.

Zum Schutz vor dem Enkeltrick gibt die Polizei folgende Tipps:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbstmit Namen vorstellt.
  • Legen Sie den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen einAnruf verdächtig vorkommt.
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

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Publiziert in Polizei
Donnerstag, 17 Januar 2019 14:43

Sparkassenmitarbeiterin verhindert Enkeltrick

KREUZTAL. Eine aufmerksame Sparkassenmitarbeiterin konnte am Mittwochnachmittag erfolgreich verhindern, dass ein hochbetagter Kreuztaler Senior Opfer eines hinterhältigen Enkeltricks wurde.

Nach dem Anruf der vermeintlichen Enkel hatte sich der ältere Herr bereits zu seiner Sparkasse in Kredenbach begeben, um dort über 10.000 Euro abzuholen. Die Mitarbeiterin der Sparkasse reagierte jedoch clever, bemerkte das hinterhältige Spiel der Betrüger und rief dann zusammen mit dem Senior zunächst einmal den tatsächlichen Enkel des Kreuztalers an. So klärte sich dann schnell, dass dieser keinesfalls - wie von dem falschen Enkel am Telefon behauptet - 13.000 Euro für den Kauf von Wertpapieren benötigte. Anschließend verständigten die Sparkassenmitarbeiterin und der Senior sofort die Polizei - das Siegener Kriminalkommissariat 2 ermittelt nun in der Sache.

Aus aktuellem Anlass wird nochmals besonders vor dieser Betrugsmasche gewarnt, da die Polizei nicht ausschließt, dass noch weitere ältere Menschen ebenfalls gleichlautende Anrufe bekommen könnten. Personen, die einen solchen Anruf erhalten, sollten sich schnellstmöglich unter dem Notruf 110 mit der Polizei in Verbindung setzen. Gleichzeitig weist die Polizei in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass Geldgeschäfte unter Familienangehörigen im Regelfall zeitlich nicht so dringend sind, sodass eine unmittelbare Entscheidung am Telefon getroffen werden müsste. Solche wichtigen Entscheidungen werden am besten in der guten Stube in ruhiger Atmosphäre unter persönlicher Anwesenheit aller Beteiligten getroffen. Deshalb sollte man sich am Telefon niemals unter Druck setzen lassen. (ots/r)

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Publiziert in SI Polizei

MARBURG. Der Anlass der erneuten Warnung vor anrufenden Betrügern, die sich als Polizisten ausgeben, sind die bisher gemeldeten 21 neuerlichen Anrufe in der Zeit von Sonntagabend bis Dienstagmorgen.

Zwischen Sonntag, dem 9. Dezember um 18.20 Uhr und Dienstag, dem 11. Dezember meldeten sich reihenweise die angeblichen Polizisten und tischten die bekannte Story von einem Hinweis auf einen bevorstehenden Einbruch nach der Festnahme von Tatverdächtigen auf. Betroffen, teils mehrfach, waren Bad Nauheim, Ilbenstadt, Langgöns, Karben, Lich, Nidda, Leihgestern, Lützellinden Oberau, Wallernhausen, Laubach, Niederwalgern, Watzenborn-Steinberg, Aßlar und verstärkt am Dienstagmittag in mehreren Fällen auch Herborn und Ortsteile.  

Die Polizei gibt Tipps zum Umgang mit den Betrügern: "Bei solchen oder irgendwie ähnlich gelagerten Anrufen müssen alle Alarmglocken schrillen. Seien Sie misstrauisch, lassen Sie sich am Telefon auf nichts ein. Legen Sie auf und wählen Sie die Ihnen bekannte Telefonnummer Ihrer Polizei und lassen sich mit dem angeblichen Beamten verbinden!". Die Anrufer fragen nach Erklären des angeblichen Grundes des Anrufs zunächst mal allgemeine Informationen ab. "Haben Sie denn Bargeld im Haus? Lagern Sie Ihre Wertsachen in einem Tresor? Ist tagsüber jemand anwesend?...". Auch bei den neuerlichen Anrufen gab es bislang keinen Schaden! Damit dem so bleibt, ist Vorsicht geboten. Außerdem ist zu bedenken, dass die Betrüger vielleicht auch die Masche wechseln und statt des angeblichen Polizeibeamten meldet sich ein Enkel, der für irgendetwas Geld braucht oder es ruft jemand an, der einen Gewinn mitteilt, der im weiteren Verlauf dann aber plötzlich "Gebühren" kostet.

