Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Sexualdelikt

KASSEL. Nachdem ein älterer Fahrgast bereits am Montagabend in einer Straßenbahn mit Ziel Kassel-Wilhelmshöhe laut Aussage eines Zeugen mehrere Frauen unsittlich angefasst haben soll, konnte dieser Fahrgast am Bahnhof Wilhelmshöhe durch die Bundespolizei angetroffen und identifiziert werden.

Zu diesem Vorfall sucht die Polizei nun die von ihm möglicherweise bedrängten Frauen und weitere Zeugen des Geschehens. Wie die aufnehmenden Beamten des Polizeireviers Süd-West mitteilen, hatte sich gegen 20.45 Uhr zunächst ein Zeuge aus einer Straßenbahn mit Ziel Bahnhof-Wilhelmshöhe telefonisch gemeldet und mitgeteilt, dass sich in dieser ein Fahrgast befindet, der mehrere Frauen unsittlich angefasst haben soll - eine der betroffenen Frauen sei bereits ausgestiegen.

Kurz darauf konnte die Bundespolizei am Wilhelmshöher Bahnhof einen Mann ausmachen, auf welche die zuvor durch den Zeugen abgegebene Personenbeschreibung passte. Der 35-jährige Kasseler und mutmaßliche Fahrgast, hat dabei wie vom Zeugen beschrieben eine Glatze, trug helle Jeans und eine dunkle Jacke.

Die mit den weitergehenden Ermittlungen betrauten Beamten des Polizeireviers bitten nun Frauen, die betroffen waren, sich bei der Kasseler Polizei zu melden. Auch Zeugen des Vorfalles sind in dem Zusammenhang von großem Interesse. Zeugen und Betroffene melden sich bitte bei der Polizei in Kassel unter der Rufnummer 0561/9100.  (ots/r)

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BAD WILDUNGEN. Einem Sexualdelikt gehen die Beamten der Kripo Korbach derzeit nach und suchen Zeugen, die am Mittwoch vergangener Woche gesehen haben, wie ein unbekannter Täter eine junge Frau in der Urenbachstraße in Bad Wildungen begrapscht und betäubt hat.

Gegen 15.30 Uhr am 5. Juni, lief der Täter hinter der Frau in der Urenbachstraße her. Als er die Frau erreichte, hielt er sie von hinten fest und versuchte ihr unter das T-Shirt zu fassen. Anschließend legte er ihr ein Taschentuch mit einer unbekannten Flüssigkeit vor das Gesicht. Durch die betäubende Wirkung verlor die Frau kurzzeitig das Bewusstsein. Zu weiteren sexuellen Handlungen kam es scheinbar nicht. Die Polizei schließt derzeit nicht aus, dass der Täter bei seiner möglicherweise geplanten Tathandlung gestört worden sein könnte.

Der Täter konnte wie folgt beschrieben werden:

Männlich, etwa 30 bis 35 Jahre alt und ca. 170 cm groß. Der Gesuchte hatte zur Tatzeit schwarze, kurze Haare mit Arobob, seine Hautfarbe war dunkel. Bekleidet war der Täter mit einem blau-weiß gestreiften Shirt, er trug Shorts.

Hinweise zur Tat oder dem Täter nimmt die Kripo unter der Telefonnummer 05631/9710 entgegen. (ots/r)

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KASSEL. Am Montagnachmittag zeigte ein 39-Jähriger aus Kassel einen Sachverhalt bei der Polizei an, der sich bereits am Vortag, am Sonntag, dem 28. Oktober, auf dem Gelände eines Kleingartenvereins im Kasseler Stadtteil Waldau ereignet haben soll.

