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HOMBERG. Am 19. Dezember hat die Kriminalpolizei Homberg die Wohnung eines tatverdächtigen Jugendlichen durchsucht und eine große Menge von selbst hergestellter Pyrotechnik sichergestellt. In das Visier der Ermittler geriet der 16-Jährige aus dem Schwalm-Eder-Kreis, nachdem er bei einem Internethandel insgesamt 4 Kilogramm Magnesiumpulver bestellt hatte.

Der Internethandel informierte sofort die Polizei, nachdem das hauseigene Monitoring-Programm die brisante Bestellung erkannt hatte. Sofort wurde über die Staatsanwaltschaft Kassel beim Amtsgericht Kassel ein Durchsuchungsbeschluss beantragt. Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Beamten insgesamt 8 Kilogramm selbst hergestellter Pyrotechnik mit erheblicher Sprengwirkung, die der Jugendliche an Silvester abbrennen wollte.

Die sichergestellte Pyrotechnik wurde anschließend an die Sprengstoffsachbearbeiter des Hessischen Landeskriminalamtes übergeben. Den Jugendlichen erwartet nun ein Strafverfahren wegen Verdacht des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei kurz vor dem Jahreswechsel und dem Verkaufsstart für Feuerwerk Tipps zum sicheren Umgang mit Silvesterfeuerwerk. Jedes Jahr verletzen sich Menschen durch die falsche Handhabung mit Böllern und Raketen. Ausdrücklich warnt die Polizei davor, Silvesterknaller aus dem Ausland zu kaufen. Diese sind möglicherweise nicht geprüft und damit in Deutschland nicht nur verboten, sondern unter Umständen sogar lebensgefährlich.

Auch wer Böller selber bastelt, macht sich gemäß dem Sprengstoffgesetz strafbar und begibt sich und andere in Gefahr. Viele selbst gebastelte Feuerwerkskörper können durch geringste Einwirkungen explodieren und schwere Schäden anrichten.

Weitere Tipps der Polizei sind 

  • Silvesterfeuerwerk nur in regulären Geschäften, wie zum Beispiel Supermärkten, kaufen.
  • Zugelassene Böller sind bei ordnungsgemäßem Gebrauch sicher, daher soll die Gebrauchsanweisung gelesen werden.
  • Nur Feuerwerkskörper verwenden, die keine Mängel erkennen lassen.
  • Blindgänger nicht wieder anzünden! Funktioniert das Feuerwerk nicht, mindestens 15 Minuten warten und sich in dieser Zeit nicht nähern. Danach kann das Feuerwerk zum Beispiel in einen mit Wasser gefüllten Eimer gelegt und anschließend im Hausmüll entsorgt werden.
  • Bei der Gemeinde informieren, wo das Böllern erlaubt ist.
  • Feuerwerkskörper nur auf ebenen und freien Flächen abbrennen. - Immer einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu Personen und Gebäuden einhalten Äste, Balkone oder andere Hindernisse dürfen nicht in der Flugbahn von Raketen sein.
  • Zum Abschuss von Raketen geeignete "Rampen" (wie zum Beispiel Flaschen) verwenden.
  • Feuerwerk nie in geschlossenen Räumen zünden!

Um den Feiernden mehr Sicherheit zu bieten, haben einige Kommunen mit der Polizei Sicherheitskonzepte entwickelt. Ein Teil dieser Konzepte sind Regelungen, wo etwa das Böllern verboten ist. Auch wird die Polizei Autofahrer verstärkt an Silvester kontrollieren, um Unfälle durch Trunkenheitsfahrten vorzubeugen. (ots/r)

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Publiziert in HR Polizei

BAD BERLEBURG. Der gestern in Bad Berleburg gefundene Sprengstoff wird heute weiter aus dem Haus im Wiesenweg abtransportiert und außerhalb der Stadt durch die Sprengmeister der Bundespolizei kontrolliert gesprengt.

Am Morgen um kurz nach 10 Uhr rollte der Konvoi vom Wiesenweg aus das erste Mal mit Polizei-Eskorte zum Sprengort.

