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KORBACH/FULDA. Der in Korbach lebende Alfons Hoff, der in den vergangenen sechs Jahren das Polizeipräsidium Osthessen leitete, ist in einem Festakt in Fulda von Innenminister Peter Beuth in den Ruhestand verabschiedet worden.

"Alfons Hoff blickt auf eine lange und erfolgreiche Laufbahn als Polizist zurück. Über 48 Jahre lang hat er Verantwortung für die Sicherheit der Bürger in Hessen übernommen. Mit ihm verlässt uns ein engagierter Präsident, der sich über viele Jahrzehnte großen Enthusiasmus für seine Arbeit bewahrt hat", sagte der hessische Innenminister im Fürstensaal des Stadtschlosses in Fulda.

Sechs Jahre lang stand Hoff dem Polizeipräsidium Osthessen als Präsident vor und trug Verantwortung für die Sicherheit von rund 442.000 Einwohnern auf einer Fläche von etwa 4000 Quadratkilometern. Der Dienstbezirk umfasst die Stadt Fulda sowie die Landkreise Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg mit den Autobahnen der Region.

Alfons Hoff hat den Polizeiberuf von der Pike auf gelernt. 1968 ist er in den Dienst der Polizei Hessen eingetreten. 1980, nach Erreichen des gehobenen Polizeivollzugsdienstes, versah er seinen Dienst als stellvertretender Leiter der Polizeistation in Hilders und als Leiter der Verkehrsdienste bei der Polizeidirektion in Fulda. Im höheren Vollzugsdienst begann er seine dienstliche "Reise" durch Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt.

Polizeidirektion in Korbach aufgebaut
1990 wechselte Hoff zur Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg, verantwortlich für Aufbau und Leitung der neuen Direktion. 1998 führte ihn sein Weg nach Kassel als Leiter des Dezernats Polizei beim Regierungspräsidium. 2001 wurde er Polizeivizepräsident in Westhessen und 2006 Polizeivizepräsident in Nordhessen - damit war Hoff wieder mit verantwortlich für die Polizei in Waldeck-Frankenberg. Im Jahr 2010 erfolgte seine Ernennung zum Polizeipräsidenten in Osthessen. Ende Juni schied er nun aus dem Dienst aus.

Für Alfons Hoff hatte das Thema Prävention immer einen hohen Stellenwert. Stets verstand er es, die Menschen in der Region in seine Arbeit mit einzubeziehen. So wurde unter seiner Führung die Zusammenarbeit mit anderen Behörden, der Wirtschaft und der Kirche in der osthessischen Region intensiviert. Hoffs Nachfolge tritt Günther Voß an, der zuvor als Präsident des Hessischen Bereitschaftspolizeipräsidiums fungierte.

Mit seiner Ehefrau Gisela lebt Alfons Hoff in Korbach. Das Ehepaar hat eine erwachsene Tochter und zwei Enkelkinder.

Publiziert in Polizei

BAD AROLSEN/GEMÜNDEN. Maike Neumeier und Christine Backhauß, Mitarbeiterinnen der Waldecker Bank, haben verhindert, dass ein Rentner eine hohe Summe an Betrüger verliert. Dafür werden die Frauen am Mittwochabend mit der Kasseler Polizeimedaille ausgezeichnet. Nach einem anderen Fall wird auch Michael Hartmann aus Gemünden geehrt.

"Die Nähe zum Kunden ist hier auch ein klarer Vorteil", sagte Maike Neumeier. In der Filiale in Mengeringhausen ist der Kundenkontakt vertraulich, man kennt sich eben. Zur Vorgeschichte: Am Donnerstag, 2. Oktober, wurde ein 84-jähriger Mann aus Bad Arolsen Opfer von dreisten Trickbetrügern. In der Mittagszeit hatte der gutgläubige Rentner an seiner Haustür Besuch von zwei "Scherenschleifern", die ihre Leistungen anboten. Sie berechneten schließlich für das Schleifen von einigen Messern und Scheren die horrende Summe von 2800 Euro. Nachdem der Senior diese Summe von seinem Konto abgehoben und an die Betrüger ausgezahlt hatte, witterten die Täter weitere Geschäfte und baten den Rentner schließlich um einen "Kredit" über 14.000 Euro.