Hier nochmals ein paar Hinweise der Polizei:  

  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an.
  • Die Polizei holt niemals Geldbeträge oder sonstige Vermögenswerte bei Ihnen ab.
  • Die Polizei bietet niemals an, Ihr Vermögen zu überprüfen und in "Sicherheit" zu bringen.
  • Die Polizei fordert Sie niemals auf, Geldbeträge oder sonstige Vermögenswerte vor Ihrer Wohnung zu deponieren oder zu übergeben.
  • Übergeben Sie unbekannten Personen niemals Geld oder Wertsachen, auch nicht Boten oder angeblichen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern der Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.
  • Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse.
  • Als was auch immer der Anrufer sich ausgibt. Überprüfen Sie, ob Sie es tatsächlich mit dieser Person zu tun haben. Legen Sie den Hörer richtig auf und rufen Sie die Ihnen bekannte Nummer Ihrer Polizeidienststelle. Wichtig: Benutzen Sie NICHT die Rückruffunktion oder Wahlwiederholungstaste, da Sie sonst wieder bei dem Anrufer und Täter landen könnten. Wählen Sie die Ihnen bekannte oder von Ihnen herausgesuchte Rufnummer bewusst neu.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder einer anderen Vertrauensperson über den Anruf.  


Diese und weitere Hinweise zum Phänomen "Falsche Polizeibeamte" , "Betrug am Telefon", "Enkeltrick" und weitere Betrugsmaschen stehen im Internet u.a. auf www.polizei.hessen.de oder www.polizei-beratung.de (ots/r)

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Publiziert in MR Polizei
Freitag, 23 November 2018 17:38

Betrüger erbeuten 40.000 Euro von Senioren

KASSEL. Am Mittwoch, den 21. November fielen in Kassel-Oberzwehren Senioren Enkeltrickbetrügern zum Opfer.

Eine bislang unbekannte Täterin hatte sich gegenüber einem älteren Ehepaar am Telefon als Enkelin ausgegeben. Zum Kauf einer Eigentumswohnung benötige sie ganz dringend 40.000 Euro, sagte ihren angeblichen Großeltern. Durch die geschickte Gesprächsführung gelang es, die Opfer zu überzeugen und dazu anzuleiten, das Geld abzuheben und an eine unbekannte Frau zu übergeben. Die Kasseler Kriminalpolizei sucht nun nach Zeugen, die bezüglich der Geldübergabe verdächtige Beobachtungen gemacht haben und Hinweise auf die Täter geben können.  

Die ersten Anrufe gingen am Mittwoch gegen 13 Uhr bei den Senioren aus der Unteren Bornwiesenstraße in Kassel-Oberzwehren ein. Eine weibliche Stimme meldete sich am Apparat und gab vor, die Enkelin des Ehepaars zu sein. Sie fragte, ob sie ihr Geld leihen könnten. Sie sitze bereits beim Notar und stehe unmittelbar vor der Unterschrift in Bezug auf den Kauf einer Eigentumswohnung. Da sie so schnell keinen Kredit von der Bank bekäme, benötige sie nun ganz dringend 40.000 Euro.

Im weiteren Gespräch gelang es der findigen Täterin, das Vertrauen der hochbetagten Opfer zu gewinnen. Sie konnte das Ehepaar davon überzeugen, das Geld bei einer Bank in der Nähe abzuheben und im Anschluss an eine unbekannte Frau vor der eigenen Wohnanschrift zu übergeben. Die Betrüger gingen dabei hoch professionell und arbeitsteilig vor. Während die gesamte Zeit über das Telefonat gehalten wurde, suchte eine zweite Täterin die Adresse des Paares auf und nahm das Geld gegen 15.30 Uhr in der Unteren Bornwiesenstraße entgegen. Der Ehemann, der das Geld übergab, beschrieb die Abholerin als kräftige, leicht dickliche Frau, die etwa 1,65 m groß ist und dunkle Kleidung sowie einen Mantel mit Kapuze trug. Die Kapuze hatte die Täterin auf den Kopf und tief ins Gesicht gezogen. Sie hatte ein südländisches Erscheinungsbild.  

