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Sonntag, 17 Dezember 2017 09:02

Röhrtalbahn: Sonderzug nimmt Pkw mit

SUNDERN. Für ein Ehepaar aus Sundern endete am 16. Dezember die Fahrt im Gleisbett.

Am Samstag, 21.15 Uhr, befuhr ein 39-jähriger Pkw-Fahrer aus Sundern die innerstädtische Bahnhofstraße in Richtung Bundesstraße 229 und beabsichtigte, mit langsamer Fahrt den unbeschrankten und ohne Lichtsignale versehenen Bahnübergang der in Privatbesitz stehenden Röhrtalbahn zu überqueren.

Gleichzeitig befuhr ein Sonderzug der Deutschen Bahn mit ca. 80 Insassen die Gleise von Arnsberg in Richtung Sundern. Trotzdem der Zug ebenfalls äußerst langsam fuhr, kam es auf dem Gleiskörper zu einem Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Der Pkw wurde etwa 10 Meter durch das Gleisbett geschoben. Hierdurch wurden der 39-Jährige und seine 38-jährige Ehefrau in dem Pkw leicht verletzt. Sämtliche Passagiere des Zuges blieben dagegen unverletzt - sie konnten nach der Betreuung durch fachkundiges Personal mit Bussen den Weg fortsetzen.

Nach einer technischen Überprüfung konnte die Rollfähigkeit des Zuges bekannt gegeben werden. Für den Pkw war an dieser Stelle Schluss, er musste schwer beschädigt abgeschleppt werden. Die Höhe des Sachschadens beträgt nach ersten Schätzungen mehrere tausend Euro. (ots/r)

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Publiziert in HSK Polizei

TWISTE. Die etwa 30 Insassen eines Regionalzuges und ein 31 Jahre alter Lkw-Fahrer sind am Freitagmorgen womöglich nur knapp einer Katastrophe entgangen: Am alten Kornhaus streifte der Zug das Führerhaus eines Lastwagens, dessen auswärtiger Fahrer beim Rangieren den Bahnübergang nicht mehr rechtzeitig verlassen konnte. Der Zug streifte trotz einer Schnellbremsung auf ganzer Länge die Lkw-Front. Zwei Menschen wurden leicht verletzt, der Schaden beträgt eine halbe Million Euro.

"Es hätte alles viel schlimmer kommen können", sagt der 31 Jahre alte und sichtlich geschockte Lkw-Fahrer an der Unfallstelle gegenüber 112-magazin.de. "Hätte ich etwas weiter vorn gestanden..." - es gelingt ihm nicht, den Satz zu Ende zu sprechen, dem Mann bricht die Stimme weg, die Tränen laufen ihm über das Gesicht. Als ihm ein Polizist nochmals sagt, dass offenbar lediglich zwei Zuginsassen leichte Verletzungen erlitten haben, ist der Niederländer erleichtert.

Schranke schließt zwischen Führerhaus und Auflieger
Gegen 6.45 Uhr hatte der Berufskraftfahrer aus Zwolle in Twiste nach einer Lieferanschrift gesucht. Weil zu dieser Zeit noch alles dunkel und das Firmenschild nicht beleuchtet ist, glaubt der Brummifahrer an einen Irrtum. Zu dieser Zeit steht sein Sattelschlepper mit Auflieger auf den Schienen. Der 31-Jährige setzt zurück, steigt aus, um sich zu vergewissern, dass hinter seinem Lkw genügend Platz zum Rangieren ist. In diesem Moment hört er den Gong der Signalanlage am Bahnübergang, die Schranken beginnen sich zu schließen - aus Richtung Korbach kommend sieht der Fahrer die Lichter eines Zuges.

"Die Schranke ist erst mehrmals gegen den Auflieger geschlagen, ich habe den Laster zurückgesetzt, aber dann senkte sich die Schranke genau zwischen Führerhaus und Auflieger" - das ist nach Auskunft der Bundespolizei auch der Grund, warum der Triebwagenführer kein Signal bekommen hat, dass der Übergang blockiert ist. "Die Schranken waren geschlossen, daher hat das Warnsystem keinen Fehler erkennen können", sagte ein Polizist an der Unfallstelle. Der Triebwagenführer habe das Hindernis somit erst kurz vor dem Übergang erkennen können und dann sofort eine Schnellbremsung eingeleitet.

Zu spät: Sekunden später kommt es zum seitlichen Zusammenstoß von Personenzug und Lkw. Dabei bersten zahlreiche Scheiben an der linken Zugseite, große Kunststoffteile reißen ab, der Zug wird auf ganzer Länge stark beschädigt. "Es hat einen Riesenschlag gegeben, so etwas habe ich noch nie erlebt", sagte eine junge Frau aus Korbach gegenüber 112-magazin.de. Auf sie seien unzählige Glassplitter geprasselt, dank der Hilfe zweier Männer habe sie den Zug dann nach dem Anhalten verlassen. "Mir wären beinahe die Beine weggeknickt, ich glaube, ich hatte einen Schock", sagte die Berufspendlerin. Ebenso einen Schock haben der 49-jährige Triebwagenführer und der Lkw-Fahrer erlitten.

Polizei sucht womöglich verletzte junge Frau
Ein 21 Jahre alter Passagier, der nach der Kollision über Kopfschmerzen klagte, wurde vorsorglich mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Bad Arolsen gebracht. Eine junge Frau, die offenbar Schnittverletzungen durch berstendes Glas davongetragen hatte, verließ den Zug und ging in unbekannte Richtung davon. Nach ihr sucht die Polizei derzeit noch, sie wird gebeten, sich bei der für sie nächsten Polizeidienststelle zu melden. Die übrigen Passagiere im Zug wurden mit Bussen in Richtung Volkmarsen gebracht. Der Schaden liegt nach Einschätzung der Polizei bei einer halben Million Euro.

Nach der Kollision hat die für den Bahnverkehr zuständige Bundespolizei den Unfall aufgenommen, gegen den Lkw-Fahrer wurde ein Verfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Ob er - wie bei an Unfällen in Deutschland beteiligten Ausländern häufig üblich - eine Sicherheitsleistung zahlen musste, war zunächst nicht bekannt. Mitarbeiter der Kurhessenbahn begutachteten den Schaden an Zug und Übergang. Die Strecke blieb mehrere Stunden voll gesperrt, ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.

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Publiziert in Retter

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