Gestern hatten Mitarbeiter mit einem Bagger dort bereits ein großes Erdloch ausgehoben. Am Morgen wurde die Stelle weiträumig abgesperrt und die Sprengkugel der Bundespolizei dorthin geleitet. Von da aus räumten die Beamten die Sprengkörper in das Erdloch um und leiteten aus sicherer Entfernung eine elektrisch gesteuerte Sprengung ein, die mit mehreren lauten Schlägen, Funkenflug und Rauchentwicklung einherging.

Insgesamt vier Mal war das Procedere bisher erforderlich, um alle Sprengkörper zu beseitigen, die gestern im Rahmen einer Hausdurchsuchung gefunden worden waren. Vier Kilo waren bei der ersten Sprengung heute Morgen kontrolliert in die Luft gegangen.

Gestern waren bei einer Razzia des Hauptzollamtes Essen insgesamt 40 Kilogramm Sprengstoff in einem Wohnhaus im Stadtzentrum gefunden worden. Vermutlich waren die Rohstoffe für selbst gebaute Pyrotechnik und Sprengkörper aus dem Darknet gekauft worden. Im Dachboden des Familienhauses im Wiesenweg sollen die Sprengkörper mit Chemikalien zusammengebaut worden sein. Die Familie, die in dem Haus lebt, war bisher nicht anwesend.

Aktuell ist immer noch eine Sperrzone eingerichtet, Bewohner mussten ihre Häuser verlassen.

Publiziert in SI Polizei

BAD BERLEBURG. Großeinsatz der Polizei, der Bundespolizei, der Zollfahndung, der Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst in Bad Berleburg.

Am Mittag haben die Einsatzkräfte sich in der Stadtmitte getroffen, eine Seitenstraße wurde von Kräften der Polizei großräumig abgesperrt.

Vor Ort haben sich Kräfte von Polizei und Zoll vor einem Wohnhaus gesammelt. Es gehe um Cyberkriminalität und Sprengmittel heisst es vor Ort. Christian Seipenbusch, Ermittlungsbeamter vom Zollamt Essen, erklärt, dass Sprengstoffexperten der Bundespolizei zum Einsatz kommen werden. Eigentlich waren Ermittler der Zentralstelle Cybercrime, zuständig für Internetkriminalität im Einsatz. Dabei wurde jedoch im Rahmen der Razzia Sprengstoff gefunden.

Zusammen mit der Feuerwehr, dem Ordnungsamt der Stadt Bad Berleburg und der Polizei wird die Straße evakuiert. Alle Anwohner müssen ihre Häuser verlassen. Die Bundespolizei aus Köln rückt unterdessen mit Spezialgerät an. Ein Geländewagen zieht einen Anhänger in die Seitenstraße, in dem sich eine „Kugel“ befindet. Die dient zum Abtransport explosionsgefährdeter Stoffe. Davon haben Ermittler am Morgen reichlich in dem Haus der Bad Berleburger Kernstadt gefunden – rund 40 Kilogramm sollen es sein. Nachdem die „Kugel“ einsatzbereit ist, wird der Bereich endgültig geräumt und die Experten der Bundespolizei beginnen damit, Sprengkörper und Pyrotechnik aus dem Haus zu räumen und in der Kugel zu sichern, oder direkt vor Ort abzubrennen.

Wieso am Morgen Durchsuchungsmaßnahmen durchgeführt wurden, dazu konnten weder die Zoll- und Polizeibeamten vor Ort, noch die zuständige Staatsanwaltschaft in Köln etwas sagen. Aus ermittlungstaktischen Gründen durfte dies noch nicht bekannt gegeben werden.

Fest steht, dass die Aktion sich nicht nur auf Bad Berleburg konzentriert hat, wo am Morgen auch eine zweite Wohnung durchsucht wurde, sondern auf ganz NRW.

Der Einsatz der Bundespolizei dauert derzeit immer noch an. Auch morgen wird der Einsatz wohl weiter fortlaufen. Sobald sich weitere Informationen ergeben, werden wir nachberichten.

Publiziert in SI Polizei

ARNSBERG. Am Freitag gegen 6 Uhr meldeten Zeugen die Sprengung eines Geldautomaten in einem Geldinstitut an der Hauptstraße.