Die Kasseler Ermittler des für Enkeltrickbetrügereien zuständigen Kommissariats 23/24 suchen nun nach Zeugen, die eine wie oben beschriebene Frau am Mittwoch in der Unteren Bornwiesenstraße wahrgenommen haben. Können Sie Hinweise zu den Tätern oder einem möglichen Abholfahrzeug machen, dann melden Sie sich bitte unter der Telefonnummer 0561/9100. (ots/r)

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Publiziert in KS Polizei
Dienstag, 13 November 2018 17:26

Mehr als 20 Betrugsversuche am Telefon

PADERBORN. In den ersten Novemberwochen sind der Polizei wieder zahlreiche Betrugsversuche angezeigt worden. Die Täter gaben sich meistens als falsche Polizisten aus.

Am Montag, den 12. November hätte eine Seniorin beinahe mehrere tausend Euro an die Täter übergeben. Am Donnerstag, den 8. November waren es noch angebliche Enkel, die aus einer angeblichen Notlage heraus dringend Geld bräuchten. Vier vermeintliche Opfer aus Altenbeken und eine Seniorin aus Büren meldeten sich diesbezüglich bei der Polizei. Am darauffolgenden Freitag gab es von mittags bis abends zwölf Anrufe "falscher Polizisten" in Büren und Bürener Ortsteilen. Über das Wochenende wurden der Polizei keine Taten bekannt.

Jedoch starteten die Täter am Montag bereits um 07.30 Uhr mit ersten Anrufen in Paderborn. Eine der ersten Opfer war eine 94-jährige Paderbornerin. Eine halbe Stunde dauerte das erste Telefonat mit einem Mann, der sich als Polizist ausgab und von der Festnahme einiger Einbrecher sprach. Angst machte er der Seniorin, weil er behauptete, ein Täter sei weiter flüchtig und sie sei ein potenzielles Opfer des Einbrechers. Auch auf der Bank sei ihr Geld nicht mehr sicher. Der falsche Polizist forderte die Frau auf, ihr Bankguthaben bis auf einen versicherten Restbetrag abzuheben, weitere Telefonate folgten. Die Frau wurde dermaßen unter Druck gesetzt, dass sie am Vormittag zur Bank ging und mehrere tausend Euro abhob. Als sie daraufhin nach Hause kam, klingelte das Telefon bereits erneut, die Täter ließen nicht locker. Glücklicherweise kam eine Bekannte der Seniorin zu Besuch. Die 76-Jährige erkannte sofort die Betrugsmasche und alarmierte die Polizei. Ohne ihre Intervention wäre es sehr wahrscheinlich zu einer Geldübergabe an die Täter gekommen.

Vier weitere Anrufe erfolgten bis zum Abend in Paderborner Seniorenhaushalten. Auch aus Delbrück meldete sich eine 63-Jährige, die einen falschen Polizisten an der Strippe hatte. Am Dienstag, den 13. November wurde bislang ein Betrugsversuch mit der "Falsche-Polizisten-Masche" aus Paderborn gemeldet.

Die Polizei warnt immer wieder vor diesen Betrugsmaschen am Telefon. Doch immer wieder schaffen es die Täter hohe Summen oder andere Werte zu erbeuten. Die beste Prävention erreichen wir durch umfassende Aufklärung aller potenziellen Opfer, bei denen es sich meistens um Seniorinnen oder Senioren handelt, so die Paderborner Polizei. Deswegen sollten Angehörige, Freunde und vertraute Bekannte ältere Menschen immer wieder auf die Gefahren hinweisen und sich als Ansprechpartner zur Verfügung stellen. Die Senioren sollten intensiv über die Maschen informiert sein und sich sicher sein können, ihre Vertrauensperson jederzeit kontaktieren zu können. Die Täter bauen diese Präventionstipps gezielt in ihre Legenden ein und machen ihren Opfern "deutlich klar" aus bestimmten Gründen jetzt niemanden zu kontaktieren. Auch das müssen die Opfer wissen. Unter Umständen ist es sinnvoll, Anrufe mit unterdrückten oder fremden Rufnummern nicht anzunehmen.

Daraufhin nochmals der eindringliche Hinweis: Die Polizei ruf niemals mit der Telefonnummer 110 oder anderen Polizeinummern an. Tauchen diese im Telefondisplay auf, sind sie "gefälscht", also von Kriminellen. Die Polizei fragt auch niemals nach Wertsachen oder Bargeld, das zu Hause oder auf der Bank verfügbar ist.

Neben den "falschen Polizisten" und dem Enkeltrick gibt es weitere Tricks, mit denen Täter versuchen, an das Geld ihrer Opfer zu gelangen. Verlockende Gewinnversprechen stehen dabei hoch im Kurs. Wegen angeblich von Viren verseuchter Computer versuchen falsche "Microsoft"-Mitarbeiter am Telefon Beute zu machen. Alle kriminellen Maschen aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen. Weitergehende Informationen gibt es im Internet auf: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/.