Wie der Mann angab, sei er in der Gartenhütte einer Verwandten von zwei Unbekannten bewusstlos geschlagen worden. Aufgrund der bisher gegenüber der Polizei gemachten Angaben und der daraufhin eingeleiteten Ermittlungen kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass es im weiteren Verlauf zu einem Sexualdelikt zum Nachteil der getrennt lebenden, sich ebenfalls in dem Gartenhaus aufhaltenden Ehefrau des 39-Jährigen gekommen ist. Um den noch unklaren Sachverhalt aufklären zu können, erhoffen sich die Ermittler des Kommissariats 12 nun weitere Hinweise. Möglicherweise haben Zeugen an dem Abend im Bereich des Tatorts zwei verdächtige Männer beobachtet und können weitere Hinweise zu dem Fall geben.  

Der Vorfall soll sich an dem Sonntagabend gegen 20 Uhr ereignet haben. Der 39-Jährige sei nach eigenen Angaben in der Gartenhütte auf dem Kleingartengelände an der Nürnberger Straße von den zwei Unbekannten von hinten bewusstlos geschlagen worden, der weitere Verlauf der Geschehnisse ist momentan noch unklar. Die Ermittlungen dazu sowie die Auswertung der durch die Kasseler Kriminalpolizei am Tatort durchgeführten Spurensicherung dauern an.  

Den Ermittlern liegt bislang nur eine vage Beschreibung der beiden mutmaßlichen Täter vor:  

Es handelt sich um zwei männliche Personen, die 20 bis 25 Jahre alt sind, einen dunklen Teint haben und Kapuzenshirts oder Kapuzenjacken trugen.

Zeugen, die am Sonntagabend im Bereich des Kleingartenvereins an der Nürnberger Straße in Kassel-Waldau möglicherweise zwei entsprechende Personen beobachtet haben oder Hinweise zu dem Fall geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. (ots/r)

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KASSEL. Am Mittwochabend ereignete sich im Bereich des Frasenwegs in Kassel ein mutmaßliches Sexualdelikt.

Ein 28-jähriger Deutscher aus Kassel soll dort eine ihm bekannte 26 Jahre alte Frau aus Kassel in ein Waldstück geführt und dort versucht haben, sie zu vergewaltigen. Das Opfer konnte sich jedoch zu einem vorbeikommenden Radfahrer flüchten und den Mann um Hilfe bitten.

Beamte des Polizeireviers Nord nahmen den Tatverdächtigen daraufhin noch in der Nähe fest. Auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft ordnete ein Haftrichter am Amtsgericht Kassel am Donnerstag die Untersuchungshaft gegen den 28-Jährigen an. Er befindet sich nun in der Justizvollzugsanstalt Kassel-Wehlheiden.  

Der Fahrradfahrer alarmierte am Mittwochabend gegen 23.30 Uhr über den Notruf 110 die Kasseler Polizei, nachdem die 26-Jährige ihn im Bereich der scharfen Kurven des Frasenwegs angehalten und um Hilfe gebeten hatte. Der Tatort soll im Bereich eines Fußwegs in bewaldetem Gebiet oberhalb der Straße "Am Wasserturm" liegen.

Aufgrund der von der Frau gemachten Angaben und den von den Beamten des für Sexualdelikte zuständigen Kommissariats 12 der Kasseler Kriminalpolizei geführten Ermittlungen steht der 28-Jährige im dringenden Tatverdacht der versuchten Vergewaltigung. (ots/r)

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KASSEL. Am frühen Sonntagmorgen ereignete sich ein sexueller Übergriff eines bislang unbekannten Mannes auf eine 21-Jährige.

Die junge Frau war in einem Hinterhof an der Annastraße, unmittelbar hinter einer Kneipe an der Friedrich-Ebert-Straße, von dem bislang Unbekannten angegriffen und zu Boden gerissen worden. Dort versuchte der Mann die Hose der Frau herunterzureißen, bevor er durch einen rufenden Anwohner in die Flucht geschlagen wurde. Beamte des für Sexualdelikte zuständigen Kommissariats 12 ermitteln nun wegen versuchter Vergewaltigung und bitten Zeugen, die Hinweise zur Tat und zum Täter geben können, sich bei der Kasseler Polizei zu melden.