Weiterhin beschrieben die Zeugen drei schwarz bekleidete Personen, die mit einem blauen und einem dunklen Motorroller in Richtung der Burgstraße flüchteten. Durch die Polizei wurde direkt eine Fahndung nach den flüchtigen Tätern ausgelöst. Hierzu wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt, die Fahndung verlief jedoch dennoch ohne Erfolg.

Bei der Tatortaufnahme stellte sich heraus, dass es zu keiner Sprengung kam. Die Täter hatten zunächst versucht den Geldautomaten aufzuhebeln. Nach ersten Auswertungen der Überwachungskamera waren die Täter auch mit Gasflaschen ausgerüstet. Es ist davon auszugehen, dass sie durch die Vernebelungsanlage vertrieben wurden und von einer anschließenden Sprengung des Automaten absehen mussten. Beute konnten die Täter nicht machen.

Die drei Personen trugen schwarze Sturmhauben und waren dunkel gekleidet. Sie flüchteten mit ihren Kleinkrafträdern in Richtung der Burgstraße. Hinweise nimmt die Polizei in Arnsberg unter der Telefonnummer 02932/90200 entgegen. (ots/r)

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Publiziert in HSK Polizei

KORBACH. Gegen 8.30 Uhr erreichte die Korbacher Polizei die Meldung, dass eine mögliche Gefahrenlage an der Alten Landesschule in Korbach herrscht.

Daraufhin wurden die ALS und die Beruflichen Schulen evakuiert - insgesamt mussten etwa 2000 Schüler die Lehreinrichtungen verlassen. Ebenfalls evakuiert wurde die Humboldtschule. Derzeit sind die Korbacher Polizisten mit mehreren Streifenwagen vor Ort, auch das DRK ist mit einigen Rettungswagen dort, um allen Eventualitäten vorzubeugen.

Auch Beamte einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BEF) aus Kassel sind vor Ort, darunter ein Sprengstoffspürhund mit Hundeführer. Nach der Durchsuchung müssen die Schüler der Alten Landesschule zurück in die Lehreinrichtungen, weil sie ebenfalls durchsucht werden. Die Bombendrohung sei am Morgen per Email eingegangen mit dem Hinweis, dass um 9 Uhr eine Bombe in der Schule hochgehen werde.

Um 9.45 Uhr wird ein Sprengstoffteam mit einem ausgebildeten Spürhund in die Schule vorrücken und nach dem Sprengstoff suchen.

Alle Zuwegungen wurden für Fahrzeuge und den Personenverkehr bis auf weiteres gesperrt.

Beachten Sie bitte die Folgemeldung zum Polizeieinsatz an der ALS:

Link: Bombendrohung: Keine Sprengsätze gefunden - 2000 Schüler evakuiert (Folgemeldung)

Publiziert in Polizei

DAUTPHE. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen geht die Kriminalpolizei Marburg derzeit davon aus, dass Manipulationen an der Gasleitung im Keller eines im Bau befindlichen Mehrparteienhauses in der Rutwinstraße zu einem unkontrollierten Gasaustritt führten.

Der frühzeitig bemerkte Gasgeruch und die Einleitung sofortiger Maßnahmen verhinderten eine mögliche Explosion. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der versuchten Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion nach § 308 Strafgesetzbuch und bittet um sachdienliche Hinweise. Wer hat zur mutmaßlichen Tatzeit zwischen 19.30 Uhr am Montag, den 13. August und 18 Uhr am Dienstag, den 14. August in dem noch gänzlich leerstehenden Mehrfamilienhaus am Beginn der Rutwinstraße verdächtige Beobachtungen gemacht? Wer hat zu dieser Zeit im Haus oder in unmittelbarer Nähe Personen und/oder Fahrzeuge gesehen? Wer hat Arbeiten im Keller bemerkt und kann dazu nähere Angaben machen?

Sachdienliche Angaben dazu erbittet die Kriminalpolizei in Marburg unter der Telefonnummer 06421/4060. (ots/r)

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Publiziert in MR Polizei

PADERBORN. Am Montag hat die Polizei bei der Durchsuchung einer Kellerwohnung in Paderborn-Sande große Mengen Chemikalien aufgefunden.