(ots/r)

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Publiziert in PB Polizei

SIEGEN. Eine 75-jährige Siegener Seniorin wurde Opfer hinterhältiger Telefonbetrüger, die sich als falsche Microsoft-Mitarbeiter ausgaben und die Konten der Seniorin um über 11.000 Euro erleichterten.  

Zur Mittagszeit hatte die Seniorin auf ihrem Festnetztelefon einen Anruf von einem vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter namens "Steve Johnson" erhalten, der vorgab, dass der Rechner der 75-Jährigen "gehackt" worden sei und sie nun entsprechende Arbeiten zur Bereinigung des Problems durchführen müsse. Die Kommunikation fand in englischer Sprache statt, der Anrufer hatte einen indischen Akzent.  

Durch die Mitwirkung der Siegenerin wurde der falsche Microsoft-Mitarbeiter dann für den direkten Zugriff auf den Computer und auch das Smartphone der älteren Dame freigeschaltet. Die mit der ganzen Situation letztlich überforderte 75-Jährige sah alsdann ständig nur noch aufleuchtende Buttons, die sie dann mit "Okay" o.ä. anklickte. Dann wurden Dateien der Seniorin geöffnet und sie sah überall Malware und rotes Aufleuchten. Und da angeblich auch die Firewall-Lizenz der Seniorin abgelaufen sei, bot "Mr. Johnson" der Siegenerin noch verschiedene Verträge an, deren Abrechnung via Kreditkarte erfolgen sollte.

Letztlich wurden die Konten der Siegenerin so um über 11.000 Euro erleichtert. Das für Betrugsdelikte Siegener Kriminalkommissariat 2 warnt deshalb erneut vor diesen perfiden Telefonbetrügern. Die Anrufer suggerieren ihrem jeweiligen Opfer meist in englischer Sprache mit deutlichem asiatischem Akzent, dass Microsoft einen angeblichen Viren- bzw. Trojanerbefall auf dem genutzten Computer festgestellt habe. Entsprechende Meldungen - so erläutert der hinterhältige Anrufer dann weiter - seien mehrfach beim Microsoft Support eingegangen und man wolle dem Nutzer nun helfen, diese Infektion zu beseitigen.

Tatsächlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass der oder die Täter bereits zuvor eine Schadsoftware auf dem betroffenen Computer installiert haben und der Nutzer tatsächlich Performance-Probleme mit seinem Rechner hat. Während des Telefonates wird das Opfer nun aufgefordert, diverse Einstellungen im Betriebssystem vorzunehmen, bzw. bestimmte Letztlich wird für die angebliche Serviceleistung ein Geldbetrag gefordert, welcher in der Regel mittels einer Kreditkarte bezahlt wird. In diesem Zusammenhang gelangen die Täter auch noch an die Kreditkartendaten des Opfers.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass Microsoft nie unangemeldet oder unaufgefordert Support-Anrufe tätigt, um Computerprobleme zu beheben. Die Kriminalpolizei rät daher:  

  • Beenden Sie solche Telefonate umgehend!  
  • Sollten bereits Änderungen erfolgt sein, trennen sie umgehend die Internetverbindung und lassen Sie den Computer fachkundig auf mögliche Schadsoftware überprüfen!  
  • Nehmen Sie keine Zahlungen vor!
(ots/r)

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Publiziert in SI Polizei

SCHWALMSTADT. Ein angeblicher Bankmitarbeiter erschwindelte am Montagmittag von einer 78-jährigen Schwalmstädterin die EC-Karte mit dazugehöriger PIN. Wenig später wurden damit 2.000 Euro vom Konto der Seniorin abgehoben.

Ein seriös wirkender Mann habe am Montagmittag bei der Seniorin geklingelt und sich anschließend als Mitarbeiter der VR-Bank ausgegeben. Grund seines Besuchs sei die angebliche Herausgabe einer neuen EC-Karte. Es gelang ihm die Seniorin zu veranlassen, ihm ihre aktuelle EC-Karte mit der dazugehörigen PIN auszuhändigen.

Nachdem der Mann einige Zeit weg war, realisierte die Seniorin ihren Fehler und rief bei ihrer Bank an. Hier wurde ihr mitgeteilt, dass bereits 2.000 Euro von ihrem Konto abgehoben wurden.