Wie die mit den ersten Ermittlungen betrauten Beamten des Kriminaldauerdienstes der Kasseler Kriminalpolizei berichten, ereignete sich die Tat gegen 5.20 Uhr. Das Opfer gab gegenüber den Beamten später an, dass es von hinten angesprungen und zu Boden gerissen wurde. Dort liegend habe der Unbekannte auf sie eingeschlagen und versucht, ihr die Hose herunter zu ziehen. Die junge Frau erinnert sich lediglich daran, dass sie laut um Hilfe schrie und damit offenbar Bewohner auf sich aufmerksam machte.

Nachdem jemand dem Täter etwas zurief, sprang dieser auf und flüchtete. Den Ermittlern liegen bislang wenige Zeugenhinweise vor. Neben den übereinstimmenden Beschreibungen zum Täter sei der Mann zunächst die Annastraße in Richtung der Kölnischen Straße und dann sofort nach rechts in die Parkstraße gesprintet.

Die Zeugen beschreiben den Täter mit blauer Jeanshose und weißem Muskelshirt. Er soll 1,70 Meter groß und schlank sein und habe dunkle, kurze Haare. Der Mann, der als Südländer beschrieben wird, sprach laut dem Opfer kein einziges Wort. Ob der Täter sein Opfer bereits in der Friedrich-Ebert-Straße verfolgte oder erst am Tatort in der Annastraße anging, ist bislang nicht bekannt.

Die mit den weiteren Ermittlungen betrauten Beamten des für Sexualdelikte zuständigen Kommissariats 12 der Kasseler Kriminalpolizei bitten nun weitere Zeugen, die Hinweise zum Täter und dem Tatgeschehen geben können, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 bei der Kasseler Polizei zu melden. (ots/r)

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KASSEL. Ein bislang unbekannter Täter hat in der Nacht von Freitag auf Samstag am Kasseler Auedamm, im Bereich der Drahtbrücke, eine 23 Jahre alte Frau aus Kassel vergewaltigt.

Anschließend verletzte der Mann das flüchtende Opfer mit einem Messer und ergriff seinerseits die Flucht in unbekannte Richtung. Die Ermittlungen des für Sexualdelikte zuständigen Kommissariats 12 der Kasseler Kripo laufen derzeit auf Hochtouren. Die Ermittler suchen dabei dringend nach Zeugen, die möglicherweise Beobachtungen im Zusammenhang mit der Tat gemacht haben oder Hinweise auf den Täter geben können.  

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte sich die Tat am Auedamm, auf einer Wiese in Höhe der Drahtbrücke, ereignet. Zuvor war die 23-Jährige ihren Angaben zufolge bereits in Höhe der Max-Eyth-Schule, im Bereich der Zeughausstraße und der Weserstraße, auf den mutmaßlichen späteren Täter getroffen. Möglicherweise war er ihr von dort aus unbemerkt gefolgt. Gegen 1.30 Uhr war dann eine Autofahrerin am Auedamm im Vorbeifahren auf das verletzte Opfer aufmerksam geworden, woraufhin sie anhielt und Polizei und Rettungskräfte alarmierte.

Die 23-Jährige wurde anschließend mit einem Rettungswagen in ein Kasseler Krankenhaus gebracht. Sie hatte Verletzungen durch Messerstiche im Bereich des Oberkörpers davongetragen, die nach derzeitiger Kenntnis nicht lebensgefährlich sind. Unmittelbar nach der Mitteilung der Zeugin leitete die Polizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem flüchtigen Täter ein.

Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden momentan intensiv ausgewertet. Ein dringender Tatverdacht hat sich bislang nicht ergeben.  Derzeit liegt den Ermittlern folgende Beschreibung des Täters vor:


  • ca. 16 bis 20 Jahre alt
  • etwa 1,65 bis 1,70 Meter groß 
  • dunkelhäutig
  • wulstige Lippen
  • sprach gebrochenes Deutsch
  • bekleidet mit dunkler Kapuzenjacke


Die Ermittler des K 12 bitten nun um Hinweise aus der Bevölkerung. Möglicherweise haben Passanten oder Besucher einer zeitgleich in der benachbarten Orangerie stattfindenden Veranstaltung Beobachtungen gemacht, die im Zusammenhang mit dem Sexualdelikt stehen könnten. Diese werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. (ots/r)

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Publiziert in KS Polizei
Mittwoch, 06 Dezember 2017 11:33

Sexualdelikt in Kassel - Frau wehrt sich

KASSEL. Eine 22 Jahre alte Frau aus Kassel ist ihren Angaben zufolge am Montagabend auf dem Nachhauseweg Opfer eines versuchten Sexualdelikts geworden.

Die weiteren Ermittlungen indiesem Fall haben die zuständigen Beamten der Kasseler Kripo übernommen. Sie erhoffen sich nun durch die Veröffentlichung des Sachverhalts, Hinweise zur Tat oder auf den mutmaßlichen Täter aus der Bevölkerung zu bekommen.

Wie das Opfer Dienstagmittag beim Kriminaldauerdienst anzeigte, war sie um kurz nach 21 Uhr von der Haltestelle "Katzensprung" in der Weserstraße zu Fuß unterwegs und ging auf dem parallel verlaufenden Fußweg zwischen der Schützenstraße und der Fulda durch die dortige Grünanlage. Etwa gegenüber des Goethegymnasiums fasste sie plötzlich ein unbekannter Mann von hinten an ihre Schulter, drückte sie gegen eine Mauer und berührte sie unsittlich.

Beim Versuch, den Täter wegzudrücken, schlug dieser der 22-Jährigen mit der Faust ins Gesicht und bedrohte sie mit einem Messer. Trotz heftiger Gegenwehr gelang es dem Täter, der Frau Teile ihrer Oberbekleidung zu zerreißen. In einem günstigen Moment schlug das Opfer reflexartig in Richtung des Täters und traf ihn dabei offensichtlich so hart ins Gesicht, dass dieser zusammensackte.

Diesen Augenblick nutze die Frau zur Flucht. In ihrer Vernehmung hat die 22-Jährige den Täter wie folgt beschrieben: Es soll sich um einen ca. 1,80 bis 1,85 Meter großen Mann gehandelt haben, etwa Mitte 20 Jahre alt und dunkel gekleidet. Er soll dunkle Handschuhe getragen haben.

Die Ermittler des Kommissariats 12 bitten Zeugen, die verdächtige Personen beobachtet haben oder Hinweise zur Tat oder zum Täter geben können, sich unter der Rufnummer 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessenzu melden. (ots/r)

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Publiziert in KS Polizei

BRILON. Nachdem in der vergangenen Nacht gegen 3.30 Uhr, ein 26-jähriger Deutscher eine 24-jährige Frau aus Brilon vor einer Gaststätte in der Petrusstraße unsittlich berührt hatte, entwickelte sich eine Schlägerei zwischen mehreren Beteiligten. Hierdurch wurden zwei Männer im Alter von 17 und 28 Jahren leicht verletzt.

Die hinzugerufene Polizeistreife machte dem Spuk ein Ende, gegen den 26-jährigen Briloner wurde ein  Platzverweis ausgesprochen, dem er aber nicht nachkam. Er verbrachte den Rest der Nacht in der Gewahrsamszelle und konnte diese in den frühen Morgenstunden "nüchtern" verlassen. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren gegen den Grapscher ein.

Bei Sexualdelikten, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung kennen die Briloner Ordnungshüter kein Pardon. Nun muss ein Richter entscheiden wie hoch die Strafe ausfällt.