Durch hinzugezogene Experten des Landeskriminalamts NRW wurde festgestellt, dass der Bewohner aus diesen Chemikalien einen hochexplosiven Sprengstoff hergestellt hatte. Der Sprengstoff wurde aus Sicherheitsgründen außerhalb des Hauses zur Umsetzung gebracht.

Beamte der Paderborner Polizei hatten im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen Mittag das Mehrfamilienhaus an der Pappelallee aufgesucht, den Beschuldigten, einen 20-jährigen Chemiestudenten, der Mieter der Wohnung ist, jedoch nicht angetroffen. Bei der Durchsuchung seiner Räumlichkeiten stießen die Ermittler dann auf mehrere Kilogramm beziehungsweise Liter unterschiedlicher Chemikalien und daraus hergestellter Selbstlaborate. Da die Zusammensetzung der vorgefundenen Substanzen und deren Gefahrenpotential nicht genau eingeschätzt werden konnte, wurden Spezialisten des Landeskriminalamts aus Düsseldorf hinzugezogen.

Die Beamten trafen am Nachmittag in dem Sander Wohngebiet ein und konnten nach einer ersten Bewertung feststellen, dass es sich teilweise um hochexplosive Sprengstoffe handelt. Aus Sicherheitsgründen wurde daraufhin eine kleine Menge nicht transportfähigen Materials in der Nähe des Hauses auf einer Freifläche am Boker Kanal gesprengt. Die Polizei hatte den Bereich zuvor weiträumig abgesperrt und Bewohner der angrenzenden Häuser gebeten, kurzfristig ihre Wohnungen zu verlassen. Feuerwehr, Notarzt und Rettungssanitäter waren sicherheitshalber ebenfalls zum Einsatzort gerufen worden.

Der verbliebene Sprengstoff wurde in einen nahegelegenen Steinbruch in Paderborn gebracht und am Abend in zwei Sprengungen durch die Experten aus Düsseldorf vernichtet. Der Wohnungsinhaber konnte bis Dienstagnachmittag nicht ausfindig gemacht und zu den Funden befragt werden. Es gibt keine Hinweise darauf, dass der Student den Sprengstoff für eine konkrete bevorstehende Straftat nutzen wollte. Der 20-jährige, der an der Universität in Paderborn studiert, stammt aus Witten und ist der Polizei wegen eines ähnlichen Delikts aus dem Jahr 2016 bereits bekannt.

Gegen ihn und einen zweiten Verdächtigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Am Dienstagvormittag wurde die Wohnung des mutmaßlichen 17-jährigen Mittäters aus dem Raum Büren, der aus dem Bekanntenkreis des Studenten stammt, durchsucht. Hierbei wurden keine weiteren Selbstlaborate, aber einige pyrotechnische Gegenstände gefunden. (ots/r)

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Publiziert in PB Polizei
Freitag, 13 April 2018 17:24

Junge Frauen mit Drogen und Waffen erwischt

SIEGEN. Im Bereich der Siegener Innenstadt wurden am Donnerstag zwei junge Frauen von der Polizei kontrolliert, die ungewöhnlich hoch gerüstet waren.

Da all die von den jungen Damen mitgeführten Gegenstände natürlich verboten waren, mussten die Polizisten anschließend fleißig polizeiliche Sicherstellungsprotokolle ausfüllen und Strafanzeigen fertigen.

Der erste Fall betraf eine 19-jährige Siegenerin, die um 17.45 Uhr in dem Parkgelände an der Martinikirche von den Beamten kontrolliert wurde. Dabei kamen dann nicht nur verbotene Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien, sondern auch noch drei sogenannte Einhandmesser und ein Schlagring zum Vorschein. Gegenüber der Polizei äußerte die junge Frau, dass sie die zahlreichen Messer zum Selbstschutz mit sich führe. Die Polizei stellte all die von der 19-Jährigen mitgeführten Gegenstände sicher. Ebenso wurden eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und eine wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen die Siegenerin gefertigt.  