Der angebliche Bankmitarbeiter kann wie folgt beschrieben werden: Er ist ca. 30 Jahre alt, schlank, hat dunkle kurze Haare, ein südländisches Aussehen und er sprach hochdeutsch. Bekleidet war er mit einer schwarzen Hose und einem weißen langärmligen Hemd.

Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Homberg unter der Telefonnummer 05681/7740. (ots/r)

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Publiziert in HR Polizei

KASSEL. Durch Anrufe mit der bereits bekannten Masche "falsche Polizeibeamte" versuchen Betrüger in Stadt und Landkreis Kassel aktuell wieder Senioren hereinzulegen und um deren Ersparnisse zu bringen.

Neu bei einigen der jüngsten Anrufe, die seit Sonntag, gehäuft am Montagabend und auch bereits am Dienstagvormittag bei Rentnern in der Region eingingen, ist jedoch der Vorwand der sich als Polizisten ausgebenden Betrüger, sie hätten falsche Polizeibeamte festgenommen.  

Ganz wichtig: Erst auflegen - dann 110 anrufen! Einige der angerufenen Senioren wurden zudem von den Betrügern aufgefordert, die 110 anzurufen und sich die Echtheit des Anrufers bestätigen zu lassen. Wenn die Senioren aber nicht auflegten, ging das Wählen der 110 ins Leere und der Betrüger war nach wie vor in der Leitung. Daher sollte unbedingt folgender Rat befolgt werden: Das Telefonat unbedingt erst beenden. Bei alten Telefonen klassisch durch Auflegen des Hörers, bei schnurlosen Telefonen oder Handys durch Drücken der vorwiegend roten Auflegetaste. Erst wenn der Anruf definitiv beendet ist, sollte die 110 gewählt werden. Dann erreicht der Notruf mit Sicherheit die echte Polizei.  

Bereits über ein Dutzend Anrufe

Über ein Dutzend Anrufe bei Senioren in den Kasseler Stadtteilen Harleshausen, Bad Wilhelmshöhe, Brasselsberg sowie in Vellmar im Landkreis Kassel sind der Polizei vom Montag und Dienstag bekannt. Glücklicherweise flogen die Täter in den bekannten Fällen mit ihrer Masche auf, sodass es bislang beim Versuch blieb. Die Betrüger hatten sich am Telefon als Polizeibeamte ausgegeben und von der Festnahme eines Einbrechers, aber in einigen Fällen auch von der Festnahme falscher Polizeibeamter berichtet.

Nun müsse man wissen, ob der angerufene Senior Wertsachen im Haus habe und ob diese noch alle da wären. Vermutlich seien diese nämlich in Gefahr. In der Regel versuchen die Täter so in Erfahrung zu bringen, ob bei dem Opfer etwas zu holen ist und wollen die Senioren auf diese Weise für ihr weiteres Vorhaben verängstigen und einschüchtern.  

Die Polizei gibt folgende Tipps:  

  • Die Polizei erfragt am Telefon keine Details zu Kontodaten oder  Wertgegenständen im Haus.  
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen oder  familiären Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie  einfach auf.  
  • Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein  Anruf verdächtig vorkommt. WICHTIG: Beenden Sie das vorige Telefonat unbedingt durch Auflegen und wählen Sie erst dann die 110.  
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.  
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der  die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. 

(ots/r)

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Publiziert in KS Polizei

MARBURG. Ein 37 Jahre alter Mann war am Montag in Marburg unterwegs und bot sein Samsung Galaxy S9 zum Verkauf an.

Der Mann konnte tatsächlich die Rechnung für das Gerät vorweisen und das Telefon stammte auch nicht aus einem Diebstahl. Alles schien also mit rechten Dingen zuzugehen. Dem war jedoch dann doch nicht so, denn der Mann schloss das Geschäft ab, händigte dem Käufer bei der Zahlung ein dunkelblaues Nylonmäppchen aus, in dem sich dann statt des Telefons eine unbemerkt eingetauschte Holzattrappe befand.

Nach den bisherigen Erkenntnissen versuchte der Mann in mindestens zwei weiteren Fällen sein "Telefon" zu verkaufen. Einmal verzichtete der Passant, ein weiteres Mal war die Polizei rechtzeitig vor Ort. Der Mann trat zwischen 18 und 22.30 Uhr in der Biegenstraße und der Bahnhofstraße an die Passanten heran.

Ausreichende Haftgründe lagen gegen den in Hagen lebenden polizeibekannten Mann nicht vor. (ots/r)

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Publiziert in MR Polizei
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