"Da wird man hellhörig"
Sie gingen dabei so geschickt vor, dass der Rentner schließlich bereit war, auch diese Summe von seinem Konto bei der Waldecker Bank abzuheben und an die Täter auszuzahlen. Am Bankschalter traf der Rentner erneut auf die beiden Bankmitarbeiterinnen vom Vortag, Maike Neumeier befragte den Rentner diskret nach dem Grund des Abhebens einer derart hohen Bargeldsumme, weil sie eine Betrugsmasche nach Art des Enkeltricks witterte. "Bei einer so hohen Summe wird man hellhörig", sagte Neumeier. Nachdem sie durch eine gezielte Befragung des Seniors konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat gewonnen hatte, verweigerte sie die Auszahlung und verständigten die Polizeistation in Bad Arolsen.

Im Zuge der polizeilichen Observation wurden am Tag darauf die beiden Betrüger in der Wohnung des Rentners vorläufig festgenommen. Es handelt sich um Mitglieder einer polizeibekannten Familie aus Frankenberg (Eder), deren Mitglieder wegen ähnlicher Fälle bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten sind.

Neumeier ist froh, dass alles so ausgegangen ist. Die Polizeimedaille hätte sie dafür nicht erwartet. Auch, wenn sie das in vielen Fällen gut findet, dass Menschen für ihr Verhalten ausgezeichnet werden. Für sie sei das selbstverständlich gewesen.

Festnahme auch nach Tankbetrug und Unfall auf Flucht
Bei der Ehrung am Mittwochabend im Kasseler Polizeipräsidium erhalten noch weitere Personen eine Auszeichnung aus den Händen von Polizeipräsident Eckhard Sauer. Ein weiterer Fall "spielte" ebenfalls in Waldeck-Frankenberg: Nach einem Tankbetrug in Gemünden im Dezember 2014 sorgte der 52-jährige Gemündener Michael Hartmann durch sein mutiges und entschlossenes Handeln dafür dass der 23 Jahre alte Tatverdächtige ohne Führerschein nach einem Unfall auf der Flucht festgenommen wurde (112-magazin.de berichtete mit Fotos, zum Artikel hier klicken). Gegen den Täter wird wegen verschiedener Vorwürfe ermittelt, unter anderem wegen Tankbetruges und unerlaubten Entfernens von der Unfallstelle.

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Publiziert in Polizei
Donnerstag, 22 Dezember 2011 14:10

Extremismus bekämpfen: Hannappel neuer Polizeichef

WALDECK-FRANKENBERG. Ein echter Nordhesse leitet ab sofort die Polizeidirektion in Waldeck-Frankenberg: Hubertus Hannappel hat am Donnerstag offiziell die Nachfolge von Dittmar Knittel angetreten. Polizeipräsident Eckhard Sauer ernannte den 52 Jahre alten Kriminaloberrat aus dem Schwalm-Eder-Kreis zum neuen Chef der heimischen Schutz- und Kriminalpolizei.

Als "absoluten Schwerpunkt" seiner künftigen Arbeit nannte Hannappel in seiner Antrittsrede die "Bekämpfung des Extremismus jedweder Coleur". Hier gelte es, sämtliche Ausprägungen genau zu beobachten und zu bekämpfen. An der Feierstunde im Sitzungssaal der Polizeidirektion nahmen neben Hannappels Ehefrau Doris, Landrat Dr. Reinhard Kubat sowie Pfarrer und Notfallseelsorger Werner Hohmeister als "zivile" Gäste zahlreiche Führungsvertreter der nordhessischen und der Waldeck-Frankenberger Polizei teil. So gratulierten zum Amtsantritt unter anderem Polizeipräsident Eckhard Sauer und Stellvertreter Bernd Paul, Kripochefin und stellvertretende Direktionsleiterin Jenny Feist, die Dezernatsleiter der Kripo, die Leiter der Polizeistationen in Bad Arolsen, Korbach, Bad Wildungen und Frankenberg sowie Hannappels Vorgänger Dittmar Knittel.

Knittel erklärte bei der Amtseinführung, er habe den Landkreis Ende Juni "nicht gern" verlassen, als er eine neue Aufgabe im Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel übernahm. Knittel, der mehr als sieben Jahre die Direktion in Korbach leitete, versicherte seinem Nachfolger, er könne sich "auf die Truppe hier verlassen". Die Führungsgruppe sei tadellos aufgestellt, ebenso Kripo, Verkehrsdienst und die Polizeistationen. "Das Feld ist bestellt", sagte der frühere Direktionsleiter, der seinem Nachfolger zum besseren Kennenlernen des neuen Dienstbezirks eine Landkarte Waldeck-Frankenbergs schenkte.