Bei dem zweiten Fall geriet eine andere jungen Dame im Bereich des Siechhausweges in eine Polizeikontrolle. Dabei wurden in der Handtasche der 18-Jährigen zwei verbotene Böller aufgefunden und sichergestellt. Hier wurde eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz gefertigt. (ots/r)

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Publiziert in SI Polizei
Donnerstag, 30 März 2017 17:31

Unbekannte sprengen Wohnwagen in die Luft

BAD ENDBACH. Einen Wohnwagen haben Unbekannte in einem am Waldrand gelegenen Gartengrundstück in die Luft gesprengt. An dem älteren Wohnwagen entstand daurch ein Totalschaden. Die Kripo ermittelt und geht auch den Hintergründen weiterer Detonationen in der Umgebung nach.

So war ein Hochsitz in Schlierbach offenbar gesprengt worden, im Steinbruch in Rachelshausen gab es zumindest einen lauten Knall. Ein Tatzusammenhang zu dem nun in die Luft geflogenen Wohnwagen kann die Kripo derzeit weder beweisen noch ausschließen. Die Ermittler hoffen auf Zeugen, die Angaben über verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe der drei genannten Orte machen können.

Der ältere Wohnwagen stand in einem frei zugänglichen Garten oberhalb der Straße Am Bewegungsbad, links von einem Feldweg, der zum Anwesen Am Öden Berg 1 führt. Das ist etwa 100 Meter entfernt von der nächsten Bebauung in der Feldgemarkung Am öden Berg, oberhalb des Lidl-Marktes zwischen Bad Endbach und Hartenrod. Der Wohnanhänger diente wohl als Gartenhütte und war nicht verschlossen. Die Explosion führte zu einem Totalschaden.

Die näheren Umstände, die zur Explosion führten, die Art und Weise des Vorgehens und die verwandten Materialen stehen laut Polizeisprecher Martin Ahlich derzeit noch nicht fest. Die ersten Ermittlungen der Kripo Marburg, insbesondere die Befragung der nächsten Anwohner, brachte bislang weder Hinweise zur Tatzeit noch zu etwaigen verdächtigen Personen. Der Schaden wurde an diesem Montag bemerkt und der Polizei gemeldet. Die Explosion könnte durchaus schon mehrere Tage vorher passiert sein.

  • Wer hat vor dieser Zeit einen lauten Knall gehört?
  • Wer hat dort im Garten oder an dem Wohnwagen selbst Personen und/oder Fahrzeuge bemerkt?
  • Wer hat verdächtige Äußerungen gehört, die mit der Zerstörung des Wohnwagens oder auch mit den anderen Vorkommnissen in Verbindung stehen könnten?
  • Wer kann Angaben machen zu Personen, die mit explosiven Stoffen experimentieren oder davon erzählt haben?

"Der Umgang mit diesen offenbar hoch explosiven Stoffen ist extrem gefährlich. Ein hergestelltes Gemisch selbst ist potentiell gefährlich und birgt immer auch die Gefahr einer ungewollten Entzündung. Für Laien ist weder der Zeitpunkt noch die Auswirkung der Detonation mit unbekannten oder gar selbst zusammengemixten Zutaten absehbar und eigentlich auch nicht berechenbar", sagte Ahlich am Donnerstag. Verletzte seien glücklicherweise bislang nicht zu beklagen.

Um Hinweise bittet die Kriminalpolizei Marburg, die unter der Telefonnummer 06421/406-0 zu erreichen ist. (ots/pfa)  

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Publiziert in MR Polizei

BAD BERLEBURG. Einer der beiden Terrorverdächtigen, die in Zusammenhang mit einem geplanten Sprengstoffanschlag in Sachsen festgenommen wurden, hat seinen Asylantrag in Bad Berleburg gestellt.