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Publiziert in HSK Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Zwar ist die Zahl der im Landkreis verübten Straftaten im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen, die heimische Polizei hat jedoch bei der Aufklärungsquote kräftig zugelegt auf 63,2 Prozent: Kein anderer Landkreis in Nordhessen verzeichnete im vergangenen Jahr einen besseren Wert. Darauf verwiesen der Leiter der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg, Achim Kaiser, und Kripochef Christian Golomb bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik.

Die Kriminalitätsentwicklung war in den vergangenen Jahren acht Jahren tendenziell rückläufig und erreichte im Jahr 2015 einen bislang absoluten Tiefstand mit 5392 registrierten Straftaten. Im Jahr 2016 verzeichneten die heimische Polizei wieder einen leichten Anstieg um 314 Fälle auf nunmehr 5706 registrierte Straftaten, was einen Anstieg um 5,8 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Dies ist laut Kaiser die drittniedrigste Zahl von registrierten Straftaten in den vergangenen 20 Jahren in Waldeck-Frankenberg.

Die heimische Polizei legte 2016 bei der Aufklärungsquote im Vergleich zum Jahr 2015 nochmals deutlich um 5,1 Prozent auf nunmehr 63,2 Prozent zu. Damit nimmt die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg den Spitzenplatz in Nordhessen ein. "Sie ist die höchste je im Landkreis Waldeck-Frankenberg erzielte Aufklärungsquote", sagte der Leiter der Polizeidirektion nicht ohne Stolz. Traditionell sind die Mittelzentren Korbach, Bad Wildungen, Bad Arolsen und Frankenberg sowie die Tourismushochburg Willingen am stärksten mit Kriminalität belastet. Aber auch diese Kommunen lagen 2016 noch deutlich unter dem hessenweiten Durchschnitt. Mit 25 registrierten Straftaten (Vorjahr 22) ist Rosenthal die Kommune mit den wenigsten registrierten Verbrechen.

Fünf Fälle von fahrlässiger Tötung
Kaiser und sein Stellvertreter, Kripochef Christian Golomb, sowie Polizeisprecher Volker König informierten gemeinsam über das "Kriminaljahr 2016". Die Statistik weist sechs Fälle von versuchtem Totschlag sowie fünf Fälle von fahrlässiger Tötung aus. "Straftaten gegen das Leben stoßen immer auf ein besonderes Interesse der Öffentlichkeit", sagte Golomb, gleichwohl entsprächen diese Delikte im vergangenen Jahr - glücklicherweise - lediglich 0,19 Prozent aller Straftaten. In 235 (Vorjahr 219) Fällen führte die Kripo sogenannte Todesermittlungen - dies ist zum Beispiel immer dann der Fall, wenn nach dem Tod eines Menschen die Todesursache zunächst vom Arzt als "unklar" angegeben wird.

Sexualstraftaten gingen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2015 um 32,4 Prozent zurück auf 71 Delikte (Vorjahr 105). Die Aufklärungsquote lag hier bei 91,55 Prozent - nur sechs Fälle blieben ungeklärt. Deutlich gestiegen sind im Berichtsjahr die sogenannten Rohheitsdelikte von 685 (2015) auf nunmehr 819 Fälle. Zu diesem Deliktsfeld zählen Körperverletzung, Raub, Entführung oder andere Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Die meisten Delikte entfallen auf die Körperverletzungen mit aktuell 598 nach 502 Fällen im Vorjahr. Hier spiele häufig Alkohol eine Rolle, verdeutlichte Polizeichef Kaiser. Die meisten dieser Delikte würden in den Mittelzentren Korbach, Arolsen, Wildungen und Frankenberg sowie im "temporären Mittelzentrum Willingen", so Kaiser mit Blick auf Clubwochenenden und Veranstaltungen im Upland, verübt. Die Aufklärungsquote bei diesen Delikten lag 2016 bei 92,3 (2015: 92,4) Prozent.