"Sie werden dieses Volk lieben"
In diesem Landkreis sei der neue Polizeichef herzlich willkommen, rief ihm Landrat Dr. Reinhard Kubat zu. Die Solidarität der Kreisverwaltung und aller Städte und Gemeinden sei ihm gewiss, versicherte der Landrat. "Zwar gelten die Menschen in unserem Landkreis als etwas stur, doch Sie werden dieses Volk lieben", prophezeite Kubat, der die Vorteile des Landkreises ansprach und Waldeck-Frankenberg als Urlaubsregion Nummer eins in der Mitte Deutschlands bezeichnete. Er sei sehr froh, dass mit Kripochefin Jenny Feist und dem neuen Direktionsleiter Hubertus Hannappel das Team der heimischen Polizei nun wieder komplett ist.

Personalratsvorsitzender Klaus Vestweber bezeichnete Hubertus Hannappel als einen "ganz feinen Kerl und eine respektvolle Führungspersönlichkeit". Als neuer Direktionsleiter müsse er die Klammer bilden zwischen der Direktion, den Stationen, der Kripo und dem Verkehrsdienst, die Polizei nach außen darstellen und die Kollegen in allen Belangen dem Polizeipräsidium gegenüber vertreten. Hannappel werde "mitarbeiten, mitleiden und mitfühlen", sagte Vestweber und appellierte an den 52-jährigen Familienvater, ein "Vorbild zu sein, zu dem man aufschauen kann" und daran mitzuwirken, das Wir-Gefühl der Polizei in Nordhessen zu stärken. Als Direktionsleiter sei er gut beraten, den Kontakt zu den Polizeidienststellen zu pflegen und im Rahmen seiner Möglichkeiten dabei zu helfen, Probleme zu lösen.

Zuletzt Dozent für Kriminalwissenschaften
Polizeipräsident Eckhard Sauer, der zeitweise selbst die Polizeidirektion in Korbach geleitet hatte, beauftragte Hannappel am Donnerstag im Namen von Innenminister Boris Rhein offiziell mit der Leitung der Waldeck-Frankenberger Direktion. Hubertus Friedrich Johannes Hannappel, wie der 52-Jährige mit vollem Namen heißt, wird damit 34 Jahre nach seinem Eintritt in die hessische Polizei, ranghöchster Polizist in Waldeck-Frankenberg. 1986 von der Schutz- zur Kriminalpolizei gewechselt, leitete der gebürtige Eschweger in den vergangenen Jahren die Spezialeinheiten beim Präsidium in Kassel (2001 bis 2004) sowie die Regionalen Kriminalitätsinspektionen in Homberg (2004 bis 2007) und Marburg (2007 bis 2008) und war zuletzt Dozent für Kriminalwissenschaften an der hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung in Kassel.

Und "vor einer Woche bin ich, wie man auf Neudeutsch sagt, hier aufgeschlagen", sagte der sympathische Vater von zwei Kindern, der mit seiner Familie im Schwalm-Eder-Kreis lebt. Wegen der Nähe zur Schwalm kenne der den südlichen Landkreis Waldeck-Frankenberg bereits, "aber Dienst gemacht habe ich hier noch nie". Daher freue er sich sehr auf die neuen Aufgaben, sagte Hannappel und kündigte an, "das Aufgabenspektrum der Polizei nicht neu zu erfinden". Vielmehr werde er auf bewährte, hervorragende Konzepte weiter aufbauen, die in den vergangenen Jahren "mit sehr viel Kreativität und Engagement" entwickelt worden seien und ihn "sehr beeindruckt" hätten. Dazu zähle er unter anderem auch die Präventionsarbeit in Korbach und Bad Arolsen. Neben der genannten Bekämpfung des Extremismus werde er sich um "Dauerbrennerthemen" wie Jugendkriminalität und Verkehrssicherheit kümmern, kündigte der 52-Jährige an. Besonderen Dank richtete der neue Direktionsleiter an seine Stellvertreterin Jenny Feist, die selbst erst seit zehn Wochen in Korbach tätig ist, die Polizei aber in dieser Zeit hervorragend geführt habe.

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