Nach der Festnahme durch ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat die Polizei am Montag in einer Pressekonferenz Details zur Festnahme und den Tätern bekannt gegeben. Nachdem der Verfassungsschutz Informationen weitergegeben hatte, hatte ein SEK eine Wohnung im Chemnitzer Ortsteil Kappel in der "Straße Usti nad Labem" 97 gestürmt. Die Wohnung war jedoch leer. Zuvor hatten die Beamten darin den Terrorverdächtigen Jaber Al-Bakr, in anderen Schreibweisen wird sein Vorname auch als Dschaber geschrieben, erkannt. Das SEK hatte zunächst einen Warnschuss abgegeben und war davon ausgegangen, dass der Mann in die Wohnung zurück läuft. Da davon ausgegangen werden musste, dass der Mann Sprengstoff bei sich trägt, sind die Beamten nicht auf ihn zugegangen - auch, um die Mitbewohner des Hauses nicht zu gefährden.

Sprengstoff TATP gefährlicher als TNT
Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Polizisten anschließend hunderte Gramm von Sprengstoff, der weitaus gefährlicher sein soll, als TNT. Nach Angaben der ZDF und der BILD-Zeitung handelt es sich dabei um den Sprengstoff TATP, der auch bei dem Versteck in Brüssel und an den Sprengstoffgürteln in Paris gefunden wurde. Der als Flüchtling nach Deutschland eingereiste Syrer wurde bereits vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Er hatte im Internet nach Anleitungen zur Bombenherstellung gesucht und entsprechende Materialien beschafft. Der Mann wurde am 10. Januar 1994 in Sasa, einer kleinen Stadt südlich von Damaskus, in Syrien, geboren. Im Februar 2015 reiste er nach Deutschland ein und stellte seinen Asylantrag in Dresden, der dann zunächst auf eine Dauer von drei Jahren anerkannt wurde.

Zweiter Tatverdächtiger stellte Asylantrag in Bad Berleburg
Der Mieter, der die Wohnung, in der sich der gesuchte Syrer aufhielt, angemietet hatte, wurde bereits am Samstag am Chemnitzer Hauptbahnhof festgenommen. Hierbei handelte es sich um einen 32-jährigen Mann, der ebenfalls aus Syrien stammt. Er war unter dem Namen (phonetisch) Callil H. bereits im November 2015 ebenfalls als Flüchtling nach Deutschland eingereist. Wie der Sächsische Staatsminister des Innern, Markus Ulbig, am Montagmittag in einer Pressekonferenz der Polizei Sachsen mitteilte, hatte dieser Mann seinen Asylantrag am 18. Dezember beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Bad Berleburg gestellt. Zu seiner Unterbringung von November 2015 bis zum Dezember hatte der Minister nur Nordrhein-Westfalen genannt. Aus gut unterrichteten Kreisen hieß es, dass Asylsuchende, die ihren Antrag in Bad Berleburg stellen, auch in Einrichtungen in Olpe oder Bad Laasphe untergebracht sein könnten. In der Bezirksregierung Arnsberg war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Im März 2016 wurde der Asylantrag des zweiten Tatverdächtigen anerkannt und er wurde dann zunächst in Viersen untergebracht. Laut Auskunft von Innenminister Ulbig erfolgte der Umzug nach Chemnitz dann schließlich am 12. Juli.

In der Nacht zu Montag konnte auch der Hauptverdächtige, Dschaber Al-Bakr, festgenommen worden. Er hatte nach Auskunft der Polizei am Hauptbahnhof in Leipzig einen Landsmann angesprochen und gefragt, ob er bei ihm schlafen könne. Dieser Mann hatte Al-Bakr dann zu sich nach Hause eingeladen, ihn dort mit Hilfe eines Mitbewohners gefesselt und die Polizei alarmiert.

Der Generalbundesanwalt leitet nun die weiteren Ermittlungen gegen die beiden Syrer.

Die Polizei Sachsen hat in ihrem Facebookaccount die gesamte Pressekonferenz vom Mittag online gestellt. Das Video ist etwa eine Stunde lang.

Vor einigen Tagen war zudem heraus gekommen, dass das BAMF in mehr als 2000 Fällen gegen vermeintliche Flüchtlinge, die mit bewusst gefälschten Passdokumenten eingereist waren, keine Strafnazeigen erstattet hatte. Dies, so kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel an, werde in Zukunft nicht mehr der Fall sein. Ob die beiden Syrer ebenfalls falsche Passdokumente mitführten, wurde nicht berichtet.

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