Fälle von häuslicher Gewalt legten im Berichtsjahr im Vergleich zu 2015 von damals 119 auf nunmehr 151 angezeigte Taten zu - die Dunkelziffer lasse sich nur schwer einschätzen. In dem von Männern dominierten Deliktsfeldgab es 2016 auch Anzeigen gegen neun Täterinnen. 40 Raubdelikte wurden im vergangenen Jahr (2015: 28) gezählt, häufig waren alkoholisierte junge Männer die Opfer. Im vergangenen Jahr gab es im gesamten Landkreis keinen einzigen Handtaschenraub.

Viele Ladendiebstähle
Bei den Diebstählen ging die Zahl der angezeigten Fälle von 1411 auf 1321 zurück, bei der Aufklärungsquote legten die heimischen Ermittler leicht zu von 40,8 auf nunmehr 41,2 Prozent. Das "beliebteste" Delikt in dieser Sparte ist der Ladendiebstahl. Beim schweren Diebstahl - wenn der Täter ein Hindernis beziehungsweise eine Sicherung überwinden muss, um etwas zu entwenden - ging die Zahl der bekannt gewordenen Fälle von 765 auf 724 Taten zurück, die Aufklärungsquote stieg dagegen deutlich von 14,2 auf 24,2 Prozent. Mit 182 Fällen liegt hier der Einbruchsdiebstahl vorn. Zu diesem Wert trug sicherlich im ersten Quartal 2016 eine Einbruchsserie mit allein 39 Fällen in Bad Wildungen bei. Polizeisprecher Volker König riet zu Wachsamkeit: "Wenn mir etwas seltsam oder verdächtig vorkommt, rufe ich die Polizei lieber einmal mehr als zu wenig."

Bei den sogenannten Vermögens- und Fälschungsdelikten, zu denen zum Beispiel Betrug, Urkundenfälschung oder Geldfälschung zählt, gab es nahezu unverändert 961 (958) Fälle - die niedrigsten Zahlen seit Jahren. Auf das Delikt Betrug entfielen mit 687 (749) die meisten Fälle. Die hohe Aufklärungsquote lag bei 81,4 nach 80 Prozent.

1207 Straftaten (2015: 1026) wie Erpressung, Widerstand, Beleidigung, Hehlerei oder Sachbeschädigung werden in der Statistik in der Obergruppe "Sonstige Straftatbestände" zusammengefasst. Hier stieg die Aufklärungsquote um fünf auf 58,2 Prozent. Eine Erklärung, warum es zum Beispiel wesentlich mehr Beleidigungen gibt, gab Kaiser: "Der Umgangston wird rauer". In diesem Zusammenhang begrüßte Polizeisprecher König ein neues Gesetz, das Beleidigung von und Übergriffe auf Polizeibeamten und andere Einsatzkräfte härter unter Strafe stellt.

Ein Drogentoter im Jahr 2016
Drogendelikte fasst die Statistik in den sogenannten strafrechtlichen Nebengesetzen zusammen - hier finden sich auch Delikte wie Verstöße gegen das Waffengesetz, das Ausländerrecht oder Umweltgesetze. Von den 582 (437) Fällen entfielen 459 (335) auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Diese hohe Zahl führt die Polizei auf einen Anstieg von Verkehrskontrollen zurück. Wie wichtig der Kampf gegen die Drogenkriminalität ist, zeigt sich unter anderem daran, dass es 2016 einen Drogentoten im Kreis gab.

Bei der Internetkriminalität weist die Statistik 274 Fälle aus - nach 304 Taten im Vorjahr. Im Jahr 2009 waren es noch mehr als 500 Fälle. Die Aufklärungsquote liegt aktuell bei hohen 97,1 Prozent nach 96,4 in 2015. Die Zahl politisch motivierter Straftaten liegt auf einem niedrigen Niveau von aktuell 28 Fällen nach 19 im Vorjahr.

Im vergangenen Jahr gelang es den heimischen Ermittlern, bei den registrierten 5706 Straftaten 2753 (Vorjahr 5392/2365) Tatverdächtige zu ermitteln. Unter ihnen befanden sich 604 (424) nichtdeutsche Tatverdächtige. Bei 202 von ihnen handelt es sich um Zuwanderer. Polizeichef Kaiser unterstrich, dass Zuwanderer nicht krimineller seien als Deutsche; allerdings räumte er auch ein, dass einige der Asylsuchenden auch gleich mehrere Straftaten begangen hätten.

Prävention hat hohen Stellenwert
Die Polizeiführung kündigte an, dem Thema Prävention weiterhin einen hohen Stellenwert zuzumessen. Veranstaltungen mit Kindergärten und Schulen, Vorträge in Vereinen oder vor Rentnern, Beratungen zum Einbruchsschutz in vieles mehr seien zwar aufwendig, aber eine gute Investition in die Sicherheit. Die Polizei werde auch weiterhin deutliche Präsenz bei Festen und Veranstaltungen zeigen, um die Sicherheit zu gewährleisten.

"Wir ziehen eine positive Bilanz der polizeilichen Arbeit des vergangenen Jahres", unterstrich Kaiser, der allen Polizeiangehörigen für ihre "brillante Arbeit" dankte. Der Leiter der heimischen Polizei dankte im Zusammenhang mit der Aufklärung von Straftaten aber auch den Bürgern, die als Zeugen mit ihren Hinweisen einen wesentlichen Anteil am Ermittlungserfolg hätten. (pfa)  

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Publiziert in Polizei
Dienstag, 06 Dezember 2016 11:10

Sex-Attacke: Frau beißt beherzt zu

KASSEL.  Die Kasseler Polizei sucht im Zusammenhang mit einem Sexualdelikt, das sich am Sonntagabend gegenüber dem Universitätsstandort im Kasseler Stadtteil Oberzwehren ereignete, nach einem 40 bis 50 Jahre alten Mann, der an der Zunge verletzt sein dürfte.

Das Opfer, eine junge Frau aus Kassel, hatte sich seinem Angriff zur Wehr gesetzt und ihn in die Zunge gebissen. Nun bitten die mit den Ermittlungen betrauten Beamten der Kasseler Kripo Zeugen, die Hinweise zum Täter geben können, sich bei der Polizei zumelden. Wie das Opfer den die Anzeige entgegennehmenden Beamten des Kriminaldauerdienstes berichtete, war die Frau gegen 19.30 Uhr, auf der Heinrich-Plett-Straße von der Korbacher Straße in Richtung des Unistandorts Aufbau- und Verfügungszentrum (AVZ) unterwegs.

Der spätere Täter fiel ihr erstmals auf, als er vor dem dortigen Parkdeck stand und ihr etwas zurief. Unbeachtet dessen setzte die junge Frau ihren Weg fort und ging von der Heinrich-Plett-Straße nach links in den Verbindungsfußweg zum Entenbühl in Richtung der Oberzwehrener Straße. Dort habe der Mann sie plötzlich von hinten umklammert und während des Festhaltens mehrfach unsittlich begrapscht. Während er deutlich zudringlicher wurde, habe sie ihn in die Zunge gebissen und dabei höchstwahrscheinlich verletzt.

Erst als die junge Frau zu schreien begann, ließ der Mann von ihr ab und entfernte sich zurück zur Heinrich-Plett-Straße. Das Opfer beschrieb den Täter wie folgt: Mann, ca. 40 bis 50 Jahre alt und etwa 1,80 m groß. Er soll eine normale Figur mit einem kleinen Bauch und sehr kurze Haare oder gar eine Glatze gehabt haben. Der Täter sprach Deutsch mit auffallendem russischem Akzent. Er trug zur Tatzeit eine dunkle Jacke und eine Jeanshose. Die Ermittler des K 12 bitten nun Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich bei der Kasseler Polizei unter der Telefonnummer 0561/9100 zu melden. (ots/r)

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